s Prevenge (2016) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Prevenge

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Reviewer

Herr_Kees * 5.0

Bad Moms

Regiedebüt von Alice Lowe, die hier als Schauspielerin absolut überzeugt, als Autorin und Regisseurin allerdings noch deutlich Luft nach oben hat: Der Film bewegt sich unausgewogen zwischen Psychohorror mit blutigen Mordszenen und reinstem Trash. Die Story ist banal und reichlich klischeehaft, das Skript sehr "on the nose" und platt und die "Opfer" werden fast alle so unsympathisch präsentiert, dass einem die Sympathie mit der Hauptfigur regelrecht aufgedrängt wird. Da man als Zuschauer die meiste Zeit weiß, wohin sich die Geschichte bewegt und der Film nicht interessant genug inszeniert ist, um Spannung zu erzeugen, wird es recht schnell recht zäh.

glotzte im Metropol, Stuttgart

Leimbacher-Mario * 6.0

Nabelschnur des Todes

Immer her mit den weiblichen Horror- bzw. Genreregisseuren - gibt es viel zu wenige von! Umso erfreulicher, dass sich "Sightseers"-Star Alice Lowe hochschwanger an ein sehr persönliches Projekt wagte: Eine schwangere Frau bringt scheinbar wahllos Leute um... und zwar von ihrem Baby im Bauch angestachelt & geleitet!!! Eine Killingtour der ganz besonderen Sorte, zwischen Trauer, Blutungen, Psychoterror & Alleinsein. Irgendwo bei "Shelley" & "American Psycho", gewürzt mit schwarzem englischem Humor, gelingt es der urkomischen Regisseurin, eine sehr erfrischende & blutige Herangehensweise an das schwierige Thema Schwangerschaft & Mutter-Kind-Bund zu finden. Gemacht, als die Regisseurin wirklich schwanger war & dadurch extrem meta & wunderschön echt, trotz surrealer Untertöne, bin ich gespannt, ob Lowe ihrem Kind diesen Film irgendwann stolz zeigt & ob das ihren schrägen Humor versteht. Stolz sollte sie auf ihr Regiedebüt definitiv sein & heute im Kino haben genug Leute ihren trockenen Humor verstanden - gut so!

Der Style schwankt von unaufgeregt cool bis unaufgeregt hysterisch & ich habe noch nie einen ähnlichen Film über das Kinderkriegen gesehen. Noch nicht mal dran gedacht. Guck mal, wer da sticht. Die Sprüche des Ungeborenen sind der Knaller & ich hätte gerne noch viel mehr von ihm gehört. Dazu fand ich das offene Ende bzw. die freie Interpretation des bis dato Gezeigten interessant, jedoch sehr vage & nicht ganz zu Ende gedacht. Die einzelnen Kills wirken losgelöst von der Welt, fast wie eigene Clips oder Sketche, haben dazu keine Auswirkung oder wirkliche Verbindung zum Rest des Films. Zumindest hatte ich oft das Gefühl. Dafür reißen Schenkelklopfer-Szenen, wie die in & um eine 70er-Party & dessen DJ, so einiges raus. Definitiv die lautesten Lacher an diesem Fantasy-Filmfest-Tag von mir... Alice Lowe ist spätestens jetzt eine Dame, die man im Auge behalten sollte, denn ich habe irgendwie das Gefühl, dass dies nur die Fingerübung zum Warmwerden war. Jetzt ist das Baby da & der Spaß geht erst so richtig los ;) Hoffen wir’s!

Fazit: zwischen Mutter & Tochter ist es schon ein ganz besonderer Bund. Schwarzer Humor trifft Schwangerschaftsdepri. Nice, doch kein zweiter "Sightseers". Muss ja auch gar nicht...

saß im Residenz, Köln

14 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Prevenge
  • Score [BETA]: 73
  • f3a.net: 6/10 14
  • IMDb: 6.6/10
  • Rotten Tomatoes: 92%
  • Metacritic: 72/100
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-04-04 03:43

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