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Review Hyena

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Police Corruption aka „Michael, Michael get in too deep“.
von meiklsan

Willkommen im Sumpf der scheinbar realen Londoner Unterwelt.

Zum Thema Police Gangster Crime aus UK gibt es am hiesigen Film-Markt ja wirklich ausreichend Filmfutter und es wird auch ständig fleißig für Nachschub gesorgt. Man könnte fast meinen, die britische Filmindustrie müsste auf diese Weise kontinuierlich ihre dunkle Seite cineastisch auf- und verarbeiten und kennt kaum andere Themen?

Insofern ist das Thema altbekannt, der London-Cockney-Slang wie immer schwer zu verstehen und die wunderbar brutalen „Hackfressen“ immer gern gesehen.

Aber mit Hyena wird dem geneigten UK-Crime-Freund trotzdem eine wesentlich kreativere, frischere, unverblümte und ungeschönte Variante des altbekannten Stoffes präsentiert.

Ohne Satz und Komma wird man als Zuschauer direkt ins kalte britische Wasser bzw. in die Story geworfen und quasi für die gesamte Laufzeit des Films zum stillen, fast „dokumentarisch“ hilflosen Beobachter und „Zeugen“ verdonnert, der hier schier Unglaubliches miterleben muss!

Es dauert zu Beginn sicherlich eine gewisse Zeit, bis man genauso „deep inside“ ist wie unser Protagonist „Bad Lieutenant Michael“ und selbst auch Gut von Böse unterscheiden kann.
Denn „Gut“ verhält sich meistens auch wie „Böse“ und vice versa!
Die Grenzen sind also fließend.
Aber wenn man dann endlich den Zugang gefunden hat, fiebert man nur noch dem laufenden Geschehen hinterher und kann wirklich nur noch schwer loslassen! Dieser Film dürfte wirklich jeden Zuschauer gefangen nehmen und fesselt tatsächlich bis zur letzten Minute!

Zwischendurch wird ausgiebig gefeiert, gekokst und gesoffen bis Ultimo. Die hier gezeigten Koks-Exzesse der Police Officer sind wirklich „outstanding“, never seen before und in ihrer homophilen Darstellungsweise wirklich sehr überraschend und verwirrend!

Die extrem blutigen Gewalt-Exzesse kommen in ihrer Heftigkeit zwar nicht ganz unvorhersehbar daher und werden auch nicht gänzlich explizit dargestellt, dürften aber dem/der zartbesaiteten Zuschauer/in trotzdem sehr stark ins Mark fahren!?

Die Musik, der Score und auch die Optik sind im wahrsten Sinne des Wortes sehr einschneidend, 80ties-Style und erinnern manchmal sogar eher an einen italienischen Gallio, obwohl der Regisseur selbst behauptet, dass er sich an französischen Thrillern orientiert hätte!?
Dem kann ich aber irgendwie nicht zustimmen.

Auch wenn es durchwegs ein paar Längen im Film gibt, erachte ich diesen Film als absolut sehenswert und würde ihm jeden FFF-Fan als „Must See“ empfehlen!

45 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Hyena
  • Score [BETA]: 64
  • f3a.net: 6.3/10 45
  • IMDb: 6.2/10
  • Rotten Tomatoes: 75%
  • Metacritic: 56/100
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-01-21 23:38

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