s I Spit on Your Grave (2010) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews I Spit on Your Grave

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Reviewer

XhellbroX * 5.0

Generation Torture 2.0

Timo * 4.0

Tief im Walde...

In gewisser Weise vielleicht gar nicht schlecht, dass ich den Film jetzt und nicht erst auf den Fantasy Filmfest Nights 2011 gesehen habe. Den kann ich mir nämlich nun definitiv schenken. So recht verstehen kann ich die vielen positiven Meldungen zum Remake des Rape-and-Revenge-Klassikers aus dem Jahr 1978 allerdings nicht. Auf recht dümmliche Art und Weise wird dem Zuschauer hier versucht die übliche Portion Folterkino unter einem anderen Etikett anzudrehen: Wir bekommen die Vergewaltigung einer jungen Dame in aller Offenheit dargeboten, womit der Film in der zweiten Hälfte seine grauen, eintönigen und abgehetzten Splatterszenen rechtfertigt. Diese sind im übrigen komplett spannungsfrei, was den Umstand erschwert, dass auch die erste Hälfte keinerlei Intensität aufweist. (In Betracht der Grausamkeit und Härte fast schon wieder verwunderlich.) Wie der Film verläuft ist zu keiner Zeit ein Rätsel. Man muss das Original nicht gesehen haben um schon durch das Kinoplakat vorherzusehen, wo die Reise hingeht. Das alles sind die Gründe dafür, weshalb mich das Remake von I SPIT ON YOUR GRAVE unendlich gelangweilt hat. HOUSE OF THE DEVIL hat doch so schön aufgezeigt wie man auch heute noch einen richtig guten Genrefilm abliefert. So jedenfalls nicht. Von Logik und schauspielerischer Leistung fangen wir erst gar nicht an.

Erstveröffentlichung

D.S. * 5.5

Nasty Stuff

Das Original von 1978 ist einer der berüchtigtsten Rape and Revenge-Streifen überhaupt - allerdings auch gesegnet mit einer vollkommen antiklimaktischen Dramaturgie und Drehbuchidiotien, die einen heute nur noch den Kopf schütteln lassen. Zwar gelingt es ihm deshalb nie, ähnlich intensiv wie etwa LAST HOUSE ON THE LEFT zu wirken, seine fiesen Charaktere und die kranke Gesamtatmosphäre machen es dennoch zu etwas Besonderem.

Das Remake nun bedient, trotz seiner ausgeblichenen Farbgebung, natürlich die Sehgewohnheiten von heute und wartet darum unter anderem mit Drogengebrauch, Jump-Scares und deutlich mehr Gewalt auf. Das macht es allerdings nicht weniger unangenehm als das Original. Schließlich geht es nach wie vor um das epische Zelebrieren von Vergewaltigungen und Entwürdigungen... und die Rache des Opfers. Die hier aber dankenswerterweise um einiges heftiger ausfällt als in der Vorlage und glaubwürdiger exekutiert wird.

Zwar strahlt I SPIT ON YOUR GRAVE 2010 nicht ganz das sicke Flair des Films von Meir Zarchi aus, jegliches Lächeln vergeht einem angesichts der dargebotenen Grausamkeiten trotzdem nachhaltig.

Kein besonders guter Film, aber ein würdiges Remake, falls man das in einem solchen Fall überhaupt so sagen kann. Spannung ist dennoch was anderes.

Francis S * 2.0

Dieser Review enthält SPOILER!

der titel ist programm *rotz*

Wer auf torture porn steht, wird hier bestens bedient. Das dauert zwar eine Weile, aber am Ende kommt derjenige dann voll auf seine Kosten.
Eine junge Schriftstellerin bezieht ein abgelegenes Ferienhaus, um zu schreiben. Ein paar Rednecks aus dem nahegelegenen Ort wittern eine Möglichkeit, aus ihrem öden Alltag auszubrechen und "besuchen" sie. Warum die Jungs sie dann vergewaltigen bleibt völlig unklar. Dabei wirken sie so routiniert, als würden sie das mit allen Urlaubsgästen tun. Dafür stellen sie sich dann aber beim "Verwischen" der Spuren selten dämlich an. Der spätere Rachefeldzug der Gepeinigten ist fast widerlich anzusehen. Und die Typen lassen das tumb über sich ergehen.

Irgendwie ist alles an dem Film ein bisschen stumpfsinnig.

