s Night Watch (2004) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Night Watch

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Reviewer

Bobshock * 9.5

Ghostbusters in Moskau

Man merkt dem Film sein (relativ) geringes Budget von 4 Mio. Dollar nur an wenigen Stellen an. Er ist ausgesprochen liebevoll und detailversessen gemacht und bietet neben einer coolen Fantasy-Story auch noch tolle Darsteller, die augenscheinlich mit großer Freude ans Werk gegangen sind. Der Film kann locker mit den "großen" der Branche (Blade, Matrix, Herr der Ringe) die auch allesamt zitiert werden, mithalten. Ich fand ihn sogar besser weil er eine tolle Atmosphäre hinbekommt ohne millionenschwere Weltstars zu bemühen und den ganzen Hollywood-Quark zu imitieren. Die Regie: geil - Die Musik: geil - Die Kameraarbeit: geil - Der Ton- und Bildschnitt: geil - Ab ins Kino, Leute!

Der_Fluch_der_Pizza * 3.0

Hollywood aus Russland

Nahaufnahmen, Zeitlupen und über Plattenbauten kreisende CGI-Raben sahen zwar ganz nett aus, konnten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Handlung etwas zu dünn und teilweise unfreiwillig komisch war. So eine Heer-der-Guten-gegen-Heer-der-Finsteren-Geschichte ist nicht soo originell und muss noch ein bisschen ausgestaltet werden, damit sie unterhaltsam wird. Vom Stil her war der Film 100% Hollywood.
Der Film ist der 1. Teil einer Trilogie. Aber ich würde mir lieber Herr der Ringe nochmal durchsehen als hiervon den 2. Teil.

war im Metropol, Stuttgart

Kaminari * 5.0

Mittleres Mittelmaß

Vor kurzem Ergab eine neue Studie eines rennomierten Marktforschungsinstitutes, daß männliche Jugendliche im Alter von 14-20 Jahren am liebsten folgende Inhalte in Filmen sehen wollen:

15% Ritterschlachten
20% Vampire
15% Flugzeugkatastrophen
20% Schlägereien
20% Schnelle Autorasereien
10% Laute Rockmusik

Folglich entschloss sich Regisseur Timur Bekmambetov genau diese Themen in einem abendfüllenden Spielfilm aufzugreifen, schuf eine aberwitzige und vollkommen konfuse Rahmenhandlung um all diese Elemente unterzubringen und erzählt diese nun in einem eliptischen Stakkato aus dutzenden von Flashbacks und Vorhersagungen in dem jeder einzelne Schnitt - in bester Hollywood-Manier - seinen eigenen Soundeffekt spendiert bekommt ("Wooosh!" - die Vergangenheit!, "Zzzummm!!" - zurück in der Zukunft!!").
Viel kann ich deshalb über die Story, nicht sagen, aber es geht anscheinend um irgendeinen Kampf zwischen den Herren des Lichts und der Finsternis, und unser Held ist eine Art übernatürlicher Polizist (ein Nightwatcher) der aufpassen soll, dass der Waffenstillstand zwischen den beiden Seiten gewahrt wird. Die Action Szenen sind jedenfalls recht kompetent und kreativ umgesetzt, und vor allem der visuelle Stil ist die größte Stärke des Films. Ich erinnere mich hier vor allem an eine kleine animierte Zwischensequenz oder die Darstellung eines Kampfes als 3D Prügelspiel auf der PlayStation 2.
Leider fehlt es dem Film trotz den schönen visuellen Gimmicks in der Austattung, den Kostümen und der Besetzung an Style. Gesser und Zavulon zum Beispiel, die beiden übergewichtigen, verschwitzen Herren des Lichts bzw. der Finsternis, sehen in ihren Adidas Trainingsanzügen eher aus wie zwei sächsische Hausmeister. Mag ja sein, dass es alles als Anti-Hollywood-Aesthetik gedacht ist, letztendlich erschien es mir aber, als ob hier die Detailarbeit ganz einfach den großen Effekteszenen weichen musste, und somit wirkt das Gesamtergebnis eher zusammengeschustert. Wer’s nicht sieht, verpasst also nicht wirklich was.

