s The Horsemen (2009) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews The Horsemen

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Reviewer

CineManiaX * 1.5

Geschenktem Gaul schaut man nicht ins Maul...

...aber wenn man Eintritt bezahlt hat, dann schon.

Was für ein lahmer und langweiliger Streifen mit weniger Höhepunkten als das Leben einer Nonne. Und um noch einen dummen Wortwitz zu platzieren: Das Programmheft führt mit seinen vollmundigen Vergleichen natürlich auf eine ganz falsche Pferde.

Als der Name "Michael Bay" im Vorspann aufflackert, war ich ja schon darauf gefasst, dass es nicht das im Programmheft versprochene Highlight wird, aber wie inkonsequent und klischeehaft "Horsemen" angaloppiert kommt, lässt stellenweise schon fast eine Satire vermuten. Kein Klischee wird ausgelassen und sobald der Film versucht, Mitgefühl mit den gänzlich oberflächlich geratenen und unsympathischen Charakteren zu erwecken, hängt der ganze graue Himmel voller Geigen und das Klavier fällt direkt aufs Trommfell.

Die Story ist so dermaßen langweilig und absurd, dass die ganzen Logiklöcher gar nicht mehr auffallen: Das siebenjährige Kind des Protagonisten schaut sich kurz ein Tatortfoto an und liefert eine Sekunde später den entscheidenden Hinweis. Denn im Jahr 2009 werden natürlich metergroße Botschaften, die am Tatort hinterlassen werden, in keiner Weise durch diverse Datenbanken gejagt - da muss erst daheim in der Bibel geschaut werden. Generell arbeiten aber ohnehin nur zwei Polizisten an diesem Serienkillerfall und ab und an noch eine dritte Person, die dann als Stichwortgeber herhalten darf.

Generell torkelt der Protagonist durch die Handlung, ohne irgendeinen Einfluss auf die Entwicklung nehmen zu können. Wenn darin ein ebenso subtiler Seitenhieb auf die heutige Gesellschaft enthalten ist wie in der ganzen Handlung bzw. Auflösung, dann gebührt dem Regisseur ein ganz und gar nicht subtiler Frontalhieb ins Gesicht.

Sehr ärgerlicher und dummer Film und eine Frechheit, damit die Fantasyfilmfest Nights zu eröffnen. Andererseits kann es jetzt nur noch besser werden.

glotzte im Cinemaxx 7, Berlin

Lovecraft * 6.0

Wo laufen sie denn?

Ein neuer Thriller soll her, Chef? Die sieben Todsünden hatten wir schon? Hmm, Hören sich die "vier apokalyptischen Reiter" nicht auch horribel an?

Letztlich kriegt der gespannte Zuschauer dann doch wieder nur einen größtenteils arg konventionell anmutenden Thriller vorgesetzt: Hier eine Prise "Sieben", da eine Messerspitze "WAZ" und letztlich schmecken wir das Ganze noch mit einem Schuß "The Cell" ab: Lecker, oder?

Schade, dass "The Horesmen" sich auf derart ausgetretenen Pfaden bewegt, wobei die Auflösung gar nicht so unoriginell ist. Letztlich verschenkt der Streifen an dieser Stelle aber auch erhebliches Potential, wenn das Ende, das den Zuschauer mit etwas mehr Mut durchaus verstören könnte, letztlich ziemlich abrupt und süßlich ausfällt. Ach ja, hatten die Täter nicht eigentlich einen Plan mit globalen Dimensionen? Das hätte nochmals spannend werden können, leider wird dieser Aspekt vom Drehbuch genau so schnell wieder fallen gelassen, wie er angesprochen wurde, ärgerlich!

Handwerklich ist "The Horsemen" sehr ordentlich ausgefallen, Kamera und Soundtrack überzeugen rundum, und die Bilder sind nett anzusehen. Bei den Darstellern kann sich eigentlich nur Dennis Quaid (ganz schön alt und rundlich geworden) profilieren, der Rest ist eher Mittelmaß. Augenscheinlich ist den Machern irgendwann das Budget ausgegangen, anders ist nicht zu erklären, dass der immer großartige Peter Stormare nur für 2-3 kurze Szenen auftaucht...

war im Cinemaxx 7, Berlin

Timo * 6.0

Come and See

Sobald im Vorspann der Name Michael Bay auftaucht, weiß der Zuschauer eigentlich schon wo es hingeht. In bester "neuer" Hollywoodmanier wird es duster und blutig - seit SIEBEN und RESURRECTION führt hier kein Weg dran vorbei. Erstaunt ist man dann aber doch über den etwas gewöhnungsbedürftigen Cast, der nichtsdestotrotz sehr gut in die jeweiligen Rollen passt: Dennis Quaid, Ziyi Zhang, Lou Taylor Pucci und Eric Balfour geben zusammen ein stimmiges Bild ab. Der Thriller ist spannend und ja, auch recht clever. Man kennt eben vieles schon aus ähnlichen Filmen. Einziger wirklicher Kritikpunkt bleibt für mich das Ende. Hier schießt der Film deutlich übers Ziel hinaus, bleibt seiner Linie nicht treu und rutscht sogar ein wenig ins Lächerliche ab. Schade, hätte mehr werden können.

