s Attack the Block (2011) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Attack the Block

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Reviewer

Edwinita * 8.5

Yo!

Das ist ein Abschlußfilm für das diesjährige FFF, bei dem es nix zu meckern gibt. Gut erzählte Story, witzige Dialoge, sympathische Darsteller, allen voran der bisher unbekannte John Boyega, der mit seiner Körpersprache zu überzeugen weiß. Die einfach gehaltenen, plüschigen "motherfuckerwolfmanthing" Aliens machen Spaß und sind mal was Neues vom Konzept her und für’s Auge. In diesem Film wird mit Vorurteilen, die man bezüglich der Ghetto-Jugend hat, gespielt, und trotz viel Rumgeballere, Blut und Gekreisch ist es auch eine sozialkritische Studie.
Alles in allem ein vergnüglicher Abend mit Freibier zum Ausklang! Prost, auf dass wir uns alle glücklich und gesund im nächsten Jahr zu Mord, Blut und Gekreisch wieder sehen!

Roughale S * 8.5

Dieser Review enthält SPOILER!

Aliens on da block - diggit!

Auf die bestimmt wieder aufkommende Diskussion über die Würdigkeit als Abschlussfilm will ich mich nicht einlassen, die wird es immer geben, das ist schon Routine...

Attack the Block ist eine britische Komödie, die in einer nicht so oft gezeigten Umgebung (zumindestens im Mainstream), ich weiss nicht, wie man das politisch korrekt am besten ausdrückt, daher nenne ich das nur den Block, angelehnt an den Titel. ;-) Die jugendlichen "Gangstahs" spechen somit auch eine abenteuerliche Mischung aus dem typischen Londoner Cockney, einem Rastafari nehm Akzent und einer Menge Szene Begriffe. Das mag bei vielen zu Verständnisproblemen geführt haben, was sich dann auch negativ auswirken könnte, ich fand es sehr abwechslungsreich und unterhaltsam.

Als Lockmittel für Zuschauer wurde Nick Frost an Bord geholt, der hier einen hippiesken Verwalter des Drogenvorrats des Blockobergangstahs fungiert und den Film erfrischend ergänzt.

Die Aliens waren zwar relativ simpel gestaltet, aber meiner Meinung nach effektiv genug und passten gut in den Film, gut fand ich den Kniff, das sie taub waren und sich eher auf Geruchsebene orientierten.

Ich hatte eine Menge Spass und kam gut gelaunt aus dem diesjährigen FFF. Die 8,5 ergibt sich aus dem Kontext des gesamten Festivals und wer mich kennt, der sollte wissen, dass ich es mit den Wertungen nicht ganz so eng sehe, lieber das Geschriebene lesen und dadurch meiner Meinung etwas näher kommen...

verweste im Cinemaxx 1, Hamburg

Christian * 5.5

Wer sind die schwärzeren Schwarzen?

Über die Auswahl von Eröffnungs- und Abschlussfilmen kann man sicherlich trefflich streiten. Auch in diesem Jahr auf ein neues. Im Gegensatz zur ollen Kamelle am Anfang, stimmt in Attack the Block zumindest der Ton. Kompliment an das Cinemaxx. Das war mal odentlich laut. Es zischte und knallte aus allen Ecken, der Rap war agressiv und selbst der Reggae verfehlte seine Wirkung nicht.
Ein paar frische Ideen zur aktuellen politischen Eskalation in London waren ebenso zu finden: Die üblen Ghetto-Kids, die auch pünktlich zum Essen kommen müssen und gar nicht verstehen können, dass es irgendwo schöner sein soll als in ihrem Revier. Die Polizei, die von Außerirdischen kaum zu unterscheiden ist oder die neidvolle Anerkennung der "Nigga", dass das Fell der ETs krass schwarz sei.

Leider muss sich Attack the Block auch gefallen lassen, dass er mit viel Wohlwollen 90 Minuten trägt. Dramaturgisch wird es dann eng, wie auch bei den Ideen irgendwann das Haltbarkeitsdatum abläuft. Und hatte ich was zum Inhalt gesagt? Ach ja: Außerirdische attackieren einen Block.

Ein ordentlicher Rausschmeisser ohne besonders nachhaltig zu sein.

staunte im Cinemaxx 1, Hamburg

Smotti * 9.5

Jede Menge Spaß mit sympathischen Nachwuchsgangstern!

