s Immortel (ad vitam) (2004) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Immortel (ad vitam)

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Reviewer

Felix Schweiger * 7.5

Echtes und Nachgemachtes

New York 2095. Die plötzlich aufgetauchte schwebende Pyramide bringt Horus, der nur noch 7 Tage am Leben sein wird. So macht sich der sterbende Gott auf in den Moloch wo sich sein Schicksal mit dem einer Mutantin und einem wieder Aufgetauten kreuzen wird.

Eingebettet in phantastische Bilder erleben wir eine Teils unglaubliche, Teils aber auch banale Geschichte. Komplett vor Blue-Screen gefilmt kommt viel, auch Figuren, aus dem Rechner, leider auch Dinge, die konventionell sicherlich besser funktionieren würden. Und auch umgekehrt Dinge, die wohl besser im Rechner aufgehoben wären. Egal, man geht mit dem Fluss, lacht über so manch hölzernen Dialog und genießt die (nicht immer so ganz perfekte) Bilderflut.

Fazit: Visuell anprechender SF-Fantasy-Film mit kleinen Schönheitsfehlern die man aber gern verzeiht.

war im Cinema, München

Parzival * 3.5

Was soll man da sagen: Ein rappelvolles Kino; Erwartungen bis zum Anschlag an den einzigen richtigen Sci-Fi-Film des Wettbewerbs und dann das: 100 Minuten Tristesse pur; der schlechteste Film, den ich beim FFF 2004 gesehen habe. Warum: Ein einziges Plagiat aus dem Fünften Element (samt Space Taxis und unbekannter Schönen, an der die Rettung der Welt liegt) und dem Blade Runner. Holprige Dramaturgie, viel Unverständliches (man muss wohl die Comic-Vorlage kennen), schlechte reale Schauspieler; besonders peinlich ist hier leider Thomas Kretschmann; mehr Lustlosigkeit geht nicht. Das einzige, was erträglich ist, ist die Ausstattung und der unfreiwillig komische Ägypten-Gott Horus. Ansonsten, gerade bei den Voraussetzungen (dickes Budget etc.) eine gewaltige Enttäuschung; das Sci-Fi-Genre ist leider am Boden !

war im Cinema, München

predator * 2.0

Die Kombination aus CGI- und Real-Darstellern stört nicht wirklich, trotzdem hätte man besser auf eins von beiden verzichten sollen. Am besten auf die Real-Darsteller, denn die sind für die Geschichte einfach nicht notwendig. Der Film gewinnt durch sie nichts dazu.

Allerdings ist die Geschichte insgesamt sehr dünn und an den Haaren herbeigezogen. Ob sie besser rüberkommt, wenn man die Comics kennt, weiß ich nicht.

Fazit: Ein Film, auf den man gut verzichten kann. Ich befürchte, auch mit Comic-Vorwissen.

saß im Residenz, Köln

Maradona * 4.0

Einfach nur langweiliger Klon aus DAS FÜNFTE ELEMENT und BLADE RUNNER, dessen einziges Highlight die Bildgewalt ist (wenn nicht gerade ein schlecht animiertes Computerwesen durch das Bild hüpft).

Fade!

war im Residenz, Köln

Sluggo * 6.5

Ich muß das Bild hier wohl etwas zurechtrücken, denn so schlecht ist der Film nun wirklich nicht, wie ihn manche hier machen.

Höhen und Tiefen wechseln sich ab, so auch bei der visuellen Umsetzung, die zum Teil grandios und dann, bei den animierten Charakteren, wieder gnadenlos bescheiden ist. Leider wird aus der Hintergrundstory (die drei Filme füllen könnte) nicht sonderlich viel gemacht, aber einige Details und Passagen bleiben auch nach dem Filmende hängen und sind sehr gut gelungen.

Was bleibt ist ein Film, der nicht richtig rund ist, aber seine Momente hat. Sehr positiv: Immortel will niemandem gefallen und geht seinen Weg, der zwar ganz schön holprig ist, aber manch schöne Aussicht bietet ...

war im Residenz, Köln

Edwina S * 5.5

Dieser Review enthält SPOILER!

Bildgewaltiges Epos um eine dumme Frau, die sich gerne vergewaltigen läßt

Wer in den 80ern und 90ern die Comics von Enki Bilal gelesen und nicht verstanden hat, hoffte vielleicht, nun endlich mit "Immortal" Licht in den episch-mysteriösen Erzählstil zu bringen. Das war nicht der Fall. Bilal ist sich hier treu geblieben (Predator, da hattest Du recht).

Den bisherigen Kommentaren ist wenig hinzuzufügen, außer vielleicht, daß Parzival dieser Film deswegen wie ein Plagiat auf das 5. Element vorkam, weil damals Bilal ebenfalls an diesem Streifen mitgearbeitet hat.

