s Adam’s Apples (2005) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Adam’s Apples

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Reviewer

FFFler * 7.0

Schräger Spaß mit ernsten Untertönen

Der Film braucht meiner Meinung nach eine Weile bis er in Schwung kommt, aber danach wird dem Zuschauer eine rabenschwarze Komödie geboten, die zudem noch überzeugende Charaktere aufweisen kann. Die Darsteller wissen durch die Bank zu gefallen und an manchen Stellen bleibt einem wirklich das Lachen im Halse stecken. Für einen richtig guten Film hat mir dann aber noch das gewisse Etwas gefehlt, zumal der Film von Logiklöchern nur so strotzt, so wird z. B. wild durch die Gegend geschossen was die Polizei ebenso wenig interessiert, wie die ständigen Krankenhauseinlieferungen des Pfarrers (und da hab ich noch nicht mal das Ende erwähnt). Wer auf schwarzen Humor steht ist hier jedoch richtig und kann nur wenig falsch machen.

SethGecko * 8.5

Bekannte Gesichter, schwarzer Humor at its best!

Als Fan der dänischen Schwarzhumor-Serie (Dänische Delikatessen, Flickering Lights, In China....) hab ich mich riesig darauf gefreut, die bekannten Gesichter in einem neuen Film von Jensen zu sehen. Und was soll ich sagen: er reiht sich meiner Meinung nach nahtlos in diese politisch nicht immer ganz korrekten Szenarien ein, die einen laut loslachen lassen, um dann mit offenstehendem Mund und großen Augen weiterzuschauen. Der Film geht es zwar ähnlich ruhig wie Dänische Delikatessen an, hat aber dann einige Knalleffekte zu bieten, von denen ich mir insgeheim etwas mehr gewünscht hatte. Aus den an sich schon verrückt zusammengewürfelten Charakteren (Neonazi, Vergewaltiger, Tankstellenräuber, besoffene Schwangere) wird ein kruder Mix aus skurrilen Situationen abgeleitet, die durch den am Anfang völlig verwirrten und Wo-Bin-Ich-Hier-Gelandet-Sind-Die-Hier-Alle-Völlig-GaGa-Gesichtsausdruck von Neonazi Adam alleine schon das Ticket wert ist.
Wenn jetzt noch die teils krassen Dialoge, die in den Subs zu lesen waren, einen Weg in die deutsche Synchro finden, ist der Platz in meinem Dänen-Regal schon so gut wie sicher...(ist er jetzt schon ;-). Für Fans der "Dänen-Reihe" auf jeden Fall ein Muss!

Philmtank * 8.5

How deep is your love?

Erwartungsgemäß hochwertige herbe schwarze Komödie, die mir noch besser gefallen hat als "Green Butchers". Eine der Realität sanft entrückte Parabel über die Bedeutung des Glaubens an das Gute, trotz oder gerade wegen des einen oder anderen Schicksalsschlags. Vor allem der Umstand, dass man die mit derbem Humor angreichteren Aussagen so empfängt wie ein Knie in den Magen sorgt dafür, dass man sich nicht einfach nur berieseln läßt, sondern unentwegt mitdenkt. Der völlig unverkrampfte Umgang mit Problemthemen wie Selbstmord, Krankheit, Tod etc. erlaubt es auch dem Zuschauer, endlich einmal ohne schlechtes Gewissen ganz befreit zu reflektieren, um zu erkennen, was im Leben wirklich zählt: Einen Kuchen backen!!!

war im Cinema, München

DelosOzzy * 9.5

Dänisches Dynamit!

Hmmm, könnte das Highlight des FFilmfest 2006 für mich werden. Rabenschwarz mit ernsten Themen, die durch den Humor und die Skurrliliät klar an Ernsthaftigkeit verlieren, was aufgrund der Schicksale der einzelnen Personen eigentlich nicht sein sollte (Themen wie Krebstumore oder behinderte Kinder etc.). Manchmal saß ich nachdenklich im Kino, dann wieder laut lachend ohne mir Gedanken gemacht zu haben, wegen ballernder Leute ohne Polizei, Logikfehlern im Film etc. Sehe ich auch mehr als nebensächlich an, es geht um ganz was anderes.
Die Message dieses wirklich genialen Films ist wohl:
Nimm das Leben so leicht wie möglich, egal was passiert ist oder noch kommt.

