s Get Shorty (2015) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Get Shorty

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Reviewer

sirolaf * 1.5

Ich möchte mein altes "Get Shorty" wieder haben

Früher da war Get Shorty ein Blindkauf, da konnte man sich drauf verlassen, dass man grandios unterhalten wurde.
Ich erinnere da nur an Genreperlen wie "Arbeit für Alle", "Judas und Jesus", oder der Film mit den tanzenden Zombies, oder den wild gewordenen Weihnachtsbäumen, oder, oder, oder. :-) Bei jedem dieser Filme gab es donnernden Applaus und "Zugabe, Zugabe" Rufe.

Letztes Jahr ging der Abstieg los: Ein ziemlich mittelmäßiges Programm, aber was ich heute gesehen habe, gehört zum unerträglichsten was ich jemals auf Film mir ansehen musste. Und da schließe ich solch grauenvolle Filme wie "Rügen 1985 - ein Urlaubsfilm von 180 Minuten" mit ein. Die meisten Beiträge sind so lala, aber der Rumänische Film "Ramona - die stundenlang sinnlos auf der Strasse rumläuft" ist eine Zumutung. Der Film hat gefühlt länger gedauert als meine letzte Wurzelbehandlung - und war ungefähr genauso unterhaltsam.

Und dann der Tiefpunkt - mit Absicht am Ende programmiert: Der spanische Film "Babykillers". Und der Titel sagt eigentlich alles aus. Absolut sinnlos, furchtbar anstrengendes Gekeife der Eltern, laufendes Babygeplärr im Hintergrund, schlimme Musik. Ich musste mir zum ersten Mal in 33 Kinojahren die Ohren zuhalten. Wiederum eine gefühlte Stunde Lebenszeitverschwendung! PFUI!!!!!!!!

Dieses Mal gab es statt am Ende der Filme nur noch betroffenes Schweigen, und man war zu geplättet um BUUUH zu rufen. Auch die Zusammenstellung ist eines FFF nicht wirklich würdig. Nur ein 2 von 7 Filmen haben einen fantastischen Hintergrund, der Rest ist grausame Realität, und gerade deswegen gehe ich ja NICHT zum FFF.

Eine Bitte für das nächste Jahr: Im Programmheft andeuten, wer das ganze zusammengestellt hat, denn dann kann ich mir einen Kinobesuch schenken - Schade eigentlich. :-(

Einen halben Gnadenstern für den besten Kurzfilm im Programm: Herman the German.

verweste im Cinestar, Berlin

Zombie * 2.0

schlechter denn je

Unglaublich - so schlecht waren die heißgeliebten Shortys noch nie!

Der erste Film "Day 40" hat eine wunderbare Idee und brachte mich sehr zum Schmunzeln. Vielversprechend dachte ich mir, so kann es jetzt weitergehen - doch weit gefehlt.

"He Took His Skin Off For Me", ja ok, nette Idee, aber dann - Langeweile pur!

"Rabbit 105"
Ja wo läuft sie denn? Diesen Film braucht niemand!

"Ramona"
Eine Killerin, ja und? Hat die Welt doch schon gesehen.

"Tuning Oscar"
Hatte Potential, welches zielsicher nicht genutzt wurde. Schade!

"Herman the German"
Der diesjährig mit grooooßem Abstand beste Shorty und dann auch noch mit Anke Engelke in der Nebenrolle. Gute Idee, kurz und bündig umgesetzt, gut gelacht! So müssen Shortys sein!

"La hora del baño"
Und zum Schluss dann das pure Grauen in rosa! Es war nicht nur eine Qual für die Ohren, sondern auch für die Augen!

Ich bete, dass es nächstes Jahr um Längen besser wird, ansonsten schaue ich mir die Shortys nächstes Jahr zum letzten Mal an!

Je einen Stern für Herman und Day 40.

war im Cinestar, Berlin

Edwinita * 2.5

Vade Retro Get Shorty!

