s Evil Aliens (2005) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Evil Aliens

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Reviewer

hike * 8.0

The truth is out there

Auf einer einsamen walisischen Insel wird eine einsame walisische Bauersfrau von nicht ganz so einsamen extraterrestrischen Kreaturen auf recht unkonventionelle Art geschwängert. Ihrem interruptierten Beischlafpartner bleibt nur der Analstahl. So beginnt der recht kranke britische Splatterspass "Jake West’s Evil Aliens". Natürlich nimmt ihr die Geschichte niemand ab. Auch die "Wissenschaftsjournalistin" Michelle Fox, Elvira-Mistress-of-the-Dark-2005-Look-a-like, deren zwei herausragendsten Merkmale nicht ihre Gehirnhälften sind, hält nicht viel davon, reist aber trotzdem mit einem bunt zusammengewürfelten Drehteam (schwuler Method-Actor, blonde Tussi, kiffende Techniker, pickliger Alien-Star-Trek-I-want-to-believe-Freak) an, um Quotenmaterial für ihren darniederliegenden "Galileo"-Rip-Off "Weird World" zu produzieren. Klar bekommen sie es vor Ort mit den echten Aliens zu tun. Und selbstverständlich sind diese alles andere als friedliebend.

Regisseur Jake West setzt, wie ein Großer, seinen Namen vor den Filmtitel und zieht dann alle Splatterregister. Durchtränkt von manchmal fäkalem, oft böse, absurdem britischen Humor waten die Darsteller durch sämtliche Körperflüssigkeiten, die man sich vorstellen kann. Seid zur Eiterkeit bereit! Die Aliens sehen aus wie der Predator im Jogginganzug, die Raumschiffe sind nicht grad der neueste Stand der Computeranimation, doch die Gore-Effekte überzeugen. Das Drehbuch nimmt so einiges aufs Korn: Die Medien an sich, Akte X, Alien-Esoteriker, die walisische Landbevölkerung, die Londoner Stadtbevölkerung und diverse Genre-Filme, wie z.B. so ziemlich alle Horror-Sci-Fi-Klassiker der letzten 30 Jahre. Wer schon immer wissen wollte, wie man den Braindead-Rasenmäher noch toppen kann, wie pickelgesichtige Nerds von Mama Alien entjungfert werden ("Please be gentle") oder wie Cartman damals bei Southpark seine "anal probe" bekommen haben muss: bitte diesen Film anschauen! Der Streifen ist vollgestopft mit dererlei Anspielungen und einzigartigen Momente, die man so schnell nicht vergisst. Im Endeffekt zwar nichts anderes als eine Nummernrevue, da von plausibler Handlung wenig Rede sein kann, aber eine Nummernrevue, die einen Heidenspaß macht.

war im Cinema, München

mzierl * 8.5

Schöner Spaß

Evil Aliens hält ausnahmsweise einmal die Vorschusslorbeeren, die üblicherweise über Splatter-Horrorkomödien auf dem FFF ausgeleert werden. Auch ohne den in der zweiten Hälfte deutlich hochgeschraubten Splatter-Anteil weiss der Film durch gute Schauspieler, Witz und eine schöne Auswahl an grotesk-überzeichneten Charakteren zu unterhalten. Brit-Comedy auf hohem Niveau. Natürlich sieht man der Produktion an einigen Stellen das niedrige Budget an, aber das wird durch die sympathische Präsentation, schnelle Schnitte und sehr gute Fotografie wieder wett gemacht.

Wer ein durchgeknalltes Gorefest erwartet könnte allerdings enttäuscht werden: Ein zweites Braindead ist "Evil Aliens" (wieder) einmal nicht, und die Splatter-Einlagen werden fast nie en Detail gezeigt. Aber trotzdem fliesst natürlich genug Blut, auch wenn der hysterische Achterbahn-Effekt den sich manche immer noch von diesem Genre erwarten, ausbleibt. Fast schon eine massentaugliche Horrorkomödie.

Insgesamt hat mir Evil Aliens sehr viel besser gefallen als der immer wieder als Vergleich herangezogene "Shaun of the Dead" der durch seinen verbissenen, gezwungenen Humor auf mich nie wirklich lustig wirkte. Hier ist alles ungezwungen, locker und schön überzogen, allerdings ohne dass man das Interesse an den Charakteren verliert. Ein schöner Spaß eben, nicht nur für Hardcore-Splatterfans.

guckte im Cinema, München

DelosOzzy * 5.0

Billig und nett

Als persönliche Main Splatter Hoffnung des Filmfests erwartet, ist dieses Filmchen leider nur Durchschnittskost. Die Aliens sehen sehr billig aus und der ganze Film wirkt leider auch so. Einige gute Splatter und Gore Szenen können unterhalten, die Story vergessen wir schnell wieder (ist sowieso nebensächlich), die menschlichen Darsteller sind herrlich abgedreht, aber ingesamt halt leider zu billig.
Ein netter Low Budget Film mit spassigen Splatter Einlagen, der aber an Filme wie Bad Taste und Undead keinesfalls rankommt.

war im Cinema, München

Rohrkrepierer * 8.0

Dann hebt er ab und völlig losgelöst vom Gehirne...

