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Review Repo! The Genetic Opera

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Saw’n Schei**
von kinokoller

Ok, ich kann mit Nu-Rock generell nix anfangen und auch mit D.L. Bousmans blödsinnigen Saw-Sequels hab ich’s nicht wirklich. Trotzdem wollte ich REPO eine Chance geben, in der Hoffnung, mal wieder einen außergewöhnlichen Musik-Film zu sehen. Schlußendlich bewahrheitete sich jedoch nur die Befürchtung, daß der Film einfach bloß grottiger Schund sein könnte: der Reschisser wollte wohl Kult à la ROCKY HORROR PICTURE SHOW schaffen, scheitert aber beinahe auf gesamter Länge mit seiner 'Genetic Opera'.

Beginnt das Ganze noch recht interessant wie eine Melange aus SIN CITY und MOULIN ROUGE, so entpuppt sich das Filmchen schnell als billiger Blender. Was den Stil der Inszenierung angeht, so erinnern Weichzeichner, übertriebene Lichtsetzung und körnige Bilder eher an schlechte Videoclips als an einen Kinofilm bzw. Musical. Und so lieblos, wie hier die Musik-Fetzen zusammen geschnibbelt sind.. das hat mit ’nem rockigen Musical nur noch entfernt etwas zu tun. Mitgerissen haben einen die Teeny-konformen, poppigen Songs überwiegend ebenfalls nicht (na ja, und die Anlage im Cinedumm war zu leise gedreht, als daß irgendwie Stimmung im Saal hätte aufkeimen können).

Gehen wir aber mal davon aus, die Darsteller hätten selber gesungen, so überrascht zumindest die eine oder andere Stimme. Anthony Head (Giles aus der Buffy TV-Serie) zeigt Charisma und erinnert gesanglich an Glen Hansard (ONCE), auch wenn er seine Kehle nicht besonders variationsreich einzusetzen weiß. Und so wenig Paris Hilton schauspielerisches Talent besitzt, so sehr muß man sie doch für Ihre geträllerte Liedchen loben - mutig. Besonders gefallen hat aber Terrance Zdunich: beim Auftritt des Grave-Robber kam dann doch einige Male Musical-Feeling auf, leider aber hat diese Randfigur storytechnisch überhaupt keine Relevanz - schade eigentlich.

Zu guter Letzt übertrifft die Scheinheiligkeit der Amis sowieso mal wieder alles. Da wird sawmäßig ausgeweidet, geschlitzt und geschnetzelt, und wenn für zwei Sekunden mal ein paar blanke Titten ins Bild gehalten werden, feiert der Film sich, als hätte er soeben sämtliche Tabus samt der 10 Gebote gebrochen. Na bravo, D.L. Bousman. Schnell noch Saw 5, 6, 7, ... hinterherschei**en.

war im Cinedom 9, Köln

54 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Repo! The Genetic Opera
  • Score [BETA]: 65
  • f3a.net: 6.7/10 54
  • IMDb: 6.3/10
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-02-29 11:35

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