Mir fehlte es bei diesem Film an nichts - fetter Soundtrack, überzeugende Darsteller, tolle Bilder und eine Menge comedy, action & coolness!
Vor allem nimmt der Film sich zum Glück selbst nicht GANZ so ernst.
Würdiger FFF-Abschlussfilm 2011!

saß im Cinemaxx 1, Hamburg

Lovecraft * 5.5

Gangstas & Aliens

Machen wir es kurz: "Attack the block" ist ein arg durchschnittlicher Abschlussfilm - da kann auch der gutgelaunte Besuch der Herren Cornish und Frost nichts dran ändern.

Lustige Zottelmonster, entfernt an den Tasmanischen Teufel aus Bugs Bunny erinnernd, überfallen einen Häuserblock in Südlondon und werden von der örtlichen Gang in die Schranken verwiesen. Das ist zwar recht temporeich, jedoch restlos überraschungsarm und bis auf wenige Ausnahmen überraschend witzlos. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als richte sich der Streifen eher an ein jüngeres Zielpublikum - angesichts der dargestellten Figuren eine recht problematische Angelegenheit. Ich mochte mich nicht ansatzweise mit einem der jugendlichen Schwerverbrecher (siehe den Überfall zu Beginn des Films) identifizieren, die uns vom Drehbuchautor als Helden verkauft werden. Schade, das war insgesamt schon enttäuschend.

war im Cinemaxx 7, Berlin

FFFler * 1.5

Inner City vs. Outer Space

Leider erwies sich der Abschlussfilm des diesjährigen Fantasy Filmfests als sein schlechtester Film. Dabei waren die Vorraussetzungen hinter der Kamera nicht schlecht, doch schon bei der absolut unglaubwürdigen und klischeehaften Figurenzeichnung hapert es, zumal es mit Ausnahme der weiblichen Hauptdarstellerin keinerlei Identifikationsfigur gibt. Lustig ist das Ganze zu keinem Zeitpunkt, so bekommt der Zuschauer einen Kalaueroverkill geboten, der seinen Humor hauptsächlich im klischeehaften Veralbern von Minderheiten ansieht. So macht sich nicht nur schnell Langeweile breit, auch der Nervfaktor steigert sich mit laufender Spielzeit ins Unermessliche. Das liegt auch an den unsäglich platten Dialogen und den nicht gerade übermaßig talentierten Darstellern, bei denen man von der ersten Sekunde erkennt, dass es sich größtenteils um unbedarfte Laiendarsteller handelt. Sein Regiedebüt setzte Joe Cornish auch inszenatorisch ziemlich in den Sand, ist der Film zum einen, zugegeben gewollt, viel zu dunkel und dermaßen hektisch geschnitten, dass man in nahezu jeder Actionszene kaum etas erkennen kann; von dem nervtötenden Musikeinsatz und dem unsäglichen Ende fange ich lieber gar nicht erst an. Zumindest das Creature Design wirkt originell und ein einziger One-Liner, von gefühlten 1000, sitzt. So ist Attack the Block schlussendlich ein absoluter Rohrkrepierer und schon jetzt ein heißer Kandidat für den schlechtesten Film des Kinojahres 2011.

Erstveröffentlichung

war im Cinemaxx 7, Berlin

D.S. * 6.0

Inner City Fucktards vs. Outer Space

Um Abscheu gegenüber Ghetto-Gang-Kiddies zu entwickeln, brauchte es nicht erst die London Riots 2011 - aber natürlich weist ATTACK THE BLOCK angesichts des aktuellen Zeitgeschehens ein besonders schlechtes Timing auf. Insbesondere, da er allen Ernstes versucht, uns stumpfe Schläger-Typen als Helden zu verkaufen: Je machomäßiger, desto cooler, und zu fünft bewaffnet eine Frau auszurauben, ist ja letztendlich nicht so schlimm, wenn man dafür ein paar fiese Aliens plattmacht und immer lässige Sprüche parat hat... alles klar.

