s Blind Alley (2011) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Blind Alley

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Reviewer

Lovecraft * 6.0

Blind Alley ist eine nette Fingerübung in Sachen Terror. Von der Einleitung abgesehen, in der uns Zimmermädchen Rosa näher gebracht wird, spielt der Film ausschließlich in der titelgebenden Sackgasse, in der sich ein versiffter Waschsalon befindet. Gut, restlos auf Logik sollte man auch dieses Script nicht abklopfen, und der lustige Twist des Filmes kommt doch recht spät, genug unterhaltsam ist das doch allemal, um mit der wackeren Protagonistin mitzufiebern. Dazu erfreut die fantasievolle Kameraführung inklusive diverser Splitscreens. Nicht wirklich bedeutend, aber durchaus ansehbar.

glotzte im Event Cinema, Berlin

QuintenQuist S * 1.5

Dieser Review enthält SPOILER!

Schatz, es ist eine Gurke !

ja, ein Vampirfilm. Das ist der Twist.

Bis zu demselben ist der Film noch eine nicht fürchterliche, eher durchschnittliche Veranstaltung, manchmal spannend, meist etwas nervig, mit einem immer größer werdenden Häuflein an Ungereimtheiten und auch nicht eben ausuferndem Ideenreichtum.

Aber soweit nicht schlimm.

Erst als sich der böse Macker und seine irgendwann auftauchende Freundin als Nackenbeisser erweisen, rutscht der Film aus dem Durchschnittlichen ins Bodenlose.

Unvermittelt kommt es ja, da saß ich ein paar Momente und dachte, dass der Unfug nur ne Halluzination unserer Protagonistin wäre, aber die hörten nicht auf, an ihrem Hals zu nuckeln, also war das tatsächlich so gemeint... nun denn, alles weitere ist dann komplett egal.
Der völlig unnötige "Twist" tötet schlicht den Film, an dem letztlich auch nichts spannend ist, geschweige denn, dass man ernsthaft mit der Heldin mitfiebern würde.
Schlimmerweise müssen dann plötzlich Effekte her und irgendwie sehen die vor allem zum Schluss, als der Designervampir im Sonnenlicht dahinschmilzt wie Käse auf ner Pizza, eher mittelprächtig aus... na ja selber Schuld, der Schwenk ins Vampirgenre muss aus purer Ideenlosigkeit gekommen sein, anders kann ich’s mir nicht erklären...

Einer der schlechtesten Filme, die ich beim FFF seit 1988 gesehen habe. Auch ne Leistung :)

saß im Cinemaxx 4, Hamburg

Herr_Kees * 3.5

Effekthascherei

Filmisch sehr gut gemacht, mit schönen Bildern und ordentlichen Effekten, allerdings erzähltechnisch so verkorkst, dass weder Atmosphäre noch Spannung aufkommen. Unverständlich, warum ausgerechnet dieser Film einen Wiederholungsslot bekommen hat, in der Nachtvorstellung waren gerade mal ein Dutzend Zuschauer.

saß im Metropol 2, Stuttgart

D.S. * 4.0

Viel Chi-Chi um überhaupt nichts

Okay, BLIND ALLEY hat eine zuckersüße Hauptdarstellerin. Noch was? Nö, das war tatsächlich schon alles, was mir an Positivem zu diesem möchtegern-cleveren Filmchen einfällt.

Na gut, das Set-up der ersten Storyhälfte war noch recht stimmungsvoll: Unsere finanziell minderbemittelte Protagonistin muss sich spät nachts in einem 24-Stunden-Waschsalon in einer finsteren Gasse verrammeln, weil draußen ein Serienmörder auf sie lauert. Blöd nur, dass er weiß, wo sie mit ihrer kleinen Schwester wohnt und droht, jene zu ermorden, wenn sie sich ihm nicht selbst opfert. Handy ist natürlich kaputt. Was tun?

Doch, trotz Non-Story werden zumindest die Beklemmung und die Ausweglosigkeit der Situation einigermaßen gut spürbar gemacht. Nur kommt dann halt ein gott-wie-pfiffiger Twist. Und der ist so dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass man dem Regisseur nur noch zurufen möchte: „Merkst du nicht, dass das stimmungsmäßig überhaupt nicht zusammenpasst?"

Wobei, genau das hat man ihm vorher schon so oft und so laut zurufen wollen, dass man inzwischen vermutlich gar keine Stimme mehr hat. Keine Frage, der Herr hat SEXYKILLER gesehen - und sich gesagt, das kann ich auch. Kann er leider nicht. Eine Pseudo-Retro-James-Bond-Titelsequenz kann ja wirklich rocken. Wenn der Rest des Films ähnlich ironisch oder zumindest hipster-gestylt daherkommt. Genauso sind Splitscreens und bizarre Kameraausflüge in den menschlichen Körper eine tolle Sache. Aber nur dann, wenn sie irgendeine Form der inhaltlichen Berechtigung oder stilistischen Stimmung haben.

Erzählst du uns dagegen eine konventionelle Story mit 90% konventionellen Bildern, dann sind deine reingeworfenen Brüche nichts mehr als allzu offensichtliche Versuche, von deiner Konventionalität abzulenken. Ein peinlicher Versuch, über Ideenlosigkeit in Story und Inszenierung hinwegzutäuschen.

Na gut, in Sachen Peinlichkeit gibt der Film im letzten Drittel dann wenigstens Vollgas. Da hat man dann wohl eingesehen, dass aus dem Gegebenen nichts mehr herauszuholen ist, auch mit noch einer Splitscreen- oder Traumsequenz nicht. Cool wirkt das Ganze aber auch hier nicht. Eher verzweifelt. Es passt alles einfach nicht zusammen.

Was soll ich sagen? Am besten was fürs Phrasenschwein:
Lässig ist man halt, oder man ist es nicht.
Und BLIND ALLEY? Gewollt, aber nicht gekonnt.

Deshalb: eher ärgerlich. 4 Punkte, drei davon für die Hauptdarstellerin.

war im Metropolis 8, Frankfurt

25 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Blind Alley
  • Score [BETA]: 47
  • f3a.net: 4.5/10 25
  • IMDb: 4.9/10
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-08-03 22:30

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