Die Darsteller sind weltklasse, allen voran der Pfarrer und der Neonazi! Ein wirkliches Highlight, das, wenn man sich reinsteigert und vielleicht privat ein ähnliches Schicksal mitgemacht hat, doch sehr berühren kann. Für mich einer der besten Filme, die ich am FFF gesehen habe. Bitte mehr davon!!!

glotzte im Cinema, München

Athanasios Mazarakis * 8.5

Einfach nur einen Apfelkuchen backen...

Logiklöcher? Geschenkt! Der Film an sich ist nicht wirklich unrealistisch, aber halt sehr, sehr unwahrscheinlich. Und? Das stört keine Sekunde, denn die Handlung nimmt einen eben doch sofort mit. Schöne Charaktereinführungen und relativ früh beschleicht uns das Gefühl, dass da mehr nicht stimmt...

Vordergründig geht es darum, wie wir den Versuchungen widerstehen können. Realistischer allerdings, wie wir dann mit den Konsequenzen der entsprechenden Versuchungen versuchen klar zu kommen.

Was noch auffällt: Der Film ist dreigeteilt. Lustiger Anfang, wo das Kino sehr gejohlt hat. Betroffene Mitte, wo es dann nur noch still war. Geniales Ende, wieder mit viel Gejohle. Kann mich nur an sehr wenige Filme erinnern, wo am Ende so enthusiastisch Applaus gespendet wurde. :D

So geht es im Film dann doch nur darum, einen Apfelkuchen zu backen. Und eine klasse Rolle auch vom Arzt, welcher biblisch gesehen auch eine entsprechende Rolle ausfüllt. Viel Spaß beim Herausfinden! :D

"Nur" eine 8,5 und keine 9, da der mittlere Teil doch ne Spur zu sehr auf’s Gemüt schlägt. Vielleicht macht gerade das den Film aus, mir war es subjektiv ne Spur too much von den Schicksalsschlägen.

war im Metropol 1, Stuttgart

T-Killa S * 9.5

Dieser Review enthält SPOILER!

Der beste Apfelkuchen seit American Pie

Ist den Männern aus dem Norden denn gar nichts mehr heilig???
Da schießt ein Araber auf wehrlose Raben, Katzen und Neonazis. "Hitler, der hatte einen Vollbart". Eine schwangere Frau läßt sich vollaufen, weil sie ein Kind bekommt, das eh zu 60% behindert wird. Da wird ein halb weggeblasener Kopf als "halber Kennedy" bezeichnet. Es gibt eigentlich kaum ein Tabu mehr, über das man die Nordmänner nicht hat hinwegziehen sehen.
Böse! Böse! Böse!
Da fragt man sich doch: Warum ist das nicht das Centerpiece?
Mindestens so gut wie Dänische Delikatessen (es spielen auch viele bekannte Darsteller wieder mit)!

Hier jagt nicht ein Gag den anderen, sonder es trifft einen immer total unerwartet ein wahrer Hammer!
Ein Muss für die anstehende Kinosaison!!!
Mit was werden uns die Dänen wohl als nächstes die Tränen in die Augen treiben?
Bei was wird uns diesmal wieder das Lachen im Halse stecken bleiben?
Egal, wir wollen mehr davon!!!

war im Metropol 1, Stuttgart

Herr_Kees * 9.0

Lasst uns ein Apfelbäumchen pflanzen

Die vermutlich respektloseste Komödie, die je über die Leinwand geflimmert ist und eins der absoluten Festivalhighlights: Anders Thomas Jensen has done it again!

Wunderbar, wie unbekümmert "Tabuthemen" hier ganz natürlich der brachialsten Humorbehandlung unterzogen werden, ohne dabei ihren Ernst zu verlieren - solche Filme können zur Zeit wohl nur aus Skandinavien kommen. Zum Glück kommen sie aufs Fantasy Filmfest. Drücken wir die Daumen, dass dieser in Wort und oftmals auch Bild (für Bee-Gees-Hasser auch: Ton) höchst radikale Film eine Kinoauswertung erhält. Insbesondere Deutschland kann so etwas gut gebrauchen - in jedem Fall eine lohnenswertere Auseinandersetzung für die Kirche als der DA VINCI CODE!

