Reviewer
Philmtank * 8.5
Blutig, mit Aussicht auf Fleischbällchen
Gesehen beim Frightfest 2009 in London.
Mein Hauptgrund, um dem Fantasy Filmfest für drei Tage fremdzugehen war diese kleine Hardcore Perle. Wie üblich, wenn man mit zu hohen Erwartungen an die Sache ran geht, konnten diese letztlich nicht ganz erfüllt werden, aber eine Enttäuschung war es sicherlich nicht. Wenn man im letzten Drittel die Ernsthaftigkeit nicht zugunsten des Versuchs geopfert hätte, eine Hommage an Brain Dead abzuliefern, wäre hier ein Klassiker für die Ewigkeit entstanden. Leider wirkt der plötzlich eingestreute Humor etwas deplatziert und läßt das Geschehen over-the-top erscheinen. Bis dahin gibt es knallharten Survival Terror, wie ihn scheinbar nur die Franzosen hinbekommen. Obwohl sich die Macher offensichtlich von anderen Genreperlen inspirieren ließen, wie etwa ASSAULT ON PRECINCT 13, NIGHT OF THE LIVING DEAD oder dem oben Genannten. Und auch wenn das Ende einen schalen Beigeschmack hinterläßt, sind das alles Kritikpunkte auf hohem Niveau. Für mich wischt LA HORDE trotzdem mit den meisten Zombie Filmen der letzten Jahre den Boden auf.
Mein Hauptgrund, um dem Fantasy Filmfest für drei Tage fremdzugehen war diese kleine Hardcore Perle. Wie üblich, wenn man mit zu hohen Erwartungen an die Sache ran geht, konnten diese letztlich nicht ganz erfüllt werden, aber eine Enttäuschung war es sicherlich nicht. Wenn man im letzten Drittel die Ernsthaftigkeit nicht zugunsten des Versuchs geopfert hätte, eine Hommage an Brain Dead abzuliefern, wäre hier ein Klassiker für die Ewigkeit entstanden. Leider wirkt der plötzlich eingestreute Humor etwas deplatziert und läßt das Geschehen over-the-top erscheinen. Bis dahin gibt es knallharten Survival Terror, wie ihn scheinbar nur die Franzosen hinbekommen. Obwohl sich die Macher offensichtlich von anderen Genreperlen inspirieren ließen, wie etwa ASSAULT ON PRECINCT 13, NIGHT OF THE LIVING DEAD oder dem oben Genannten. Und auch wenn das Ende einen schalen Beigeschmack hinterläßt, sind das alles Kritikpunkte auf hohem Niveau. Für mich wischt LA HORDE trotzdem mit den meisten Zombie Filmen der letzten Jahre den Boden auf.
Michaela S * 7.0
Dieser Review enthält SPOILER!Putain la merde!
Schnell, hart, blutig, lockere Sprüche, toughe Frauen, noch härtere Männer und hungrige Zombies - cooles französisches Haudrauf-Kino eben. Mit einer fast schon zu Herzen gehenden Szene. Unklar blieb mir allerdings, woher die Zombies so schnell kamen und warum sie dann plötzlich wieder weg waren? (Lohnt sich das Nachdenken überhaupt?) Für ein Erstlingswerk ist dieser Film ein ziemlicher Kracher.
war im Cinema, München
Elenor S * 9.5
Dieser Review enthält SPOILER!zum Teufel mit der Logik
.... woher die Zombies kamen, oder wieder verschwanden (obwohl es ja einige Anzeichen dafür gab woher.. und sie dem Lärm am Ende nach wohl auch noch nicht wirklich weg waren).. ist mir relativ egal... so gesehen könnte man den Film, wie viele andere auch wohl gnadenlos zerpflücken...
und so kann ich nur sagen ... ein richtiges Highlight ... die Spannung wurde durchgehend gehalten.. und es gab doch alles, was den Genrefan erfreut...
Der bereits genannte Humor war nicht übertrieben, die Tricks wohldosiert und klasse umgesetzt.. die berühmt/berüchtigte Härte der Franzosen wieder bestätigt.. ach, was hab ich mich gut unterhalten gefühlt... und mehr will ich eigentlich auch gar nicht, wenn ich mir einen Film mit diesem Titel angucke....
das goldene Sternchen hat er bei mir nur nicht wegen der (für mich) grauenhaften Schlussmusik .. da bin ich dann ganz fix raus....schade .. ^^
und so kann ich nur sagen ... ein richtiges Highlight ... die Spannung wurde durchgehend gehalten.. und es gab doch alles, was den Genrefan erfreut...
