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Reviews One Point O

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Reviewer

Bobshock * 8.5

O-Ja

Wer Filme wie Avalon, Pi und Brazil gerne mag, wird sicherlich auch diesen kleinen verwirrenden kafkaesken SF verschlingen. Schick gemacht und toll gespielte Szenen - anspruchsvolle Unterhaltung mit Humor und Kultwert (Udo Kier ist überall). Unbedingt anschauen!

Herr_Kees * 5.5

Speicher voll

Wer möchte nicht in einem Haus wohnen, in dem Hausmeister Lance Henriksen die Glühbirnen wechselt, Androidenschrauber Udo Kier einem seine neuesten Erfindungen vorführt und Nachbarin Deborah Unger einen zu VR-Spielchen einlädt?

Der Film lässt den Zuschauer sehr lange im Ungewissen, worum es überhaupt geht. In welcher Zeit spielt der Film, in welcher Welt, sehen wir Menschen oder sind es vielleicht Computerprogramme, ist alles Realität oder alles Einbildung? Anfangs arbeitet das Gehirn so noch auf Hochtouren und auch die Atmosphäre trägt den Film sehr gut, ab der Mitte jedoch kommt etwas Langeweile auf, das Interesse an den Figuren und Vorkomnissen erlahmt, die Aufmerksamkeit lässt nach. Die Auflösung ist dann auch nicht sonderlich spannend und lässt zahlreiche Fragen offen.

Fazit: Schön gefilmte und gut besetzte Mystery-SF, die sich aber interessanter macht, als sie ist.

war im Metropol, Stuttgart

Slasher_2004 * 5.0

Etwas verwirrend!

Ich persönlich fand den Film etwas irritierend, hab die Story, glaub ich, nicht wirklich gerafft.

Ansonsten, schauspielerisch auf höchstem Niveau. Die Bilder sind auch sehr gut geworden (Kamera überzeugt auf ganzer Ebene).

Spannung?
Teils Fehlanzeige.
Anfangs hatte ich noch hohes Interesse, nach einer Zeit verlor ich allerdings das Interesse (vor allem aufgrund der Story-Verwirrungen). Hat auch seine Längen.

Blut?
Vorhanden, in sehr geringen Mengen. Muss allerdings bei solch einem Film nicht sein. Denn der hier glänzt mehr durch seine Charaktere.

Fazit: Mittelmaß.

predator * 2.5

Schade eigentlich

Der Film bietet eine sehr beklemmende Stimmung. Schade nur, daß daraus nichts gemacht wird. Der Film plätschert vor sich hin und nichts passiert eigentlich. Lance und Udo haben leider nur wenige Szenen, so daß man auch nicht durch eine hohe Leinwandpräsenz dieser beiden Ikonen entschädigt wird.

Fazit: Schade um's Geld.

verweste im Residenz, Köln

D.S. * 5.0

Es rappelt im Karton

Eigentlich müßte "One Point O" ja blendend funktionieren, denn er besitzt alles, was einen guten Film ausmacht: eine interessante, manchmal fast verwirrende Story, die oft und gerne mit dem Thema "Was ist Realität und was nur Einbildung?" spielt. Überdurchschnittliche Schauspielerleistungen. Gelungene Kameraarbeit. Und eine drückende, düstere Atmosphäre: der Film verzichtet fast vollständig auf den Einsatz von Tageslicht.

Seltsamerweise will er dennoch so überhaupt nicht überzeugen. Was meiner Meinung nach vor allem daran liegt, daß sämtliche Figuren hier nur sehr oberflächlich gezeichnet werden: es fällt schwer, sich dafür zu interessieren, was mit ihnen passiert. Sie laufen rum und sagen seltsame Sachen - die zu einem guten Teil bis zuletzt nicht wirklich erklärt werden -, und dann sind sie irgendwann tot oder verschwinden anderweitig, und laufen nun eben nicht mehr rum und sagen seltsame Sachen. Aber das ist einem irgendwie herzlich egal, und ähnlich verhält es sich dann nun mal auch mit dem Storyverlauf...

Auch das niedrige Tempo des Films ist nicht gerade spannungsfördernd. Es passiert letztlich nicht so sehr viel; und das, was geschieht, ist zwar seltsam, aber dann doch nicht seltsam genug, um allein durch seine Skurrilität zu fesseln.

Dabei läßt sich das ganze ja durchaus gut an, indem der Zuschauer direkt in das unausgeglichene Leben des jungen, scheuen Programmierers Simon hineingeworfen wird, das ausschließlich zwischen seinem Computer, den dunklen Gängen seines Appartementkomplexes bzw. den Wohnungen seiner obskuren Nachbarn und dem lokalen Supermarkt hin und her pendelt. Auf unerklärliche Weise ist ein leeres Päckchen in seine abgeschlossene Wohnung gekommen (und im Verlauf des Films werden das noch einige mehr), außerdem erhält er merkwürdige Nachrichten auf seinem Computer und fühlt sich von einer mysteriösen Figur in Hut und Mantel verfolgt - fertig ist die erst latente, später akute Paranoia; fertig ist der Bodensatz für ein Verwirrspiel, bei dem bis zuletzt nicht alle Fronten geklärt werden und Simon sich nie sicher sein kann, wem nun eigentlich vertraut werden darf.

