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Review The Hallow

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“No changelings were harmed during the making of this movie!”
von meiklsan

Meine Güte, was war das denn für ein überbordendes non-animalisches Gekreische, Gejaule, Geknurre und Geblubber!? Doch zurück auf Anfang.

Wir befinden uns ganz tief im ruhigen beschaulichen irischen Wald, dessen Atmosphäre für Fairytales, Zaubereien, Feen und Elfen nicht schöner hätte geschaffen sein können. Doch auch vor dieser malerischen Kulisse macht leider die Umweltbelastung nicht Halt und kranke Bäume müssen aussortiert werden. Als Spezialist dafür wurde der Großstädter und erfahrene Umweltwissenschaftler Adam mit Frau, Baby und Hund ins irische Revier bestellt. Einquartiert inmitten dieser verlassenen idyllischen Natur macht sich die Familie in ihrem Teilzeit-Domizil schnell heimisch. Auf seinen beruflich bedingten Streifzügen durch den Wald ist der neugierige Wissenschaftler aber den ansässigen Einwohnern trotzdem ein Dorn im Auge, denn es gibt scheinbar ein Geheimnis, das er dabei lüften könnte, aber besser nicht sollte!

Doch das „Grauen“ wurde bereits unbewusst geweckt und schleicht sich schon gemächlich, aber kontinuierlich immer näher an unsere ortsfremde Exil-Familie heran ***SPOILER***und in unseren Familienvater hinein!

Spannung ist also von Anfang an in diesem reinrassigen Old-School Horror-Thriller definitiv gewährleistet und die Panik-Schraube wird von Minute zu Minute immer fester angezogen und zum Ende hin vielleicht auch ein wenig überdreht, aber so fucking what, wir sind nicht mehr in den 80ties, haben Budget, CGI und wollen es einfach krachen lassen!

Und genauso lässt der Film es auch in jeder Sekunde akustisch krachen. Unterlegt mit einem breiten elektro-orchestralen Soundgefüge treibt uns der Soundtrack immer tiefer in die Story hinein, lässt auch den Hartgenossenen gruseln und sorgt dabei sogar für den einen oder anderen Jump-Out!

Wie von Rosebud schon angedeutet, sind Anlehnungen an „Evil Dead“ hinsichtlich der „holzigen“ Umgebung absolut unverkennbar, die Holzhüttenatmosphäre ist nahezu perfekt, alle Türen öffnen sich immer mit einem wunderbar knarzigen Sound, der alleine schon durch Mark und Bein geht und zu guter Letzt wird der Familie von den Einheimischen auch noch ein dickes fettes Evil Dead Gedächtnis-„Necronomikon“ à la „The Hallow“ vor die Nase geknallt. Herzallerliebst, was willst du alter 80er-Jahre-Horror-Afficionado eigentlich noch mehr!?

Der weitere Rosebud-Vergleich mit Carpenters „The Thing“ ist zwar ***SPOILER***hinsichtlich des Virusbefalls unserer Familie thematisch und praktisch tatsächlich nicht weit hergeholt, aber nur die Wirkung des Originals ist halt optisch auch original.
***SPOILER***
Als besonders eindrucksvoll hat sich mir übrigens noch die unermüdliche Hatz bzw. Verfolgungsjagd der Mutter nach ihrem verschleppten Baby eingebrannt. Hier haben die Macher des Films wirklich sehr viel Nähe zur Realität bewiesen und gezeigt, wie weit Mutterliebe tatsächlich gehen kann und wie selbstlos eine Mami ihr einziges Baby einfangen und verteidigen will und möchte! Auch wenn sie am Ende vielleicht feststellen muss, dass ihr Baby vielleicht nur ein Wechselbalg (Changeling) ist.

Und damit schließt sich schon mein Review.

Wer noch ordentlich was auf die Ohren haben möchte, sollte den Kinosaal keinesfalls vorzeitig verlassen und den Abspann genießen, grins!

Egal ob alter Dackel oder Frischfleisch, dieses reinrassige Horror-Movie ist ein Must See!

war im Cinestar, Frankfurt

58 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

The Hallow
  • Score [BETA]: 69
  • f3a.net: 6.2/10 58
  • IMDb: 6.1/10
  • Rotten Tomatoes: 83%
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-01-20 04:09

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