Der bereits genannte Humor war nicht übertrieben, die Tricks wohldosiert und klasse umgesetzt.. die berühmt/berüchtigte Härte der Franzosen wieder bestätigt.. ach, was hab ich mich gut unterhalten gefühlt... und mehr will ich eigentlich auch gar nicht, wenn ich mir einen Film mit diesem Titel angucke....
das goldene Sternchen hat er bei mir nur nicht wegen der (für mich) grauenhaften Schlussmusik .. da bin ich dann ganz fix raus....schade .. ^^
saß im Cinema, München
Indigo S * 3.0
Dieser Review enthält SPOILER!Das positive vorn weg:
hart,
blutig,
kaum überflüssige humoristische Einlagen.
Klingt doch gut soweit. Wie kommt es daß mich der Film einfach nur genervt hat ?
Zum einen die Protagonisten. Alle nervig oder unsympathisch oder beides. Für mich gabs da keine Identifikationsfigur.
Ich hab mich während des ganzen Film gefragt, ob es nicht vielleicht einfach an der Zeit wäre, das ganze Zombie-Genre mal 10 Jahre in der Versenkung verschwinden zu lassen. Da gab es nichts was ich nicht schon 10 mal wo anders gesehen hätte.
Dann die diversen "seltsamen" Aspekte. Wo kommen so plötzlich so viele Zombies her, warum hört man dauernd Explosionen in der Stadt, warum ist das Haus zum Schluss fast ne Ruine. Es gab nur 1 Explosion, die war im Keller. Und dann diese verzweifelte Frage: wie kommen wir nach unten? Zum Glück kommt dann ja die rettende Idee: wir nehmen den Fahrstuhl - ok dann nimmt der Rest die Treppe.....
Irgendwann war dann ja endlich Schluss - alle Zombies genauso schnell weg, wie sie gekommen sind und in mir reifte die Erkenntnis, daß ich noch Lust auf viele Zombiefilme hab. Sie sollten nur besser sein als La Horde.
hart,
blutig,
kaum überflüssige humoristische Einlagen.
Klingt doch gut soweit. Wie kommt es daß mich der Film einfach nur genervt hat ?
Zum einen die Protagonisten. Alle nervig oder unsympathisch oder beides. Für mich gabs da keine Identifikationsfigur.
Ich hab mich während des ganzen Film gefragt, ob es nicht vielleicht einfach an der Zeit wäre, das ganze Zombie-Genre mal 10 Jahre in der Versenkung verschwinden zu lassen. Da gab es nichts was ich nicht schon 10 mal wo anders gesehen hätte.
Dann die diversen "seltsamen" Aspekte. Wo kommen so plötzlich so viele Zombies her, warum hört man dauernd Explosionen in der Stadt, warum ist das Haus zum Schluss fast ne Ruine. Es gab nur 1 Explosion, die war im Keller. Und dann diese verzweifelte Frage: wie kommen wir nach unten? Zum Glück kommt dann ja die rettende Idee: wir nehmen den Fahrstuhl - ok dann nimmt der Rest die Treppe.....
Irgendwann war dann ja endlich Schluss - alle Zombies genauso schnell weg, wie sie gekommen sind und in mir reifte die Erkenntnis, daß ich noch Lust auf viele Zombiefilme hab. Sie sollten nur besser sein als La Horde.
T-Killa * 5.5
Zehn kleine Franzosen...
Ein recht durchschnittlicher Zombiefilm. Für meinen Geschmack wird zu viel Beziehungsdrama aufgearbeitet. Von der obligatorischen Dreiecksgeschichte mit bösem Ende bis hin zum Kain und Abel’schen Bruderstress ist hier quasi alles an zwischenmenschlichem Ballast vorhanden. Leider wirkt sich dies sehr negativ auf den Actionanteil aus. Hart fand ich ihn auch nicht wirklich. Es könnte ruhig mehr geballert werden. Die Rollen sind genretypisch eindimensional und teilweise unglaubwürdig klischeehaft überzeichnet.
Für einen Splatter zu lahm, für ein Drama zu unglaubwürdig.
Für einen Splatter zu lahm, für ein Drama zu unglaubwürdig.
war im Cinemaxx 7, Berlin
Bassprofessor * 2.0
Die Überraschung der FFFN!
Die unbekannten Regisseure Yannick Dahan und Benjamin Rocher zeigen ihr erstes Full Length Feature.
Doch will man das sehen?
Eine Gruppe rachsüchtiger Cops dringt in einen Pariser Plattenbau ein, um die dort ansässige Bande Krimineller zu töten. Diese haben zuvor einen Polizisten umgebracht. Jedoch wird das Ausüben von Selbstjustiz jäh unterbrochen, als eine Horde Zombies in das Haus eindringt. Notgedrungen müssen die ungleichen Gruppen eine Allianz schmieden und sich zusammen durch das Hochhaus nach unten kämpfen.
