s Dying Breed (2008) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Dying Breed

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Reviewer

CineManiaX * 5.0

Drying Bread?

Brot beim Trocknen zuzuschauen ist jedenfalls weit spannender als die ersten 30 Minuten von "Dying Breed". Der Film braucht eine gefühlte Ewigkeit, um in die Gänge zu kommen und bietet dann auch keinerlei neue oder innovative Ideen, sondern variiert stattdessen einigermaßen gekonnt Versatzstücke des Genres: Das optische Erscheinungsbild der Hillbillies ist eine Mischung aus jahrzehntelanger Liebe zwischen Bruder, Schwester, Mutter, Tante und Onkel in loser Reihenfolge und einer tiefen Aversion gegen Wasser und CD, während die übliche Teenagerbande diesmal eher eine Twenagerbande ist, sich aber genauso unreif benimmt. Nach der ewig langen Exposition, die die vier Protagonisten als Aneinanderreihung von Klischees präsentiert und die magere Motivation zur Reise in die australischen Eingeweide auswalzt, geht es dann ans Sterben - was reichlich abrupt hereinplatzt und solide inszeniert vor sich hinplätschert, um dann ebenfalls reichlich abrupt zu enden und dann doch noch mal kurz Fahrt aufzunehmen, aber statt noch mal raus auf die Autobahn Richtung Spannungshausen geht es bloß direkt nach Pointendorf, wo eigentlich auch niemand mehr seit Jahren wohnen will.

Gelangweilt habe ich mich jedoch nicht in den letzten 30 Minuten und für 2-3 gelungene Schockeffekte sowie 2 zwiespältige Szenen mit expliziter Gewalt gegen Tiere (zwar comichaft übertrieben, aber in einem Fall dennoch eindrücklich und verstörend und natürlich absolut unnötig) war der Film 'gut', aber diese Review musste ich mir schnell von der Seele schreiben, denn ich spüre bereits, wie die Erinnerung immer mehr verblasst und bald ebenso ausgestorben sein wird wie der Tasmanische Tiger.

Warnung vor einem Spoiler:

Falls jemand noch nicht den Trailer geschaut hat, sollte er es auch weiterhin unterlassen, da er den Spaß an diesem ohnehin nicht allzu unterhaltsamen Film sich dadurch noch weiter mindert. Ist natürlich nur einer der üblichen Spoiler, die man in Trailern eben so findet, aber mich persönlich hat es geärgert, das schon Minuten vor der eigentlichen Szene gewusst zu haben.

war im Cinemaxx 6, Berlin

Edwinita * 3.5

Dying Brain

Nach einer gelungenen Einführung der Charaktere und einigen heftigen Schockmomenten richtete sich leider das Begehren der australischen Hillbilly-Kanibalen, äh der Drehbuchschreiber, auf das Hirn des Zuschauers. Auch wenn das Schlußbild grausig ergreifend war: das letzte Drittel war einfach nur hinrissig, da sich so manche Aktion nicht nachvollziehen ließ und das Geheimnis der Dorfbewohner und die Aufklärung mehr als abgenudelt war. Da hilft es auch nicht im Abspann, auf reale Begebenheiten zu verweisen.

Schade, man hätte so viel mehr draus machen können - aber an solche Filme wie Descent kommt er nicht ran.

verweste im Cinemaxx 6, Berlin

reese * 7.0

Absolut o.k.

Ist natürlich müßig, darüber zu diskutieren, ob noch ein weiterer Film in der Kategorie "Städter trifft auf degenerierte, durchgeknallte Einheimische" Not tat. Aber ich mag dieses Genre, und dieser Film war keineswegs der Tiefpunkt.

Braucht ein wenig, um zur Sache zu kommen, kann bis dahin gut die Spannung aufbauen, bietet allerdings keine Überraschungen. Solide.

verweste im Cinemaxx 6, Berlin

johnsfilm * 4.5

Wo ist der Tiger?

Man vermische den Mythos vom Kannibalen Alexander Pearce mit dem des Tasmanischen Tigers (Beutelwolfs), läßt die üblichen Verdächtigen auf die bekannte Generation Degeneriert treffen und fertig ist die Chose, die man als Fantasy Filmfest-Zuschauer zumindest uncut auslöffeln konnte. Zuerst schleppend, dann die Spannungs und Effektschraube in immer unlogischer werdende Höhen schraubend, ist er auch bereits vorbei. Nicht unsympathischer B-Horror. No animals were harmed.

war im Cinemaxx 6, Berlin

QuintenQuist S * 7.5

Dieser Review enthält SPOILER!