Erstveröffentlichung

war im Cinestar 7, Berlin

MarxBrother81 * 3.0

Schlecht ist nicht alles

Es ist nicht alles Gold was glänzt.
Schon gar nicht im Remake - Wahn der filmenden Amerikaner!
Die glauben aus einem B-Movie ein glänzendes Stück A-Scheisse zu machen, und tun es einfach auch.
Ein hübsche, mittelmässige Schauspielerin die in der zweiten Hälfte zu einem brutalen Tier mutiert dabei aber nur lächerlich wirkt, so etwas habe ich so noch nicht gesehen.
Da wird drei bulligen Männern der Garaus gemacht, als würde das zierliche Girlie dauernd solche Geschichten machen, nach anstehenden Vergewaltigungen.
Meine: sie würde dauernd vergewaltigt, weil sonst wäre sie wohl nie so powerful.
Die Geschichte war damals schon dünn, aber auch jetzt, 2010, passt sie auf magere 2 Seiten Papier.
Wer solche Filme mag, sei gewarnt: Torture Porn hin oder her, SAW ist eine ganz andere Klasse als dieser Müll hier.

Ostberlinpunk * 2.0

Gähn...

Extreme Gewaltorgien sorgen ganz bestimmt nicht für einen guten Film wenn die Darsteller (inklusive der Hauptdarstellerin) dermaßen unmotiviert, lustlos und talentfrei durch die dünne Kulisse und ein anscheinend nicht vorhandenes Drehbuch stolpern. Zuerst dachte ich da in der ersten halben Stunde absolut "nichts" passiert das sei so eine Art Filmsprache, aber die anschließend dargebotenen Grausamkeiten und Racheakte (so schlimm beides auch ist) lassen einen merkwürdig kalt zurück. Es wirkt so als hätte jemand versucht den krassesten Gore-Schocker aller Zeiten zu drehen und sich dermaßen auf die Gewaltdarstellungen konzentriert das er dabei sämtliches Handwerk was zur Filmkunst gehört vergessen hat...oder generell keine Ahnung davon hat.
Ich bin nicht grundsätzlich "gegen" Remakes eingestellt wie viele Leute und finde das von "Mother´s Day" grandios (nur als Beispiel) aber "I spit on your grave" empfand ich als Mist.

Leimbacher-Mario * 7.5

Zweiter Frühling für Rape ’n’ Revenge

Wie das Kannibalen-Subgenre, welches trotz Green Inferno aber noch nicht wieder so richtig Fahrt aufgenommen hat, erlebt die Richtung Rape ’n’ Revenge seit ein paar Jahren eine Renaissance... mit meist eher schlechten als rechten Remakes & Sequels. Und hier ist der Grund: das stylische, coole & erbarmungslose "I Spit On Your Grave"-Remake. Aber das ist eigentlich auch schon alles, was man als Horror-Fan diesem einfallsreichen Blutbad ankreiden kann - seine Nachkommen. Wobei das direkte Sequel noch eines der besseren Exemplare ist.

Die Geschichte ist schnell niedergeschrieben: Eine hübsche Schriftstellerin nimmt sich eine Auszeit in einem abseits gelegenen Ferienhaus. Doch in der Kleinstadt voller Hillbillys (& leider auch Klischees) bleibt die hübsche Frau natürlich nicht lange unbeachtet & leider auch alles andere als unbefleckt... Aber wie durch ein Wunder entkommt sie dem Martyrium lebend & rächt sich nun nach & nach bei ihren Peinigern. Wortwörtlich Auge um Auge, Ohr um Ohr, Arsch um Arsch.

Die Hochglanzoptik & die top Produktion hat mich oft an das noch bessere Evil-Dead-Remake erinnert - mit dem man absolut gerne in eine Schublade gesteckt werden sollte. Dazu lässt der Film mit seinen diabolischen Hinterwäldlern, gutem Schauspiel, ein paar ausgeklügelten, visuell schockierenden Kills & einer der härtesten Vergewaltigungsszenen der A-Produktionsgeschichte das Genreherz vor lauter adrenalintreibendem Terror höherschlagen. Neu ist das Ganze aber, wie gesagt, bei Weitem nicht, nur so hart & auf Glanz poliert hat man es selten gesehen. Vielleicht übertrifft das hübsche Remake hier sogar das mittelmäßige, aber noch berüchtigtere Original. Und der Rachefeldzug ist sogar als übernatürliche Aktion deutbar, was auch seinen Reiz hat. Plus, die Hauptdarstellerin ist sehr heiß, obwohl bei dem abartigen Treiben natürlich jegliche Art von Erotik flötengeht. Mitleiden & dann in Rache schwelgen fällt so aber natürlich leichter. Wären da nicht Klischees galore, ein überflüssiger, zurückgebliebener Charakter & eine Geschichte ohne Wendungen oder Überraschungen, wäre die Wertung sicher noch höher. Muss man aber natürlich mögen, ein Faible für Horror, Brutalität & Perversitäten haben - nicht wenige bezeichnen sowas auch als abartigen Trash...

Fazit: gutes Remake, harter Stoff, aufs Wesentliche reduziert.

38 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

I Spit on Your Grave
  • Score [BETA]: 60
  • f3a.net: 5.6/10 38
  • IMDb: 6.3/10
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-12-03 02:36

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