s Keepers (2018) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Keepers

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Reviewer

Alexander * 7.0

The Ecstasy of Gold

Nicht erst seit Sam Raimis genialem „A Simple Plan“ wissen wir, das dem guten Vorsatz, einen Schatz gut zu verstecken und einfach mal das Maul zu halten, meistens die Untiefen menschlicher Charakterschwächen entgegenstehen.

Auch in Kristoffer Nyholms, von einer angeblich wahren Begebenheit inspiriertem Film, werden vor einer beeindruckenden Kulisse drei Männer hart darin geprüft an ihrem Glauben und ihren Überzeugungen festzuhalten. Seelische Abgründe werden ausgelotet und in einer kargen, unwirtlichen Umgebung bedeutungsschwangere Sätze in Richtung eisiger See gesprochen.

Das ruhig erzählte Drama mit seinen hervorragend charakterisierten Darstellern langweilt dabei trotz erzählerischer Leisetreterei keine Minute, und das kurze aber umso heftigere Aufblitzen von Gewalt beeindruckt nachhaltig.

Atmosphärisch dicht ist „Keepers“ näher dran am Drama als an einem Mystery-Thriller und besonders das letzte Drittel versinkt geradezu in einer traurigen, elenden Tristesse, die in einem Ende gipfelt, das mich fast etwas ratlos zurückgelassen hat aber dennoch einige Zeit nachwirkt.

Leimbacher-Mario * 6.0

Leuchtsturm in D-Moll

Schattige Schotten oder schottische Schatten... „Keepers“ erzählt die auf wahren, mysteriösen und unklaren Begebenheiten beruhende Geschichte über drei Leuchtturmwärter, die spurlos abhandenkommen... Der Weg ist also das Ziel und der ist durchaus ansehnlich und spannend. Bodenständig erzählt, solide inszeniert, garniert mit wahnsinnig tollen Naturaufnahmen. Sehr düster und realistisch. Fast depressiv. Mit einem wie immer grimmigen, bärigen Gerard Butler, der selten besser war. Über einen tödlichen Virus namens Dunkelheit, der kaum aufzuhalten ist, wenn er einmal angelaufen ist. Erst recht wenn Geld, Gold und Reichtum rufen...

„Keepers“ funktioniert zuhause genauso gut wie im Kino und ich kann verstehen, warum er keinen Kinorelease erhält - ich war dennoch froh die dunklen Meereswellen und mächtigen Klippen auf der Leinwand sehen zu können. Fantasy Filmfest sei Dank. Naturgegerbt Richtung Abgrund. Ein Teufelskreis aus Scham, Schuld, Gier und Gewalt. Menschlich und seelisch recht aufwühlend, da man nie wirklich das Gefühl hat, man selbst würde sich großartig anders verhalten oder könnte aus dieser bösen Spirale ausbrechen. Keiner weiß, was wirklich geschah. Doch diese Version scheint alles andere als weit hergeholt. Das ist erschreckend einfach und einfach erschreckend. Die menschliche Natur entblößt und aufgeraut, gnadenlos und ohne Knautschzone.

Fazit: Nuschelnde Naturgewalten, Wächter der Dunkelheit, giftiges Gold - ein perfekter Film für rauchigen Whiskey und einen nebligen Sonntagnachmittag. Nicht herausragend aber sehr rau, realistisch und atmosphärisch. Bleibt. Immer aktuell.

goutierte im Residenz, Köln

Herr_Kees * 6.0

Finders Keepers

Drei Leuchtturmwärter auf einer abgelegenen Insel vor Schottland finden ein angeschwemmtes Rettungsboot samt Inhalt, was einige Menschen das Leben kosten wird – und andere den Verstand.

Basierend auf der wahren Begebenheit dreier auf mysteriöse Weise verschwundener „Keeper“ (Alternativtitel: THE VANISHING) konstruiert der Film von Kristoffer Nyholm (TABOO, THE KILLING) einen atmosphärischen Thriller, der bis zu seinem spannenden Höhepunkt sehr gut funktioniert. Im letzten Akt jedoch zerfasert die Geschichte und wirkt seltsam unmotiviert, so als hätten die Macher nicht so recht gewusst, wie sie das Mysterium erklären und den Film auserzählen sollen.

Einen Bonus gibt es dennoch – für das unerwartete Wiedersehen mit den alten Bekannten aus vielen schwedischen Produktionen und für das schöne Schottisch.

war im Metropol, Stuttgart

17 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Keepers
  • Score [BETA]: 67
  • f3a.net: 6.2/10 17
  • IMDb: 5.9/10
  • Rotten Tomatoes: 82%
  • Metacritic: 66/100
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2019-11-19 19:15

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