s Resurrection of the Little Match Girl (2002) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Resurrection of the Little Match Girl

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Reviewer

Jochen Werner * 5.5

Der teuerste Experimentalfilm aller Zeiten

RESURRECTION OF THE LITTLE MATCH GIRL ist mindestens so seltsam, wie der Titel vermuten läßt. Was ja eigentlich schonmal ganz gut klingt. Das MATRIX-Publikum jedenfalls wird ihn vermutlich hassen. Was ja auch nicht die schlechteste Empfehlung ist. Aber leider verliert Regisseur Jang Sun-Woo irgendwann im Verlauf der 120 Minuten Laufzeit wohl selbst den Überblick, und der Film wird zu einem Sammelsurium manchmal netter, häufig aber auch recht sinnloser Episoden.
Das tut aber der Tatsache keinen Abbruch, daß einige Sequenzen des Films von unglaublicher inszenatorischer Schönheit sind.
Fazit: Wer einen guten, durchdachten Film sehen will, halte sich an des Regisseurs letztes Werk LIES. Experimentierfreudige Kinogänger, die auch mal die eine oder andere Länge überstehen, mögen ROTLMG eine Chance geben.

panamajo * 8.5

Einfach gute Unterhaltung!

RotlMG bietet das, was einem bei z.B. Matrix:Reloaded vorenthalten wurde: gute Unterhaltung. Originalität sucht man vergebens, aber der Film funktioniert.
Einfach Popcorn & ein Getränk der Wahl mitnehmen und man wird einen guten Abend voller Action, Spoofs (wenn der ach so coole Mantel mal nicht so fällt wie gedacht), Zitate (wer ist der große Kerl mit Gummibaum und Sonnenbrille in Begleitung einer Minderjährigen im Nudelimbiß wohl?), netter & tragender Story und FX, die eben nicht zum Selbstzweck dienen, genießen können.
Ob das für den teuersten Film aus Korea angemessen ist? Keine Ahnung, ich habe mich prächtig amüsiert.

DaiGoro * 7.5

Der Versuch, etwas neues zu zeigen

An sich fand ich den Film ganz cool, weil er versucht hat, total neue Geschichten zu entwerfen. Leider verschwimmen die schönen Ideen in einem Meer voller 0-8-15-Action.
Es geht gut zur Sache, Bleiballaden à la John Woo, an Matrix angelehnte Effekte und ein Bodycount, den man sonst nur aus Robocop und Hot Shots kennt. Ironisch, satirisch und sarkastisch. Hinter allem eine Liebesgeschichte, und alles in einem ein Spiel (oder?).
Man hätte viel mehr daraus machen können, doch die ersten Anreize waren zumindest da. Wer auf großen Anspruch wertgelegt hatte, der wurde enttäuscht.

Ich hoffe aber, dass der Film viele andere Filmemacher inspiriert hat, diese Idee aufzugreifen und etwas noch krasseres daraus zu machen.

Fazit: sehr schöne Idee, in manchen Teilen zu langatmiger Kitsch, gute Action, doch noch etwas mehr Originalität erforderlich.

Daigz

war im Cinema, München

Felix Schweiger * 6.5

Game Over

Ein Lieferjunge taucht in eine Spielwelt ein, in der alles möglich ist. Das feuerzeugverkaufende Mädchen muss glücklich erfrieren, doch Lara Croft hat auch noch ein Wort mitzureden.
Klingt verwirrend? Egal, das Programmheft hat uns ja schon vorgewarnt, daß die Story nix taugt, ein LSD-Trip ist es dennoch nicht geworden. Das Remmidemmi sitzt, die Effekte sind okay, doch hie und da hätt man sich etwas Straffung gewünscht. Bonus für seltsame Einfälle en Masse, im Gesamteindruck lässt einen der Film eher kalt.
Fazit: Koreanischer Eye-Candy, dynamisch, aber so kurzlebig wie Zuckerwatte.

war im Cinema, München

Athanasios Mazarakis S * 3.5

Dieser Review enthält SPOILER!

Je länger ich darüber nachdenke...

umso schlechter finde ich den Film.

Sorry. Vielleicht hätte ich auch nicht zwei Minuten vor Filmbeginn mir über folgende Passage Gedanken machen sollen: "Zu Erreichen des maximalen Fun-Scores raten wir, sämtliche Erwartungen in die Ecke zu kicken, das gewohnte Trachten nach Kontrolle auszuschalten und in möglichst hingebungsvollem Genuss die volle Breitseite genialer Kinounterhaltung in eure Gehirne einzusaugen." - nun, ich hab’s versucht und bin kläglich gescheitert.

Der Anfang konnte mich als begeisterten Computerzocker einfach nur - begeistern. Überall "Pro-Gamer" und auch ansonsten schien der Plot sich gut voranzutreiben. Als dann unser Held tatsächlich "in der Matrix" gelandet ist, wurde es ja richtig spassig... irgendwie.

