s 13 Sins (2014) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews 13 Sins

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Reviewer

Alexander * 7.0

Spiel ohne Grenzen

Was Menschen nicht alles für Geld tun. Vor allem, wenn sie so verzweifelt sind wie der Protagonist dieses feinen Thrillers. 13 fiese Aufgaben bekommt der arme Kerl gestellt, und dafür winkt sofort Bares! - nicht, dass er dazu gezwungen würde, aber zumindest anfänglich wirkt der generöse Geldsegen eines im Dunklen verborgenen, sinistren Phantoms dermaßen verlockend, dass man gerne zu der einen oder anderen „Schandtat" bereit ist. Zu Beginn noch relativ harmlose Streiche schaukeln sich jedoch in kürzester Zeit zu blutigsten Taten hoch... Fans des vollkommen genialen Beitrags „Cheap Thrills" vom letzten FFF-Jahr dürften auch Gefallen an dieser Variation des Themas finden. 13 Sins reicht trotz guter Ideen und hohem Tempo zwar nicht an den perfiden Wahnsinn vom letztjährigen crowd pleaser „cheap thrills" heran, unterhält aber mit seinen mit der Zeit zunehmend grotesker werdenden Spielchen und der kontinuierlich anziehenden Spannungsschraube ganz prächtig.

meiklsan * 5.0

Nix Neues aus dem Westen

Naja was soll ich schon sagen, 13 SINS ist halt thematisch einfach eine 1:1 USA-Kopie oder höflicher ausgedrückt, ein „Remade" des thailändischen „13 game sayawng" aus dem Jahre 2006.

Wer den „13 Beloved" bereits gesehen hat, muss 13 SINS nicht unbedingt anschaun.

Wer aber dieses Jahr in dem neuen sequentiellen Filmablauf gefangen ist, kann ihn aber doch problemlos mitnehmen und muss mit diesem Film zumindest keine nervige Gurke ertragen oder aufgrund von Längen einschlafen!

Denn die „Remader" haben sich in den „challenging" Aufgaben wenigstens Mühe für Neues gegeben und insgesamt den ein oder anderen neuen Twist im Film mit eingebaut, der Freude macht.

Was die Ideenvielfalt der „Challenges" an sich anbelangt gibt es durchwegs frische Ideen und auch was den Blutgehalt anbelangt muss 13 SINS in keinem Fall dem Thai Original hinten anstehen!

Der Hauptdarsteller spielt seine Rolle wirklich sehr souverän und authentisch. Und auch seine heiß und innig geliebte Ehefrau präsentiert uns eine durchwegs ernstzunehmende Ehefrau, ergänzt mit dem wirklich sehr real spielenden autistischen Bruder und dem scheinbar senilen Vater und endlich mal wieder Ron Perlman auf der Leinwand, in der Rolle eines grauhaarigen ruhigen Detektivs, runden das kleine Ensemble wunderbar ab.

Spannung bis zum Ende ist definitiv gewährleistet, aber die Idee ist halt leider schon bekannt.

Wer mal sehen will, wie Hollywood eine bereits gelieferte Asia Idee umsetzt, der kann das mit 13 SINS gerne tun, für alle Newcomer und vor allem für alle leichtgläubigen Social Media User sollte dieser Film aber auch eine Warnung sein!

Oder würdest Du eine Fliege für 1000 US Dollar einfach so erschlagen!?

0 „Remade" Punkte gibt es für das generell dreiste US-Remake, aber 5 Punkte gibt es dennoch für die souveräne Umsetzung.

MrHenke * 5.0

Rallye-Cross mit angezogener Handbremse

Zum einen ist mir erst keine Überschrift eingefallen, zum anderen kenne ich den thailändischen Streifen von 2006 nicht, aber 13 Sins vom Stamm Daniel könnte für mich im Grunde genommen als ganz solides Thrillermachwerk durchgehen... und auch die entsprechende Bewertung dafür bekommen.

Leider demontiert sich 13 Sins durch diese, des öfteren auftretenden "...oooohhhh, jetzt, jaaaa... och neeee!" Momente dann selber... so, wie bei nem Autorennen! In der Pole Position in dritter Reihe stehen, schön Vollgas geben, Motor immer wieder aufheulen lassen, Handbremse ordentlich festknallen und dann beim grünen Startlicht sich wundern, warum man nicht vom Fleck kommt und nur stinkend, bläulicher Qualm von den Reifen entsteht!