Wieder einmal ein Film der Midnight Madness, der so einiges im Programmheft versprach. Aber wie so oft: er konnte der Phantasie der Schreiber dieses Werbeblattes nicht standhalten.

Dennoch war es nicht einmal annährend solch ein Reinfall wie es beispielsweise "Mucha Sangre" war. Und das hat wohl auch seine Gründe!

Auch hier wird mit teilweise vorpubertärem Fäkalhumor um sich gespritzt und auch hier gibt es (zugegebenermaßen und für einen britischen Film nicht selbstverständlich, schöne) Brüste zu bewundern.

Die Dialoge sind dumm, die Figurenzeichnung ist mies und aufgesetzt und die Darsteller sind kaum als solche zu bezeichnen.

Die CGI-Effekte stammen aus dem 3d- Homestudio und die Masken sind lächerliche Predatorkopien im Fötusstadium.

Dennoch ist dieser Film unterhaltsam. Die Gründe?

Die Dialoge sind wirklich extrem dumm, die Figurenzeichnung ist verdammt mies und enorm aufgesetzt und die Darsteller sind wirklich nicht als solche zu nennen. Hab ich die Brüste erwähnt?

Die Effekte sind zwar billig, kommen aber vor allem zum Ende hin häufig und für einen billigen Film auch recht blutig daher und der Slapstickanteil ist erfrischend hoch - auch wenn hier offensichtlich Jackson Pate gestanden hat - aber es gibt denkbar schlechtere Referenzen...

Nun kann ich nur noch mein "Mucha Sangre"-Review des Vorjahres zitieren: "Wir erinnern uns an so viele [...] Streifen, aber der Einsatz einer Kettensäge sorgte meist für ein wenigstens blutig triefendes Grinsen auf den Gesichtern."

"Evil Aliens" bietet nicht nur diese Kettensäge, sondern auch noch eine Motorsense und einen Mähdrescher und deren Einsatz hinterläßt sicher jenes Grinsen und was will man denn mehr in einem solchen Film...

Mehr Brüste?

verweste im Cinecitta', Nürnberg

asta * 8.0

Trash de Luxe

Böse Außerirdische landen auf einer kleinen walisischen Privatinsel, töten die Männer, zerhacken die Kühe und pflanzen Embryos in Frauen ein. Ein Fernsehteam geht der Sache auf den Grund...
Ein herrliches Gemetzel, ein Lacher jagt den nächsten.
Genau das Richtige für mich.

staunte im Metropol, Stuttgart

Alexander * 7.0

That Hitchhiker Dude was totally wrong!

Ja es stimmt, hier drängt sich dem werten Zuschauer wieder einmal zwangsläufig der Vergleich zu den frühen Werken Peter Jacksons auf. Allerdings kann man im Gegensatz zu Brain Dead bei Evil Aliens noch viel deutlicher sehen, daß der sicherlich sehr limitierte Etat zur Finanzierung dieses sympathischen Schwachsinns schon vorzeitig für die Splattereffekte verblasen wurde und sich die Crew dann wohl die Frage stellen musste, das Werk entweder komplett auf Eis zu legen, oder ohne den auch bei solchen Filmen zwischenzeitlich üblichen Mindeststandard für Darsteller, Beleuchtung, usw. auszukommen. Jedenfalls gibt Evil Aliens der Kategorie "B-Film" eine neue Bedeutung und die wahrscheinlich im Ghetto von Yorkshire rekrutierten Schauspieler retten den Film auch nur durch ihren verrückten Akzent und ihre Oberweiten. Evil Aliens wartet mit einer Menge blutiger Ideen auf, die Splatter-Fans begeistern dürften, sowie zahlreichen echt guten Gags, die für ein anhaltendes Lachfeuerwerk sorgen. Die Bewertung fällt insofern schwer, als dass nach Abzug von Blut, Schleim, scharfen Werkzeugen und scharfen Bräuten eigentlich keine Substanz mehr bleibt, die man bewerten könnte. Als Splatterfilm ist mir das Ding aber 7 Punkte wert.

war im Metropolis, Frankfurt

D.S. * 5.5

Geeks suck

glotzte im Metropolis, Frankfurt

Eraserhead * 9.0

Mulder und Scully hatten Glück!