Es gibt eine Menge Gags und Seitenhiebe auf entsprechende Filme, allen voran "Matrix". Und genau wegen diesem verdammten Film war das Kino auch gerammelt voll und die Leute erwarteten viel Spass... Ich habe es jedenfalls selten auf dem FFF erlebt, dass nach einer Actionkomödie (richtiges Genre?!?) NICHT geklatscht und gegröhlt worden ist.

Der Film stellt auch die Programminfo richtig: Man soll zwar das Mädchen beschützen, allerdings vor anderen Mitspielern! Das Ziel: Sie soll genauso (glücklich?!?) sterben wie in der Geschichte von Andresen. Super:-/

Es folgen dann leider unzählige Längen, aber auch ansatzweise Genialität -> getötet durch Langeweile. Meine Bierleiche von Nachbar (mindestens genauso schlimm wie Popcorn futtern während des Film) ist sogar während des Films eingepennt!

Ich kann daher den Film definitiv NICHT empfehlen, da nur die ersten 60 Minuten wirklich klasse sind. Und ganz viele Fragezeichen: Wieso wird im "Haus der Engel" zuerst nur grünes Blut verspritzt (Parodie an die Zensierungsindustrie?!? Alles Aliens?!?) und dann spätestens bei der Hausleiterin fliessen wieder normale Blutschwaden?

Egal. Streicht den von Eurer Liste. Ihr tut Euch damit echt einen Gefallen.

saß im Metropol, Stuttgart

ZardoZ * 7.0

Was ist das ? Matrix auf Koreanisch ? Avalon in Farbe ? Dieser Film ist unbeschreinblich, ja fast unfassbar. Eine Aneinanderreihung von Actionsequenzen, Specialeffects-Overkills und irgendwelchen Slapstikeinlagen ohne Sinn und roten Faden, oder war da doch was ? Der Film erscheint einem wie ein Drogentrip. Schrill und heftig. Ich weiss nur noch, dass es ein doch recht interessantes, einmaliges Erlebnis war.

Herr_Kees * 6.5

Bin ich schon drin?

Ja, wo fängt man da an. Wer sich für asiatische Filme begeistert, wird ihn sich ohnehin ansehen. Wer sich für Computerspiele, Simulationen und MATRIX interessiert, vermutlich auch. Für alle anderen liste ich einfach mal auf, was drin ist im Film:

Es gibt ein paar nette Ideen, die mit Realität, Virtualität und ihrer Vermengung spielen.
Es gibt ein paar der besten over-the-top-Action Sequenzen seit HEROIC TRIO und BLACK MASK.
Es gibt schöne visuelle Effekte und es gibt (bewusst?) schlechte visuelle Effekte.
Es gibt eine Story. Gibt es eine Story? Vielleicht gibt es eine Story.
Es gibt eine Menge Charaktere, die auch alle schön vorgestellt werden, aber manche sind eh gleich wieder weg oder tot.
Es gibt Personen, die auf einmal andere Frisuren aufhaben. Vielleicht liegt es an der Matrix? Ein Update?
Es gibt Symbole und Codes, die man vielleicht mit westlichem Blick nicht zu entschlüsseln vermag. Vielleicht sind sie aber auch einfach nur da, weil der Regisseur das für eine gute Idee hielt.

Der Film ist nicht so unterhaltsam und nicht so spektakulär wie MATRIX.
Der Film ist komplizierter (nicht unbedingt komplexer) als EXISTENZ.
Der Film ist ziemlich lang geraten und unter Umständen (z.B. Uhrzeit) etwas anstrengend.

saß im Metropol, Stuttgart

flo

Irgendwann muss den jungs das "geld" und dann der überblick über diesen flic verloren gegangen sein!
von teilweisen 1A sfx bis hin zu: mach ma einer die schnüre da weg, ist alles vertreten!
leider trübte mich am meisten, dass die jungs, welche für die untertitel zuständig waren, vergessen haben, dass weisse schrift auf hellem hintergrund einfach ein ganz grosser spezial effekt sind! nicht leserlich und viel zu schnell blitzten die untertitel auf!
leider konnte ich, wie viele auch nicht, mein gehirn neben mich legen und die "show" geniessen. vielleicht fehlt uns europäern auch verständnis für "das tao" (der weg) des films, denn wo war er denn????
aus meiner sicht liess auch die action zu wünschen übrig!
ob kampf szenen, pistolen geballer oder verfolgungsjagd, nichts wollte mich so richtig vom stuhl hauen!!!!
sicherlich hat der film gute ansätze und künstlerisch würde ich ihn auf jeden fall betiteln!
aber nix neues eben!
holt euch das ding auf dvd, wenn ihr meint ihn selber sehen zu müssen! guckt euch lieber the duel project an, da lohnen sich die 8 euro 120%!!!!!!!

glotzte im Turm-Palast, Frankfurt

D.S. * 9.0

Ein bonbonbunter Trip ins Bodenlose

RESURRECTION... ist mit Sicherheit einer der außergewöhnlichsten und abwechslungsreichsten Filme des FFF2003. Aus der Menge an Ideen, die in diesen Streifen gesteckt wurden, würden andere fünf oder mehr Filme produzieren - aber vermutlich würde keiner davon auch nur ansatzweise die Faszination dieser Wundertüte ausstrahlen.

