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Review Donkey Punch

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Thriller-Brittelklasse
von D.S.

Vier Jungs, drei Mädels, eine Yacht, eine Party, eine schlechte Idee, ein Todesfall - und ein grundsolider Terrorthriller, der absolut nichts Neues oder Überraschendes zu erzählen hat, das Bekannte aber auf effektive Weise serviert.

Dabei darf man sich vom Alter der Figuren, vom Trailer und von der unerträglich langen, lahmen ersten halben Stunde des Films aber nicht täuschen lassen: ein Teenie-Horrorfilm in Richtung "I know what you did last Summer" ist "Donkey Punch" nicht. Stimmungsmäßig viel rauher, düsterer und ernsthafter als der US-Genremainstream, kann man seine britische Herkunft nie verkennen. Was jetzt nicht nur die teilweise ziemlich hässlichen Darsteller und ihr Englisch meint - sondern auch ihre wesentlich realistischere Zeichnung. Wenn auch ein Teil der Glaubwürdigkeit der Figuren ab der Mitte des Films mehr und mehr über Bord geht; insbesondere bei einer, die sich später als Co-Hauptfigur herausstellt.

"Donkey Punch" ist in seinem Handlungsspielraum natürlich extrem eingeschränkt, sowohl wortwörtlich als auch im übertragenen Sinne. Wir sind auf einem Boot und das Boot ist auf dem Meer, viel Abwechslung bieten die Sets also nicht gerade. Angesichts der Enge und der kleinen Figurenzahl hätte man sich vielleicht noch etwas bessere Darsteller wünschen können - oder einfach besser geschriebene Dialoge. Die Bedrohlichkeit der Lage und ihre stetige Eskalation werden jedenfalls zwar nachvollziehbar, aber fast nie mit der Intensität dargeboten, die drin gewesen wäre.

Aufregende Action oder gar Goreszenen sind auch Fehlanzeige, aber hey, wir haben halt nur ein paar Kids auf einem Boot, und der Film entscheidet sich nicht dafür, plötzlich ein paar fliegende Piranhas mit Lasergeschossen ins Spiel zu bringen, sondern auf einem realistischeren Level zu verbleiben. Das ist im Prinzip vermutlich auch die richtige Entscheidung, es fehlt eben nur ein wenig die darstellerische und inszenatorische Klasse, die "Donkey Punch" zu einem wirklich beeindruckenden Erlebnis machen würde.

So ist er eben nicht mehr, aber auch nicht weniger als ein kleiner Adrenalinklumpen um einen schweren Fehler und seine noch schwereren Folgen, geradlinig inszeniert und ohne viel überflüssiges Drumherum. Zwar kein Nägelbeißer, aber nach der Eröffnung auch niemals langweilig. Und mit mindestens zwei schön fiesen Figuren gesegnet. Britisches Mittelmaß, 6 Punkte.

war im Metropolis 6, Frankfurt

27 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Donkey Punch
  • Score [BETA]: 57
  • f3a.net: 5/10 27
  • IMDb: 6.3/10
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-02-18 10:28

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