Nach UNA DE ZOMBIS die nächste Geschmacklosigkeit des Festivals - nur noch härter, noch ekliger, aber dafür auch besser gemacht. Fickende Aliens und eimerweise Blut - endlich mal nen Film, der BRAIN DEAD halbwegs das Wasser reichen kann...nach den doch mehr oder weniger harmlosen Weichspülern UNDEAD oder DEAD AND BREAKFAST, denen am Ende dann doch der Mut zur Überschreitung der Grenze des guten Geschmacks fehlte. Für mich der Brüller des Festivals, bisher.

glotzte im Metropolis, Frankfurt

Herbert.West * 7.0

Evil Aliens ist ein unterhaltsamer Fun-Splatter-Film mit kleinem Budget, der über weite Strecken viel Spaß macht. Als Vergleich fällt mir vor allem Undead ein; allerdings mit einem Unterschied: Undead fängt stark an und baut vor allem in der zweiten Hälfte ab, und bei Evil Aliens ist es genau andersherum. Am Anfang war mir der Film zu albern, die Witztrefferquote zu niedrig, und allgemein kam der Film eine ganze Weile lang nicht richtig in Schwung. Das ändert sich dann aber zum Glück mit fortlaufender Spieldauer. Da meine Erwartungshaltung im Gegensatz zu Undead hier wesentlich geringer war (Undead fand ich zwar sehr passabel, aber leicht enttäuscht war ich seinerzeit schon), habe ich mich fast besser unterhalten gefühlt und würde den Film als eine der positiven Überraschungen des Fantasy Filmfest 2005 verbuchen. Regisseur Jake West will mit seinem billigen Alienspektakel nicht mehr als trashig unterhalten, und unter dem Gesichtspunkt ist der Film sehr erfolgreich. Schauspielerische Glanzleistungen darf man ebenso wenig erwarten wie tolle Masken (die Aliens sehen aus wie Pappkameraden der Predatoren) oder gute Computereffekte. Macht nichts, dafür wird immerhin ordentlich gesplattert. Im Vergleich zu thematisch ähnlichen Festivalbeiträgen wie Atomik Circus (dieses Jahr) oder Mucha Sangre (letztes Jahr) ist Evil Aliens trotz Anlaufschwierigkeiten klar der bessere Film. 7/10

FFFler * 6.0

Nicht der erwartete Partyfilm

Der Film braucht leider ewig bis er in Fahrt kommt und hat zudem das Problem, dass viele seiner Gags einfach nicht zünden wollen. In der zweiten Hälfte wird das Ganze zum Glück immer lustiger und hat auch eine wirklich großartige Szene (Mähdrescher) zu bieten. Erfreulich auch die abwechslungsreiche Waffenauswahl, aber das macht den Film noch lange nicht zu einem Splatterkracher, aber immerhin zu einem teilweise recht lustigen Film.

saß im Metropolis, Frankfurt

GeorgeKaplan * 8.0

Double Feature Part 2

War für uns der Abschlussfilm und zugleich der zweite Teil des Double Feature mit "Boy eats Girl". Während draußen vor dem Kino die Party des Weltjugendtags sich dem Ende neigte, ging bei uns die Party erst richtig los. Es wurde - auch etwa in dieser Reihenfolge - gevögelt, vergewaltigt, geschwängert, aufgeschlitzt, gekreuzigt, gemetzelt, geschossen, entjungfert, duelliert, geschlachtet, geköpft und gematscht, dass es eine wahre Freude war. Dazu kommt eine völlig verblödete Landbevölkerung, die dem Begriff 'Locals' neu definiert, ein Fernsehteam, das angesichts des Talents von Ed Wood vor Neid erblasst, eine Journalistin, deren tiefes Dekolleté jede Reportage überflüssig macht, sofern sie nur vor der Kamera steht und eine grundsätzliche Verachtung gegenüber dem eigentlichen Verwendungszweck verschiedenster landwirtschaftlicher Nutzgeräte.

Dennoch: viel mehr als eine - zugegebenermaßen ausgesprochen spaßige - Nummernrevue war das nicht. Nun hat von diesem entspannenden Lowbrainer niemand intellektuelle Höhenflüge erwartet, aber dass man sogar noch als Hirntoter locker dem ganzen folgen konnte, zeigt wie sinnfrei oder -los das ganze war. Spätestens ab der zweiten Hälfte des Films hat sich die Geschichte, sofern überhaupt eine vorhanden war oder sich jemand dafür interessiert hätte, verschämt verabschiedet. Vermutlich hat sie der Mähdrescher kleingekriegt.

staunte im Cinedom, Köln

Bassprofessor * 6.0

Es im Ich

Ein Film für die niederen Instinkte! Ist das etwas Schlechtes? Nicht immer! Und hier? Mal sehen...

