s F (2010) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviewer

XhellbroX * 5.5

School-Invasion Horror

Mein zweiter FFF 2011-Beitrag führt uns in eine relativ neue Filmunterkategorie. In den letzten Jahren gab es immer wieder einige Horror-/Thriller-Perlen auf dem FFF zu sehen, die ein neues Subgenre ins Leben riefen. Der Begriff "Home-Invasion-Horror" war geboren. Bekannte Vertreter sind der spanische "Secuestrados-Kidnapped", der französische "Ils-Them" oder auch der amerikanische "The Strangers". Grundsituation war eine alltägliche Situation im Leben normaler Bürger. Bis plötzlich der absolute buchstäbliche Horror über sie hereinbrach. Was Michael Hanekes "Funny Games" noch eher psychologisch löste, wurde in den zuerst genannten Filmen auch durch teils drastische physische Gewalt dargestellt. Der Film "F", der sich in diese Filmgattung einreiht (auch wenn dieser an einer Schule spielt), handelt von einem psychisch labilen Lehrer, der schon selbst Opfer von Gewalt durch einen Schüler geworden war. Zudem stellt sich die Beziehung zu seiner Tochter im Teenageralter als sehr schwierig heraus. Gut ist auf jeden Fall, dass die Art der Bedrohung nie richtig gezeigt wird. Die vermeintlichen Täter sind ähnlich wie im unglaublich guten "Heartless" als Schatten dargestellt. Man weiss nie wann und wo zunächst zugeschlagen wird. Der Protagonist lässt durch seine immer stärker werdende Paranoia nicht durchblicken, ob es sich nur um Hirngespinste handelt. Durch schnelle Schnitte ist der Handlungsbogen recht spannend gehalten. Leider vermisst man wirklich neue Ideen. Der Schauplatz "Schule" ist für einen "Home-Invasion-Thriller" schon recht neu, jedoch vermisst man so richtig überraschende Wendungen. Zudem zeigt der britische "Cherry Tree Lane" wie Intensität auch ohne Horror bei einer Heiminvasion aussehen kann. Trotz einiger Defizite ein mehr als solider und teils spannender Streifen.

Robert Paetzold * 3.0

Eine Kapuzenpullibande terrorisiert an einen grauen Herbstabend eine Highschool und da sterben Lehrer, Schüler und andere. Das ging schon besser. Das war schon spannender und gewiss auch tiefer, obgleich F seinen Figuren immerhin etwas Charakter schenkt, hier ist keiner stulle, aber auch niemand sonderlich interessant, den kaputten Lehrer möcht ich nicht als Kollegen haben, seine Tochter nicht als Frau, ihren Freund nicht als Betriebsrat bei H&M, die fiese Bande nicht in meiner Nachbarschaft und den Film nicht in meiner Vitrine, in welcher nur A und A+ und F ist keinesfalls mehr als E.

Lovecraft S * 3.5

Dieser Review enthält SPOILER!

Versetzung gefährdet!

Ein stetes Bemühen ist "F" nicht abzusprechen, und der Ansatz ist doch eigentlich gar nicht schlecht: Einen Kommentar zur Gewalt an Schulen im Rahmen eines finsteren Slashers zu geben. Namen- und gesichtslose Finsterlinge attackieren nach Anbruch der Dunkelheit mit erheblicher Brutalität das Wittering-College, in dem die wenigen anwesenden Lehrer, Schüler und Angestellte um ihr Leben bangen müssen.

Gute Noten gibt es für das Setting und die Darsteller. Im Musikunterricht hat auch der Komponist aufgepasst und liefert eine mäßig originelle, aber immerhin funktionierende Variante von Goblins "Suspiria"-Score.