Fazit: Die wohl schwärzeste Komödie aller Zeiten - witzig, intelligent und höchst unterhaltsam.

war im Metropol 1, Stuttgart

Rohrkrepierer

war im Cinecitta' 3, Nürnberg

D.S. * 8.0

Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde...

Definitiv ein Festival-Highlight, allerdings nicht ganz der Dauer-Brüller, den man nach einigen Reviews vielleicht erwarten könnte. Zwar ist "Adam’s Apples" tatsächlich über weite Strecken eine schön bösartige schwarze Komödie, im Kern aber hat er von Anfang an auch eine starke ernste Komponente. Und ist damit wie viele der Filme des Regisseurs letztendlich eher eine Tragikomödie - für meinen Geschmack bisher seine beste.

Wir werden mit reichlich unwahrscheinlichen Protagonisten konfrontiert, das Setting ist skurril (eine Dorfkirche, deren Pfarrer Schwerkriminelle während ihrer Bewährungsfrist betreut), die Botschaft des Films ist sehr hintergründig menschlich, unsere realen Erlebnismaßstäbe gelten nur sehr bedingt - wie auch schon bei "In China essen sie Hunde", wo man ja auch keine Probleme damit hatte, zwischen sehr verschiedenen Sphären hin und her zu wandern. Wer dem letzten Drittel des Films eine christliche Botschaft vorwirft, hat wohl die vorherigen zwei Drittel nicht so ganz verstanden - in seiner Erzählung erleidet "Adam’s Apples" jedenfalls niemals einen wirklich Bruch; will man dem Film seine im Kern eben gar nicht so schwarze, stattdessen grundlegend humanistische Aussage ankreiden, sollte man genauer hinsehen: die findet sich von Anfang an, sie ist zunächst nur anders verkleidet.

Irgendeiner Weltanschauung, Religion oder Ausdrucksform der beiden Konstrukte gegenüber tritt "Adam’s Apples" ohnehin nie lautstark kritisch auf. Hier werden uns Menschen präsentiert, die eben sind, wie sie sind - und wenn sie als Träger irgendeiner Botschaft präsentiert werden sollen, dann wohl nur der, daß jeder Mensch für sich selbst entscheiden muß, wie er gut durchs Leben kommt. Natürlich bieten die verschiedenen "Glaubensbekenntnisse" hier immer wieder Anlaß zu absurden Situationen und ungläubigen Lachattacken. Aber wirklich angegriffen oder gar lächerlich gemacht wird hier im Endeffekt nichts, schon gar nicht Religion oder Kirche. Bedenklich kann man in diesem Zusammenhang eher anderes finden: der einzige, der in der ersten Hälfte des Films relativ normal wirkt, ist der Neonazi Adam. Und damit bietet er fast automatisch das größte Identifikationspotential für den Zuschauer. Ganz nebenbei werden im Handlungsverlauf so das "Dritte Reich" und die KZs fast "normalisiert", sie bieten Anlaß für Witze, auf dem selben Level wie herunterfallende Bibeln oder menschenleere Gottesdienste... Naja, kann einem auch mal kurz Bauchschmerzen bescheren.

Dennoch, es geht dem Film nicht um politische (oder eben religiöse) Statements. Die Protagonisten und ihre Lebensgeschichten dienen hier als Folien, auf denen universelle Botschaften transportiert werden - wobei dies auf die unnachahmliche Weise von Anders Thomas Jensen passiert. Also mit großzügig bemessenen Bizarrheiten, wunderbar schrägen Figuren, Situationskomik und bescheuerten Storyideen galore. Der Tonfall des Films ist dabei lakonisch, ruhig und groteskhaft zugleich, die Komik zwingt zum Lachen, die Tragik zum Sich-Einfühlen.

Morbide und zum Schreien komisch, nüchtern und wahnwitzig, an den Haaren herbeigezogen und fundamental nah dran am Wesen des Menschen: ein großartiger Film aus dem Norden, der in Story, Inszenierung und auch Darstellern seinesgleichen sucht. 8 Punkte - ein Muss.

war im Metropolis 6, Frankfurt

lexx * 9.0

Resozialisierungshilfe?

staunte im Metropolis 6, Frankfurt

bigJay * 10.0

Hiob auf dänisch...

