s Madhouse (2004) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Madhouse

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Reviewer

Felix Schweiger * 7.0

Insane in the Brain..

Das Cunningham-Institut hat bessere Zeiten gesehen. Inzwischen mehr zum Wegsperren denn zum Therapieren benutzt, bietet es den Schauplatz für gar greuliche Ereignisse. Clark, Arzt im Praktikum, will Besserung bringen, doch vergebens, denn nicht nur die strengen Hände des Dr. Frank und seiner Oberschwester wollen keine Veränderung, auch der Spuk, der in den Mauern wohnt, zehrt am Verstand des Frischlings.

Hui, gleich mit der ersten Sequenz gibt der Film Gas, ein Tempo, das sich dann aber doch etwas zu schnell erschöpft. Nichtsdestotrotz atmosphärisch durchaus gelungen, auch wenn der ein oder andere Patzer die mühsam aufgebaute Stimmung der letzten halben Stunde fast völlig vernichtet. Die (möglicherweise doch nur eingebildeten?) Geister sind typisch modern, nicht von ungefähr fühlte man sich an "House on Haunted Hill" erinnert, aber im Gegensatz dazu packt Madhouse dann doch die Kurve und bietet so ein befriedigendes Gesamtergebnis.

Fazit: goutierbarer Horrorfilm, nicht neu aber gut.

war im Cinema, München

D.S. * 5.0

Ab in die Anstalt!

...möchte man Regisseur und Drehbuchautoren hier des öfteren zurufen. Und zwar in die Anstalt für phantasievollere Skripte und Umsetzungen. Ein Besuch dort würde ihnen sicherlich nicht schaden...

"Madhouse" ist absolute Ramschware mit nicht einer einzigen originellen Idee. Dafür mit Charakteren vom Reißbrett (die sadistische Oberschwester, der ignorante Chefarzt usw.), die sich regelmäßig unglaubwürdig verhalten. Und mit einer Story, die schon hunderte Male da war, und kaum spannungsfreier hätte umgesetzt werden können. Dazu kommen so viele Klischees, daß man den Film beinahe schon als Persiflage werten könnte. Und ganz schlimm wird es am Ende, als "Madhouse" clever sein möchte - dabei aber vollkommen vorhersehbar ist. So bleibt als Gesamteindruck haften: gewollt und nicht gekonnt.

Schön wäre es, wenn der Film angesichts seiner offensichtlichen Mängel bezüglich Drama und Dramaturgie wenigstens mit einer stimmungsvollen Atmosphäre punkten könnte. Doch weit gefehlt, der einzige Handlungsort, die fast 100 Jahre alte Cunningham-Klinik, wirkt nun wirklich nicht besonders "spooky". Sondern wie, naja, eine Klinik für psychisch Gestörte eben. Einzig der finstere Keller, in den die schwersten Fälle weggesperrt wurden, hat was. Wenn man die Psychopathen dort schreien und an die Türen hämmern hört, gewinnt der Film für einige Momente ein wenig Flair (wenn man die Betreffenden dann aber sieht, gleitet das ganze manchmal schon wieder ins Lächerliche ab...).

Wenn wir nun verfolgen, wie der Arzt im Praktikum Clark durch die Gänge der Anstalt streift, auf nette und weniger nette Patienten und Kollegen trifft, mit einer hübschen Krankenschwester anbandelt und auf immer mehr Seltsamkeiten stößt, was Geschichte und gängige Behandlungspraxis der Klinik betrifft, könnten wir eigentlich genauso gut eine Folge "Emergency Room" ansehen. Weniger aufregend wäre die wohl auch nicht; es passiert dort im Gegenteil einiges mehr (wenn auch natürlich weniger mysteriöses).

Die seltenen Sequenzen, in denen in "Madhouse" dann aber doch etwas passiert, sind recht gut in Szene gesetzt. Das muß man dem Film zugute halten, und das rettet ihn letztlich auch vor dem völligen Verriß: die Effekte sind sauber und wirksam, die Schocks funktionieren, die "Erscheinungen" relativ gruselig inszeniert (insbesondere die Einleitung ist sehr interessant gehalten - bleibt dann aber leider auch fast schon der Höhepunkt).

Wenn man ihm also auch nicht NUR Schlechtes abgewinnen kann und er insgesamt recht schmerzfrei ertragbar ist, kann man "Madhouse" kaum guten Gewissens empfehlen: Jeder, der schon mehr als eine Handvoll Genrefilme gesehen hat, wird hier hauptsächlich gähnen. Und wer ein Neueinsteiger ist, hat weit bessere Filme zur Auswahl als diesen (immerhin) routiniert abgefilmten Nachmittagsgrusler. Müder Durchschnitt, den man sich getrost schenken kann. 5 Punkte.

war im Metropolis, Frankfurt

Szaltax S * 8.0

Dieser Review enthält SPOILER!

Mad....

Madhouse hat mich im Programmheft nicht wirklich angesprochen aber ich bin froh, dass ich ihn dennoch gesehen hab. Denn was mich da erwartet hat, war einfach nur klasse.

