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Review I Remember You

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Verzwickt und spannend
von Dr_Schaedel

Man muss schon ganz schön mitdenken, bei diesem kleinen, feinen Geisterfilm, der wie eine mögliche CSI:Rejkjavik- Episode beginnt, sich dann aber zu einer imposanten Schauermär auswächst. Ich gebe zu, manches wurde mir und meinen Begleitern erst im Gespräch beim anschließenden Burgeressen klar. Viele Fäden werden am Anfang ausgeworfen, dann aber auch konsequent und stimmig wieder eingeholt.

Die Machart von I REMEMBER YOU ist einwandfrei, sodass der Film den Zuschauer schnell hineinzieht. Allein das Setting, die karge, farblose, aber reizvolle Landschaft Islands, wo Mythen über Trolle und Elfen fest in der Kultur verwurzelt sind, macht es einem leicht, an spukhafte Existenzen und Wanderer zwischen der Welt der Toten und der Lebenden zu glauben. Dazu kommt, dass alles im Film nach und nach, aber schlüssig aufgeklärt wird. Viele persönliche Schicksale und tragische Begebenheiten münden in den Konflikt zwischen Mensch und Geist. Irgendwie leidet man mit allen Figuren des Films mit.

Kleine Wermutstropfen finden sich in den genreüblichen Eseleien der Dramatis personae (Himmel nochmal: In dunkle, fremde Eingänge geht man nie alleine und nicht ohne ausreichende Beleuchtung. Minimum: Baustrahler.) sowie im übertriebenen Sounddesign, das mehr als einmal die Sitzreihen zum Erbeben brachte. Wäre dabei gar nicht nötig gewesen, die Gänsehaut war ja schon vorhanden. Man wollte da wohl auf Nummer sicher gehen.

Aber ansonsten ein ernster, aber unterhaltsamer Gruselfilm mit Atmosphäre und guten Darstellern. Hat sich gelohnt.

guckte im Cinemaxx, München

48 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

I Remember You
  • Score [BETA]: 76
  • f3a.net: 7.5/10 48
  • IMDb: 7.7/10
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-07-12 02:20

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