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Review Rendel

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Hau druff und Schluss.
von Alexander

Diesem finnischen Superhelden-Epos von Regisseur Jesse Haaja, der in den letzten 20 Jahren bestimmt jede Batman-Produktion bis zum Erbrechen konsumiert haben mag, quillt seine Überambitioniertheit aus jeder Filmsekunde. Umso erstaunlicher bleibt dabei die erschreckende Einfallslosigkeit und Ideenarmut dieses fatal überzeichneten Werkes. Am mangelnden Budget kann das nicht gelegen haben, denn insgesamt wirkt "Rendel" weder billig noch nachlässig produziert. Es ist mehr die ständige Wiederholung immer gleicher Szenen, die dem Zuschauer mit dem Damphammer eingehämmert werden, bis man eigentlich keine Lust mehr hat, die den Film versauen.

Denn "Rendel" besitzt im Gegensatz zu anderen "Superhelden" nicht sehr viel mehr als seine Fäuste, mit denen unser Held im finnischen Underground aufräumt wie weiland Bud Spencer und Terence Hill. Dies vermag zu Anfang noch für einige Schauwerte in den Actionszenen zu sorgen und bietet eine Weile ganz erträgliche Unterhaltung. Das Fatale an dem Film ist aber, dass er seine sehr simple Geschichte ohne nennenswerte Höhepunkte oder interessante Twists mit den immer gleichen Kampfszenen eigentlich alle paar Minuten nur wiederholt.

Dabei nimmt sich der Film zu Anfang keinesfalls ernst, was ihm, bedingt durch einige interessante Charaktere und Gags, Sympathien einbringt. Dazu passt dann aber überhaupt nicht die erschreckende Härte, mit der "Rendel" sich zur Mitte seiner Geschichte in eine finnische Version des "Punishers" wandelt, um mit viel bombastischer Musik, die hier nahezu inflationär eingesetzt wird, noch mehr Bösewichte zu verdreschen.

Ein bisschen mehr Feinstofflichkeit oder ein paar mehr Ideen jenseits brachialer Prügeleien hätten aus "Rendel" einen durchaus passablen Indiebeitrag und eine Bereicherung des von Marvel recht einseitig dominierten Superheldenuniversums machen können. So aber wurde es nicht viel mehr als Popcornkost für große Jungs.

glotzte im Cinestar, Frankfurt

36 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Rendel
  • Score [BETA]: 48
  • f3a.net: 4.8/10 36
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-07-12 09:18

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