s Future World (2018) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Future World

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Reviewer

Alexander * 1.0

An diesem Müll können sich höchstens noch Koprophagen laben

Der Großteil des Budgets dieses Machwerks dürfte für die, wahrscheinlich auf dringendes Anraten der Co-Produzenten nachgedrehten, Szenen weiter Landschaften draufgegangen sein, die zusammen mit der pathetischen Stimme aus dem Off so gar nicht zum Rest des Films passen wollen und eher aussehen, als hätte man sie nachträglich mehr schlecht als recht in diesen wahrhaftig miesen Film rein geschnitten, um dem absoluten Nichts an Qualität wenigstens einige wenige Sekunden Aufmerksamkeit des Zuschauers abzuringen.

Denn „Future World“ quillt das Wort BILLIG aus wirklich jeder noch so kleinen Pore. Die Settings gehören zu den schlechtesten und einfallslosesten die ich jemals in einem Film gesehen habe und bieten nicht viel mehr Schauwerte als ein sozialer Brennpunkt in Duisburg. In ihrem langweiligen Minimalismus erinnern sie oftmals mehr an eine spartanisch ausgestattete Theaterbühne aus einem Stück von Schlingensief, als an ein Filmset. Ausnahmslos alle Bilder sehen aus als wären große Teile des Films in einem abgerissenen Jugendzentrum von Berlin-Marzahn gedreht worden. Die Kamera ist mies, der Schnitt beschissen. Der Soundtrack... welcher Soundtrack? Die Schauspieler sind scheußlich. Einfach alles ist hier so richtig schlecht.

Nun zur „Handlung“. Ja, es gibt sie, einen Hauch von idiotischen Aktivitäten deren hauchdünner Faden ohne jegliche Highlights, Überraschungen oder Höhepunkte durch die langweiligsten 90 Minuten vergeudeter Lebenszeit führen, der ein Cineast je ausgesetzt war. Aber selbst diese aus unzähligen Endzeitfilmen bereits hinlänglich bekannte und mehr als ausgelutschte Rahmenhandlung besteht aus nicht viel mehr als zusammengeklauten Versatzstücken wesentlich besser gemachter Vorbilder.

Im Mittelpunkt steht ein schmächtiger Kerl, nennen wir ihn mal „Bübchen“, der dem Zuschauer weiß machen will nicht mehr grün hinter den Ohren zu sein und den unglaubwürdigsten Helden seit Christopher Atkins in der „Blauen Lagune“ abliefert.

Bübchen, dem man nicht mal zutrauen würde die Blüten eines Lindenbaums in einem Film von Fellini aufzurechen, und dessen über die volle Länge des „Films“ einzig aufgesetzter Gesichtsausdruck aussieht, wie der eines Teenagers der sich gerade auf Vaters Pornoheftchen einen runterholt, zieht also in die große böse Welt hinaus und trifft dort, wer hätte es geahnt, auf den bösen bösen James Franco.

Abwechselnd werden dem Zuschauer fortan ungelenk in Szene gesetzte Bilder eines wirklich schlechten Kameramannes zugemutet, auf denen wir entweder Bübchen mit offenem Mund durch billige Sets tappen sehen, oder einen bösen bösen James Franco der mit seiner peinlichen Mütze auf einem Motorrad Wüstenstaub aufwirbelt. Mehr passiert nicht, glaubt es mir. Dazwischen fletzen sich ab und zu ein paar nackte Weiber, die aussehen wie Crackhuren und offensichtlich als billige Statisten von einem Pornodreh abgeworben wurden. Denn BILLIG ist an „Future World“ einfach alles.

Und wie verzweifelt muss Milla Jovovich gewesen sein, das sie es nötig hatte ihren Körper für so einen Restmüll herzugeben?

Zwangsläufig muss auch die Frage erlaubt sein, auf welchen Drogen James Franco gewesen ist, als er die Garderobe für seine Motorradkluft auswählte, sieht der Helm doch noch alberner aus, als die Mütze mit den Hühnerfüßen von Brösels Werner. Das wäre als unfreiwillig komischer Gag zur Auflockerung des Films ja noch okay, würde man seine peinlich bemützte Fresse nicht in jeder 2. Kameraeinstellung ertragen müssen.

Das letzte Mal, dass ich so einen Schrott sehen durfte, muss irgendwann Mitte der 80er gewesen sein, als gerade eine Welle von wirklich mies gemachten „Mad Max“ Plagiaten die Videotheken flutete. Aber selbst der billigste und schlechteste dieser sogenannten „Endzeit“ Thrashfilme hatte mehr Unterhaltungswert als dieses von James Franco hastig und lieblos zusammengeschusterte Stück Filmabfall.

James Franco, nehmen sie eine ihrer Damen vom Set und trösten sie sich mit ihr. Hängen sie sich anschließend am besten auf. Machen sie ALLES was sie wollen, nur bitte nie wieder einen Film. Die Menschheit wird es Ihnen danken.

