s The Hillside Strangler (2004) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews The Hillside Strangler

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Reviewer

Der_Fluch_der_Pizza * 1.0

Was muß ich da sehen?
Ein Kaufhausdetektiv überführt eine Diebin indem er sie in der Umkleidekabine durch ein Lüftungsgitter in der Decke beobachtet. Zwei Zuhälter stehen in der Tür und teilen das Geld unter sich während sich im Vordergrund der erste Freier über die zur Prostitution gezwungene Frau her macht. Muß ich das abkaufen? Ist das Kunst? Oder bin ich nur im falschen Film? Die schauspielerische Fehlleistung steht dem Drehbuch in nichts nach. Ich bin nach einer halben Stunde gegangen.

guckte im Metropol, Stuttgart

Epiphanie * 7.5

Testosteronüberschuss

Was kann man als Zuschauer von einem Serienmörderfilm erwarten? Dass er die Geschichte der Serienkiller nacherzählt, so dass man zumindest ein bisschen verstehen kann, was Menschen zu Serientätern werden lässt? Insofern hat der Film seinen Zweck erfüllt.

Wir erfahren in einer konventionell erzählten Story, wie die Cousins und Gelegenheitsjobber Kenneth Bianchi und Angelo Buono sich zuerst als Zuhälter verdingen, damit scheitern und schließlich aus Testosteronüberschuss, Langeweile und Experimentierfreude zu Vergewaltigern und Mördern junger Frauen werden. Und das alles im 70er-Jahre-Look. Das war es allerdings auch schon.

Da der Film aus der Sicht der Täter gedreht ist, fehlt mir persönlich der Einblick in die Ermittlungsarbeiten der Polizei. Das hätte dem Film möglicherweise die oft fehlende Spannung verliehen.

Die gute Wertung gibt es wegen der exzellenten Darstellung der in ihrem Selbst- und Weltbild erheblich gestörten Cousins.

staunte im Metropol, Stuttgart

D.S. * 5.5

Based on a true story.

verweste im Metropolis, Frankfurt

Christian * 8.0

Welcome back to the 70s

Nachdem der Journalist Chuck Parello 1997 sein Regiedebut mit Henry 2 gab, habe ich nicht wirklich mit seiner Rückkehr dieses Jahr aufs Filmfest gerechnet. War Henry 2 als Indie-Produktion zwar handwerklich in Ordnung, aber dennoch in seiner Art ziemlich überflüssig und nicht viel mehr als eine Wiederholung der Henry-Geschichte.

Damals auf dem FFF 97 persönlich anwesend, machte Parello schon deutlich, dass Serienkiller sein Steckenpferd sind. "Er mußte einfach seinen persönlichen Henry drehen". Es folgte ein paar Jahre später der mäßige Ed Gein und jetzt mit Hillside Strangler sein dritter Serienkiller-Film, und auch sein mit Abstand bester.

Zu Hilfe holte er sich die Wiederentdeckung des Festivals: C. Thomas Howell. Der "Soulman", der in den letzten 10 Jahren zwar viel arbeitete, aber überwiegend nur in Fernsehproduktionen zu Werke ging, gibt der Hauptfigur die nötige Präsenz.

Der zweite Geniestreich ist das Setting. Die 70er - zur Zeit in vielen Filmen hip - sind durch und durch während des gesamten Films spürbar: die Schnauzbärte, die schräge Musik, Tits & Ass, coole Karren etc. Alles, was an die vielen schmutzigen, kleinen Schlitzermeisterwerke aus dieser Zeit erinnert. Die Tanzsequenz mit dem anschließend ausgeübten Mord ist dann auch ein kleiner Höhepunkt.

Dabei gelingt es Parello auch, die auf einer wahren Geschichte basierende Story äußerst realistisch zu erzählen. Man bekommt ein echtes Gefühl von der Stimmung in Kalifornien Ende der 70er. Und erlebt mit Entsetzen die Entwicklung der Hauptdarsteller.

Für mich eine Entdeckung des diesjährigen Festivals.

Szaltax * 8.0

Es...

...ist nicht wirklich was im Film passiert. Keine großen Tötungsaktionen, wie ich es mir erhofft hatte. Trotzdem wurde der Film so gut erzählt, dass ich ausnahmsweise mal auf die harten Gewaltszenen verzichten konnte.

Eine Story, die für jeden verständlich dargestellt wird. Keine langatmigen Stellen. Schauspielerische Glanzleistungen.

Sehr zu empfehlen!

war im Cinemaxx, Hamburg

QuintenQuist * 2.0

Enttäuschung oder gar Verärgerung sind zumeist Ergebnis zu hoher Erwartungen, was mir glücklicherweise nicht passieren konnte nach dem schlechten "Ted Bundy" vor ein paar Jahren, und es ist ja immerhin etwas, einen Film zu sehen, der die Erwartungen weder unter- noch überbietet.

"The Hillside Strangler" ist einfach ein schlechter Film mit vielen lustig verkleideten Menschen, was letztlich den kompletten Reiz des Films ausmacht.

Ernst nehmen muß man das keine Sekunde, was man dem Film natürlich übelnehmen dürfte, ist er doch nie in der Lage, auch nur andeutungsweise diese Bedrohung zu vermitteln, die von diesen Psychos nun ausging.

Naja, dramaturgisch ist der Film ein klassisches "Malen-Nach-Zahlen", alles, was man vom Genre kennt, läuft genau so, und es ist gänzlich irrelevant, ob das ganze nun auf einer wahren Geschichte basiert, denn die Geschichte wird so spannungslos runtergespult, dass der Film nach Verlassen des Kinos nur einen seltsamen Geschmack hinterläßt, man hat was gegessen, aber kann sich nach einigen Augenblicken ums Verrecken nicht erinnern, was es war.
ABER, böse kann man dem Film nicht sein, C. Thomas Howell grimassiert sich slapstickhaft durch diesen Maskenball.

Amüsant und schlecht .

war im Cinemaxx, Hamburg

Slasher_2004 * 7.0

...mit einer derben Story gewürzt!

"The Hillside Strangler" konnte mich positiv überraschen.
Der Film konnte 100 Minuten lang unterhalten und hatte zu keiner Zeit Längen, wobei er sicherlich auch nicht "spannend" war. Ich fühlte mich aber sehr gut unterhalten.

Hauptaugenmerk liegt bei diesem Film auf der Geschichte sowie deren extrem gut dargestellten Figuren.
Die Rollen sind enorm gut besetzt. Schauspielerisch also höchstes Niveau. Zudem wird die Geschichte auch nachvollziehbar erzählt, wenn auch der ein oder andere Zeitsprung zum Filmschluss hätte ausbleiben können.

Die Morde sind immer unblutig, sodass pure Gore-Fans den Film nicht unbedingt sehen müssen. Trotzdem sind die Morde (zumeist durch einfaches Würgen) "gut" und dramatisch dargestellt. Man kann mit den Opfern mitfühlen.

Ansonsten bewegt sich der Film im oberen Mittelfeld.
Der Soundtrack ist ok, fällt zu keinem Zeitpunkt besonders positiv auf. Das gleiche gilt auch für die Kameraarbeit.

Fazit: Guter Thriller mit nachvollziehbarem Plot sowie tiefsinnigen Charakteren und ohne größere Spannungseinbrüche. Wer nicht nur Horror guckt, sollte hier in jedem Falle zumindest mal reinschauen.

9 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

The Hillside Strangler
  • f3a.net: 5.6/10 9
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-07-12 04:07

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