saß im Cinema, München

Horowitz * 5.0

Blade auf Drogen

In den Film haben mich ja eher die großen Werbesprüche à la "erfolgreichster Russicher Film aller Zeiten" und der Herr der Ringe Vergleich reingezogen, aber Pustekuchen. Der Herr der Ringe Vergleich ist mal wieder so eine Rosebud-Frechheit. Außer dem anfänglichen Intro von ca. 5 Minuten, ist hier nichts mit Herr der Ringe und somit auch nichts mit Fantasy, in dieser Hinsicht.
Ein Matrix Vergleich ist auch sehr weit hergeholt, stattdessen hat man sich sehr stark an Blade angelehnt, und gerade Blade kann ich überhaupt nicht abhaben. Lächerliche Buffy-Vampire in der Großstadt und dann noch so ein oberflächlicher möchtegern cooler Held, der außer Muskeln und chronisch krankem Sonnenbrillen-Fanatismus, nichts zu bieten hat, was den anspruchsvollen Zuschauer irgendwie befriedigen könnte - Kino auf MTV-Video-Niveau.
Und irgendwie ist Night Watch auch nicht mehr. Nette Bildkompositionen, die einen aber nie vom Hocker reißen und schon gar nicht neu sind, alles schon tausend Mal gesehen. Der Hauptdarsteller schlürft wie der ehemalige Nexus-Killer Deckard in Blade Runner, relativ kaputt, verwirrt, verschlafen, wie ständig auf Drogen durch die Szenen, was aber noch durchaus interessant anzusehen ist. Außer dem ganzen Genre-Kauderwelsch-Mix, der zwar durchaus zusammen passt, aber niemals neu wirkt, bietet der Film auch keine innovative Story sondern holt das übliche gut-und-böse Thema heraus, wobei mich die Endsequenz auch wieder ein wenig an Blade Runner erinnert, von allem halt etwas.
Wer so etwas mag, Blade vergöttert, der kann sich den Film durchaus geben, er ist an sich recht gut umgesetzt, wer aber nachvollziehbares, innovatives, anspruchsvolles sucht und vor so einem Genre-Kauderwelsch ebenso die Augenbrauen verzieht, wie ich, der bleibt lieber fort und wundert sich, dass so ein Film in Russland scheinbar familientauglich ist, aber The Simpsons auf der Anklagebank sitzt. Denn bei einige Szenen, dürften "Normalos" ganz schön geschluckt haben, ohne das Splatter-Freunde da wirklich ihre Freude dran hätten.

Eraserhead * 6.5

Graf Vodka auf Designerdrogen

Dieser Film ist also erfolgreicher in Russland als Herr der Ringe - nun denn... besser ist er trotzdem nicht. Die Russen versuchens halt mit viel Hollywood-Getöse und das ist halt die Schwäche des Films, hätte man sich mehr auf das Russland-Feeling verlassen, was manchmal gut rüberkommt im Film, hätte was wirklich großes rauskommen können. Gerade die typischen Siff-Russland-Sequenzen waren sehr atmosphärisch. Blöde MTV und Blade Effekte nerven mittlerweile mehr als dass sie einen Film aufwerten und so versinkt der Film leider im Mittelmaß. Dazu kaum Story und bekloppte Slapstick-Einlagen. Wäre der Film düsterer und ohne all zuviel Technik-Schnickschnack ausgekommen hätte er mir wohl besser gefallen... leider sein Potenzial verschenkt!

goutierte im Metropolis, Frankfurt

Mirco Hölling * 2.0

Night Matsch

Zusammenfassend gesagt, der Film ist murks. Mit recht aufwändigen SFX und CGI versuchte man eine miserable Inszenierung zu umschiffen. Reizvoll war, einen Film aus Russland zu sehen, welches in dem Genre nicht wirklich zu Hause ist. Der Lokalkolorit und auch die für Genreprodukte ungewohnte russische Mentalität hätten ein netter Faktor sein können, den Film aufzuwerten. Leider ist dies alles gerade NICHT Teil der Inszenierung. Wahllos werden US-Vorbilder zitiert (MATRIX, LOTR, BLADE, UNDERWORLD etc.), die schon allesamt selber nicht zur Crème gehören. Als miese Kopie, mit schlechten Darstellern und einer fürchterlich langatmigen Inszenierung macht es den Film jedoch zur reinen Zeitverschwendung.

Die Plot-Idee ist ganz hübsch, aber mies in Szene gesetzt, so dass man ganz deutlich vor diesem Langweiler warnen muss.

Mirco Hölling

goutierte im Cinemaxx, Hamburg

QuintenQuist * 7.0

Ein russischer Film

Ein Werk sofort als unvollständig und somit nur bedingt kritisch rezipierbar zu erfahren gereicht diesem sicher nicht zum Vorteil, aber da diesmal wenigstens nicht so viel Geld wie bei Matrix, Star Wars oder Kill Bill verschwendet wurde, kann man darueber hinwegsehen, auch oder grade weil man hier trotz Anleihen hier und dort Kino aus einem anderen Kulturkreis erfaehrt und zwar durchaus großes eindrueckliches bildergewaltiges Kino, das zwar am Anfang wirklich nach Herr der Ringe aussieht, aber davon sollte man sich nicht stoeren lassen. Wie lassen sich heute noch Referenzen meiden ?
Trotz des positiven Eindrucks bleibt aber das Gefuehl zurueck, die Schreiber des Films haben doch zuviel schon jetzt gesagt, was, sei unerwaehnt an dieser Stelle, aber was da inhaltlich noch kommen soll, ich weiß es nicht.
Stoert aber auch nicht, solange man sich auf die visuelle Eindringlichkeit einlaeßt...
Ein guter Film

