s Nothing to Lose (2008) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Nothing to Lose

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Reviewer

tatabanya * 5.0

och nee

Schlecht fand ich den Film nicht, gut aber auch nicht. Krimineller Serientäter, er ermordet weibliche Jugendliche und behält Trophäen zurück, entflieht aus Gefängnis. Fühlt sich zu Unrecht weggesperrt, weil er in seiner Wahrnehmung die Taten nicht begangen hat. Er versucht mit seiner Mutter zu reden, die mit einer Zeugenaussage ihn entlasten könnte. Auf dem Weg geht einiges schief. Er nimmt sich ein junges Mädchen als Geisel, so dass er seine Mutter aufsuchen kann. Er verhält sich die ganze Zeit korrekt und behält seine Version der Geschichte bei. Die ich ihm, in meiner naiven Art, auch glaube. Vielleicht auch glauben will. Das Ende bzw. die Auflösung ist mir dann alles in allem zu platt, irgendwie. Phasenweise gut, doch letzten Endes eher enttäuschend. (Ohne zu spoilern kann ich leider nicht konkreter werden.)

war im Cinemaxx 7, Berlin

reese * 4.5

Vorhersehbar

Klang in der Beschreibung nicht so schlecht. Geheimtip? Wohl eher nicht. Schon nach der Hälfte des Films wusste ich, wie das Ende aussehen würde. Die Handlung bietet keine Überraschungen, war am Ende auch ein wenig unglaubwürdig. Wird aber vom Hauptdarsteller gut gespielt.

verweste im Cinemaxx 6, Berlin

The_Coma-man * 8.0

"We’ll leave or die together!"

Zu unrecht verurteilter Mann entführt nach Flucht 13-jähriges Mädchen, begibt sich auf die Suche nach seiner Mutter, um seine Unschuld zu beweisen. Klingt jetzt nicht sonderlich spannend, ist es aber!

NOTHING TO LOSE mag zwar seine Schwächen haben (hier wurde ja schon viel über Vorhersehbarkeit gesagt), gewinnt aber durch zwei tolle Hauptdarsteller und große Spannung in den Begegnungen mit der Polizei. Kein MEMENTO, aber durchaus so gut wie INSOMNIA, und als Geheimtipp sehr zu empfehlen.

staunte im Cinemaxx 6, Berlin

Christian * 6.5

Knarziger Krimi

Die Gefahr, bei TBS (Therapeutical Behavioral Services) aka Nothing To Lose enttäuscht zu werden, liegt natürlich nahe. Hebt der eine Rosebudler Rainer den Film in seine Top 3 und der andere (Rudi) bezeichnet ihn gar als den möglichen Sieger des Fresh Blood-Awards, wenn er in der Sektion gelaufen wäre.

Lässt man das Gehype aussen vor, sieht man einen sehr gut gespielten, erdigen Krimi.

Wir begleiten Psycho Johan (großartig Stand-Up Comedian Theo Massen) auf seiner Odyssee durch Holland und Belgien mit der Mission, sein von Misshandlung und Mord geprägtes, verkorktes Leben zurechtzurücken. An seiner Seite, Tessa, Geisel und Komplizin in Personalunion.

Die Spannung des Films liegt weniger in der Krimi-Handlung, sondern vielmehr in der Beziehung der beiden Protagonisten zueinander. Hier erleben wir knisternde Berührungen oder unerlaubte Blicke wie auch krasse Gegensätze.

Das Ganze in knarzigen Bildern und manchmal etwas gewöhnungsbedüftigen Schnittfolgen.


Ich habe mich prächtig unterhalten gefühlt und empfehle ohne Einschränkung.

verweste im Cinemaxx 2, Hamburg

Wishbringer * 7.0

Der arme Johann. Keiner will ihm glauben, was damals wirklich geschehen ist, seine letzte Hoffnung, seine Mutter doch noch zu einer ihn entlastenden Aussage zu bewegen, schwindet dahin und die Langzeitverwahrung als geisteskranker Krimineller steht ihm nun bevor. Das geht nun wirklich nicht. Also bricht er aus, schnappt sich an der nächsten Bushaltestelle die 13-jährige Tessa als Geisel und macht sich verfolgt von der Polizei mit ihr auf die Suche nach seiner Mutter.

Auch wenn wir Vermutungen anstellen, was in Momenten, die wir nicht sehen, passiert sein könnte, und was in der Vergangenheit von Johann geschehen sein mag, so sollten wir doch niemanden vorschnell verurteilen und jedem eine Chance geben, oder nicht? Bleibt nicht wie so oft beim FFF die Frage: Was ist nur in unserem Kopf und was ist real? Und was geht eigentlich in Johann vor? Wie sieht seine eigene Sicht der Realität aus? Und könnte der Trip mit Tessa für Johann vielleicht auch so etwas wie eine Befreiung von seiner Vergangenheit werden?

Theo Maassen spielt die Figur des Johann sehr facettenreich, lässt viele Seiten an Johann zum Vorschein kommen: überlegtes Vorgehen, verwirrten Geist, Unberechenbarkeit, bedrohliches Aggressionspotential, Kälte, Freude, sympathische Naivität, Fürsorglichkeit, Opfer und Täter. So entwickeln wir zu ihm ein ambivalentes Verhältnis, während unsere Hauptsympathie und Hoffnung der entführten Tessa gilt, über die Johann sagt, sie sei etwas besonderes, ein guter Mensch. Und das ist sie auch, und so hoffen wir natürlich vor allem für sie auf einen glimpflichen Ausgang der sich ständig zuspitzenden Situation.

Der Film fokussiert auf Johann und auf die Beziehung, die sich im Laufe der Geiselnahme zwischen ihm und Tessa entwickelt. Für mich sind die Handlungsweisen aller Beteiligten (auch größtenteils der Polizei) stets nachvollziehbar. Alle Ereignisse sind realitätsnah und spannend umgesetzt, und so bleibt meiner Meinung nach auch der endgültige Ausgang des Films genauso unberechenbar wie Johann selbst.

war im Cinestar 9, Dortmund

29 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Nothing to Lose
  • Score [BETA]: 67
  • f3a.net: 6.1/10 29
  • IMDb: 7.3/10
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-08-14 16:00

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