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Review Howl

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Wolves on a Train
von D.S.

Solider, insgesamt relativ klassischer Werwolf-Horror, dessen Monster allerdings teilweise eher nach Ogern oder gar Walddämonen als nach Wolfsmenschen aussehen und für deren Eliminierung man auch nicht unbedingt Silberkugeln braucht.

Er verlegt seine Handlung in einen Zug, der nachts bei Vollmond ein paar Meilen vor der Endstation östlich von London mitten im Wald zum Stehen kommt. Die beengte Umgebung, die späte Uhrzeit, die Ungewissheit, was passiert ist und wann es endlich weitergeht: kein Wunder, dass die Anspannung unter den wenigen übriggebliebenen Passagieren wächst und schließlich in offenen Konflikten eskaliert. Vor allem, da der Fahrer des Zuges verschwunden ist – und man sich auf engstem Raum plötzlich Attacken von Wesen mit übernatürlichen Kräften ausgesetzt sieht...

HOWL setzt seine recht ausweglose Bedrohungssituation gut in Szene, die hässlichen, aber durchaus angsteinflößend wirkenden Werwölfe sind als mörderische Gefahr ernst zu nehmen, das Tempo des Films ist einigermaßen hoch. Dass er sich nicht zwanghaft um großartige Storyinnovationen bemüht, ist ihm auch nicht anzukreiden – dieses Genre ist ja heutzutage nicht gerade überflutet mit Beiträgen, die ihr Sujet und seine archaische Kraft ohne viele Sperenzchen straight ausspielen.

Problematisch finde ich dagegen, dass die Auseinandersetzungen zwischen den zumeist recht unsympathisch gezeichneten Fahrgästen so viel Raum einnehmen. Zeitweise fühlt man sich glatt wie in einer schlechten Soap Opera mit nervenden, herumkeifenden, uninteressanten Klischee-Protagonisten. Hinzu kommt dann noch eine „totaler Loser wird zum Helden“-Story, die in jeder Hinsicht maximal vorhersehbar ist.

Insofern bin ich von HOWL nicht begeistert, sondern ziemlich zwiegespalten. Fürs Werwolf-unterversorgte Herz insgesamt aber doch zu gebrauchen – und damit knappe 6 Punkte wert. Von einem neuen DOG SOLDIERS jedoch trotz Cameos von Sean Pertwee leider weit entfernt.

war im Cinestar, Frankfurt

53 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Howl
  • Score [BETA]: 52
  • f3a.net: 5.2/10 53
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-01-18 18:51

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