s The Human Centipede (First Sequence) (2009) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews The Human Centipede (First Sequence)

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Reviewer

Tweek * 2.5

Kurz belichtet:
Ich hatte kurz überlegt, nachdrücklich vor diesem Film zu warnen, aber das wäre der Ehre zu viel. Bereits im Vorfeld wurde ihm der Status des Verbotenen, Krassen und Verruchten zu Teil, den er einfach nicht verdient. Denn dieses Stück lohnt weder Zeit noch Geld. Ja, die Grundidee ist ziemlich krank und abstoßend, wenig überraschend stammt sie aus Japan - klar, wo die erfundene Idee der Vermarktung von Bonsai-Katzen bei einer bestimmten Klientel gut ankam, hat auch ein menschlicher Hundertfüßler Platz. Aber muss echt jeder Scheiß, zumal wenn mit menschenverachtenden Ansätzen versehen, filmisch aufbereitet werden? Ich denke nicht. Wer aber nun in "Human Centipede" nach ausufernder graphischer Gewaltdarstellung sucht, wird genauso enttäuscht wie Liebhaber phantasievoller durchgeknallter Mad-Scientist-Streifen, es mangelt offensichtlich an Budget, Talent und Ideen. Der Plot ist dürftig und eigentlich in 30 Minuten abgehandelt; immerhin sind die Darsteller in ihren Bemühungen für einige müde Lacher gut. Dass sich das ganze trotzdem spannungslos über 1 ½ Stunden zieht, ist die eigentliche Qual. Warum eine Fortsetzung in Planung ist, erschließt sich mir genauso wenig wie die Tatsache, dass der Film einige Preise ergattern konnte. Bei der Fußball-WM haben die Niederländer positiv überrascht, mit "Human Centipede" schießen sie sich ins filmische Abseits.
Fazit: For Sickos only! Bietet eigentlich nichts für irgendjemanden. Und sollte erst recht nicht mit einer Präsentation auf großer Leinwand geehrt werden. Trotzdem werden die Ungläubigen sich den Film anschauen...

D.S. * 3.0

Für die Katz (bzw. den Hund).

Ein alternder Ex-Chirurg, der sich über Jahrzehnte den Ruf einer Koryphäe im Trennen von Siamesischen Zwillinge erarbeitet hat, will den Spieß umdrehen und seinen Traum verwirklichen: Menschen zusammenfügen. Zu einem menschlichen Tausend- oder zumindest Mehrfüßler. Als zwei junge New Yorkerinnen auf Euro-Trip sich nach einer Reifenpanne in den tiefen Wäldern Nordrhein-Westfalens (...) verirren und an seiner Haustür im Hinterland von Mettmann klingeln, sieht er seine Chance gekommen.

Klingt sick, bizarr, bescheuert. Ist aber leider, ähm, ziemlich langweilig. Gorehounds sollten sich jedenfalls definitiv nach einem anderen Film umsehen, denn "Human Centipede" bleibt erstaunlich brav und blutleer: wenn man mal von der perversen Grundidee und einer kleinen OP-Szene nach 45 Minuten absieht, gibt es hier nicht viel Schockierendes zu bewundern. Wohl aber manch unfreiwillig Komisches (ein berlinernder Asi in Feinripp im alten Benz mit Kölner Kennzeichen, sich selbst wieder auffüllende Wassergläser, ein alter deutscher rosa Führerschein im Besitz amerikanischer Touristinnen und vieles mehr...).

Auch das Overacting der maximal mäßig talentierten Schauspieler verleitet bestenfalls zum Schmunzeln und würde jede kranke Atmosphäre zerstören, so denn eine da wäre. Hat man aber einmal das zugegeben schräge Handlungsmotiv der Hauptfigur verdaut, kommt da einfach fast nichts mehr nach, was dem Film irgendeine Daseinsberechtigung verleihen würde. Zu einfalls- und erst recht höhepunktlos in der Storyfortführung und viel zu beliebig inszeniert, verbleibt "Human Centipede" leider auf dem Status "nette Idee, nichts draus gemacht". Kann man sich getrost schenken, ist letztendlich absolut nicht der Rede wert. Es sei denn vielleicht, man ist arg analfixiert. 3 von 10 Punkten.