Eine sinn- und hirnbefreite Gruppe von sensations- und sonst-geilen UFO-Reportern werden bei einer Reportage von bösen Außerirdischen überrascht und schon werden Gummischädel gespaltet und CGI-Blut spritzt literweise. Dies sieht teilweise schon unglaublich schlecht aus und wird hanebüchen as can be von der Geschichte und den Darstellern rübergebracht.

Klingt nach Bad Taste und Co.? Zu Recht.

Jedoch gibt es auch bei diesen Filmen eine Grenze zwischen gut-schlecht und schlecht-schlecht. Evil Aliens wandert haarscharf an dieser Grenze, mag der Funke tatsächlich nicht immer überspringen und einige Szenen doch sehr pubertäre Scary Movie Anleihen offenbaren.

Was bleibt ist eine nett gemeinte Splatterkomödie der am Ende doch - auch durch den arg oberflächlichen Humor - der nötige Biss fehlt.

Die Festivalatmosphäre und die optischen Vorzüge der Darsteller lassen Evil Aliens gerade noch auf der gut-schlecht Seite enden.

Niedere Instinkte des Schreibers? Vielleicht!

saß im Cinecitta', Nürnberg

Leimbacher-Mario * 5.5

Wird das Bier mitgeliefert?

"Evil Aliens" - der Name ist schon so blöd, dass er wieder cool ist. Ähnlich geht es (mit ein paar Schönheitsfehlern) dem gesamten Film. Eine dumme Fernsehcrew fährt ins britische Hinterland, wo angeblich eine Frau von Aliens entführt wurde & nun eine Schwangerschaft in Superspeed erlebt. Zuerst glaubt jeder, man habe es mit Schwindlern & einem weiteren Fake-Fall für die Show zu tun - doch schon bald bricht die ex­t­ra­ter­res­t­rische Hölle los & die Körperteile & Körperflüssigkeiten (ja Mehrzahl!) fliegen nur so durch die Gegend. Wenn Peter Jacksons frühe Filme auf britischen Humor treffen...

"Evil Aliens" ist ein trashiger Partyfilm, für Freunde des gepflegt schlechten Geschmacks, von Kultfilmen wie "Bad Taste" & Freunden des Biers. Also genau so Leute wie wir. :) Seit "Doghouse" steht Regisseur Jake West bei mir hoch im Kurs & die bösen Aliens unterstreichen, dass es sich lohnt diesen Mann im Auge zu behalten, seine älteren Werke aufzusuchen. Talent, Leidenschaft, Fansein, Filmwissen, Spaß am Splatter & ganz übler Humor zeichnen ihn aus - alles bis zum Anschlag in "Evil Aliens" vertreten. Nun fehlt mir nur noch "Razor Blade Smile", sein erster richtiger Film, der bei Fans ebenfalls einen guten Stand hat. Ich hoffe bald mal wieder einen richtigen Film von ihm zu sehen!

"Evil Aliens" hat lachhaft schlechte Computereffekte & fast noch miesere Darsteller. Dazu ein (nüchtern betrachtet) sehr grenzwertiger, leicht debiler Humor, wenig Abwechslung in Sachen Setting/Kills & sichtbar wenig Budget. Dafür umso mehr Leidenschaft, Wille & roter Lebenssaft. Er ist Low-Budget & grenzt an Amateur-Charme, muss für das genommen werden, was er sein will & ist: Ein hohler Partyfilm mit viel Gore. Die praktischen Effekte sind richtig klasse, davon hätte ich gerne viel mehr gesehen! Die Dialoge sind gaga, die Story dreht gerade zum Ende hin richtig am Rad des Todes & nur der finale Gag bleibt im Gedächtnis & zündet auch unalkoholisiert. Trotzdem ist das wilde Treiben ein Spaß & hat Eier, Ausstrahlung, Ideen. Plus Anspielungen auf Klassiker, tollpatschige Aliens mit analen Fantasien & sogar feucht-fröhlichen Aliensex - Genrefilm-Fanherz, was willst du mehr?! Mehr Jake West-Filme sicherlich.

Fazit: Trash mit Charme - in der richtigen Stimmung fun & wesentlich sympathischer als der ganze Trash-Rotz der letzten Jahre. Trash bevor es cool wurde Trash zu sein. Für Fans von Fans. Muss man respektieren & sich drüber freuen. Eine richtig gute Wertung geht aber leider nicht. :/

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Evil Aliens
  • f3a.net: 6.4/10 45
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-09-23 05:11

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