s Breaking Surface (2020) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Breaking Surface

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Reviewer

meiklsan * 7.0

Tief Einatmen!

Tuva und Ida sind Halbschwestern, professionelle und leidenschaftliche Taucherinnen. Sie treffen sich für einen gemeinsamen Tauchgang abseits der Zivilisation in den idyllischen Lofoten. Nur ein paar Minuten unter Wasser, passiert genau das, woran ein Taucher in seinen kühnsten Alpträumen wohl niemals zu denken wagt. Eine Schwester muss der anderen aus der lebensbedrohlichen Situation helfen, doch der Sauerstoffvorrat wird knapp. Der Countdown läuft...

Souverän gefilmter skandinavischer Dive Survival Panik Thriller mit wunderschönen Panoramaaufnahmen, kurzweilig, atemraubend, Nail Biting, Hoffnung und Verzweiflung wechseln sich kontinuierlich ab. Am liebsten würde man selbst mit in den Film "hineintauchen" wollen und Ida bei ihren verzweifelten Rettungsaktionen unterstützen oder zumindest den knuffigen Golden Retriever etwas beruhigen.

Ja, der Film fesselt, zieht einen direkt mit ins Geschehen, macht das Umfeld vergessen und bietet erfrischende 80 Minuten Abkühlung für einen heißen Festivalsommer. Ein Schwedenhappen der intensiveren Art!
7 von 10 volle Sauerstoffflaschen. Ausatmen nicht vergessen!

Alexander * 7.5

Atemberaubend

Skandinavien rockt, hab ich doch schon immer gesagt. â€×Schon wieder ein Taucherfilm?“, hab ich auch gesagt. Aber dieses erfrischend kurze, dafür umso spannendere, Taucherdrama begeistert und braucht dafür nicht mal bissige Haifische um sich in die Nerven des Zuschauers zu nagen.

Zwei sympathische Profitaucherinnen haben sofort die Empathie des Zuschauers, und die wunderbaren Bilder einer zwischen schneebedeckten Bergen gelegenen, eiskalten Bucht lassen einen vom ersten Moment an sogar im heißen Hochsommer frösteln, doch hätte man sich dieses Panikmeisterwerk wegen seines frostigen Settings fast lieber auf den â€×White Nights“ gewünscht.

Zu den genialen Klängen des Songs â€×What Else Is There?“ von der norwegischen Band â€×Röyksopp“, der einem alleine schon die Gänsehaut aufträgt, ***SPOILER***treiben die beiden Protagonistinnen vor atemberaubender (sic) und genial bebilderter Kulisse auf ein zwar vorhersehbares, aber dennoch unglaublich spannendes Verderben zu, das mit seiner klaustrophobischen Thematik und seiner Hoffnungslosigkeit ein bisschen an den ähnlich bösen â€×Cutterhead“ (2018, Dänemark) erinnert.

Das ist superbes und auch intelligent gemachtes Spannungskino, ein Nägelbeißer, der uns Zuschauer die T-Shirts so richtig durchschwitzen lässt. Ergreifend und genial komponierter Horror in großartigen Bildern, mit dem ich in dieser Intensität nicht gerechnet hatte.

â€×Roads are getting nearer
We cover distance still not together
If I am the storm if I am the wonder
Will I have flashlights, nightmares
And sudden explosions.“

What Else Is There? â€×Röyksopp“

D.S. * 6.0

Selbst ist die Frau

Ein ernsthaft gestimmter, wunderschön gefilmter, von leichter Melancholie durchsetzter Survival-Thriller aus Skandinavien, in dessen Soundtrack die norwegische Band Röyksopp sich als absolut nicht deplatziert erweist – diese Infos sollten schon fast genügen, um einschätzen zu können, ob BREAKING SURFACE der richtige Film für einen ist.

Im Gegensatz zu den meisten â€×Taucher-Filmen“ der letzten Jahre kommt diese schwedisch-norwegische (und belgische!) Co-Produktion jedenfalls sehr unaufgeregt, wenn nicht gar unspektakulär daher. Das ist allerdings nicht unbedingt negativ zu verstehen: Durch die Erdung seiner Protagonisten und ihrer Handlungen im Alltäglichen, Gewöhnlichen fühlen sich das Geschehen und seine Entwicklung hin zur lebensbedrohlichen Katastrophe tatsächlich vergleichsweise glaubwürdig an, genauso wie der Umgang der Betroffenen mit der Situation. Dieser erscheint zwar nicht unbedingt immer als ultimativ schlau, aber: Wer kann schon sagen, ob er sich stets ideal verhalten würde, wenn sein Leben oder das seiner Lieben auf dem Spiel steht?

Nun bin ich selbst kein Taucher und kann deshalb auch nicht beurteilen, inwieweit das, was beim Unterwasserausflug unserer beiden schwedischen Schwester-Hauptfiguren (Moa Gammel, welche die ältere Schwester Ida spielt, kennt man ggf. aus JORDSKOTT) in einem norwegischen Fjord so alles schief läuft, realistisch ist. Okay, ja, die Murphys-Law-mäßige Häufung von unglücklichen Zufällen strapaziert den guten Willen des Publikums irgendwann schon ein bisschen, aber sie hält sich in ausreichenden dramaturgischen Grenzen, um sie hinzunehmen – und dem Film ganz bestimmt nicht böse zu sein.

Tatsächlich dürfte Letzteres kaum einem FFF-Besucher gelingen: BREAKING SURFACE macht fast alles richtig, ist ein beklemmender und spannender Thriller, der die Aufmerksamkeit hoch hält und viel fürs Auge bietet. Ganz am Ende drückt er zwar massiv zu stark auf die Kitsch-Drüse, aber da sind wir quasi schon beim Abspann, also was soll‘s. Dafür lernen wir vorher einiges Interessantes über die Haltung von Schweden gegenüber Norwegern ;)

Mir persönlich insgesamt ein Stück ZU ruhig, aber allemal gute 6 von 10 Punkten wert.

goutierte im Harmonie, Frankfurt

11 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Breaking Surface
  • Score [BETA]: 67
  • f3a.net: 7.3/10 11
  • IMDb: 6.1/10
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verf├╝gbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-09-20 10:33

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