s The Messengers (2007) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews The Messengers

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Reviewer

Plonker

Botengänge durchs Sonnenblumenfeld

login * 4.0

Oh my ghost!

Nicht gerade originell was da die Pang Brothers in Hollywood aufgesetzt haben. Da hilft es auch nicht, dass man die üblichen Horror-Cliches aus den Schubladen holt, ein Geisterhaus im Nirgendwo, eine Schar aufdringlicher Vögel (Hitchcock lässt grüßen), Eltern die vorerst von Ignoranz geplagt sind, und Kinder die zuerst der Geister Opfer werden. Schockeffekte spielen mit ihrer Vorhersehbarkeit nach Alptraummanier: was zu befürchten ist, das auch eintreten wird. Der Film ist meiner Meinung eine misslungene Übertragung von "The Grudge" auf US-amerikanische Provinzverhältnisse.

Man kann wohl nicht jedes Schema (The Eye) so einfach auf eine andere Kultur übertragen. Gibt es denn keine richtigen Geister mehr? Nein, Geister leben in Asien, sie sind dort Teil der Kultur, in der viel unausgesprochen bleibt und die an sie glaubt und fürchtet. Vielleicht war es bei uns auch einmal so, aber unsere westliche Welt ist für sie zu offen geworden, kein Tabu das unausgesprochen bleibt, kein Geheimnis das nicht tausendfach geblogt wird, da wirken Geister leicht deplatziert, was sollen sie hier noch?

Man sollte jedenfalls nicht den Geistern die Schuld in die Schuhe schieben, ... they are only "The Messengers" ! und es gibt wirklich schlechtere Filme beim FFF.

glotzte im Metropol 2, Stuttgart

D.S. * 4.5

Same Shit, Different Directors

Die Pang-Brothers... war da nicht mal was? Ja, genau, das waren die beiden, an die man sich vor allem wegen ihres Händchens für grandiose Kameraperspektiven und surreale Bilder oder Handlungsmomente nachhaltig erinnert, wofür neben vielen anderen etwa "Re-Cycle" oder natürlich "The Eye" exemplarisch stehen. Immer wieder fielen ihre Filme aber auch durch zumindest zeitweise eklatante Storyschwächen auf. Letzteres ist nun ein Problem, das "The Messengers" eher NICHT hat - es sei denn, man wertet das x-te Aufwärmen von schon tausendfach Gesehenem als solche Schwäche. In diesem Fall allerdings müßte man ihr Hollywood-Debüt wohl sogar als kompletten Kollaps bezeichnen, denn dieser Streifen ist vor allem eins: Spukhaus-Routine pur.

Dennoch verblüfft "The Messengers" immer wieder, und zwar in genau jedem Moment, in dem man sich vor Augen ruft, welche Regisseure für ihn verantwortlich sind. Was jetzt nicht heißen soll, daß es sich hier um einen furchtbar schlechten Film handeln würde. Er bietet nur leider überhaupt keine Überraschungen, ist von Anfang bis Ende nach Schema F aufgezogen und besitzt halt traurigerweise nicht mal den Hauch der visuellen Stärke, welche das Bruderpaar bislang ausgezeichnet hatte. Warum geht ihr für einen solchen Film nach Hollywood? Warum importiert euch Hollywood für einen solchen Film? Ernsthaft, das hätte von jedem x-beliebigen B-Movie-Regisseur ganz genau so inszeniert werden können. Und zwar direct to video. Das einzige, was hier überhaupt noch aus dem Rahmen fällt, ist dann ein eher unfreiwillig komisches Element: im Zeitraffer an der Decke krabbelnde Geistergestalten. Seeeeeeehr bedrohlich wirkend.

Wie erwähnt, die Story ist heutzutage kaum noch der Rede wert: Familie aus Chicago hat harte Zeiten hinter sich und will diese beenden, in dem sie auf ein verlassenes Gehöft am Arsch von North Dakota zieht. Dieses sieht zwar schon auf den ersten Blick so wenig einladend und heruntergekommen aus, daß jeder normale Mensch sofort schreiend Reißaus nehmen würde. Aber dann wäre der Film ja schon zu Ende, geht also nicht, deshalb richtet man sich dort nun häuslich ein. Es dauert nicht lange, bis sich die Ereignisse aus dem Vorspann zu wiederholen drohen: bösartige Erscheinungen machen bösartige Geräusche und zeigen sich auch sonst eher garstig, die Atmosphäre wird bedrohlich, allerdings zunächst nur für die junge Tochter, welche die Wesen wohl als einzige (neben ihrem Baby-Bruder) sehen kann. Natürlich glaubt ihr niemand, und natürlich nimmt das Unheil seinen Lauf... immer fein angekündigt durch die senilen Krähen-Verwandten von Hitchcocks "Birds". Klar, Krähen sind die Botschafter des Todes, aber darauf kommt hier so schnell keiner. Und so geht einige Zeit ins Land, bis man der Bedrohung schließlich ins Auge blickt...

