s Blood Brothers (2008) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Blood Brothers

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Reviewer

Christian * 7.0

A dutch crime

Blood Brothers kommt sehr unschuldig daher. Sommer 1960 in Holland, der Rasen ist frisch gemäht, die Musik melodisch. Es herrscht Normalität. Wir erleben den Alltag heranwachsender Jugendlicher unterschiedlicher sozialer Herkunft. Sehen ihre Streiche in der Schule oder auch mal einen Ladendiebstahl. Ein kluger Junge aus eher einfachen Verhälnissen bewundert zwei Brüder aus besten Kreisen. Sie schließen so etwas wie Freundschaft. Ein vierter Junge, ein Rowdy, dem sie Unterschlupf bieten, wird schließlich ihr Opfer, nachdem sie ihn zunächst ganz harmlos auf dem Dachboden der Villa verstecken...

Die Macht, die die drei Jungs über ihren "Gefangenen" haben, entdecken sie ganz langsam. Immer ein Stückchen mehr bröckelt die Mauer der Werte und Normen und weicht einer wachsenden Lust an Gewalt und Erniedrigung...

Ein ähnliches Thema kennen wir aus American Crime, kommt es nur hier direkt aus der Phantasie der Jugendlichen, die sich ihren Trieben hingeben.

Der anwesende Regisseur Arno Diericks ergänzt provokant, dass er glaubt, dass wir uns alle nicht davon freimachen können, in ähnliche Konflike geraten zu können, wenn wir plötzlich Macht über eine andere Person spüren würden.

Der Film beruht auf einer wahren Geschichte, die angeblich in Holland jeder kennt. Die heute 60-jährigen Brüder zählen zu den zehn reichsten Männern des Landes. Ihr Unternehmen wirbt mit dem angesichts des Films skandalösen Slogan "Ohne Vergangenheit keine Zukunft"...

Pflichtfilm!

saß im Cinemaxx 6, Hamburg

tatabanya * 6.0

langsam vs erschreckend

Der Film fängt langsam an, und geht auch langsam zu Ende. Ich hatte immer die Hoffnung, es wird mal etwas Fahrt aufgenommen, oder eine Dynamik entwickelt sich. Naja, alles langsam eben. Immer wieder habe ich überlegt, wie es weitergeht in dem Film. Mir war lange nicht klar, worauf der Film abzielen soll. Am Ende ist das schon klar, doch fehlt mir die Spannung.
Der Film erzählt ganz ruhig die Geschichte eines Sommers von 4 Jungs aus unterschiedlichen Familien: 2 Söhne aus reichem Hause, ein Junge aus sehr einfachen Verhältnissen und ein Problemsohn, der stiehlt und zu Hause geschlagen wird. Letzterer ist quasi auf der Flucht vor der Polizei und sucht bei den "Reichen" Unterschlupf, um nicht ins Gefängnis zu müssen.
Diesen Unterschlupf erhält er auf dem Dachboden der Familienvilla. Anfangs kümmern sich die 3 noch um ihn, doch irgendwann wird er lästig. Sie versuchen ihm nahezulegen zu gehen, doch er erpresst sie, indem er sagt, dass er sie bei der Polizei als Mittäter bei einem Rollerraub mit angeben wird. So verbleibt er weiter auf dem Dachboden leben. Spätestens als die Familie nach Capri in den Urlaub will, müssen sie ihn loswerden und planen einen Mord.
Das ganze wirkt selten aggressiv, am Ende eher wie ein Abenteuer oder ein gelangweiltes Spiel, um den Sommer spannender zu gestalten. Ob ihnen das Ausmaß bewußt ist, dessen was sie planen und dann auch tun?

Erschreckend fand ich nur den Abspann.
Da es sich um ein wahres Verbrechen aus den 60er Jahren handelt, gab es kurz die Fakten, was danach passierte.
Der Mord wurde entdeckt und aufgeklärt, die Teenager gingen in Haft plus Therapie - danach ist der Junge aus einfachen Verhältnissen nicht auffindbar. Die beiden reichen Söhne führen die Firma des Vaters weiter - und sind heute erfolgreiche niederländische Unternehmer. Das finde ich abartig.

guckte im Cinestar 5, Berlin

FFFler * 2.5

Emotionslos

Stand eigenlich gar nicht auf meinem Plan für das FFF, aber da die Macher immer wieder auf den Film hingewiesen haben und auch der Regisseur bei der Vorstellung anwesend war, hab ich dem Film dann doch eine Chance gegeben ... leider, denn Blood Brothers war meiner Meinung nach eine ziemliche Gurke. Zwar stimmen die Atmosphäre und die darstellerische Leistung, aber Regisseur Arno Dierickx vergaß es leider, irgendwelche Sympathiewerte für die Charaktere zu kreieren, die einem demzufolge einfach nur egal sind, und somit jegliches Mitgefühl für irgendeinen der Charaktere fehlt, denn so schockend die Geschichte an sich auch ist, es ist dem Zuschauer einfach komplett egal und das ist bei einem Film, der in die Magengrube schlagen soll, das Todesurteil.

Alan Smithee * 9.0

Tödliche Gruppendynamik

war im Metropolis 1, Frankfurt

19 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Blood Brothers
  • Score [BETA]: 62
  • f3a.net: 5.7/10 19
  • IMDb: 6.7/10
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-10-23 23:18

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