Timo * 7.0

Lach- & Sachgeschichten

Insgesamt ist THE HUMAN CENTIPEDE sicher nicht das, was man nach dem Internetsturm von Meldungen erwartet hat. Dennoch bin ich sehr zufrieden mit dem Resultat. THE HUMAN CENTIPEDE ist so gar nicht HOSTEL. Um genau zu sein ist er nicht mal ein Horrorfilm, sondern eher eine rabenschwarze Komödie über verzogene Schönheitsideale. Der Film nimmt sich selbst so unglaublich ernst, dass viele der Szenen einfach zum Brüllen komisch sind. An der Leistung von Dieter Laser wird dieses Jahr nur sehr wenig vorbei kommen. Sein Udo-Kier-Gedächtnis-Acting ist der eigentliche Star des Films. THE HUMAN CENTIPEDE ist ein echter Partyklopfer, wenn man ihn in der richtigen Runde schaut.

Kenshin * 3.5

Der Deutsche isses

Betrachtet man The Human Centipede ganz nüchtern, was man eigentlich tunlichst lassen sollte, dann ist der Film eigentlich nicht wirklich gut.
Wirklich innovativ ist nur die Idee, aber ob man das mögen kann oder gar sollte, muss jedem selbst überlassen werden.

Angeheitert betrachtet, ist der Film eigentlich das pure Vergnügen. Daher kriegt der auch eher keine gute Bewertung, weil er auf eine gewisse Art und Weise eine Art Comedy ist, auch wenn er es nicht sein will. Aber die unfreiwillig komödiantischen Dialoge und Szenen und diverse Logikfehler versprühen nicht den benötigten Grad der Ernsthaftigkeit.

Fäkalhumor mal anders. Wie schon ein Vorposter es erwähnt hat: mehr Partyfilm mit entsprechenden Leuten statt ernstzunehmender Shit.
Und es ist wieder mal der Deutsche. ^^
Immerhin gut gespielt.

FFFler * 7.0

SIE NEHMEN JETZT DAS GLAS UND TRINKEN ES AUS!!!

Objektiv gesehen ist dieser Film sicherlich alles andere als gut, aber er macht doch irgendwie unglaublich Spaß. Kurz zur Story: Zwei US-Mädels haben auf ihrem Deutschlandurlaub eine Reifenpanne mitten im Wald und suchen Hilfe bei Dr. Heiter, der jedoch ganz andere Pläne mit ihnen hat: Sein größter Traum ist es, eine Art menschlichen Tausendfüßler zu basteln, und so ist es natürlich praktisch, dass die Mädels reinschneien und er mit seinem Vorhaben beginnen kann. Das hört sich total bescheuert an, ist es auch, aber dank einer Trumpfkarte kann das Ganze hervorragend unterhalten: Dieter Laser gibt nämlich eine abgefahrene Tour de Force ab, spielt den verrückten Arzt mit einer Inbrunst und einem Overacting, das seinesgleichen sucht. Dabei merkt man aber auch in jeder Sekunde, dass dies nicht unfreiwillig war und bewusst so over the Top angelegt wurde. Ich glaube zudem, dass der Film gerade Deutschen ein ganzes Stück besser gefallen dürfte, ist es doch aberwitzig, wenn Heiter seine Fluchtiraden in deutscher Sprache loslässt. Dürfte sicherlich nicht jedem zusagen, aber in der OV gerade für Trashfans sehr unterhaltsam. Bin jedenfalls jetzt schon auf die Fortsetzung gespannt ... auch wenn ich aufgrund einer Handlungsentwicklung innerhalb dieses Filmes glaube, dass diese nicht halb so unterhaltsam sein wird.

verweste im Cinestar 7, Berlin

johnsfilm * 2.5

Doktorspielchen oder: haben "wir" heute schon Stuhlgang gehabt?

Die üble Stammtischidee, Kinderschänder damit zu bestrafen, daß sie an den Hintern eines ekligen Truckerfahrers genäht werden, dient Regisseur Tom Six als Grundidee für seinen Film. Mad surgeon Dr. nazi-deutsch Heiter erklärt den 3 Opfern seine Vorstellung vom "Menschlichen Tausendfüßler" und setzt es medizinisch korrekt, Mund-an-After-nähend, um. Das eigentlich Bestürzende an dieser "aus 3 mach 1"-Groteske ist, die so entstandene entsetzliche Erniedrigung der Opfer mitansehen zu müssen. Verstümmelt, jeglicher Würde beraubt, scheinen sie dem Arzt vollends ausgeliefert. Zuschauergelächter als Befreiung, das einem genauso im Halse steckenbleiben mag, wie Endauscheidungsprodukte dem Mittel- und Hinterfüssler. Nicht auszudenken, welche Wirkung dieses Midnight-Nasty in Verbindung mit ernsthaften schauspielerischen Leistungen entfaltet hätte.
So bleibt's bei Film-Durchfall.