verweste im Metropolis 6, Frankfurt

D.S. * 5.0

Mittelmaß-Apokalypse

Das Standardwerk der Mythen und Binsenweisheiten, die "Bibel", diente ja schon als Inspirationsquelle für unzählige Geschichten - denen wir dann grandiose ("Seven") bis grauenhafte ("Revelation") Filmerlebnisse zu verdanken hatten. "The Horsemen" liegt irgendwo dazwischen, ziemlich genau dazwischen sogar: ein Film, für den das Wort Durchschnitt wie erfunden wirkt.

Ebenso ein Mystery-Crime-Thriller wie die genannten, fehlt es ihm an allen Ecken an Charisma, Originalität und Konsequenz, um aus dem Wust herauszustechen. Dabei sind gute Ansätze ja nicht zu leugnen: stellenweise durchaus düstere Atmosphäre macht die Storyeröffnung zumindest leidlich interessant. Und als sich unserem Protagonisten, dem Cop Breslin (sehr routiniert: Dennis Quaid), das titelgebende Muster hinter einer Serie grausamer Verstümmelungen erschließt, zieht vorübergehend sogar etwas wie apokalyptische Spannung ins Geschehen ein.

Leider weckt das viel zu hohe Erwartungen - und währt zudem nur kurz. Denn schnell wird klar, dass in "The Horsemen" einfach nicht allzuviel passiert. Die Ermittlungsarbeit zieht sich, kommt nicht voran, und dann stecken wir auch schon wieder in einem Sumpf persönlicher Beziehungen, Erfahrungen, vergangener Wunden unserer Hauptdarsteller. Der alles Mystische schnell an der Luft des Profanen vertrocknen lässt.

In Sachen Überraschungen bekommen wir auch ansonsten nicht viel geboten, und schlußendlich entpuppt sich "The Horsemen" leider als kaum mehr als dein religiös angehauchter Belanglos-Thriller von nebenan, der über ein biblisches Motiv versucht, sich Zugang zu Fincher-Sphären zu erschleichen - aufgrund mangelnder Schock- und Emotional-Berührungs-Accessoires jedoch jämmerlich an der Türschwelle verendet.

Läuft bestimmt bald auf RTL 2, aber nicht in meinem DVD-Player. Dafür schleppt er sich über weite Strecken einfach viel zu unspektakulär dahin und verschenkt zu viel von dem Potential, das der apokalyptische Storyhintergrund eigentlich bietet. Deshalb nur 5 von 10 Punkten.

war im Cinedom 9, Köln

FFFler S * 4.5

Dieser Review enthält SPOILER!

Come and see ... better not

Bin ehrlich gesagt schon ziemlich enttäuscht ... vor allen Dingen von Regisseur Jonas Akerlund. Hat er in Spun noch durch seine abgefahrene Regie glänzen können, wirkt dieser Film wie ein Standardthriller vom Reißbrett. Die Geschichte an sich (eine Kopie von Se7en oder Resurrection) beginnt zunächst ganz ordentlich, plätschert jedoch ziemlich gemächlich und ereignislos dahin... bis zu einer Szene nach gut 40 Minuten, die mich wirklich überraschen konnte. Da war die Spannung wieder voll da (auch dank der Art der Präsentation), doch konnte sie sich nicht wirklich lange halten, und zur Auflösung verliere ich lieber gar nicht erst groß Worte; das war mies und extremst vorhersehbar. Darstellerisch gibt das Ganze trotz bekannter Namen recht wenig her, so hab ich Quaid schon lang nicht mehr so unmotiviert und unterfordert gesehen und auch einige andere gute Darsteller verkommen in Minimalstrollen. Das Highlight des Filmes ist für mich eindeutig Zhang Ziyi, die zumindest in der OV ein herrliches Spiel abliefert und mir in ihren viel zu wenigen Szenen den Film einigermaßen ins untere Mittelmaß retten konnte. Eher schlecht als recht, sogar für einen Genrefan wie mich.

JimPanse * 3.0

Warum, Herr Akerlund, warum nur?

staunte im Cinemaxx 3, Hamburg

38 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

The Horsemen
  • Score [BETA]: 54
  • f3a.net: 5/10 38
  • IMDb: 5.8/10
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-09-20 03:00

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