s Boy Kills World (2023) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Boy Kills World

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Reviewer

Herr_Kees * 6.5

Super Dragon Punch Force 2

In einem totalitären Regime werden jedes Jahr die größten Feinde des herrschenden „Van der Koy“ Clans hingerichtet. Ein Junge, der das Massaker überlebt, wird von einem Schamanen (Yayan Ruhian, THE RAID 1+2, JOHN WICK 3) jahrelang für seinen Rachefeldzug ausgebildet. Gemeinsam mit zwei Widerstandskämpfern nimmt er es gegen die Familie und ihre Schergen auf.

Klingt vertraut? Klar, solche Filme gibt es im Dutzend, die meisten verschwinden jedoch ohne großes Aufhebens im Streamingsumpf. BOY KILLS WORLD versucht sich durch drei Aspekte von der Masse der Durschnittsklopper abzuheben.

Da wäre zum ersten sein Star, Bill Skarsgård. Der hat sich hierfür (und, wie praktisch, auch gleich für das fast parallel produzierte THE CROW Reboot) ordentlich in Form gebracht und hatte sichtlich ein intensives Martial Arts-Training. Doch Skarsgård ist halt ein Schlaks und sein Kampfstil nie sonderlich elegant, er erinnert eher an Segal als an van Damme.

Zum zweiten hat man sich wohl auf die Fahnen geschrieben, in Sachen Ultrabrutalität mindestens mit den einschlägigen asiatischen Vorbildern à la THE RAID oder THE NIGHT COMES FOR US mitzuhalten. Das gelingt zum Teil und es gibt wirklich einige aberwitzige Verstümmelungen zu betrachten, die allerdings durch den übermäßigen und offensichtlichen Einsatz visueller Effekte deutlich weniger weh tun, als vielleicht beabsichtigt. Und wie cool man es heute noch findet, wenn zu beschwingter folkoristischer Musik zuhauf Menschen erschossen werden, muss jeder mit sich selbst ausmachen.

Womit wir bei drittens wären: Denn schließlich gibt der Film auch noch alles, um sein komödiantisches Potenzial auszuspielen. Am interessantesten ist hier die Idee, dass „Boy“ taubstumm ist und deshalb einfach die markante Off-Stimme eines Beat em up-Videospiels verpasst bekommt. Darüber hinaus kann Boy, aufs Lippenlesen angewiesen, dem Geschehen nicht immer folgen, was zu netten Verwechslungen und imaginierten Sightgags führt. Hier war offensichtlich die DEADPOOL-Reihe Vorbild, wobei der Film dessen selbstreferenzielle Ebene leider nie erreicht. Irgendwann wird der Comedy-Aspekt sowieso über Bord geworfen, dafür nimmt sich der Film dann letztlich doch viel zu ernst.

Fazit: Ein blutgetränktes „Comic Book Movie“, das streckenweise Spaß machen kann, auf Dauer jedoch ermüdet, vor allem, wenn der Film auf Biegen und Brechen versucht, witziger, brutaler und überzogener zu sein als seine Direct-to-DVD-Kollegen.

war im EM, Stuttgart

Leimbacher-Mario * 8.0

Let Them Fight

„Boy Kills World“ zieht eine richtig rasante Show ab zwischen „Hardcore Henry“, „Equilibrium“ und „Kingsmen“ - über einen jungen Kämpfer und Rächer, der sich nach einem jahrelangen Training bei einem Schamanen im Wald aufmacht, die unmenschliche Führerin eines totalitären Staates umzubringen, da diese seine Familie auf dem Gewissen hat…

Honest Retailer

Kurz hatte ich das Gefühl, dass „Boy Kills World“ ein wenig zu zusammengeklaut und möchtegern-cool wirken könnte. Seine Verweise an Comics, Videospiele und Actionfilme à la Verhoeven, sein „Honest Trailer“-Voiceover, seine Splattereien und überzogenen, teils auch unreifen Witzchen à la „Deadpool“, die einiges an Härte und Impact aufsaugen. Doch insgesamt muss ich sagen, dass das Teil dennoch eine echte Rakete geworden ist! Gewollte Geilheit hin oder her. Die Kampfchoreos sind stark, die Härte ist erbarmungslos, manches ist auch kein CGI und eher handgemacht, Skarsgard geht in seiner Rolle voll auf. Die Vorbilder von Wick über „Sin City“ oder „Cyberpunk 2077“ bis „The Raid“ sind eindeutig und unverblümt. Nicht nur durch Yayan Ruhian. Die Einzelteile werden ohne Frage nicht selbst erfunden, sondern eher zusammengewürfelt. Und dennoch funktioniert und fetzt das wie wenig Vergleichbares! Es ist näher an Videospielen à la „Streets of Rage“ oder „Contra“ als an der Realität oder einer ernstzunehmenden Rachefantasie. Aber es bockt einfach pausenlos und heftig. Ideales Warmup für Skarsgard als neue Krähe? Da bleibe ich skeptisch. The Cullingman. Hier kann jedenfalls kein Actionfan meckern. Flacher, simpler Adrenalinkick. Und vielleicht ein gutes Doppel mit dem etwas ernsthafteren „Monkey Man“ dieses Jahr. Richtig stylisch oder hübsch ist „Boy Kills World“ selten. Aber er geht doch dahin, wo es weh tut. Mehrfach. Redundant eventuell sogar. Und dennoch bin ich einfach froh, dass die Käsereibe nun doch noch genügend Benutzung gefunden hat…

Fatality!!!

Fazit: Rasante, brutale bis splattrige, selbstbewusste Schlachtplatte zwischen Racheepos, Videospiel, „Running Man“ und „The Raid“-Einflüssen. Nicht sehr hübsch, aber schön hart. Comichaft und blutrünstig. Lustig und locker. Vielleicht kann mir das sogar bei meinem „Kung Fury“-Fix Abhilfe schaffen. „Boy Kills World“ ist purer, überdrehter Actionwahnsinn. Bleibt nicht zu böse oder lang im Gedächtnis, macht aber Fun ohne Erbarmen.

war im Residenz, Köln

20 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Boy Kills World
  • Score [BETA]: 60
  • f3a.net: 6.8/10 20
  • IMDb: 6.5/10
  • Rotten Tomatoes: 59%
  • Metacritic: 47/100
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2024-09-14 12:26

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