Unglaublich! Sagenhaft! Sensationell. Was für eine skurrile, schöne Geschichte. Mal sehr witzig, mal sehr skurril, mal richtig dramatisch/traurig, mal ein tief religiöser Film. Wer diesen hier verpasst, braucht nächstes Jahr zum FFF wirklich nicht wiederkommen!

guckte im Metropolis 6, Frankfurt

Timo * 9.0

Ein Märchen für Erwachsene und jene die es noch werden wollen

Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal im Kino einen so großen Spaß hatte. Auf meisterliche Weise schafft es Anders Thoma Jensen abermals die Stimmung zu kippen: Von urkomisch zu nachdenklich, von ernst zu schwarzhumorig. Jensen schnappt sich seine Geschichte und macht aus ihr ein Märchen für Erwachsene, welches vor Zynismus und rabenschwarzem Humor fast platzt. Seine Charaktere wirken skurril, nicht aber lächerlich. Immer und immer wieder reißt er alles komplett um. Der Zuschauer denkt es würde nicht mehr schlimmer gehen, schon setzt Jensen noch zwei oben drauf. Und trotzdem ist der gute Mann kein Sadist. Immer wieder hält er im richtigen Moment inne, bevor er von der dünnen Grenze des Erträglichen fällt. ADAMS APPLES ist ein nahezu perfekter Film. Er begeistert, animiert fast pausenlos zum lauten loslachen, schafft es am Ende trotzdem einen relativ ernsten Ton einzuschlagen und bleibt nicht inhaltslos. Ich kann diesen Film nur jedem empfehlen, man sollte jedoch ein dickes Zwerchfell besitzen: Manche Gags sind nahe an der Grenze zum schlechten Geschmack. Wer jedoch wie ich den Hang zum schwarzen Humor besitzt, wird gnadenlos belohnt. Der schönste Apfelkuchen der letzten Jahre!

saß im Metropolis 6, Frankfurt

GeorgeKaplan * 8.0

Willkommen im Leben

war im Cinedom 9, Köln

BARROCK * 10.0

Phänomenal!!

Man kann echt nur sagen : ANSCHAUEN !!!!!

Wer nur einen Tick Sinn übrig hat für schwarzen Humor, wird diesen Film lieben!! Ich tue dies und bin zusammen mit meinen Kupels mit einem breiten Lächeln aus dem Kino gekommen, um nach dem Film noch lange mit Freude über ihn zu reden!!

Den will ich noch ein paar Mal sehen. Aber wie schon ein Vorgänger geschrieben hat: Hoffentlich ist die deutsche Übersetzung exakt wie die deutschen Untertitel waren!!

EINFACH NUR GEIL !!!!!! DANKE !!!!!! MEHR DAVON !!!!!!

verweste im Cinedom 9, Köln

Kosmas * 8.5

Sehr makabrer dänischer Film. Sehr tolle Charaktere, super Dialoge und gutes Musikstück! Original von Bee Gees, aber hier die Cover-Version!

goutierte im Metropol 1, Stuttgart

Holger Hellmuth * 9.5

Dänische Delikatessen

Wer die dänische Truppe um Anders Thomas Jansen kennt, weiß, was ihn erwartet. Nicht erwartet hätte ich, daß sie tatsächlich immer noch besser werden. Von der Story bis zu den erstklassigen Schauspielern (man beachte nur, wieviel der sparsame Gesichtsausdruck des Neonazis jeweils verrät) ist eigentlich alles perfekt und nur meine Vorsicht hindert mich daran, hier die vollen 10 Punkte zu vergeben.

staunte im Metropol 1, Stuttgart

Bobshock * 9.5

So geil!

Das ist so genial, was Anders Thomas Jensen uns hier vorsetzt. So wunderschön und witzig, dass es kracht. Der Humor ist so schwarz und unverbraucht - ein echter Festival-Burner inklusive amüsanter Kopfsplattereinlage. Mein diesjähriger Lieblingsfilm!

Jochen Werner * 9.0

Geht Rumballern mit Kirche?

Wishbringer S * 10.0

Dieser Review enthält SPOILER!

Da hat einer alles richtig gemacht. --- Best of FFF 2006!

Während Anders Thomas Jensen mit "Old Men in New Cars" meiner Meinung nach sein bisher lustigstes Skript geschaffen hat, bietet er uns nun mit "Adam’s Apples" wohl sein bisher bestes und liefert auch noch eine großartige Regiearbeit ab.