Im Nachhinein denke ich, dass ich eigentlich von so einer Story hätte ausgehen müssen, da sie nicht neu ist. Trotzdem war ich während des Films das eine oder andere mal überrascht und vor allem über das Ende.

Joshua Leonard hat seine Rolle super gespielt. Lance Henriksen hatte zwar nur eine kleinere Rolle aber dennoch hat er auch diese gut gemeistert.

Spannender Film mit überraschendem Ende...ansehen!

goutierte im Cinemaxx, Hamburg

Slasher_2004 S * 7.5

Dieser Review enthält SPOILER!

Was für eine Überraschung...

..."Madhouse" konnte mich wie kaum ein anderer Film überraschen; und dies im positiven Sinne!

Vor allem die Geschichte mit dem sehr lobenswerten Twist zum Ende hin (welchen sicherlich kaum einer erwartet hatte) kann überzeugen. Besonders die Umsetzung verdient fast schon einen Oscar. Also, hier ein Riesenlob an Regisseur und Produzententeam.

Auch an Spannung fehlt es "Madhouse" kein bisschen. Vor allem die letzten 10 Minuten waren der absolute Wahnsinn.

Schockmomente gibt es einige, die allerdings nur selten sitzen. Dagegen sind aber die "Visionen"/"Halluzinationen" der Personen sehr gut umgesetzt worden. Der dazu jeweils passende Soundtrack und die vielen "Stimmen im Hintergrund" verleihen einem des öfteren mal eine mehr oder weniger dicke Gänsehaut.

Ebenfalls lobenswert ist die Leistung der Schauspieler, auch wenn deren Rollen teilweise leider nicht weiter vertieft werden.

Blut gibt es nicht allzu viel zu sehen (es gibt eigentlich nur zwei blutige Szenen); was dem Film meiner Meinung nach aber nicht schadet. Denn dieser legt viel mehr Wert auf die Psyche (von uns); dazu gibt es dann auch jeweils grausige (keinesfalls blutige), in Millisekunden aufeinanderfolgende Bildchen (zum Beispiel bei dem Rückblick am Schluss).

Genug geschwafelt...ich fürchte, dass ich grade ein etwas merkwürdiges Review geschrieben habe....
Fazit:
Unbedingt anschauen. Wer besonders viel Wert auf Atmosphäre und einen recht guten Plot legt, ist hier definitiv richtig. Alle anderen auch.

oceansize S * 2.5

Dieser Review enthält SPOILER!
C-Unterhaltung. Zwar beginnt der Film mit verheißungsvoll hektischen Stroboskopeskapaden, aber sobald sich das Bild so langsam beruhigt, wird die einschläfernde TV-Optik deutlich.

Die Idee, die Story in einer Nervenheilanstalt spielen zu lassen, wo die Angestellten verrückter und vor allem grausamer sind als die Inhaftierten, ist zwar reizvoll, aber leider spielt sich eine Klischeeparade ab, bei der sich der Magen eines jeden "Medizinischen Dienstes" der deutschen Krankenkassen umdrehen dürfte. Selbst im für soziale Dienste nicht gerade geadelten Amerika sind derartige, von der Decke tropfende Verwahrungsanstalten vermutlich nicht die Norm. Und die unterirdische geschlossene Abteilung mit Hannibal Lecter-Epigonen ist auch schlecht geklaut vom "Schweigen der Lämmer". Die beiden Lichtblicke, ein skurriles Zwillingspärchen und eine bösartige Vorschullehrerin, werden leider nicht weiter ausgereizt.

Klar, dass ein paar Gespenster rumlaufen. Und das hat durchaus einen Reiz, wenn der angehende Psychologe mit einem nicht real vorhandenen Schatten spricht und somit selber quasi kurzzeitig die Seiten wechselt.

Aber auch das nur eine verschwendete Option eines langweiligen Drehbuchs mit einer zwar unerwarteten, aber auch nicht so revolutionären Wendung am Ende.

Hinzu kommt der zweifelhafte Unterton des Films, der sowohl unfreiwillig komisch als auch ärgerlich in Bezug auf seinen Blick auf die psychisch kranken PatientInnen ist: "Sie können diesen Schizos nicht trauen", formuliert da eine sympathietragende Angestellte den komplizierten Konflikt mit den Kranken. Auch der Filmheld hat so eine Ahnung: "Vielleicht hat der Täter die falschen Medikamente bekommen". Vermutungen wie diese sind ernst gemeint und mit vermeintlich spannender Musik unterlegt.

Der Film ist so träge-langweilig, dass ich Mühe hatte, ihn zuende zu schauen, aber wegen der überwiegend positiven Kritiken hier habe ich mir das trotzdem angetan.

Ich versteh nicht ganz, was an diesem Film so gelobt werden konnte: schlechte Darsteller, einfallsloses Buch, einfallslose Regie, überdramatisierte Musik, vorhersehbarer Ablauf, dümmliche Dialoge, Videopremierensynchro.

Das reicht für höchstens 3 Punkte.

18 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Madhouse
  • f3a.net: 5.6/10 18
© Fantasy FilmFest Archiv 2019-12-12 09:06

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