s The Inhabitant (2017) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews The Inhabitant

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Reviewer

roother82 * 5.0

Kann der gefühlt tausendste Aufguss der Exorzisten-Thematik möglicherweise mit mehr aufwarten als den Standard-Motiven? Der letztjährige Vertreter „The Crucifixion“ scheiterte hier auf ganzer Linie.
Die Geschichte um drei Schwestern, die gemeinsam in die Villa eines Senators einbrechen und dort im Keller auf seine gefesselte Tochter treffen, liest sich schon mal ganz interessant. Tatsächlich bietet diese Grundkonstellation auch enorm viel Potential für Konfrontationen mit den tatsächlichen und auch den eigenen inneren Dämonen, denn alle drei verbindet eine traumatische Vergangenheit.

Wenn das Böse dann mal von der Leine gelassen wird, finden wir leider die gängigen Exorzisten-Motive, die selbstverständlich alle an Friedkins Exorzisten erinnern: böse Worte aus einem zuerst unschuldig wirkenden Mund eines jungen Mädchens, eine Besessene, die gekonnt den Finger in die Wunde seiner Widersacher steckt und somit für enorme Zwietracht sorgt, etc.
Guillermo Amoedo versucht zwar, dem Treiben durch die Geschichte des Senatoren-Paares und die damit verbundene Wahrheit hinter der Besessenheit etwas Würze zu verleihen, doch bleibt dabei immer in den Grenzen der üblichen Genre-Konvention.

Lichtblick ist eindeutig die Darstellerriege, allen voran Natasha Cubria, welche die Besessene so charismatisch und fies verkörpert, dass immerhin ihre Performance für etwas Gänsehaut sorgen kann.

D.S. * 6.0

Schmerzhafte Wahrheiten

Kompetent umgesetzter Exorzismusfilm aus Mexiko, der dem Genre zwar nicht wirklich etwas Neues hinzufügt, aber genug interessante Ideen präsentiert, um unterhaltsam zu sein – und dem es manchmal sogar fast gelingt, zu gruseln. Dabei würzt er seine klassische Besessenheits- und Dämonenaustreibungsstory mit einer Einbruchs-Rahmenhandlung à la DON‘T BREATHE, schneidet zwischendurch auch schwerere Themen wie Kindesmissbrauch und -misshandlung an, vor allem aber baut er ein paar Twists und Turns ein, die durchaus überraschen können.

Weitere Punkte sammelt er durch das überzeugende Spiel der Darstellerinnen der drei Einbrecher-Schwestern, die im Keller des Hauses eines einflussreichen Politikers ein gefesseltes, körperlich stark mitgenommenes Mädchen finden und sich spontan entschließen, es zu befreien – nicht ahnend, welche Ereignisse sie damit auslösen werden.

Zudem wird hier die dem großen Verführer häufig unterstellte Fähigkeit, Menschen auf unverfälschte Wahrheiten zu stoßen und damit – fragen Sie Adam und Eva! – für schmerzhafte Konsequenzen zu sorgen, auf filmisch interessante Weise umgesetzt: In mehreren Sequenzen werden die Betroffenen in ihre Vergangenheit zurückversetzt und erleben sie als beobachtende Augenzeugen neu; oder es werden ihnen Personen bzw. Situationen vorgeführt, die real nicht vorhanden sind. Dabei fällt es ihnen und auch dem Zuschauer häufig schwer, zwischen Vision bzw. Halluzination und Realität zu unterscheiden, was zu fatalen Fehlentscheidungen führt – und zu einer immer wieder ziemlich surrealen Atmosphäre, die vergleichbare Filme in dieser Form selten erzeugen.

Zwar mangelt es THE INHABITANT zeitweise ein wenig an Tempo, und manchmal möchte man die Protagonisten ob der Dämlichkeit ihrer Entscheidungen nur noch ganz fest schütteln. Verglichen mit anderen jüngeren Genrevertretern wie THE PRIESTS oder gar THE CRUCIFIXION wirkt der Film insgesamt allerdings erstaunlich intelligent, originell und intensiv. Wer eine Schwäche für Filme rund ums Thema Exorzismus hat, macht mit diesem deshalb absolut nichts falsch. Gute 6 Punkte von mir.

war im Harmonie, Frankfurt

21 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

The Inhabitant
  • Score [BETA]: 53
  • f3a.net: 5.4/10 21
  • IMDb: 5.1/10
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2019-11-20 02:50

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