Als treue Pilgerin des FFF folgte ich Jahr ein, Jahr aus dem Ruf nach der Get-Shorty-Karte – ohne Nachfrage oder Hinschauen. Und siehe: die Wahl war stets weise! Blendend wurde ich unterhalten, zum Lachen, zum Nachdenken oder Gruseln gebracht. Aber letztes Jahr verfinsterte sich das Firmament und ein Riss ging durch die Herzen der enttäuschten Zuschauer: Die Rolle ward sinnfrei geworden! Ich wollte es nicht glauben und kaufte dieses Jahr trotzig wieder eine Karte in der Hoffnung, daß.... doch ich wurde enttäuscht. Bitterlich.

Ok, Spaß beiseite, ich werde bei dieser Rolle auch nur auf die Filme eingehen, die etwas taugen. Der Rest war langweilig, ohne Pointe, sinnfrei, ärgerlich, nervig und daneben.

Gelohnt hat sich gleich zu Anfang Day 40, eine herrlich absurde Noah-Nacherzählung, die mit einfacher Animation eine gute Story präsentiert. Herman the German ist der Beweis, daß auch deutsche Regisseure was können. Wobei nicht nur Anke Engelke als abgebrühte Psychologin brilliert. Und Ramona ist sehenswert. Ein Tag im Leben einer Frau, die man fast in Echtzeit bei ihrem Treiben begleitet. Der Film kommt ohne Worte aus und es ist dem Zuschauer überlassen, sich alles zusammenzureimen.

Nächstes Jahr werde ich vor der Rolle weichen. Außer ich erhalte ein Zeichen des Himmels...

war im Cinestar, Berlin

D.S. * 6.0

Besser als bislang bewertet

Soviel vorab: die bisherigen, extrem kritischen Bewertungen der Shorty-Rolle 2015 kann ich nicht ganz nachvollziehen – aus meiner Sicht fällt sie gegenüber den Vorjahren nicht sonderlich ab. Wenn überhaupt. Das Programm hat Hochs und Tiefs, wie immer eigentlich. Vielleicht ist diesmal kein außergewöhnliches Highlight dabei, andererseits aber auch keine totale Gurke. Tatsächlich ist der größte Unterschied zu den letzten Jahren wohl darin zu finden, dass die Mehrzahl der Beiträge etwas länger ausfällt als sonst. Und darin, dass das technische Niveau in den meisten Fällen ein ganzes Stück über dem bisherigen Durchschnitt liegt.

Für den ersten Beitrag 2015 gilt das nun aber gerade nicht:
DAY 40 ist ein simpelst gezeichnetes und animiertes â€×Remake“ der Noah-Saga aus der Bibel, das einen genaueren, schwarzhumorigen bis grotesken Blick auf ihre zahlenmäßig wichtigsten Protagonisten wirft. Sehr amüsant und kurzweilig.

Mit HE TOOK HIS SKIN OFF FOR ME folgt der vielleicht schwächste Kurzfilm. Mit dem Titel ist eigentlich bereits die gesamte Handlung erzählt, sie zieht sich dann aber über elf zu lange Minuten. Immerhin fühlt sich das Ganze schön eklig an und die Maske ist gelungen – zumindest, was das Gesicht der Hauptfigur betrifft.

RABBIT 105 wirkt wie eine verdichtete Kurzfassung der Story von P2: Eine Frau nach Ladenschluss allein im Parkhaus, verfolgt von einem bedrohlichen Fremden. Sehr dichte Atmosphäre, spannend, blutig und böse – der Thriller-Höhepunkt der Rolle.

RAMONA dagegen ist die Kurzfassung von BOUND TO VENGEANCE. Mit dem Unterschied, dass er mehr Wert auf düstere Stimmung als auf cheap Thrills und Gore-Exzesse legt. Bedrückend, grimmig, toll gefilmt.

Bei TUNING OSCAR bekommen wir eine grandios schräge Story geboten, wunderschön ausgestattet und toll gespielt – in gewisser Hinsicht durchaus an NINA FOREVER erinnernd. Leider wird der Höhepunkt, auf den doch so dramatisch hingearbeitet wurde, weitgehend verschenkt. Macht trotzdem Laune.

