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Review The Hallow

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Wie es in den Wald schallt, schallt es zurück
von Leimbacher-Mario

Kennt ihr das: man sieht den Titel, die ersten Bilder, vielleicht noch einen kurzen Teaser & die Inhaltsangabe eines Filmes, und hat sofort ein gutes Gefühl. Die Erwartungen steigen mit ersten Wertungen & Kritiken. So ähnlich ging es mir mit dem irischen Natur-Creature-Horror "The Hallow", der gestern in Köln zusätzlich auch noch in die großen Fußstapfen des geilen Eröffnungsfilms des Fantasy FilmFests, "Kill Your Friends", treten musste. Das löste er gut, auch wenn ich mir etwas mehr erhofft hatte. Kann man mit dem Gefühl wohl nicht immer komplett richtig liegen ;)

"The Hallow" ist guter Oldschool-Horror, ohne viel Geschwafel & Einführung geht es schnell los, gefühlt direkt nach den Credits. Ein einsames Haus im Wald, ein Ehepaar samt Baby & Hund, irische Landschaften, aggressive Pilze & Waldgeister, die aussehen wie böse Zahnfeen. Keine Unbekannten, keine Innovationen - und trotzdem verfehlt der Film durch Tempo & Atmosphäre sein Ziel nicht. Super gruselig war er nie, aber das kommt immer auf die eigenen Einstellungen an. Wenn es bei mir um Babys (& Tiere) geht, leide ich irgendwie immer schneller mit, erst recht, wenn das Baby den gleichen Namen hat wie ein mir sehr nah stehendes Kleinkind. Zum Glück gibt es das Baby, denn mit den doof handelnden Erwachsenen im Film kann man nicht wirklich mitleiden.

Das Monsterdesign ist gerade noch ok & eine gelungene Mischung aus echt & CGI, sehr gut auch, dass die Hallows lange im Verborgenen bleiben. Genauso begeistert ist man, wenn man sieht, wie vor Klassikern der Hut gezogen wird, was nicht geklaut wirkt. Von dem "Ding" bis "Wenn die Gondeln Trauer tragen" wird sich reichlich, sehr gelungen verbeugt. Die Macher sind definitiv Fans des Faches & das merkt man. Als Horrorfan kann man den Film durchaus toll finden, der letzte Funke fehlte mir aber irgendwie. Das unsichere Ende hingegen gefiel mir, genauso wie manch ein Schock, wobei die Jump-Scares zum Glück nicht die Überhand nahmen. Hier wird eher auf die grün-bedrohliche Atmosphäre Wert gelegt, welche sich bei besseren, sympathischeren Charakteren sicher noch mehr ausgezahlt hätte. Trotzdem ist es ein bunter Mix aus etlichen Horror-Subgenres, den man sicher nicht zerreißen kann oder will.

Fazit: guter, gerader irischer Folklore-Horror mit vielen Verbeugungen vor den Horrorgrößen aus der Vergangenheit. Überdurchschnittlich, wenn auch nicht ohne Macken!

war im Residenz, Köln

58 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

The Hallow
  • Score [BETA]: 69
  • f3a.net: 6.2/10 58
  • IMDb: 6.1/10
  • Rotten Tomatoes: 83%
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-01-18 09:20

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