Danielaf68 * 6.5

Krank und unterhaltsam

Human Centipede spielt in Berlin-Grunewald unweit der Avus und hat mich durchaus amüsiert.
Unabhängig von 2-3 Logikpannen und dem teilweise bescheidenen schauspielerischen Talent der Darsteller kann der Film absolut überzeugen.

Überragend: Hauptdarsteller Dr. Heiter mit seiner völlig überspielten Bösartigkeit bis zum Maximum. Ebenfalls gut: Der hysterische, fluchende Japaner.

Worum geht es: 2 US-Mädels touren durch Europa. In Berlin haltmachend, sie sie eines abends auf dem Weg von ihrem Hotel in den Berliner Club "Bunker". Im Grunewald verfahren sie sich und haben dann eine Reifenpanne. Hilfesuchend erreichen sie die Villa des Ex-Chirurgen Dr. Heiter. Der freut sich über die beiden und näht sie - gemeinsam mit einem japanischen Touristen - flugs zu einem menschlichen Tausendfüßer zusammen.

Die Story ist krank, pervers und grenzüberschreitend und hätte auch in 45 Minuten abgedreht werden können. Der Film verzichtet weitestgehend auf Gore-Szenen und lebt von der überspielten Bösartigkeit von Dr. Heiter, der es sich auch im Original nicht nehmen lässt, auf Deutsch zu fluchen. Der Film nimmt sich selbst leider etwas zu ernst - wer dies beim Gucken aber nicht tut, hat durchaus unterhaltsamen Spaß.
Mir persönlich hat das Ende allerdings nicht gefallen. Es soll einen 2. Teil geben - ich befürchte allerdings, dass dieser nicht an Teil 1 herankommen wird.

Athanasios Mazarakis S * 2.0

Dieser Review enthält SPOILER!

Och noe

Viel kann ich da eigentlich nicht mehr hinzufügen. Bin leider nicht die angesprochene Sicko-Zielgruppe. Und obwohl ich die Idee "charmant" finde, ist es doch irgendwie in den Gulli gerauscht.

Zu krank, zu langweilig stellenweise und irgendwie nicht so meins. Und das Ende... nunja. Ganz nett. Aber wie man daraus ne zweite Sequenz drehen will, ist mir schleierhaft. Und muss eigentlich auch nicht sein. Alle sind tot, dabei kann man es auch belassen. Bitte.

Francis S * 1.0

Dieser Review enthält SPOILER!

Gurke

Was für eine Gurke von Film! Auwei.
Als ich den Trailer gesehen habe, dachte ich 'was für eine kranke Idee, den muss ich sehen'. Und genau für diese Idee gibt es auch einen Trostpunkt. Aber der Rest - oh man.
Zwei Amerikanerinnen machen Urlaub in Europa und sind gerade in Deutschland. Auf dem Weg zu einem Dance Club verfahren sie sich und haben auch noch einen Platten. Auf der Suche nach Hilfe latschen sie natürlich mitten durch den Wald und treffen auf das Haus von unserem äußerst sympathisch ausschauenden Doktor. Super geiler Zufall, denkt der sich, lässt die Mädels rein und schwupps wachen diese festgeschnürt in Krankenbetten im Keller auf.
Was er mit ihnen vorhat, erklärt er dann in einer netten "Polylux"-Präsentation. Aneinandergenäht - vorn und hinten -, sollen die zwei zusammen mit einem ebenfalls entführten Japaner einen menschlichen Tausendzwölffüßler abgeben.
Viele Szenen im Film sind nicht logisch: drei Personen - im Keller aneinandergenäht - erwachen im Erdgeschoss? - ja, hat unser Doktor Superheld-Kräfte und hat die fix nach oben getragen? Später hat unser Dreigespann mächtig Mühe, die Treppe raufzukommen. Wie zum Henker trinken denn eigentlich die beiden letzten der menschlichen Hydra? Ach, f**k, keine Ahnung.
Und dann die beiden Bullen - also, dämlichere Dialoge kann man nicht verfassen, auswendig lernen und aufsagen.
Hätte ich mal die FFF-Programmheft-Beschreibung gelesen und nicht nach dem Trailer entschieden, ich hätte es mir gut ersparen können.