Für mich stellte sich dann tatsächlich als kleines Problem heraus, dass ich den angeblichen „Guten" dringender den Tod wünschte als den angeblichen „Bösen" - tödlich aggressiven Aliens. Die übrigens sehr schick und bedrohlich aussehen, ein Extra-Lob fürs Creature Design. Aber ganz gleich, welche Seite man hier präferiert, letztlich zeigt uns ATTACK THE BLOCK nichts anderes als den Kampf zweier gewalttätiger Parteien gegeneinander. Auf begrenztem Raum, mit begrenztem Waffenarsenal, mit begrenztem Personal. Nebenhandlungsstränge gibt es zwar, sie werden aber nicht besonders ausführlich aufgebaut und münden schließlich ebenfalls immer in der Haupthandlung. Figuren, die nicht in den Kampf gegen die Aliens eingebunden sind, verschwinden schnell wieder (wie etwa die Schwestern oder Freundinnen des einen Gangmitglieds). Wir bekommen also Action, Action, Action geboten, garniert mit vielen One-Linern und leider präsentiert von Darstellern, die nicht das dafür notwendig Charisma besitzen. Ein Bruce Willis ist halt nicht in jedem Ghetto zu finden.

Kurz gesagt, ATTACK THE BLOCK ist nette, anspruchslose Klopper-Unterhaltung mit ein paar Brit- sowie Kiffer-Witzen und Gang-Talk. Nick Frost hat nur in ca. fünf Szenen einen Auftritt, der Trailer ist hier sehr irreführend; nicht aber, was Actiongehalt und Geschwindigkeit des Gezeigten angeht. Kann man sich gut ansehen und hinterher genauso gut wieder vergessen, deshalb 6 Punkte von mir.

war im Metropolis 6, Frankfurt

Jimmyjohnjamesmyer S * 4.0

Dieser Review enthält SPOILER!

Eierlegende Alien-Wollmilchsau in the Ghetto

Was für ein ärgerlicher Film... vom Marketing in Richtung "Shaun of the dead" gedrückt und im Trailer als Komödie verkauft ist das Ding hier wieder mal eine ziemliche Katze im Sack.
Lustig ist an "Attack the block" nämlich ausser den 3 Szenen/Sprüchen aus dem Trailer nichts. Von der ganzen Attitüde schwankt der Film zwischen einem Möchtegern-Actionfilm mit völlig verblödeten Kiddiegangstern und einem Horrorfilm. Das Grundsetting in einem Ghetto-Hochhaus erinnert fatal an "La Horde" mit Aliens statt Zombies, kommt aber trotz seiner gequälten Bemühtheit niemals an die Coolness oder auch den Humor der Franzosen ran.
Alle Charaktere bis auf die Hauptdarstellerin und den vermeintlichen Brillen-Nerd sind absolut ätzende, übertrieben dargestellte Schwachbacken, für die man nicht einen Funken Sympathie empfinden kann. Bezeichnend, daß der Nerd dann recht schnell und blutig gekillt wird. Wenn die zugegebenermaßen recht gut umgesetzten Aliens zuschlagen, kippt der Film gern mal ins Blutige und Horror-artige, wo dann der eine oder andere mal den Kopf oder das Gesicht abgerissen bekommt.
Trotz all der Ernsthaftigkeit dieser absolut sinnlosen Alien-Attacke (der Pseudoplot wird vorweg durch eine ziemlich offensichtliche Fernseheinlage erklärt) agieren die Kiddie-Gangster völlig unglaubwürdig und cartoonig überzeichnet cool, als würen sie Playstation spielen. Wenn jemand das als "Social Commentary" verkaufen will, dann ist das einfach nur erbärmlich, da nichts zu Ende gedacht wird und solche Dialoge wie "Mein Mann hilft Kindern in Ghana! / Warum hilft er nicht Kindern in England?" wirklich unterste Schublade sind, genau wie der Basisplot der Frau, die ausgeraubt wird (übrigens ist sie Krankenschwester... wie praktisch!) und sich am Ende mit den Gangstern solidarisiert, obwohl alle "Erklärungen" den einführenden Raubüberfall nicht verzeihen lassen können.

Weder der Charakter von Nick Frost mit seinen paar Onelinern und verkiffter Slacker-Art noch die nachtschwarzen Aliens mit dem Leuchtgebiss reissen den Film dann aus dem Durchschnitt.

Besonders ärgerlich ist, daß der Film offensichtlich überhaupt nicht weiß, was er will. Komödie, Actionfilm, Alien-Horror, Sozialkritik... man kann diese Elemente sicher in einem Film zusammenbringen. "Attack the block" versagt dabei aber auf ganzer Linie und erinnert von seiner platten Erzählweise und den 2-dimensionalen Charakteren und Pseudo-Helden eher an einen zu blutig geratenen Kinderfilm.