Die holprige Dramaturgie und die wirre Handlung rühren wohl daher, daß Bilals Geschichte episch sein möchte, und somit die Motivation der Charaktere nicht unbedingt wichtig ist.

Zuweilen läßt sie sich aber nachvollziehen, so wenn Horus, der gerne vö..eln geht, die anderen Götter bescheißt, indem er als einziger seine Unsterblichkeit bewahrt. Er erreicht dies durch die fortwährende Vergewaltigung dieser dummen, blauen Mutantentussi, die dann schwanger wird.

Hier nachzuvollziehen, warum diese arme Frau das macht (und auch noch gerne), ist eine echte Beleidigung. Das erinnert an den Chauvinismus der 80er, als Vergewaltigung noch als Kavaliersdelikt diskutiert wurde.

Was bleibt sind wunderschöne, synthetische Bilder, die um ihrer selbst willen existieren; warum nun einige Darsteller aus dem PC kamen, andere echt waren, machte auch keinen Sinn. Am besten beim Betrachten das Hirn an der Kasse abgeben, oder den Streifen als irre langen Traum betrachten.

saß im Cinemaxx, Berlin

landscape * 7.0

Zeichner verfilmt seinen Comic

Hallo Leute! Das hier ist nicht ein Film, sondern die verfilmte Version eines Comics. Und das sieht man auch: Jede Einstellung ist die eines Zeichners. Der Film fährt ohne Geschwindigkeitswechsel Panel für Panel ab, ein ruhiger Fluß von einer mystischen Story, die schon etwas alt ist. Aber vielleicht hat Besson für sein 5. Element ja auch Bilal studiert?

SciFi ist das nicht, eher ein Mix aus Religion, Fantasy und SciFi.

Also ein Kassenstürmer ist der Film nicht. Ich habe weitaus Zäheres befürchtet und bin einigermaßen zufrieden.

war im Cinemaxx, Hamburg

Studiker * 2.0

Ein Reinfall

Ein entsetzlich langweiliges Machwerk. Das Kino war gerappelt voll, die Erwartungen waren groß, sahen die Götter im Programmheft als Standfoto doch sehr stylisch aus und war die Aussicht auf einen der seltenen Science Fiction-Filme auf dem Fantasy Filmfest doch Grund genug, sich in Immortal zu begeben. Doch was im Comic funktioniert, muß auf bewegten Bildern noch lange nicht funktionieren. Zudem kann ich mir kaum vorstellen, wie ein Comiczeichner mit dem Ergebnis, das wir vorgesetzt bekamen, zufrieden sein kann: Die Animationen sehen aus wie die Zwischensequenzen in Computerspielen vor einigen Jahren. Mittlerweile ist man dort erheblich besseres gewöhnt! Ja, selbst die Münder bewegen sich bei besseren Games mittlerweile synchron! Auch ansonsten frage ich mich, warum diese Computersequenzen so langsam und steril ablaufen müssen und warum überhaupt so viele Darsteller computeranimiert wurden? Sicher, wenn George Lucas sowas macht, dann mag es vielleicht nerven (siehe Episode 1), aber es sieht nicht so übel aus wie in Immortal. Andererseits glaube ich gern, dass man sich lieber seine Charaktere künstlich erschafft, wenn man nicht Regie führen kann. Bestes Beispiel hierfür dürfte die Rolle von Charlotte Rampling sein. Gerade hat sie mich noch in Swimming Pool mehr als nur begeistert, dann zieht sie diese besch**sene Show hier ab. Nee danke. Auch ansonsten bot der Film nicht viel: Die Action war nicht der Rede wert (selbst die Explosionen sahen, wie auch der Rest, nach Billigst-CGI aus) und ansonsten war der Film vieles, und zwar: doof, frauenfeindlich (ungefährer Wortlaut des Hauptcharakters: "Nächstes mal vergewaltige ich Dich nicht") und zudem noch lahm inszeniert. Für mich der diesjährige Tiefpunkt auf dem FFF.

war im Cinemaxx, Hamburg

Szaltax * 2.0

Ein Satz

mit x, das war wohl nix. Und ein weiterer Film, der dieses Jahr unter die langweiligen fällt. Ich war wahrscheinlich nicht die einzige, die sich einen unterhaltsamen Film mit schönen Effekten gewünscht hat. Die Story war dumm, die Umsetzung war schlecht. Die Schauspieler waren auch nicht die besten. Ich hätte mir den lieber gespart...

verweste im Cinemaxx, Hamburg

MrHenke * 8.5

Strange, aber sehr sehenswert!

