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Review Deathgasm

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Kurzweiliger Kiwi-Quatsch
von Dr_Schaedel

Deathgasm ist ein nettes Splatterkomödchen aus Neuseeland. Die Darsteller sind sympathisch und das Tempo flott, da sind die 86 Minuten im Nu vorbei. Die Story um ein Dokument mit dämonischen Musiknoten, nebst allem, was diese auslösen, ist natürlich vollkommen obsolet. Regisseur Jason Lee Howden – eigentlich Visual Effects-Mann – wollte ganz offensichtlich mit viel Blut und Schleim seinen Idolen Sam Raimi und Peter Jackson huldigen, und das macht er durchaus gekonnt und mit Herz (auch wenn hier kein neuer Klassiker des Genres am Start ist, dazu bringt er zu wenig Niedagewesenes).

Metalfans seien gleich gewarnt: So respektvoll wie im letztjährigen METALHEAD wird die Metalszene in diesem Film nicht angefasst. Szene-Klischees werden genüsslich durch den Kakao gezogen, und wenn sich die Band Deathgasm ganz in der Tradition ihrer nordeuropäischen Vorbilder mit corpse paint im Gesicht zum Videodreh im Wald trifft, darf über diese Gurkentruppe aufs Herzlichste abgelacht werden. Wer das nicht vertragen kann, sollte dem Film fernbleiben.

Dafür lotet Howden – dessen eigene Vergangenheit als jugendlicher Metalhead für die zentrale Hauptfigur Brodie die Inspiration geliefert hat – ganz nebenbei humorvoll die Tiefen der Teenieseele aus: Jugendliche Allmachtsfantasien zum Beispiel werden sehr treffend aufs Korn genommen. Die Neigung von identitässuchenden Jungs zur Bandgründung, nur um sich ständig neue, die Erwachsenenwelt provozierende Namen auszudenken, ebenfalls. Aber auch die Empfindsamkeit und Normalität der so hart wirken wollenden Metalheads, die eben, wie jeder andere Jugendliche auch, keine dampfenden Schafsdärme verschlingen***SPOILER***, sondern ein schönes Erdbeereis im Hörnchen bevorzugen.

So mancher Gag in Deathgasm ist neu und macht richtig Laune (Heil … wem nochmal?), andere kommen recht pubertär daher (z.B. das hier schon des öfteren erwähnte Sexspielzeug). Aber so muss das nun mal, wenn man einen Partyfilm anschaut. Und partytauglich ist Deathgasm allemal.

war im Cinemaxx, München

67 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Deathgasm
  • Score [BETA]: 72
  • f3a.net: 6.9/10 67
  • IMDb: 6.8/10
  • Rotten Tomatoes: 80%
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-01-24 11:18

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