Neben viel zu viel Durchschnitt eine der grössten Enttäuschungen des diesjährigen FFF und speziell vom Timing mit den London-Ausschreitungen einfach nur ärgerlich.

war im Cinemaxx, Hamburg

Timo * 8.0

go home and play FIFA.

Schon in SUPER 8 ist die Rechnung dieses Jahr aufgegangen. Eine Kindergruppe wird mit Aliens konfrontiert und begibt sich auf die Jagd. ATTACK THE BLOCK ist dabei so etwas wie der böse Bruder von SUPER 8. Statt Kleinstadtidyll bilden die Betonburgen im Ghetto Londons den Spielplatz des Spektakels. Während sich der eine aber voll und ganz seinen Vorgängern und deren Motiven verschrieben hatte, baut ATTACK THE BLOCK gleich mehrere eigene Ebenen systematisch auf. Er funktioniert als überraschend harter Invasionshorror, ebenso aber auch als satirische Milieustudie innerhalb der Clique und deren Wirkungskreis. Dabei ist es ab und an sehr erschreckend wie nah der Film an der Realität kratzt. Verblüffender ist aber noch, wie selbstsicher Regisseur Joe Cornish zwischen diesen Mustern wechselt und wie effektiv sie alle für sich selbst stehend sind. Auf der anderen Seite hagelt es nämlich wirklich angsteinflößende Schockmomente, wenn die Meute auf der Flucht vor den schwarzen, haarigen Viechern ist. Einziger Kritikpunkt bleibt da fast Nick Frost. Obwohl ATTACK THE BLOCK über wahnsinnig komische Momente verfügt, wirken die Szenen mit ihm immer eher krampfhaft und bemüht komisch. Natürlich jammert es sich hier auf hohem Niveau. ATTACK THE BLOCK ist ein ambitionierter Film, der dem Zuschauer ein rundum zufriedenes Gefühl beschert. Das Rundum-Sorglos-Paket.

Erstveröffentlichung

goutierte im Metropolis 6, Frankfurt

glorrk * 7.0

FFF goes Mainstream.

Ein lustiger Film zweifelsohne, aber eher für ein FFF für Minderjährige.
Ich hatte viel Spaß beim Film, viele lustige Szenen, einen Nick Frost, der wohl nur ins Skript geschrieben wurde, damit Nick Frost mitspielt und fürchterlich aussehende / animierte Monster mit den nicht anzusehenden leuchtenden Zähnen.

So wird das Potenzial der Idee irgendwie verschenkt, man hatte das Gefühl, der Regisseur hat mehr gewollt, aber nicht mehr gedurft, um eine niedrige Altersfreigabe nicht zu gefährden.

Netter, sehr unterhaltsamer Abschlußfilm, vielleicht auch aufgrund der leichten Konsumierbarkeit auch richtig so.

war im Cinema, München

MarxBrother81 * 6.0

Keine Hommage an die 1980er!

Das ist schon mal Fakt: der Film bietet zwar einen Low Budget - Independent - Charakter, aber zitieren tut er nur in seiner Machweise.
Zitate diverser Vorgängerfilme sind nur bedingt / gewollt zu finden.
Das musste ich schreiben, denn einige der Autoren einschlägiger Genremagazine wollten mir weismachen das es sich um eine Würdigung alter B-Filme handelt.
Das kann man so oder so sehen.
Spass macht der Film bis zu einem gewissen Grad, denn die Figuren sind übermässig blass obwohl sie schwarz sind.
Die Spielweise von Dickerchen Nick Frost ist auch nur ein Comedy-Gimick für einen ansonsten eher ideenfreien Film.
Neues darf man nicht erwarten, auch bei der Umsetzung des erwarteten Filmungeheuers, das aussieht wie ein schwarzer Wolf mit blauen Zähnen.

Fazit: muss man nicht auf der Liste der gesehenen Filme haben, aber wenn man ihn sieht stört es auch nicht weiter.
Filmzwitter par excellence!

77 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Attack the Block
  • Score [BETA]: 71
  • f3a.net: 6.7/10 77
  • IMDb: 7.4/10
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-10-23 23:40

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