HERMAN THE GERMAN ist der Crowdpleaser im Programm. Toll gecastet, erzählt er uns die etwas andere, ur-deutsche Geschichte eines Mannes, der auszog, das Fürchten wieder zu erlernen... Wir erfahren eine Menge über seltsame Angstneurosen. Und über Schnitzeltorten. Großer Spaß!

LA HORA DEL BAÑO (â€×Badezeit“?) schließlich ist als Warnung vor dem Kinderkriegen zu verstehen – oder als Statement, dass nicht jeder fürs Kinderkriegen geeignet ist. Im Dienste seiner Story präsentiert er sich maximal anstrengend: im Hintergrund plärrt permanent ein Baby, im Vordergrund keift sich ein obskur gezeichnetes Ehepaar permanent an. Nicht zuletzt, da die Mutter aber von Macarena Gómez (SEXYKILLER, SHREW’S NEST) gespielt wird – und sie ein unfassbares Vogelnest von Frisur trägt! –, ist auch dieser Beitrag unbedingt sehenswert. Denn die Dame spielt, wie immer, phänomenal.

Zusammengefasst lohnt sich GET SHORTY auch 2015 auf jeden Fall, wenn man Kurzfilmen prinzipiell zugeneigt ist. Große Qualitätsunterschiede zu den Vorjahren sind nicht festzustellen – und es wird viel Genrevielfalt geboten. Gute 6 Punkte von mir.

war im Cinestar, Frankfurt

NakNug * 5.5

Kurz gesagt: zuwenig

Ist mein erster Get Shorty-Besuch gewesen, da Kurzfilme für mich nicht zu meinen Lieblingen gehören. Doch die Neuregelung des Programms und fehlende Alternativen sorgten für diesen Besuch.

DAY 40
Einer der Highlights gleich zu Beginn. Die Noah-Geschichte frech zubereitet in gezeichneter Optik sorgt für Schmunzeln bei der Darstellung. Kurzweilig, kultig.

HE TOOK HIS SKIN OFF FOR ME
Der Titel sagt schon alles - und das Thema ist mehr oder minder in den ersten zwei Minuten abgehandelt. Bis zum Schluss wartet man auf eine weitere Pointe, die nie kommt.

RABBIT 105
Frau allein im Parkhaus findet ihr Auto nicht. Mehr muss man zu dieser langweiligen Geschichte nichts sagen.

RAMONA
Kann ein 20 Minuten-Kurzfilm zu lang sein? Ja, er kann. wir folgen einem weiblichen Racheengel durch die Nacht und während nach der ersten Szenerie die Richtung klar ist, folgen zwei Teile, die leider auch zu lang geraten sind. Der tolle Bauhaus-Soundtrack entschädigt dabei am Rande. Laut IMDb soll er 25 Minuten lang sein und der Trailer auf Youtube beinhaltet noch eine Rahmenhandlung... wurde auf etwas verzichtet?

TUNING OSCAR
Kenn ich das nicht irgendwoher, werden sich die Besucher von Nina Forever fragen. Tja, die unblutige Abhandlung einer ähnlichen Geschichte. ***SPOILER***Man fragt sich nur, warum die Hauptperson nicht noch einen Tag gewartet hat...

HERMAN THE GERMAN
Die Schnitzeltorte ist die skurrilste Erfindung der diesjährigen Kurzfilme und dieser tolle Streifen erinnert in der Kuriosität ein wenig an Gabelstaplerfahrer Klaus. Lustig und mit Anke Engelke als Ärztin auch in Nebenrollen gut besetzt.

LA HORA DEL BAÑO
17 unerträgliche Minuten lang hören wir einem jungen Elternpaar beim Streiten zu, während das Baby schreit. Mit einer völlig absurden und unnötigen Porno-Einlage sorgt dieser Kurzfilm auch mit dem erwarteten Ende nur für Kopfschütteln.

Insgesamt leider keine Werbung für Kurzfilme. 38 / 7

staunte im Savoy, Hamburg

32 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Get Shorty
  • Score [BETA]: 45
  • f3a.net: 4.5/10 32
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verf├╝gbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-12-06 02:10

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