Vom Suchen und Finden...

igendwas suchen Menschen in diesen Filmen ja immer, sei es Spaß, Erholung oder wie hier Spuren eines Tieres, das man für ausgestorben hält, wobei es ebenso sicher in die Folklore des Genres eingeschrieben ist, das die Protagonisten ganz sicher etwas finden, wonach sie wirklich nicht gefragt haben.
"Dying Breed" beginnt mit der etwas ungewöhnlichen Exkursion in die Geschichte Tasmaniens, womit ja schon mal klar ist, worum es eigentlich geht, aber das macht der Film recht versiert und er hat mit dem Darsteller Leigh Wannell mindestens eine Genre-Prominenz zu bieten, also mehr, als man sonst in solchen Filmen so antrifft.
Prinzipiell läuft alles so, wie man es eben kennt in diesen Filmen: viel Wald, seltsame Einheimische, plötzlich fehlt jemand etc., aber wie erwähnt, das wird alles gekonnt inszeniert, weder verhalten sich die Figuren wirklich unlogisch noch ist einem so komplett klar, wie der Hase hier läuft.
Als Problem könnte man dem Film ankreiden, dass er nicht wirklich spannend ist.
Es gibt ein zwei rüde Szenen und wenn ein Einheimischer plötzlich seine Zähne aus dem Munde zückt ist das ein durchaus origineller Schreckmoment :-)
Aber ansonsten ist in "Dying Breed" doch das Schema zu erkennen.

Das Ende hat mich dann trotzdem erfreut, böse, aber hier mal gut umgesetzt und so auch nicht völlig zu erwarten.

Ein guter Film, wie ich finde.

goutierte im Cinemaxx 3, Hamburg

GeorgeKaplan * 6.0

Explore the Possibilities

Ich gebe zu, ich habe eine Schwäche für den Backwood-Slasher und seine wunderbar einfachen Regeln: Zivilisierte Menschen geraten in der freien Wildbahn an Einheimische, die pervertiert und/oder scharf auf Menschenfleisch sind. Und ab geht’s.

Innovationen sind in diesen eng gesteckten Grenzen nahezu ausgeschlossen, selbst ein Stanley Kubrick hätte dem Genre zwar seinen Stempel aufgedrückt, aber vermutlich nicht revolutioniert. Und wer nun glaubt, dass dieser Vergleich doch arg weit hergeholt sei: Stanley Kubrick war nach eigener Auskunft von "Deliverance" begeistert.

Niemand wird daher ernsthaft in "Dying Breed" mehr als brauchbares Genre-Kino suchen. Aufgrund der sehr einfachen Regeln ist die Konfrontation zwischen attraktiven Städtern und degenerierten Locals vorprogrammiert. Dass "Dying Breed" aber eine satte Stunde braucht, um zum Punkt zu kommen, kann und darf man ihm schon vorhalten. Die paar Andeutungen und die gelegentlichen Hinweise, dass die netten Backwoods von nebenan einen gehörigen Sprung in der Schüssel haben, sind für geschlagene 60 Minuten einfach zu wenig, um dauerhaft ein Gefühl der Bedrohung zu vermitteln.

Punkten kann der Film in der zu lang gewordenen Einleitung aber mit wunderbaren Natureindrücken von Tasmanien. Wer dann beim Nachspann sitzen bleibt, sieht folgerichtig auch das Werbelogo der Tourismuszentrale Tasmaniens: Explore the Possibilities. Sensationeller Kommentar, vor allem angesichts der letzten halben Stunde. Ob sie vorher das Drehbuch lesen durften?

saß im Cinedom 6, Köln

Timo * 4.5

Redneck-Safari

Ist in erster Linie mal wieder ein geradliniger, hausgemachter Redneck-Kannibalen-Inzest-Backwood-Film. Weiß Gott nicht besonders originell oder spannend, das weiß der Film aber auch selbst. Ohne die Liebe zu einfach gestrickten Genrehappen wie WRONG TURN, MUTTERTAG oder THE HILLS HAVE EYES kann man an DYING BREED nur schwer Gefallen finden. Die Gewaltschraube ist relativ hoch, was heute ja fast schon zur Bedingung geworden ist, die Gore-Einlagen handfest. Leider ist die Handlung so dermaßen platt, dass häufige Blicke auf die Uhr im Mittelteil zur Gewohnheit werden. Wie auch schon EDEN LAKE verpackt DYING BREED das Einerlei in schönen, weitläufigen Bildern des Waldes. Leider schöpft auch dieser nicht das Potential dahinter aus. Und so bleibt eben ein durch und durch beliebiger Film nach dem bewährten Schema. Wer’s braucht... mir hat er nichts gegeben, auch wenn ich ihm eine gewisse handwerkliche Raffinesse nicht absprechen will. Und zumindest die Szene mit dem Karnickel war wirklich saukomisch.