Erstveröffentlichung

war im Cinestar 7, Berlin

lexx * 5.0

Krank-O-Mat

Klar, der Film bietet kaum Gore und schon gar keinen Splatter, warum dies aber zwingend eine Daseinsberechtigung haben muss, erschließt sich mir nicht ganz. Der Film ist krank, sehr krank und man stellt sich schon die Frage, welche Schauspieler sich freiwillig für so einen Schinken hergeben. Wer klebt schon gerne den halben Film lang am Arsch des anderen und murmelt irgendwelche Heullaute von sich? Mit diesen Schauspielern kannst Du wahrscheinlich jeden noch so kranken Film abdrehen.
Etwas verwunderlich ist es, dass Niederländer gemeinsam mit Briten einen Film über ach so kranke Deutsche drehen, ist da noch ein Hintergedanke dabei oder bin ich jetzt zu sehr der Fußball-Rivalität aufgesetzt?
Ja, man hätte den Film in 40 Minuten abdrehen können, wer aber auf so krankes Zeug steht und vielleicht auch seinen Status als Psycho unter seinen Freunden untermauern möchte, bitte schön - volle Breitseite!

glorrk * 9.0

Einstellungssache.

Human Centipede - ein leicht cholerischer ehemaliger Chirurg näht in seinem abgelegenen Haus drei Menschen zu einem menschlichen Hundertfüßler (fast halt) zusammen.

Wie man den Film nun bewertet ist wohl auch Einstellungssache, ob man aus dieser kranken Grundidee denn einen Horrorfilm drehen kann bzw. sollte.

Der Film zeigt schnell die Rollenverteilung: der böse kranke deutsche Chirurg und die amerikanischen It-Girls auf der anderen Seite, die unbedarft in die Katastrophe geraten. Und hier kommt ein ganz großer Pluspunkt: das unglaubliche, bitterernste Overacting von Dieter Laser, das dem Film eine ganz spezielle Mischung aus morbidem, krankem Humor verleiht. Die Darstellerinnen der Frauen sind gut, aber reichen nicht an ersteren ran.

Der Film baut eine gute Spannung auf, man beginnt mit den Darstellern mitzuleiden und eine gewisse Fassungslosigkeit baut sich auf. Man wird jedoch - wenn die Grundeinstellung, siehe ganz oben, vorhanden ist - sehr gut unterhalten, so dass man am Ende des Filmes, wenn das Licht wieder angeht, mit einem fassungslosen Grinsen da sitzt und sich denkt, was für ein Sicko das wohl war, der sich diesen Film ausgedacht hat.

war im Cinema, München

Rohrkrepierer * 7.5

Heitermachen

Dieter Laser ist Doktor Heiter! Dieter Laser trägt diesen Film, der nicht annähernd das ist, was viele von ihm erwartet hatten. Er überschreitet nicht die Grenzen des guten Geschmacks, er zeigt nichts, was wir so noch niemals gesehen hätten und er ist auch nicht eklig. Es ist alles in den Köpfen der Zuschauer.
Klar ist HUMAN CENTIPEDE eigentlich nur unterer Durchschnitt, aber er ist so sympathisch und liebevoll gemacht, er verschleiert seine Unzulänglichkeiten keine Minute und er hat einen absolut übertrieben agierenden Dieter Laser!
Für den deutschsprachigen Zuschauer ist HUMAN CENTIPEDE sicher noch eine ganze Ecke lustiger, als für den Rest der Welt. Und lustig ist dieser Film einfach. Es gibt Szenen, die gar nicht so witzig anmuten, aber dann vielleicht aus blankem Kalkül, wahrscheinlicher aus Unfähigkeit der Macher heraus, brüllend komisch sind.
Und wenn es einmal eine Sonderedition dieses Machwerks geben sollte in einer blauen Grabsteinbox mit der Aufschrift "mein lieber 3-Hund", dann wird die auch gekauft und mit Würde ganz vorne ins Regal gestellt!

war im Cinecitta' 3, Nürnberg

Bassprofessor * 7.0

Ein wunderbar absurder B-Film und ein moderner Eintrag ins Weird-Scientist-Genre.

Der Plot könnte dümmer nicht sein und die zwei Darstellerinnen nicht klischeehafter. And that's a good thing!! Angeführt von einem überragend verrückten Dieter Laser, dessen One-Man-Show schon alleine jedes Ansehen rechtfertigt, entfaltet der absurde Plot seine ganze Wirkung. Dieser und die unglaublich überzeichneten Charaktere lassen tatsächlich B-Movie Flair aufkommen.

Jedoch wirkt die Aufmachung des Filmes zu glatt. Zu wenig Gore, zu wenig nacktes Fleisch, zu wenig Schmutz können die schmutzige Idee des Drehbuchs leider nicht auf die Leinwand übertragen. Man bekommt oftmals das Gefühl, Brian Yuzna hätte ein Drehbuch für "Tatort" schreiben dürfen.

Alles in einem, schweren Herzens schon befriedigend.

war im Cinecitta' 3, Nürnberg

41 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

The Human Centipede (First Sequence)
  • Score [BETA]: 52
  • f3a.net: 5.2/10 41
  • IMDb: 5.2/10
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2019-12-08 11:16

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