...denn trotz der einen oder anderen interessanten Idee, bleibt die Umsetzung mit letztlicher Konsequenz für die Erledigung der jeweiligen "Challenge" fast immer holperig und (leider) manchmal auch doof!

13 Sins konnte mich so einfach nicht flashen...

D.S. * 6.0

Nicht genug Wahnwitz, aber gute Unterhaltung

Wenn er sich beim Q&A in Frankfurt auch mehr oder weniger deutlich vom Horrorgenre lossagte, so wirkte Regisseur Daniel Stamm doch durchweg sympathisch und down to earth. Zwar nicht wie jemand mit größter Leidenschaft für die dunkle Seite des Films, aber allemal engagiert und clever genug, um eine Auftragsarbeit wie 13 SINS anzunehmen und sie rundum solide zu inszenieren.

Der Film macht seine Sache ordentlich, unterhält ohne Längen und bietet das, was der Zuschauer sehen möchte – zumindest, wenn er das Original 13 BELOVED nicht kennt. An jenes erinnere ich mich zwar auch nicht mehr im Detail, aber ich meine, dass es in mancher Hinsicht deutlich zügelloser, extremer, eindrücklicher zu Werke ging, wenn es auch storyseitig simpler gestrickt und eindimensionaler angelegt war. Dieses Remake bedient halt westliche Sehgewohnheiten: Das Fressen von Hundescheiße ließe sich hier als eine der 13 Challenges unseres Protagonisten vermutlich nicht so leicht verkaufen, akzeptiert, aber der Verzicht auf so ikonisch abseitige Handlungssequenzen bedeutet eben auch den Verzicht auf Momente, die bald zehn Jahre später noch nachwirken und einem Film erst den Kult-Rang verleihen.

Solche hat 13 SINS eigentlich nicht zu bieten, dafür punktet er beim Härtegrad: eine Sägen-Splatterszene und eine Massenenthauptung bieten genug Blut, um den Gorehound hinter dem Ofen hervorlocken zu können. Wenn also auch statt wahnsinnig â€×nur“ hart, so wirkt der Film doch insgesamt ungewöhnlicher, phantasievoller und intensiver als viele andere Thriller – der grandios sicken Storyidee sei Dank: Elliot, ein Mann am Ende seiner finanziellen Optionen bekommt per ominösem Anruf aus heiterem Himmel die Chance geboten, nicht nur all seine Schulden abbezahlen zu können, sondern mehrere Millionen Dollar zu verdienen – indem er einfach nur 13 Challenges bewältigt. Diese fangen natürlich auf einem äußerst niedrigen Niveau an: Wer würde nicht für 1000 Dollar eine Fliege töten? Schon bald steigern sich die Aufgaben aber auf immer gefährlichere, demütigendere, gewalthaltigere Höhen. Die Polizei ist ihm auf der Spur. Und sein geheimnisvoller "Auftraggeber" scheint eine ganz besondere Agenda zu verfolgen...

Unterhaltsam ist das allemal, die stetig schlimmer werdenden Herausforderungen (von denen übrigens leider nicht alle 13 auch vorgeführt werden) zu verfolgen und wie unsere Hauptfigur mit ihnen umgeht. Wirklich zünden will das Ganze aber nicht. Was vielleicht daran liegt, dass einem das Verhalten von Elliot nicht nachvollziehbar genug erscheint – d.h. einerseits, dass seine Notsituation nicht glaubwürdig und existenziell genug gezeichnet ist und andererseits, dass er die Aufgaben und ihre Hintergründe erst viel zu spät und zögerlich zu hinterfragen beginnt.

Wenn es einen emotional also zum Großteil auch kalt lässt, bleibt man doch relativ gespannt bis zum Schluss bei der Sache. Dazu tragen neben der sauberen Produktion und dem guten Schauspiel auch einige nette Plottwists und Storyerweiterungen bei, die das Original so nicht zu bieten hatte.