Heute würde ich gerne zum ersten mal NULL PUNKTE vergeben.

Leimbacher-Mario * 2.0

Lieber Apokalypse als den nochmal sehen zu müssen

Ich habe viele Fragen an James Franco:

Kannst du nun besser Motorradfahren?
Hattet ihr Spaß bei eurer Wüstenparty?
Sind die Investoren nun sauer?
Findest du dich wirklich so geil?
Warum guckst du nicht lieber noch dreißig Mal Fury Road?
Haben dir Snoop und Method Man Rappen beigebracht?
Was hast du dir hierbei gedacht?
Waren Drogen im Spiel?
Wer außer deiner Mama mag diesen Schmarn?
Wer gibt mir meine 90 Minuten Lebenszeit wieder?
Tun dir die Leute, die dafür bezahlen, auch so leid?
Will den nicht mal Netflix kaufen?
Zu viel mit Tommy Wiseau gechillt?
Wie kann nach "The Desaster Artist" so etwas entstehen?
Hilft das gegen Schlafprobleme?
Wie kann man "Water World" als Meisterwerk wirken lassen?
Bist du damit zufrieden? Ist das dein Anspruch?
Hast du dir mittlerweile die Zähne geputzt?
Ist immerhin ein One Night Stand mit der hübschen Suki dabei herausgesprungen?
Warst du bekifft beim Schnitt?
Soll das einen Sinn ergeben?
Weiß noch einer wie die Hauptfigur heißt?
Oder der Hauptdarsteller aussieht?
Hat dir Milla immerhin eine Ohrfeige verpasst?
Ist das Trash in seiner unfilmischsten Bedeutung?
Muss man sich danach die Hände waschen?
Was hast du dem Fantasy Filmfest bezahlt, damit die diesen Kotzbrocken von Film spielen?
Und ist das nicht eigentlich eh alles scheißegal?

Fazit: Er wäre gerne ein kleiner "Mad Max", hätte gerne den Sound eines "Drive" oder die Kamera eines "The Revenant", das Flair eines "Turbo Kids" oder die Kämpfe eines "Resident Evil", man könnte meinen er macht immerhin Spaß im Sinne alter italienischer Trash-Kiesgrubenschlachten wie "Endgame" - doch dieses mit Vollgas gegen die Wand gefahrene postapokalyptische Vehikel ist weiter von all dem entfernt als die Menschheit vom Weltfrieden. Pfui!

glotzte im Residenz, Köln

D.S. * 3.0

No Future

Wenn ich sage, dass ich James Francos Regieverschnitt nicht ganz so schlimm finde, wie ich es vor der Sichtung befürchtet hatte – gilt das dann schon als Lob? Falls ja, müsste ich mir vielleicht einen anderen Einstieg für dieses Review überlegen. Aber das würde Zeit kosten, die dieser Film dann doch nicht wert ist, also lasse ich es.

Wie auch immer: FUTURE WORLD kann man nur als Machwerk beschreiben, das irgendwo zwischen einem großen Haufen Nichts und einem großen Haufen Mist angesiedelt ist. Null Story, null inszenatorisches, nahezu null darstellerisches Talent; und all das verbockt von Leuten, die ja doch bereits ein paar Jahre Filmerfahrung auf dem Buckel haben – wow. Die ersten paar Minuten dachte ich ja noch: Hey, das sieht doch eigentlich alles ganz gut aus. Allerdings waren die ersten paar Minuten (sowie einige spätere Einstellungen) auch ausschließlich gefüllt mit Stockbildern, also extern eingekauftem Filmmaterial... der Rest des Films erreicht diese visuelle Qualität nicht ansatzweise.

Dem genau entsprechend, verzichtet nun auch der Rest meines Reviews auf Qualität und fasst nur schnell zusammen: James Franco wirkt bei seinen Auftritten unfassbar selbstverliebt. Milla Jovovich hatte vielleicht irgendwann mal einen guten Tag als Darstellerin, aber sicher nicht während dieses Drehs. Die Sets wirken ausnahmslos billig, einfallslos und öde. Mehrere Einstellungen wiederholen sich im Verlauf des Films x-mal, was das langweilige Geschehen nicht eben unterhaltsamer macht: Die 90 Minuten Laufzeit fühlen sich an wie locker 120. Die Story vermengt Elemente u.a. von BLADE RUNNER, DARK CITY und ganz viel MAD MAX zu einem belanglosen Brei, der so fade schmeckt wie fünfmal aufgekocht. Es gibt nicht mal nennenswert heftige Gewalt- oder Actionszenen, die hier etwas rausreißen könnten. Der Hauptdarsteller ist komplett non-charismatisch und kann seiner Figur nicht eine Sekunde lang die nötige Präsenz verleihen. Snoop Dogg kann (immer noch) nicht schauspielern. Ganz generell erinnert das darstellerische Niveau hier eher an, um einen Bekannten zu zitieren (und ohne Osnabrück nahetreten zu wollen), die Schauspielschule Osnabrück.