Die Auflösung des Ganzen fügt sich dann je nach Sichtweise gut ins bislang Gesehene ein oder befördert den Film in der Wertschätzung noch eine weitere Stufe nach unten. Eigentlich ist sie aber gar nicht so relevant, denn in einem solchen Film geht es neben einem actiongeladenen Finale (vorhanden) doch letztlich vor allem um gute Spukeffekte (bedingt) und vor allem eine bedrohliche Atmosphäre (nö. Oder... selten). Daß man bei einer solchen Story das Rad nicht neu erfinden kann, ist schon klar. Daß man sich aber derart bereitwillig der Mittelmäßigkeit unterordnet, hätte ich von diesen Regisseuren nun wirklich nicht erwartet.

Objektiv betrachtet ein schon okayer, leidlich unterhaltsamer, klassischer Gruselfilm, der überhaupt nichts Neues bringt, sondern von der Stange kommt. Also eigentlich 5 Punkte. Aber bei DEM Potential und vor allem bei der hier schon wieder demonstrierten, fast widerlich-reaktionär zu nennenden Familienglück-Fixierung der Pang-Brothers (wie schon in "The Eye 2" und vor allem, abstoßend, in "Re-Cycle" zu beobachten)... muß ich noch einen halben Punkt abziehen.

saß im Metropolis 6, Frankfurt

Eraserhead * 3.0

Pang Brothers = Penn Brothers

Selbst für einen Film, der eventuell von Max Mustermann gedreht worden wäre, ein absoluter Langweiler. Wenn man natürlich ne Woche schon sich Geisterstorys reinzieht, ist man wohl auch voreingenommen und gewissermaßen abgehärmt. Da passiert ja absolut gar nichts in dem Film! Ein Extrapunkt für die hübschen Aufnahmen von den Sonnenblumenfeldern. Meine Erwartungen waren zu hoch...

saß im Metropolis 6, Frankfurt

FFFler * 4.5

Und immer wieder das Gleiche

Die Pangbrüder haben bei mir immer noch ein Stein im Brett und ich frage mich langsam echt warum eigentlich? War ihr Megagrusler The Eye eines der Highlights im Geisterhorrorbereich, kam in den Folgefilmen nie mehr als mittelmäßige Ware heraus und auch ihr Hollywooddebut kann daran nichts ändern. Dabei sah der Trailer noch vielversprechend aus und man muss die Brüder in Schutz nehmen, denn ihnen ist das Versagen dieses Filmes am Wenigsten zuzuschreiben. Sie versuchen mit allen Mitteln eine beklemmende Atmosphäre auszulösen, was zu Beginn sogar teilweise gelingt, doch sie haben die Rechnung dabei nicht mit diesem hundsmiserablen Drehbuch gemacht, das all ihre Bemühungen im Keime ersticken lässt. So ist es nicht nur der x-te Geist will Rache Gruseler, er ist schlicht und einfach nur bescheuert gerade im Bezug auf John Corbetts Charakter (der dies wohl gemerkt hat und ein unterhaltsames Overacting an den Tag legt). Nene, das war nix, mal schauen ob ich ihnen noch eine Chance geben werde.

war im Metropolis 8, Frankfurt

QuintenQuist * 5.0

Es spukt und spukt

Es gibt eine Menge Geisterfilme und so recht erschließen will sich mir nicht, wieso ich auch weiterhin in diese Filme gehe, mir eine meist höchstens routiniert runtergespulte Variation ansehe und dann frage, was das sollte.

Aber "The Messengers" hat Dylan McDermitt, Kristen Stewart, John Corbett und Penelope Anne Miller, also eine gute Besetzung und die rettet die Nummernrevue der Fratzen und Schreie dann auch, was aber nicht eben für das Werk spricht, denn ein Geisterfilm dessen Stärken sich finden, wenns gar nicht spukt...naja...so war das sicher nicht gedacht.

Eine der wunderbar unangenehmen Angewohnheiten des Genres ist es ja, einem jeden Spannungsmoment noch mal mit Musik oder anderem Krach über- bzw. untermalt nahe zu bringen, damit man auch ja nichts übersehen hat und sich auch richtig erschreckt und die Pangs folgen diesem Mantra grade zu Beginn gebetsmühlenartig, was nervt.

Trotzdem finden sich einige spannende Momente, irgendwann auch mal an selige Poltergeist-Zeiten erinnernde Demolierungen und eine nicht nur hübsche sondern auch einfach sympathische Kristen Stewart, die einen als emotionaler Bezugspunkt durch den Film führt.

Angenehm an "The Messengers" ist die doch recht realitätsnahe Beschreibung der Figuren, die finanzielle Not, in der sie stecken, nachdem der Vater zwei Jahre arbeitslos war und die Tochter, die einen Autounfall verursacht hat, so dass ihr kleiner Bruder nicht mehr spricht (nicht etwa tot oder verstümmelt) und der Haussegen unter der Oberfläche angespannt vibriert, was natürlich hochkocht, wenn die Tochter was von Geistern redet...

Als Familienfilm wäre "The Messengers" so eigentlich viel besser, den ganzen Spukkram rausdirigieren und netten Menschen beim Leben und Leiden zusehen.

Ist aber ein Geisterfilm.

verweste im Cinemaxx 3, Hamburg

29 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

The Messengers
  • Score [BETA]: 47
  • f3a.net: 4.7/10 29
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-09-22 17:10

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