Summa summarum: Ein akzeptables Ding für Thriller-Fans, dem etwas mehr Leidenschaft und Wahnwitz aber nicht geschadet hätten. Knappe 6 Punkte.

war im Cinestar, Frankfurt

landscape * 7.0

Nur lieb sein ist langweilig

Also, anfangs haben die Challenges ja viel Spaß gemacht, aber dann war klar, dass sie ziemlich ernst sind und nicht unbedingt garantiert ist, dass man alleine bis zum Ende um den Gewinn spielt, und dann geht es an die Substanz. Aber: Man wächst ja auch mit den Herausforderungen und ist am Ende ein ganz anderer Mensch, als wenn man weiterhin einfach nur lieb gewesen wäre.
So könnte man sich den Film schön reden. Wahrscheinlich war es einfach nur eine willkommene Gelegenheit, vieles auszuprobieren - zusammengehalten wird alles ohnehin von dem Handy-Moderator.
War aber o.k., und der Harlekin, der den Bus vor dem Hotel mit "NO VACANCIES"-Sign bei regennasser Strasse unterm Vollmond (?) stoppt, wird mir noch länger in Erinnerung bleiben.

guckte im Savoy, Hamburg

PinkyHH * 6.0

Die Vorlage zu diesem Remake kenne ich nicht. Somit bin ich recht unvoreingenommen an diesen Film herangegangen. Er hat mir auf jeden Fall gut gefallen.

Die Aufgaben, die der Protagonist zu erledigen hat, steigern sich schön. Das Tempo ist gut. Zwischendurch musste ich mich immer wieder fragen, wie weit würde ich gehen.

Mich hat nur etwas gestört, dass der Film über das Große-Ganze dahinter dann doch zu wenig erzählt. Aber dennoch ein empfehlenswerter Film. Ich hoffe dennoch, dass da keiner auf die Idee kommt, Teil 2 dranzuhängen. Machbar wär’s... aber bitte nicht!

Lizzie * 6.0

Herr der Fliege

Was würdest du für Geld tun? Wenn jemand, wie der Held hier, finanzielle Engpässe hat und dann aus dem Nichts heraus von einem mysteriösen Anrufer mit vertrauensvoller Quizonkelstimme 1000 Dollar für das Töten der nervtötenden Fliege im Auto bekommt, dann macht man das wohl. Aber natürlich, keine Überraschung, ist damit die Büchse der Pandora geöffnet, und die aufgetragenen Aufgaben für immer mehr Geld können nur schlimmer werden.
Ich kenne das thailändische Original dieses Remakes nicht, und ich weiß nicht, welche Tonalität da angeschlagen wird: Man kann aus so einem Stoff ja entweder einen harten psychologischen Thriller machen oder eher einen immer alberner werdenden Reigen grotesker Ereignisse mit splattrigen Elementen. Daniel Stamm hat sich jedenfalls für die zweite Lösung entschieden. Ich fand das irgendwie etwas verschenkt, denn auf Charakterzeichnung wird hier - trotz der ausgesprochen guten Schauspieler - nicht viel Wert gelegt: Sehr unglaubwürdig (wenn man schon die Existenz eines solchen "Spiels" als gegeben annimmt), dass ein so honoriger, intelligenter Typ wie dieser Elliot sich so schnell und ohne echten äußeren Druck zu allerlei Schweinereien überreden lässt und nicht hinterfragt, wer denn warum hinter diesen Anrufen steckt. Aber, andererseits: Ist ja nur ein Film, und zwar ein ziemlich spannender und unterhaltsamer. Muss ja nicht ewig im Gedächtnis bleiben.

war im Cinemaxx, Berlin

Heidi * 6.5

Da fragt man sich, weshalb Amis so wild darauf sind, asiatische Filme neu zu inszenieren. Als Fan des asiatischen Horrors verdreht man dann gern mal die Augen, wenn sie es wieder mal getan haben. Während der asiatische Film es schafft, Horror und Spannung ganz subtil aufzubauen und es nicht immer die große Action bedarf, geht es in den amerikanischen Remakes meist actionreicher und mit mehr Fingerzeig zu. Und "13 Sins" bildet dabei keine Ausnahme.

Das Thema ist nicht nur wegen "13 Beloved" nicht mehr neu und mittlerweile auch schon in der Jugendliteratur angekommen. Spannend ist jedoch, wie die Charaktere sich während des Plots entwickeln und der Spannungsbogen von der Fliege bis zur finalen Challenge gekonnt aufgebaut wird. Darin liegt das Potential in den jeweiligen Neuinszenierungen. Mit Mark Webber wird in "13 Sins" ein Hauptprotagonist ins Rennen geschickt, der sympathischer nicht sein kann und dem man die Entwicklung vom schüchternen und gedemütigten Angestellten zum gnadenlos Verzweifelten, zwischen Hochgefühl und Erschütterung, abkauft. Ron Perlman, die Coolness in Person, bedarf wieder weniger Worte und Szenen, um die Rolle perfekt auszufüllen. Ein Highlight des Films.