Irgendwo habe ich außerdem das Gefühl gewonnen, FUTURE WORLD ist ein Film für (und von?) Männer(n), die ein echtes Problem mit Frauen haben. Denn außer der von Lucy Liu gespielten Figur der heiligen Übermutter und Milla Jovovichs Junkie-Chefin treten hier sämtliche weibliche Figuren als makellos schön und/oder aufreizend gekleidet und/oder vor allem für Sex eingesetzte Körper auf. Die pure Degradierung zur Ware durch harte Wüstenjungs wie unseren Franco-James. Das hatte schon was extrem Schmieriges...

Tja. Wie gesagt, ich hatte aber noch viel Schlimmeres erwartet. Und bin immerhin nicht eingeschlafen. Bloß mit einem Gefühl kompletter innerer Leere aus dem Film gegangen. Hätte ich mich – nicht vorgewarnt – mehr geärgert, dann würde ich wohl 2–2,5 Punkte vergeben. So werden es ganz knappe 3. Aber nein, das ist kein Lob.

saß im Harmonie, Frankfurt

Giallorossa * 5.0

Nichts Neues nach der Apokalypse?

Ein super Film des Post-Apokalypse-Genres ist dies hier gewiss nicht, aber da gibt es noch viel, viel Schlechteres gerade aus den Endsiebzigern und Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts. Natürlich ist die Story nicht der Rede wert, aber ein paar gute Stunt- und Motorrad-Szenen sind schon zu sehen. Milla Jovovich macht, finde ich, ihre Sache gut, die anderen Schauspieler sind bessere Laiendarsteller, Lucy Liu hat quasi nix zu spielen. Die Geschwindigkeit ist zumindest so hoch, dass man nicht einschläft. Also alles, was einen absolut mittelmäßigen Film ausmacht, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

guckte im Cinecitta', Nürnberg

Herr_Kees * 3.0

Turbo Prick

„What is ‚sense‘?“, fragt Roboterfrau Ash. Nun, in diesem Film wird sie es nicht erfahren. Denn Regisseur James Franco ist bekanntlich Künstler und hatte wohl mal wieder Lust, etwas Verrücktes zu machen, eher so ohne Sinn, mehr so was mit Ausdruck, nämlich einen möglichst trashigen Science-Fiction-Endzeitfilm, am besten natürlich mit sich selbst in der Arschlochrolle, das hatte ja bei SPRING BREAKERS schon gut funktioniert (das mit den Zähnen machen wir dann hier auch so ähnlich).

Geld sollte nur wenig ausgegeben werden, schließlich hat man aber ja prominente Kollegen, die auch mal für den Spaß in so einem Streifen mitspielen (oder einfach für zwei Drehstunden vorbeikommen und sich ins Bett legen, hallo Lucy Liu!), das Drehbuch eines Debütanten kostet auch nicht viel, einige Szenen kann man ja gut aus Stockmaterial zusammenschneiden (egal, wenn das dann unterschiedliche Qualitäten hat) und für Kostüme, Maske und Ausstattung findet sich bestimmt noch etwas in der Garage, gedreht wird dann einfach auf Baustellen in der Gegend und im Sandkasten hinter Francos Haus.

Ob der Film tatsächlich als spaßiges Kunstprojekt entstand oder aus Kalkül so lieblos zusammengezimmert wurde, wissen nur seine Macher. Als Zuschauer heißt es einfach Augen zu und durch und sich an den sehr wenigen Momenten freuen, bei denen tatsächlich so etwas wie Freude am Trash durchblitzt – beispielsweise alle Szenen mit Milla Jovovich.

war im Metropol, Stuttgart

landscape * 1.5

Mad Max = Australien

Future World = USA
Was das bedeutet? Ganz einfach: in der Zukunft gibt es zwar keine Tankstellen, aber auch kein Benzinproblem. Jeder, der nichts zu tun hat, knattert mit der Enduro durch die Dünen, auch wenn man statt Helm nur eine Socken-Rentiermaske hat.
Was aber wirklich schrecklich ist: irgendetwas ist passiert, es gibt keine Patronen mehr! In den USA der Zukunft! Und das ist natürlich wirklich der Horror.
Ansonsten folgt man dem Hauptdarsteller mit dem Charisma eines Garderobenständers und der Story mit der Tiefe eines Babyschwimmbads durch einen seltsam zähen Streifen. Künstlich in die Länge gezogen durch Falschfarben-Slomos von Einstellungen, die sowieso schon zweimal reingeschnitten wurden.
11 Euro...

war im Savoy, Hamburg

22 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Future World
  • Score [BETA]: 25
  • f3a.net: 3.4/10 22
  • IMDb: 3.1/10
  • Rotten Tomatoes: 0%
  • Metacritic: 10/100
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2019-09-19 17:37

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