Ein knappes Ausreichend für die Kameraführung, die es mit der Unschärfe als Stilmittel doch arg übertreibt. Ein Totalausfall, der mit einem halben Jahr Nachsitzen bestraft werden müsste, ist jedoch das Skript. Da wird schlichtweg ein Darsteller nach dem anderen umgebracht, ohne weitere Handlung oder gar Innovation. Die einzelnen Mordszenen wiederholen sich ständig im Aufbau. Wie unglaublich dämlich sich hier Erwachsene verhalten, das sieht man sonst nicht mal im billigsten Teenie-Slasher. Viel zu spät setzen sich da einige wenige zaghaft zur Wehr, während der große Teil der Opfer nur wimmernd um Gnade fleht.

Dass der Film über Identität oder Motivation der Täter nicht die allergeringsten Hinweise liefert, kann als Allegorie auf die Bildungssituation in England verstanden werden, ist aber angesichts des ansonsten so rudimentären Skripts wenig glaubwürdig. Gerade auch, wenn man sich beispielsweise die "Behandlung" der äußerst attraktiven Sportlehrerin ansieht: Jedes Ghettokid würde auf Dutzende Möglichkeiten verfallen, sich mit der Dame die Zeit zu vertreiben. Stattdessen wird auch sie nur brutal abgeschlachtet.

Geradezu ein Hohn ist die Anpreisung der DVD im Programmheft als "Publikumshit" des Festivals. Stimmung kam im schwach besetzten Rund genau ein einziges Mal auf: Als der Hausmeister in einer Pseudo-Spannungsszene flucht, er habe genug von diesen verdammten Kids, gab es Gelächter und höhnischen Applaus.

Nein, Herr Drehbuchautor, das ist nur grob mangelhaft. Die Arbeit fertigen wir noch mal!

war im Cinemaxx 7, Berlin

Humungus S * 1.0

Dieser Review enthält SPOILER!

Gurkenfavorit

Junge Kapuzenträger die elegant auf Regalen und Schränken herumspringen, nicht sprechen, Schüler die noch spät Abends im Gebäude sind (warum auch immer), dämliche Sicherheitskräfte und hier und da eine Lehrkraft und man fragt sich die ganze Zeit, warum nur.
Ein Lehrer der natürlich die Gefahr als erster checkt, aber leider bekommt er meist nur denselben Satz raus, also checkt der Checker doch zu wenig um sich vernünftig mitzuteilen. Wenn die anderen dann endlich am checken waren, war es natürlich zu spät.
Es kam absolut null Spannung auf, nicht mal ein vernünftiges Finale gibt es. Als der checkende Lehrer sich endlich mal wehrt (und er ist der einzige), ist der Film auch schon vorbei, die Kapuzenträger haben kaum Verluste zu vermelden.
Für mich war der Film absolute Lebenszeitverschwendung! Egal welcher Film parallel läuft zu "F", er wird besser sein.

war im Cinemaxx 4, Hamburg

D.S. * 3.0

F wie Fast ungenügend

Unter den vielen Problemen, die F hat, ist sein schlechtes Timing wohl das größte. Das offenbart sich schon in der umständlichen Exposition, die uns Hauptfigur Mr. Anderson als Lehrer vorstellt, der nach dem Machen einer schlechten Erfahrung paranoiaartige Angst vor gewalttätigen Schülern hat: der Film braucht auffallend lange, um diesen simplen Fakt zu etablieren. Nun sieht man sich F vermutlich nicht an, weil man Lust auf ein Drama hat - und bis zum allerersten, kurzen Auftauchen der kapuzentragenden Existenzberechtigung des Films vergeht tatsächlich nahezu ein Drittel seiner Laufzeit. Da passt es ins Bild, dass das Ende des Films viel zu abrupt kommt, die Handlung mehr oder minder mittendrin einfach abgebrochen wird.