Die hervorragenden Darsteller (wir kennen sie teilweise schon aus anderen dänischen Filmen) verkörpern sehr skurrile, aber auch liebenswerte Charaktere mit menschlichen Fehlern und Schwächen. Gemeinsam mit dem Neonazi Adam kommen wir in einer abgeschiedenen, merkwürdig faszinierenden, skurrilen Lebenswelt um den Landpfarrer Ivan herum an, die uns sowohl einiges an Lachern als auch viele ernste Schicksale und Themen (Alkoholismus, Vergewaltigung, Tod, schwere Behinderung, Krankheit, Gewalt, ...) beschert. Dadurch haben wir hier keine leichte, belanglose, unbeschwerte Komödienkost, wie wir sie dieses Jahr z.B. in Baba’s Cars zu sehen bekommen. Ich finde, Adam’s Apples ist ein anspruchsvoller Film, der uns durchaus was zum Nachdenken mitgeben kann, und wieviel hierbei über den pechschwarzen Humor gelacht werden wird, hängt sicherlich auch sehr vom Publikum ab.

Im Laufe der Geschichte erfährt man Hintergründe und Motive der Figuren und erlebt mit, welche Veränderungen die beiden Hauptpersonen durchmachen. Dabei ist der Film immer witzig, traurig, originell, unterhaltsam, anrührend, fesselnd oder überraschend, also keine Minute langweilig. Im letzten Teil zieht der eher ruhige Film das Tempo etwas an und verwandelt sich in eine Art Märchen, aus dem wir auch eine religiöse Botschaft mitnehmen können, wenn wir möchten, diese uns aber keinesfalls aufgedrückt wird; dazu ist Adam’s Apples wiederum zu kritisch, indem er Adam und Ivan gleichermaßen an ihren konträren Zielen scheitern lässt.

Der Schluss des Films ist auch sehr gut gelungen und lässt den Film noch nachwirken, so dass Adam’s Apples eigentlich zu schade ist, um sich direkt im Anschluss sofort den nächsten Film aus der Timetable reinzuziehen. Von allen Filmen, die ich dieses Jahr auf dem FFF gesehen habe, war Adam’s Apples derjenige, bei dem am Ende am meisten applaudiert wurde. Und so lasset uns nun gemeinsam mit einstimmen in das Lied "How deep is your love?" und an das Gute in jedem Menschen glauben.

war im Union 1, Bochum

kinokoller * 6.5

Veräppelt

staunte im Cinedom 9, Köln

Leimbacher-Mario * 9.0

Der ewige (Lach)K(r)ampf

Die Dänen, die Dänen, wer würd sie beschämen,
wenn dort nicht weiterhin so bitterbös-geniale Filmchen herkämen?!

"Adams Äpfel", ein moderner Klassiker & Kult,
dabei waren Kritiken erst mau, die Macher brauchten Geduld.

Auf Festivals, da deutete sich sein Siegeszug an,
zog er jeden mit schwarzem Humor sofort in den Bann.

Die Darsteller haben’s faustdick hinter den Ohren,
nicht nur Mads verdiente hier erste Sporen.

Dänisch trocken, dänisch zum Wegschmeißen komisch,
alle Vorschusslorbeeren zu Recht, Reinsehen lohnt sich.

Hier trifft Religion auf Parodie & Humor,
kein Thema zu düster, gelacht wird von Pädophilie bis zum Tumor.

Das muss man erstmal sacken lassen, verstehen & verkraften,
Mut & dicke Eier hat der Regisseur, nichts geht zu seinen Lasten.

Mittlerweile weit mehr als ein Tipp im Geheimen,
wär er nicht grandios & inspirierend, würd ich hier nicht Reimen.

Für mich immer wieder ein Genuss,
vom Nazi & Schlechtmensch, wie aus einem Guss.

Von surreal über leicht banal bis witzig verquer,
man hat viele Gedanken, kein Kopf bleibt hier leer.

Europäisches Kino, so genial wie seit 15 Jahren selten,
die Äpfel Adams, können zu recht als überaus kultig gelten.

Voller verrückter Ideen, der Pfad so frisch wie nie,
unberechenbar, ähnlich wie die Zahl Pi.

Sowas hat die Welt noch nicht geseh’n, davon braucht’s mehr,
doch von genialen Leuten gibt’s eben kein Heer.

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Adam’s Apples
  • f3a.net: 8.7/10 82
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-09-18 09:15

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