Ja, das will ich sehen!
Jedoch zeigen die Filmemacher davon wenig. Der Film verliert sich in einem aufgesetzten Beziehungsdrama, Bruderkrieg und unnachvollziehbaren Charakterwandlungen (von weinerlich-unsympathisch nach überaggressiv-unsympathisch) und lässt damit der Action kaum Platz zur Entfaltung. La Horde hätte funktionieren können, aber eben nur als Action-No-Brainer. Zu keiner Zeit ist der Film jedoch besonders spannend, dramatisch, actionreich oder gut. Einige nette Lacher retten ihn vor der totalen Katastrophe.
Wahrlich überraschend, wie man diese Story mit diesem Budget so schlecht umsetzen kann!
Doch will man das sehen?
Eine Gruppe rachsüchtiger Cops dringt in einen Pariser Plattenbau ein, um die dort ansässige Bande Krimineller zu töten. Diese haben zuvor einen Polizisten umgebracht. Jedoch wird das Ausüben von Selbstjustiz jäh unterbrochen, als eine Horde Zombies in das Haus eindringt. Notgedrungen müssen die ungleichen Gruppen eine Allianz schmieden und sich zusammen durch das Hochhaus nach unten kämpfen.
Ja, das will ich sehen!
Jedoch zeigen die Filmemacher davon wenig. Der Film verliert sich in einem aufgesetzten Beziehungsdrama, Bruderkrieg und unnachvollziehbaren Charakterwandlungen (von weinerlich-unsympathisch nach überaggressiv-unsympathisch) und lässt damit der Action kaum Platz zur Entfaltung. La Horde hätte funktionieren können, aber eben nur als Action-No-Brainer. Zu keiner Zeit ist der Film jedoch besonders spannend, dramatisch, actionreich oder gut. Einige nette Lacher retten ihn vor der totalen Katastrophe.
Wahrlich überraschend, wie man diese Story mit diesem Budget so schlecht umsetzen kann!
war im Cinecitta' 3, Nürnberg
FFFler * 3.5
Don’t believe the Hype
Wurde ja als neuer französischer Horrorfilm angekündigt, der allerlei Grenzen überschreitet und dementsprechend in Deutschland natürlich nur extrem gekürzt erschienen ist. Ich frage mich nur warum, denn brutal ist das Ganze nicht wirklich. Dafür geschieht zu viel im Off und zum Anderen sieht das so dermaßen künstlich nach CGI-Blut aus, dass man eher mit dem Kopf schüttelt als sich ekelt etc.. Inhaltlich gibt der Assault on Precinct 13 RipOff dank durchweg unsympathischer und nerviger Charaktere ebensowenig her wie die enttäuschende Inszenierung. Schade, schade, wieder mal ein Beispiel von Don’t believe the Hype.
Ostberlinpunk * 5.0
Nicht Fisch nicht Fleisch
Ich hatte den Eindruck, die Regisseure sind sehr ambitioniert an die Sache rangegangen aber haben den Film mit zu vielen verschiedenen Elementen überfrachtet. Action, Beziehungsdrama, Gore, Horror, Rumgeballer... gut gefallen hat mir wie sie Schauspieler gegen den Strich besetzt haben oder Leute eingesetzt haben die vorher noch gar nicht vor einer Kamera standen. Ich finde die Gesichter wirken interessant in dem Film, auch wenn das Schauspielerische teilweise nicht so gut rüberkommt (Overacting!).
Was mir nicht gefiel ist, dass der Film häufig in einem Atemzug mit dem französischen Klassikern der letzten Jahre genannt wird (Martyrs, Frontier(s), Inside etc.), weil diese Filme was ganz anderes darstellen und nicht so auf Action und Ballerei gebürstet sind. Gut, dafür kann La Horde nichts. ;o)
Die Gore-Szenen fand ich kaum der Rede wert - nicht weil sie schlecht oder langweilig waren, sondern weil es in den letzten Jahren in dem Bereich so viele Extreme zu sehen gab und sich eine gewisse Müdigkeit bzw. Abgebrühtheit eingestellt hat...
Was mir nicht gefiel ist, dass der Film häufig in einem Atemzug mit dem französischen Klassikern der letzten Jahre genannt wird (Martyrs, Frontier(s), Inside etc.), weil diese Filme was ganz anderes darstellen und nicht so auf Action und Ballerei gebürstet sind. Gut, dafür kann La Horde nichts. ;o)
Die Gore-Szenen fand ich kaum der Rede wert - nicht weil sie schlecht oder langweilig waren, sondern weil es in den letzten Jahren in dem Bereich so viele Extreme zu sehen gab und sich eine gewisse Müdigkeit bzw. Abgebrühtheit eingestellt hat...