Die Comics von Enki Bilal waren schon immer die etwas extravaganteren im Comicregal. Sehr gut gezeichnet, aber für den "OttoNormalComicFan" manchmal mystisch zu überladen und teilweise so rätselhaft, dass man sie nicht uneingeschränkt jedem empfehlen würde.
IMMORTAL ist nun die erste Adaption Bilal's eines seiner Hitcomics NIKOPOL. Grandios umgesetzt in dieser Mischung aus Computeranimation, wie wir sie aus Final Fantasy kennen, und realen Schauspielern. Was den Film im Endeffekt auch besser als die Comicstory wirken lässt, ist, dass man ihn besser verstehen kann. Die Dialoge, die Problematik das Weltbild 2095 (in dem Jahr spielt das ganze) wird in Ton und Bild wirklich so bildgewaltig umgesetzt, dass man den Eindruck bekommt in einem Heft mit bewegten Bildern und ohne Sprechblasen zu blättern. Sicherlich ist der Stoff weiterhin schlechter verdaulich als z.B. SPIDERMAN für den Zuschauer, aber wer sich hier zusammen mit Ex-Miss Frankreich Linda Hardy und Thomas Kretschmann (Alexander Nikopol) auf eine fantastische Mission begibt, wird belohnt dafür. Kretschmann, den man in der Regel nur als Nazi, bzw. Bösewicht aus amerikanischen Filmen von der internationalen Bühne kennt, kann in IMMORTAL auch endlich mal beweisen, dass auch Gutes in ihm steckt, was ihm auf keinen Fall schlecht zu Gesicht steht.

Es fällt einem schwer ein abschließendes Resümee zu machen, denn dieser Film ist nun mal reine Geschmackssache! Die 109 Min. Gesamtlänge mögen für den einen vergehen wie im Flug, für den anderen aber vielleicht doppelt so lange dauern...

staunte im Cinemaxx, Berlin

furie * 7.5

New York im Jahr 2095. Menschen lassen sich Organe oder Haut im Akkord erneuern, humanoide Außerirdische werden als Versuchskaninchen gehalten und eine seltsame Pyramide schwebt über der Stadt, in der ägyptische Gottheiten ihre letzten sieben Tage in Unsterblichkeit fristen. Horus macht sich auf den Weg auf die Erde, um eine Frau zu finden, die ihm ein Kind gebiert und er dadurch seiner bevorstehenden Sterblichkeit ein Schnippchen schlägt. Als Wirtskörper sucht er sich Nikopol aus, als die Mutter seiner Kinder Jill, die ein humanoides Wesen aus einer fremden Galaxie ist. Klingt fantastisch? Ist es auch. Dieser Film ist eine bildgewaltige Reise in die Zukunft, die die Comiczeichnungen von Enki Bilal auf eine Leinwand bannen. Gefesselt von der mysteriösen und verwirrenden Zukunft zieht dieser Film den Zuschauer auf seine ganz eigene Weise in ihren Bann. Für Techfreaks, die auf perfekte Animation stehen, wird dieser Film ein Albtraum, für FFF´ler, denen die Story und die Impressionen wichtiger sind, ist dieser Film sicherlich eine Perle. Beeindruckend langsame und drückende Bilder, die einen bis zum Schluss nicht loslassen, machen diesen Film zu etwas wirklich besonderem.

Spencer * 2.0

Falsche Erwartungen

Immortel, die Geschichte wurde hier ja schon in einigen Reviews erzählt, sie ist abgefahren und, ohne die Comics zu kennen und die Beschreibung zu lesen, wohl schwer zu verstehen. Dass die Handlung einem nicht ganz klar wird, ist aber nicht das schlimmste. Die Mischung aus 3D- und Comic-Animation sowie echten Schauspielern ist gar nicht gelungen. Während die Hintergründe super realistisch und plastisch aussehen, sind die Charaktere im Comic-Style gehalten. So hat die Interaktion von Schauspielern und Comic-Figuren nicht mal das Niveau von Roger Rabbit, und das Ganze vor einer Zukunftskulisse, wie sie in Final Fantasy auftauchen könnte. Ein Experiment, dass meiner Meinung nach voll nach hinten los ging. Die zum Teil erstklassigen Animationen verlieren dadurch ihren Reiz. Obwohl ich Anime- und Scifi-Fan bin, konnte ich diesem Werk nichts gutes abgewinnen. Fazit von mir: Langweilig, sehenswert nur für Fans der ebenfalls abgefahrenen Comic-Serie.

glotzte im Metropol, Stuttgart

32 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Immortel (ad vitam)
  • f3a.net: 4.7/10 32
© Fantasy FilmFest Archiv 2019-12-16 03:26

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