Die Story läßt sich nur schwer zusammenfassen - insbesondere, da sie mehrfach die Richtung wechselt, ihre Voraussetzungen und Rahmenbedingungen plötzlich komplett negiert, sich kopfüber in immer neue Absurditäten stürzt. Aber im Groben geht es um den Außenseiter und Möchtegern-Game-Pro Ju, der - mit leisen Anklängen an AVALON - in der realen Virtualität an einem Spiel teilnimmt. Ziel ist es, das Herz eines jungen und unglaublich süßen Mädchens, das Feuerzeuge verkauft, für sich zu gewinnen - und dafür zu sorgen, daß es hungernd und allein im Schnee erfriert. Der Sieger des Spiels wird mit einer sorgenlosen Zukunft mit dem Mädchen in einer "glücklichen Welt" belohnt. Dabei hat Ju nicht nur eine ganze Menge Kontrahenten, die allesamt wesentlich mehr Erfahrung, Waffen und Geschicklichkeit vorweisen können als er selbst, es gibt auch eine mindestens ebenso hohe Zahl an Feinden, die er daran hindern muß, das Mädchen zur Prostitution zu bewegen, oder ihnen schlicht und einfach eins der Feuerzeuge zu verkaufen. Natürlich: im Verlauf der Geschehnisse verändert sich Ju, wird selbstbewußter und entschlossener. Aber auch die Spielwelt verändert sich durch sein Eindringen. Bald läuft nicht mehr alles so, wie es soll, und die Fehlentwicklungen werden immer massiver...

Auf seinem Weg durch die Spielwelt begegnet Ju den verschiedensten Charakteren, und wir erleben einen Genrewechsel im Minutentakt: sehr poetisch beginnend, ist der Film zunächst vor allem eine Komödie, wird zum Adventure, bietet mitreißende Actionsequenzen und immer wieder beeindruckende, vor allem aber originelle Effekte, wechselt vom Shootout zur Melodramatik zur Groteske...Die Handlung wird auf unglaublich vielfältige Weise vorangetrieben, aber ohne daß dabei jemals der Faden verloren geht; dabei wird ein atemberaubendes Tempo vorgelegt, aber ohne daß dabei jemals Hektik oder Unübersichtlichkeit entsteht; Locations und Handlungsstränge werden permanent gewechselt, aber ohne daß dabei ein pseudo-modernes MTV-Flair entsteht. Eigentlich erzählt RESURRECTION... eine sehr einfache Geschichte, ist in weiten Teilen ein fast klassischer Liebesfilm - bedient sich dabei jedoch so ungewohnter dramaturgischer Mittel, daß ein tatsächlich vollkommen neues Filmerlebnis entstehen kann - wenn man sich darauf einläßt. Das spannendste ist dabei meiner Meinung nach, daß die Kraft und Außergewöhnlichkeit des Films tatsächlich von Innen, aus der Story selbst und ihrer Inszenierung kommt: zwar gibt es auch eine recht große Zahl an visuellen Effekten zu bestaunen, aber anders als bei MATRIX und Konsorten machen sie hier nicht den Film aus, sondern "verschönern" nur einzelne Segmente.

RESURRECTION... ist ein einmaliges Erlebnis, das man sich unbedingt auf der Kinoleinwand gönnen sollte. Aber Vorsicht: man kann sehr leicht süchtig werden. Und wünscht sich, es hieße nie mehr "Game Over". 9 Punkte. Grandios.

staunte im Cinemaxx, Berlin

Bobshock * 9.0

Highlight

Resurrection ist so vollgepackt mit guten Einfällen und schönen Bildern, hipper Musik und wilder Action, dass es eine Freude ist. Niemals nimmt der Film sich zu ernst und niemals läßt die haarsträubende Handlung sich vorhersagen. Ein poppiges Märchen für Erwachsene mit zarter Poesie und authentischer Computergrafik zwischen Easy-Listening-Trash und Computerspiel-Kult. Genialer Fun und ein echtes Highlight dieses Jahr!

Umelbumel * 7.0

Ja... war gut... ja... : )

Also, der Film fängt unglaublich genial an. Extrem lustige Ideen, tolle Action und total durchgedreht! Also das, was man sich erhofft hat. Dann wird’s aber lahmer. Viele Szenen werden oft wiederholt und so nach ein, zwei Minuten wird’s dann auch langweilig. Die Story wird auch immer merkwürdiger, und so hört’s dann langsam auf, wirklich Spaß zu machen. Doch nach ein paar Längen findet der Film dann langsam wieder zu seinen alten Stärken und hat doch ein nettes Finale. Schwer zu beschreiben. Man muss diesen Film einfach mal gesehen haben.

goutierte im Cinemaxx, Hamburg

23 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Resurrection of the Little Match Girl
  • f3a.net: 6/10 23
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-09-22 19:36

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