Sinnigerweise nimmt der Plot mit der Anzahl an Challenges an Fahrt zu. Dabei gibt es den einen oder anderen "Aha-Effekt", vieles ist aber vorhersehbar, auch für die, die "13 Beloved" nicht gesehen haben. Bei der Erledigung der einzelnen Challenges sah man, dass es für Elliot schwer sein wird, die Aufgabe zu erfüllen, weil es nicht seinem Charakter entsprach. Allerdings hatte ich nie das Gefühl, dass es unlösbar ist und die Aufgabe auf jeden Fall erfüllt wird. Der Zweifel, dass Elliot scheitern könnte, Spannung, stellte sich bei der Erledigung der Aufgaben nicht so recht ein.

Für die, die sich einfach ins Kino setzen und sich unterhalten lassen wollen, ohne große Ansprüche auf ein FFF-Highlight, erleben einen kurzweiligen Kinoabend à la Mystik-Hollywood-Thriller mit kleinem Budget.

war im Cinema, M├╝nchen

ArthurA S * 7.0

Dieser Review enth├Ąlt SPOILER!

Solide Unterhaltung mit sympathischem Protagonisten

Wäre 13 Sins kein Remake, wäre die Idee des Films trotzdem nicht neu gewesen. Häufig haben Filme schon gefragt, wie weit ein Mensch für Geld gehen würde. Dabei ist Geld nur eine Anfangsmotivation für Elliot. Später handelt er, weil er in seinem bislang unspektakulär verlaufenen Leben endlich das Gefühl hat, am längeren Hebel zu sein. Endlich nimmt er sein Leben in seine eigene Hand. Zu spät merkt er jedoch, dass es lediglich eine Illusion ist und dann muss das Spiel gespielt werden, weil bereits zu viel geopfert wurde und der Weg zurück keine Frage ist. Ein wichtiger Grund, weshalb das Ganze funktioniert, ist Mark Webbers extrem sympathische Performance als ein durchschnittlicher Jedermann, der einmal in seinem Leben wirklich etwas erreichen will. Deshalb bleiben die Sympathien der Zuschauer stets an seiner Seite, auch wenn er immer tiefer in den Abgrund zu versinken droht. Man fühlt, fiebert und leidet mit ihm mit. Durch die Struktur des Films aus verschiedenen Herausforderungen wirkt der Streifen zum Teil etwas episodenhaft. Das sorgt aber auch für ein beständiges Tempo und man ist immer gespannt darauf herauszufinden, was für Elliot als nächstes ansteht.

Der letzte Akt hinterlässt jedoch etwas gemischte Gefühle, da die Idee der absoluten Allmacht der “Spielmacher‣ dann doch zu sehr an der Glaubwürdigkeit zehrt. Der “Occupy Wall Street‣-Gedanke, das 1% über die 99% herrscht, wird hier interessant verarbeitet, doch verlässt man die metaphorische Ebene, vermag die Logik hinten und vorne nicht mehr ganz zu funktionieren. Auch das Ende ist zwar als offen angedacht, verlässt die Zuschauer aber mit einem deutlich positiveren Gefühl, als der Film es eigentlich verdient hätte angesichts des Horrors, den die Hauptfigur durchleben musste.

Erstveröffentlichung

staunte im Cinedom, K├Âln

Herr_Kees * 5.5

Weekend at Daniel’s

Daniel Stamm entscheidet sich beim Remake des Thai-Thrillers für dessen schwarzhumorige Aspekte und schreibt fürs Mainstream-Publikum noch eine Verschwörungs-Backstory ins Drehbuch – viel Sinn ergibt der Film trotzdem nicht: die Grundspannung fehlt, die Challenges haben (bis auf eine Ausnahme) zu wenig Biss, die Wandlung der Hauptfigur vom Gutmenschen zum selbstsicheren Arschloch verläuft viel zu schnell und holprig und das Ende hat ein paar Twists zu viel – kein wirklich guter Film, aber wenigstens ein kurzweiliger.

Auf der DVD findet sich im Übrigen noch eine (zu Recht) komplett gestrichene "Oral Sex" Challenge sowie ein alternative Schlussszene, die zwar nochmal einen weiteren Twist draufsetzt, dem Film aber zumindest ein grimmigeres (und stimmigeres) Ende beschert hätte.

52 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

13 Sins
  • Score [BETA]: 56
  • f3a.net: 5.9/10 52
  • IMDb: 6.2/10
  • Rotten Tomatoes: 59%
  • Metacritic: 44/100
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© Fantasy FilmFest Archiv 2020-07-05 18:17

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