Noch schlimmer aber ist, dass auch die Attacken der Angreifer, also die Höhepunkte des Films, in vielen Fällen dramaturgisch nicht sehr zielführend aufbereitet sind. Zu oft kommen sie wie aus dem Nichts und sind genauso schnell auch wieder beendet - wohlgemerkt, beides nicht unbedingt für die betroffenen Protagonisten, sondern für das Publikum. Dadurch wird nicht etwa ein Gefühl von Unberechenbarkeit, sondern von Irritation erzeugt: Warum schneidet der Film jetzt schon wieder zu einer völlig anderen Szene, wo die Action hier doch gerade erst anfängt? Wer ist dieser Protagonist jetzt schon wieder, der gleich angefallen werden wird? Wir waren doch eben noch mit ganz anderen Dingen beschäftigt? Oha, da wird wohl schon wieder jemand über die Klinge springen - ich hab zwar keine Ahnung, wer oder warum, aber schauen wir halt mal... Upps, das war’s schon wieder? Was ist jetzt gerade eigentlich genauer passiert?

Das nämlich ist eine weitere seltsame Entscheidung von F: Bis auf ganz wenige Ausnahmen bekommen wir die Gewalthandlungen gar nicht gezeigt, sondern nur deren Ergebnisse präsentiert. D.h. wir sehen etwa, wie ein Opfer von Kapuzenträgern in die Ecke gedrängt wird - dann springen wir zu einer anderen Szene - und bekommen erst einige Zeit später, meist eher beiläufig, präsentiert, was dem armen Menschen angetan worden ist. Letzteres ist in einigen Fällen übrigens reichlich drastisch umgesetzt worden, die Leistung der Maskenbildner ist bemerkenswert; obwohl das gelegentliche Ausmaß an Gore nicht so recht zur Gesamtstimmung des Films passen mag.

Apropos, ein Grusel-Soundtrack und ein schwach ausgeleuchteter Set reichen nicht, um dichte Atmosphäre zu erzeugen, aber das nur am Rande. Logiklücken und sich häufig unglaubwürdig verhaltende, flach gezeichnete Charaktere helfen da auch nicht - wobei sie immerhin von akzeptablen Schauspielerleistungen getragen werden. Als effektiv erweist sich dagegen der Entschluss, die Angreifer durch das „Einschwärzen" ihrer Gesichter in eine ungreifbare, im Grunde sogar unmenschliche Gefahr zu verwandeln. Sie wirken so wie das Böse schlechthin und durchaus angsteinflößend.

Zusammengenommen verfehlt F aber leider deutlich das Klassenziel: Nie das richtige Tempo anschlagend, grobe Fehler in der Dramaturgie begehend, Handlungslogik, Motivation und Charakterentwicklung hintenüber fallen lassend. Schwer mangelhaft - „der Publikumshit vom Fantasy Filmfest 2011" sieht für mich anders aus. 3 Punkte.

HITMAN99 * 3.0

F wie Fail

perfect.........da schafft man’s, sich von der Arbeit freizukämpfen und ins Kino zu rasen und dann schafft es ein "Filmvorführer" nicht auf mehrmaliges Bitten, einen Film, der einzig (zu 90 Prozent) von seiner Sounddramaturgie lebt, diesen Film ohne Hörgerät überhaupt wahrzunehmen - liebe FF-Veranstalter, bei 9 Euro pro Karte erwarte ich da mehr Professionalität bzw. Leidenschaft am Medium Fantasy-Film.
So à la "sind ja nur 20 Hansel da - wozu laut machen", das geht nicht, dann sind’s halt nächstes Jahr nur noch 19. Der Film, naja irgendwie anders, mal verstörend unlogisch, mal erschreckend absehbar, mal Gore extrem (sexy Girl aus Dusche, Klischee Klischee), in Echt läuft die keinen Meter so.....ne, alles Käse, 3 von 10 (der Sound hätte einen bekommen, hätte man ihn gehört).

war im Cinema, München

40 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

F
  • Score [BETA]: 40
  • f3a.net: 3.2/10 40
  • IMDb: 4.7/10
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-11-27 03:41

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