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Review Mirrors

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Dieser Review enthält SPOILER!

Vorne Hui, Hinten Pfui
von MiniMe69

Der neueste Film von Alexandre Aja -ein Remake des eher ruhigen aber sehr atmosphärischen Horrorfilms Into the Mirror (Korea 2003)- war nach den teilweise enthusiastischen Reviews aus dem Netz und der Sichtung des äußerst effektiven Trailers einer der Filme, auf die ich auf dem diesjährigen FFF sehr gespannt war.

Und zu Anfang wird der Film seinen Vorschusslorbeeren auch voll und ganz gerecht. Aja geht hier doch mit deutlich mehr Tempo als das Original an die Sache heran. Ich kann mich nicht erinnern, mich in letzter Zeit (außer vielleicht noch bei The Strangers) derart gegruselt zu haben. Aja schafft es hier auch dank des ziemlich genialen Production Designs (das alte Kaufhaus sieht großartig morbide und unheimlich aus - wer schon einmal Condemned am PC gespielt hat, weiß vielleicht, was ich meine), die Spannungsschraube mit Hilfe zahlreicher Schockeffekte im Minutentakt stetig nach oben zu drehen. Man ist hier eigentlich permanent in der Erwartung des nächsten Schocks, der dann auch zuverlässig kommt, aber nichtsdestotrotz (auch dank effektiven Einsatzes der Soundkulisse) heftig wirkt. Auch einige kurze, aber sehr hässliche Mordsequenzen tun ihr übriges, um die Aufmerksamkeit des Zuschauers durchgehend zu halten.

Leider setzt dann irgendwann die zweite Hälfte des Films ein, man könnte sagen, die große Erklärung für das Mysterium hinter den Spiegeln. Und diese Erklärung fällt dann so banal wie konventionell und leider in Teilen (vor allem im Showdown) vollkommen unlogisch aus. Hier bekommt man das Gefühl, dass das Drehbuch mit Gewalt irgendeine Auflösung der Vorgeschichte bieten musste, die dem Gesamten dann aber leider einen Großteil seiner zuvor mühsam aufgebauten Spannung nimmt.
Das Ende schließlich ist zwar vom Original übernommen worden, nur leider passt es in seiner Stimmung eben nur zur ersten Hälfte des Films, dank der zweiten Hälfte wirkt es vollkommen deplatziert (und unlogisch), es bleibt somit weit weniger wirkungsvoll als eben noch im koreanischen Original.

Auch die Besetzung der Hauptrolle mit Kiefer Sutherland (den ich persönlich eigentlich sehr gern sehe) empfand ich hier eher als zwiespältig, auch in diesem Falle vor allem infolge der zweiten Hälfte des Films... Nimmt man Sutherland am Anfang des Films den traumatisierten Ex-Bullen noch ab, mutiert er ab der zweiten Hälfte eben doch wieder zu Jack Bauer, der mit Knarre im Anschlag und markigen Sprüchen die Bösewichter jagt...

Alles in allem ein zu Beginn äußerst spannender, überdurchschnittlicher Schocker, der aber leider durch eine ziemlich misslungene zweite Hälfte wieder in den Durchschnitt heruntergezogen wird.

Da die erste Hälfte des Films jedoch wirklich sehr effektiv war (siehe Einleitung) und man sich doch trotz aller Defizite bis zum Schluss gut unterhalten hat vergebe ich hier noch 7,5 Punkte.

war im Cinemaxx 7, Berlin

66 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Mirrors
  • Score [BETA]: 73
  • f3a.net: 6.4/10 66
  • IMDb: 8.1/10
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-02-25 12:38

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