Leimbacher-Mario * 7.5
Die Nacht wird zum Sarg
Der Feind deines Feindes ist dein Freund?! Auf den Spuren von Romero und Carpenter nur mit einem bis zum Maximum aufgedrehten Gewaltgrad wandelt „Die Horde“, einer der besseren, härteren und fieseren Zombiefilme seit der Jahrtausendwende. Wir folgen ein paar wütenden Polizisten, die aus Rache für einen ermordeten Freund und Kollegen einen dreckigen Plattenbau im Ghetto stürmen, dort vermummt unter den Drogendealern, Killern und Gangstern mal richtig aufräumen wollen. Doch gerade als die Kacke zu kochen beginnt, müssen sich beide Parteien mehr oder weniger notgedrungen zusammenschließen - denn die Zombieapokalypse hat selten ein gutes Timing und es stürmen Mengen an rasenden Untoten in das Gebäude...
„La Horde“ hat keine Helden, kennt nur Schmutz, Dreck, Gewalt und Gedärme. Mitternachtskino, wie es vor 10 bis 15 Jahren regelmäßig aus Frankreich kam. „Neue französische Härte“ und so. Seitdem ist das deutlich abgekühlt, aber ein „La Horde“ lässt sich dennoch sehr gut weggucken. Nun fast schon etwas nostalgisch. Natürlich am besten im Dunkeln, mit Kumpels, einem fetten Burger und vielleicht sogar etwas Hochprozentigem. Die Figuren sind allesamt Arschlöcher, das Gemetzel kennt kaum Limits, die Kampfchoreos zerdeppern ganze Flure. Und das Beste: man vermisst auch zu keinem Zeitpunkt Sonne, Hoffnung und Happy End. Ein wirklich gelungener Tritt in die Eier! Und ein böser, aber vielleicht gar nicht so weit hergeholter Blick auf eine Menschheit, die in weiten Bereichen vielleicht schon längst in den Abgrund gesprungen ist und es sich dort nun rotzend, fluchend, egoistisch, hasserfüllt und modernd gemütlich gemacht hat. „The Raid“ oder „Les Miserables“ (2019) trifft auf „Dawn of the Dead“ auf Steroiden.
Fazit: Harter, nihilistischer, abgefuckter Frenchy, der genauso auf den Spuren Romeros wie der „neuen französischen Härte“ wandelt, immer auf die 12 geht und nichts anbrennen lässt. Heftiger Cop-Thriller, noch heftigerer Zombie-Fledderer. „Die Horde“ ist eine radikale Schlachtplatte. Mit Hackebeil, Shotgun und Fluppe im Mund. Oberflächlich, geradeaus und dunkel. Eine schwarze Seele. Wenn auch etwas arg einfach.
„La Horde“ hat keine Helden, kennt nur Schmutz, Dreck, Gewalt und Gedärme. Mitternachtskino, wie es vor 10 bis 15 Jahren regelmäßig aus Frankreich kam. „Neue französische Härte“ und so. Seitdem ist das deutlich abgekühlt, aber ein „La Horde“ lässt sich dennoch sehr gut weggucken. Nun fast schon etwas nostalgisch. Natürlich am besten im Dunkeln, mit Kumpels, einem fetten Burger und vielleicht sogar etwas Hochprozentigem. Die Figuren sind allesamt Arschlöcher, das Gemetzel kennt kaum Limits, die Kampfchoreos zerdeppern ganze Flure. Und das Beste: man vermisst auch zu keinem Zeitpunkt Sonne, Hoffnung und Happy End. Ein wirklich gelungener Tritt in die Eier! Und ein böser, aber vielleicht gar nicht so weit hergeholter Blick auf eine Menschheit, die in weiten Bereichen vielleicht schon längst in den Abgrund gesprungen ist und es sich dort nun rotzend, fluchend, egoistisch, hasserfüllt und modernd gemütlich gemacht hat. „The Raid“ oder „Les Miserables“ (2019) trifft auf „Dawn of the Dead“ auf Steroiden.
Fazit: Harter, nihilistischer, abgefuckter Frenchy, der genauso auf den Spuren Romeros wie der „neuen französischen Härte“ wandelt, immer auf die 12 geht und nichts anbrennen lässt. Heftiger Cop-Thriller, noch heftigerer Zombie-Fledderer. „Die Horde“ ist eine radikale Schlachtplatte. Mit Hackebeil, Shotgun und Fluppe im Mund. Oberflächlich, geradeaus und dunkel. Eine schwarze Seele. Wenn auch etwas arg einfach.
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Bewertungen
La horde
- Score [BETA]: 63
- f3a.net: 6.3/10 51
- IMDb: 6.2/10