Nur, wie gesagt: der Film steuert dabei nicht etwa in rasantem Tempo und mit Überraschungen gespickt auf die Enthüllung einer großen Antwort zu. Vielmehr schleppt er sich stolpernd und wankend in ein einziges Durcheinander - das ganz offensichtlich gerne clever wäre und uns zu neuen Gedanken anregen möchte. Tatsächlich aber von derart platter Moral ist und ein so polemisches Menschenbild entwirft, daß ich das irgendwann fast nur noch peinlich finden konnte.

Die oben genannten Stärken machen "One Point O" am Ende doch noch recht gut ansehbar. Aber ich wurde das Gefühl nie los, daß sich hier jemand sehr viel mehr vorgenommen hatte, als er zu leisten in der Lage war. Aus dem Versuch, eine außerordentlich intelligente Erzählung zu präsentieren, ist so meiner Meinung nach nur ein außerordentlich langer Marsch durch intellektuelle Schauwerte geworden - der bei außerordentlich simplifizierenden Aussagen ankommt. 5 Punkte.

guckte im Metropolis, Frankfurt

blackwarx * 9.5

WARNUNG!!!

Dieser Film ist nur etwas für Leute, die Psycho-Puzzle-Fans sind und gleichzeitig höchst interessiert an sehr realitätsbezogenen Sci-Fi-Themen (hm, z.B. 12 Monkeys). Ebenso macht er nur Sinn, sollte man der Gruppe von Filmfreaks angehören, die einen solchen Film - zwecks tieferem Eindringen in die Verwicklungen und besserem Verständnis - noch einmal im Kino anschauen und auch noch mal die DVD ausleihen oder kaufen!

Ist dies alles der Fall: 9,5, alle anderen sind eigentlich auch gar nicht geeignet, eine Review zu schreiben!

MrHenke * 8.5

Kafkas Computerprobleme

Düstere Bilder, ungemütliche Lokalitäten, merkwürdige Nachbarn, falsche Freunde... ONE POINT 0 hat all diese Elemente zu bieten. Den einen schreckt eine mystisch angehauchte Geschichte aus der nahen Zukunft sofort ab, der andere findet es genial, wenn alles, was irgendwann in so einem Film Erklärte so erklärt wird, wie's letztlich doch gar nicht ist oder gar nix erklärt wird...

"One Point 0" sei all jenen der zweiten Kategorie wärmstens an Herz gelegt! Ein charismatischer Hauptdarsteller, ein toller Udo Kier, und schön, Lance "Millenium" Hendriksen mal wieder im Kino zu sehen. Der Film lässt dem Betrachter im Nachhinein viel Raum zu spekulieren, zu diskutieren und sich merkwürdig verwirrt aus dem Kinosaal zu bewegen.

Einiges bleibt ungeklärt, für Schauspieler und Zuschauer gleichermaßen, das sollte einem klar sein, bevor man ins Kino geht. Wer Lynchs "Lost Highway" oder Soderbergs "Kafka" mochte, wird dieser Zukunftsvariante einer Mischung aus beidem nicht abgeneigt sein.

glotzte im Cinemaxx, Berlin

oceansize S * 7.0

Dieser Review enthält SPOILER!
Ich kann wirklich nicht behaupten, dass ich den Film zu 100% verstanden habe. Aber was soll das schon heissen? Als alter Lynch-Fanatiker stellt es noch nicht mal eine Überraschung dar, dass der kafkaesk paranoide Protagonist regelmäßig sorgfältig verschnürte, aber leere Päckchen in seiner Wohnung findet - eine gewisse Parallele zu den inhaltslosen Videotapes bei "Lost Highway" ist unschwer zu erkennen...

Streckenweise war es mir dennoch etwas zu ominös, denn schwer zu fassen, worauf der Film denn eigentlich hinaus will. Unnötig kam mir auch der kurzzeitige Virtual Reality Sex-Einschlag vor. Ich vermute, sollte man sich diesen Film ein weiteres Mal anschauen und der Nebel sich etwas lichten, würden eventuell auch unlogische Stellen auftauchen und hinter dem nebulösen Geschehen würde nur begrenzte Brillanz stehen.

Der erste Durchlauf ist aber recht beeindruckend in diesem düsteren, mutmaßlich futuristischen Szenario.

Der Film ist stilsicher gedreht und meistens faszinierend, gegen Ende von zunehmender Spannung, und mit Udo Kier und Lance Henriksen und einem noch nie so glaubwürdig schwitzenden Jeremy Sisto sowie einer beeindruckenden Deborah Unger hat der Film auch eine erstklassige Besetzung bislang unterforderter B-Movie-Darsteller. Im direkten Vergleich mit "The Machinist" kann "One Point 0" nicht ganz mithalten, Fans des jeweiligen Films kann man aber ohne Bedenken auch den jeweils anderen empfehlen.

Sieben Punkte sind schon angebracht.

16 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

One Point O
  • f3a.net: 6.8/10 16
© Fantasy FilmFest Archiv 2019-12-16 03:54

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