war im Cinemaxx, Hamburg

Cinemafan * 8.0

Fesselnde Horror Action

Ich kann mich den bisherigen Reviews nur teilweise anschliessen. Habe den Film in Originalfassung mit deutschen Untertiteln gesehen und warte schon gespannt auf die deutsche Fassung, die im September in die Kinos kommt. Der Film ist klasse gemacht, sehr spannend und zeigt, dass Effekte nicht immer nur aus dem Computer kommen müssen, sondern, dass Bildsprache und geschickter Schnitt ein deutlich besseres Ergebnis liefern. Von kleinen Schwächen abgesehen, ist der Film ein echter Knaller. Ich finde diese absolut knisternde Kiste tausendmal besser als irgendwelche kitschigen Hollywood-Streifen. Und wer gut aufpasst, kann aus dem Film auch noch was mitnehmen!

fantasticnewbie S * 8.5

Dieser Review enthält SPOILER!

Was ist es denn nun?

Hallo,
ich wunder mich ja überhaupt, dass über diesen film in diesem forum diskutiert wird! schließlich konnte ich ihn nicht eindeutig dem fantasy-genre zuordnen, geschweige denn einem anderen! man kann ihn höchstens annähern und ihm attribute aus diversen genres zuordnen (märchen, mythos, fantasy, horror, thriller, science fiction) - aber keines davon trifft ausschließlich zu! da war es bei herr der ringe schon einfacher. das bindende element zu herr der ringe sei in dem fall von nochnoi dozor der aufbau als trilogie, die auf büchern beruht. viel weiter geht die ähnlichkeit nicht, denn nochnoi dozor spielt im hier und jetzt, im moskau, wie man es heute "kennt". die akteure haben keine auffällige optik (na gut, abgesehen von der eule olga oder der tigerfrau, aber immer nur, wenn sie denn gerade das tier in sich rauslassen!), die dialoge sind eher alltäglich als abgefahren.

dramatische höhepunkte hat dieser film meiner meinung nach schon - der konflikt des unehelichen sohnes, der gemütszustand der ärztin, die sich mit einem fluch herumschlägt, die anführer der clans: das alles trifft einen emotional.

was die actionszenen angeht: diese würde ich gar nicht so hervorheben, denn es sind sehr wenige, und dann welche, die man schon im amerikanischen kino noch und nöcher vorgesetzt bekommen hat. die einzigartigkeit des films machen für mich persönlich 3 dinge aus:

1) die unmöglichkeit, ihn einem filmgenre zuzuordnen
2) die unverbrauchten gesichter der russischen darsteller
3) das russische talent, legenden zu erzählen, immer und immer wieder - nun also auch im kino.

bin sehr gespannt auf die publikumsreaktionen!


so long, stef

Umelbumel S * 2.0

Dieser Review enthält SPOILER!

Nescafé war das beste...

Also, ich fand den Trailer wirklich ziemlich gut. Mir persönlich hat er richtig Lust auf den Film gemacht. Aber als ich ihn dann gesehen habe, war ich mehr als nur schockiert. Ehrlich gesagt, habe ich seit langem nicht mehr so etwas Schlechtes gesehen. Es waren eigentlich alle Elemente drin, die ein Film braucht, um halbwegs gut zu sein, aber bei mir hat’s nicht gezündet. Die Musik war gut, wurde aber zu falschen Momenten eingesetzt oder unterbrochen, die Schauspieler waren mau, die Story fand ich auch nicht sonderlich berauschend, alles wollte irgendwie "cool" aussehen, aber meiner Meinung nach ging das voll nach hinten los. Man wollte wohl in Hollywoods Fußstapfen treten, hat aber so ziemlich versagt (und Hollywood produziert schon fast nur Kacke... ;-) ).

Allerdings war nicht alles schlecht: Der Fall der Schraube und die Nescafé-Schleichwerbung haben mir gut gefallen ;-)

Meine subjektive Meinung fällt vernichtend aus. Ich habe mich seit langem nicht mehr so gelangweilt... schade!

staunte im Cinemaxx, Hamburg

Alexander * 7.0

Sensationeller neuer Film aus Russland. Vollgepackt mit unzähligen neuen Ideen, skurrilen Einfällen, irrwitzigen Kamerafahrten und spacigem Soundtrack. Der morbide Zerfall des Moscows der Jetzt-Zeit dient als geniale Hintergrund-Kulisse für die Eröffnung einer als Trilogie geplanten epischen Erzählung. Hält zwar das anfangs unfassbar hohe Tempo nicht bis zum Schluss durch, aber das war vielleicht auch besser so. Sehr intelligent gemacht (fast anstrengend), das absolute Gegenteil von "Cursed".

war im Metropolis, Frankfurt

35 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Night Watch
  • f3a.net: 6.2/10 35
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-09-18 19:44

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