war im Metropolis 3, Frankfurt

D.S. * 4.5

Totgelaufen

Vor zwei, drei Jahren hätte ich an "Dying Breed" vermutlich noch ziemlich viel Gefallen gefunden, inzwischen kann ich so was aber langsam wirklich nicht mehr sehen: der hundertste Film über Städter im Hinterland, die mit degenerierten, skrupellosen und mörderischen Inzestdörflern aufeinanderprallen, was in Jagd und Folter mit hübsch tödlichen Fallen und zynischen Momenten galore mündet.

Da bin ich aber vermutlich einfach nicht ganz fair, denn wenn man "Dying Breed" besucht, weiß man eigentlich, was einen erwartet. (Gilt vielleicht nicht für die vier teils schnauzbärtigen Anzugträger in der Reihe vor uns, die erst mal über ihre eigene Tollkühnheit giggeln mussten, als Rudi von Rosebud den Streifen als "Film für die härtere Fraktion" ankündigte...)

Diese Erwartungshaltung befriedigt der bedingt teuflische Tasmane auch anstandslos, das hier ist routinierte Backwoods-Dutzendware von der Stange. Inbegriffen sind natürlich flache Charaktere und dämliche Verhaltensweisen, dumme Sprüche und ein spannungsarmes Voranschreiten der immerhin leidlich blutvollen Geschehnisse.

Vier Städter suchen im Dschungel vor den Küsten Australiens Spuren des angeblich ausgestorbenen Tasmanischen Tigers - und Erinnerungen an die vor acht Jahren im selben Gebiet ums Leben gekommene ältere Schwester der Hauptfigur. Dabei finden sie aber in erster Linie jede Menge Gründe, sich untereinander zu streiten (und damit die Nerven des Zuschauers auf Belastungsproben zu stellen) sowie die Nicht-Ganz-So-Gastfreundschaft der sechzehnten Generation irischer Sträflings-Nachkommen.

Das wär eigentlich auch schon alles, selbst die stellenweise krudere Gewalt ist ja heutzutage kaum noch erwähnenswert. Aber dass eine der wenigen überraschenderen Szenen des Films sich ihren Gröhlfaktor im Niedermetzeln eines ganz sicher nicht tödlichen Tieres sichert, ist komplett unter aller Sau (hat den Saal allerdings nicht gestört, ist ja schließlich "nur" ein Tier...). Und verrät einiges über die Güte des Regisseurs, wie auch die sonstige überwiegende Spannungsarmut des hanebüchenen Treibens auf der Leinwand.

Nettes Videothekenfutter für alle, die "Wrong Turn" ernsthaft für einen gelungenen Film halten. Und Abschalt-Kost ohne zu große (eigene) Schmerzen für alle anderen, die sich bei erträglichen Darstellerleistungen gerne mal im (Blut-)Dschungel verirren. 4,5 Punkte.

war im Metropolis 3, Frankfurt

wallyhalla S * 7.0

Dieser Review enthält SPOILER!

naja...

...eigentlich hätte ich mir mehr erwartet, aber im großen und ganzen war’s ein unterhaltsamer Film! Erstmal passiert lange nix, dann kommen immer mehr Andeutungen und Rückblenden dazu...und so langsam kann man sich ein Bild davon machen, was einen noch erwartet. Die Szene mit dem vom Pfeil durchbohrten Karnickel fand ich eigentlich ganz witzig...auch wenn’s unnötig und ziemlich fies war. Was ich gar nicht kapiert habe ist, dass es in dem komischen Kaff nur eine Frau gab und sich die "netten" Dörfler Frauen zur Fortpflanzung suchen mussten?? Mein Freund meinte nur: "Weil’s keine Frau mit denen aushält". Richtig dumm verhalten haben sich die 4 jungen Leute eigentlich nicht, da hat man schon Schlimmeres gesehen...sympathisch geworden sind sie mir aber auch nicht. Von daher habe ich mir auch kein Happy End gewünscht und auch keines bekommen. Die letzten Szenen waren schon krass...für mich mitunter das Schlimmste am Film. Alles in allem würde ich ihn noch empfehlen - auch wenn er wirklich nicht an solche Highlights wie "The Descent" rankommt!!

verweste im City, München

34 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Dying Breed
  • Score [BETA]: 53
  • f3a.net: 5.3/10 34
  • IMDb: 5.3/10
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-11-28 21:26

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