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Review Der Pakt der Wölfe

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von Julian Reischl
Der diesjährige Eröffnungsfilm des FFF, Der Pakt der Wölfe, zeichnet sich durch seine epische Länge ebenso aus wie durch seine stets aufs neue verwundernde wie bezaubernde Erzählung.

Die Handlung scheint schlicht: Ein Monster unbekannter Bauart treibt sein Unwesen in einem französischen Landbezirk des Jahres 1764. (war es 1764? ich glaube). Zwei seltsame Gestalten tauchen auf, um der Sache nachzugehen und es nötigenfalls zu erlegen. Der eine ist Biologe und an der Natur interessiert, der andere bleibt zunächst mystisch. (und ich verrate nicht mehr) Nach und nach decken sie seltsame und streckenweise verwirrende Umstände auf, die schließlich dem Film eine komplette Wende geben.

Mein Eindruck: Wunderschön komponierte Bilder, die an "Der mit dem Wolf tanzt" erinnern, ebenso die Musik und die Entwicklung der Hauptpersonen. Alles in allem ein absolut lohnenswerter Film, dessen vielschichtige Aussage in allerlei Richtungen gedeutet werden kann und zu heißen Diskussionen anregt. Ein wenig Grundwissen über die französische Geschichte ist von Vorteil. Der Film ist deutlich tiefgängiger als "Der Mann in der Eisernen Maske" (wegen Frankreich zu dieser Zeit), bewegend wie "Der mit dem Wolf tanzt", nicht so ergreifend wie der "Elefantenmensch" und nicht ganz so spannend wie "Das Relikt", eher so wie "Der Geist und die Dunkelheit". Witz: Nein, Charme ein ganz klein bißchen wie "Highlander".

Gefühl, mit dem man aus dem Film rausgeht: den Tränen nahe, aber sich dessen bewußt, daß es kaum anders hätte kommen können.

PS: Ein Tip: Erst spät anfangen, was zu trinken. Besser gar nichts essen (nicht wegen Gore, sondern weil’s nicht paßt).

glotzte im Cinema, München

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Der Pakt der Wölfe
  • f3a.net: 7.3/10 47
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-08-07 02:33

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