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Review The Invitation

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Volle Paranoia
von Alexander

Man stelle sich vor man wird auf eine Party eingeladen, alles locker und chillig, der gute Wein fließt in Strömen, die Gastgeber setzen ihr fettestes Grinsen auf, Ambiente und nette Gäste tun ihr Übriges um zur Kurzweil beizutragen. Alles scheint perfekt, wäre da nicht… dieses unbestimmte Gefühl, dass IRGEND ETWAS NICHT STIMMT.

So geht es nämlich Protagonist David, in diesem sensationell gut gemachten Mystery-Thriller. Seine Nerven mögen etwas angegriffen sein, okay, seine Stimmung ist ebenfalls nicht die allerbeste, schön und gut, aber bildet er sich die sich schleichend aufbauende Bedrohung wirklich nur ein?

Wie in dieser spannenden Geschichte ein ursprünglich entspannter Abend bei Freunden im gepflegten Eigenheim allmählich aus dem Ruder läuft und die Beziehungen der Menschen untereinander in eine Eskalationsspirale münden, die nur einen Weg kennt, nämlich den nach unten, erinnert an manchen Stellen an den letztjährigen, ähnlich aufgebauten „Coherence“.

Die diesem Film angehefteten Icons „twisted“ und „scary“ bringen es eigentlich schon auf den Punkt, und alleine durch den kongenialen schaurig-schönen music score wird man als Zuschauer in fast pausenlose Gänsehautstimmung versetzt. Wie einem hier Menschen, die eigentlich nur in der Ecke hinter einem Sofa stehen und mit gefalteten Händen unbeteiligt in die Luft schauen, wirklich nachhaltig Angst einzujagen vermögen, ist schon große Kinokunst.

Immer wieder versucht David, in seinem Kopf einzelne Puzzlestücke eines vermeintlichen Komplotts zusammenzusetzen. Es reicht ein beiläufiger Kommentar, ein fremder Gast, ja sogar die Gartenbeleuchtung, um sich hier an „nichts“ hochzuziehen, bis aus den kleinen Gesten, Worten und Bildern eine ausgeprägte Paranoia entsteht, in die sich unser Protagonist allmählich immer tiefer rein steigert und die uns als Zuschauer offensichtlich immer wieder auf die falsche Fährte führt. Und immer wieder scheinen sich seine Befürchtungen als vollkommen grundlos und irrational in Luft aufzulösen…

Dieser Film ist ein Fest für alle Zuschauer, die ihr Hirn nicht zuvor an der Kinokasse abgegeben haben und denen es Spaß bereitet, bei einem Film mitzudenken und zu –raten. Mein persönlicher Favorit mit großem Abstand bisher. In Frankfurt gab es langen Applaus und selbst war ich von diesem Meisterwerk einfach nur geplättet und sprachlos.

staunte im Cinestar, Frankfurt

54 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

The Invitation
  • Score [BETA]: 72
  • f3a.net: 7/10 54
  • IMDb: 7.3/10
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-01-20 03:43

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