s Rubber (2010) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Rubber

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Reviewer

Smotti * 9.0

9 stars for no reason

Der dritte Film von Quentin Dupieux aka Mr. Oizo nimmt sich alles andere als sonderlich ernst und macht so richtig Spaß, nicht zuletzt der Musik wegen, welche ebenfalls seltsam entfernt bekannt verspielt wummernd von Mr. Oizo selbst stammt. (Später erinnern wir uns wieder an die gelbe Puppe Flat Eric, die Ende der 90er im Takt der Musik in den Charts headbangte... http://www.youtube.com/watch?v=T7j2MWaRNtE )

Zu Rubber möchte ich nicht viel mehr sagen, als dass es ein super Abschlussfilm für mein FFF2010 war und ich dieses Stück Gummi so richtig gern gewinnen konnte, trotz der Sache mit dem Hasen. ;0)

goutierte im Cinemaxx 3, Hamburg

Francis * 10.0

Bei diesem Film darf man eigentlich nicht viel verraten, sonst ist der Erstgenuss versaut. Nur so viel: Es ist ein Autoreifen Road-Movie! Robert aka The Tyre wird lebendig und rollt und mordet seines Weges, beobachtet von einem Kinopublikum.
Das klingt zu abgefahren? Das klingt zu langweilig? Nope. Warum macht jemand so einen Film? No reason!

Erstveröffentlichung

war im Cinemaxx 7, Berlin

landscape * 7.0

Fingerübung

Was kann man mit einem Reifen machen? Wie erweckt man ihn zum Leben? Das wird hier liebevoll durchgespielt, ist ansonsten ziemlich sinnfrei und doch weniger trashig als erhofft, dafür wird man durch herrlichen Quatsch fürs Reingehen belohnt.
Fürs Fresh Blood kam er wohl nicht mehr in Betracht, ist die dritte Arbeit von Dupieux. Er hätte da etwas besser reingepaßt - als Abschlußfilm bietet er sich meines Erachtens nicht ganz an, geht aber gerade noch so in Ordnung.

war im Cinemaxx 3, Hamburg

T-Killa * 3.5

Gib Gummi

Was kann man von einem Film erwarten, der sich als "hommage to no reason" ankündigt?
Nicht viel...

Es geht wirklich nur um einen Autoreifen!!!

Und weil es im Allgemeinen ziemlich langweilig ist einem Reifen beim Rollen zuzusehen, werden auf das Gummi menschliche Eigenschaften und -heiten projiziert. Und er kann Sachen zum Platzen bringen. Das Ganze wird noch angereichert mit einigen wenigen Skurrilitäten und Absurditäten, die allerdings extrem aufgesetzt wirken.

Ich fand’s nicht wirklich interessant - geschweige denn witzig. Ein Autoreifen eben. Der Film sieht sich selbst zu sehr als Kunst(werk), so dass er irgendwie distanziert auf mich wirkte.
Dennoch scheint sich die Mehrheit im Kino köstlich amüsiert zu haben. Noch nie habe ich so viele Leute über einen umfallenden Reifen lauthals lachen gehört.

Wenn man eine Dauerkarte besitzt, ist der Film vielleicht ein kleiner witziger Abschluss - immerhin geht er nur 80 Minuten. Aber wenn man dafür zahlen muss, sollte man sich den Film lieber sparen.

Die Punkte gibt’s für den tollen Soundtrack.

war im Cinemaxx 7, Berlin

The_Coma-man * 9.5

UN CHIEN ANDALOU 2

Oh welch prachtvolles Meisterwerk!! RUBBER ist mitnichten ein Film über einen Reifen, sondern eine surreale Meditation über das Kino an sich!! Große Kunst, großer Spaß!!

Das muss man gesehen haben, um es zu glauben. Und Roxanne Mesquida, die neben KABOOM ein zweites mal beweist, wie saugeil sie schauspielen kann!!

verweste im Cinemaxx 7, Berlin

lexx

Wieso auch nicht.

Rubber is klasse, das Feingefühl mit dem uns Mr. Oizo in die Welt des Autoreifens einführt, seine Gefühle, Hoffnungen und Wünsche vermittelt, auch die Feinheiten nicht außer Acht lässt und Erotik, Sex und Gewalt in einer Symbiose unzähmbarer Leidenschaft miteinander verbindet. Nicht zu vergessen die dramatische Handlung, nervenaufreibende Spannung, der bitterernste Unterton und das kurzweilige Storygerüst. Rubber ist eine Erfahrung ohne Wiederkehr, wer sich auf den Autoreifen einlässt, erlebt Schmerz, Glück und Freunde, als ginge es um seinen seine eigene Person, atmet den trockenen Sandtaub der Steppe ein, spürt das tiefe Profil auf seiner Haut und erfährt das Gefühl der ersten großen Liebe...

Natürlich ist das alles Quatsch, es geht um einen Autoreifen, der rollt durch die Gegend und bringt Köpfe zum Platzen. Wieso ich so einen Blödsinn schreibe? No reason.

verweste im Metropolis 1, Frankfurt

GeorgeKaplan * 6.0

Autokino

war im Cinedom 9, Köln

FFFler * 6.5

No Reason

Ein Film über einen Autoreifen, der plötzlich lebendig wird, durch die Wüste fährt, sich in eine Frau verliebt und dabei noch telekinetische Kräfte besitzt und Lebewesen zum Platzen bringen kann. Was für ein abgefahrenes Szenario für einen Film, doch recht schnell wird klar, dass die Idee den Film nicht über die komplette Laufzeit tragen kann. Aber glücklicherweise hat Mr. Oizo das selbst gemerkt und einen zweiten Handlungsstrang nebenher laufen lassen, die für mich sogar ein ganzes Stück interessanter war ... ohne jetzt zu viel verraten zu wollen: Das sollte man einfach erleben. Aber auch diese beiden herrlichen Szenarios haben zumindest für mich nicht ausgereicht um über die 80 Minuten Laufzeit zu unterhalten, wiederholen sich die Szenen mit dem meiner Meinung nach ziemlich gut animierten Reifen zu häufig und es herrscht einfach zu wenig Abwechslung. Sicherlich kurzweilig unterhaltsam, aufgrund seiner beiden herrlich absurden Ideen, aber sie tragen alleine keinen Film und haben vor allen Dingen kaum Wiederanschauungswert. Bin mir sicher, dass ich den bei einer möglichen Zweitsichtung deutlich abwerten würde.

Erstveröffentlichung

goutierte im Cinemaxx 7, Berlin

D.S. * 6.5

A Hommage to "No Reason“

war im Metropolis 8, Frankfurt

glorrk * 3.0

Naja.

Die Idee erst einmal ist trotz oder aufgrund ihrer Absurdität sehr gut, der Eingangsmonolog des Polizisten ist glänzend.

Jedoch vermag aus meiner Sicht der Film die Laufzeit von über 80 Minuten nicht zu unterhalten, die Idee und Handlungsmöglichkeiten nutzen sich dann doch irgendwann ab und nach einer gewissen Zeit begann der Film mich zu langweilen. Ein knackiger Kurzfilm von 15 Minuten wäre hier Mittel der Wahl gewesen, finde ich.

Das Setting weiß zu gefallen, die Schauspieler sind OK, schade jedoch, dass die Ergebnisse der Kräfte von Robert mehr oder minder immer identisch ausfallen.

Als Abschlußfilm für mich eine große Enttäuschung.

verweste im Cinema, München

Rohrkrepierer * 9.0

nicht nur ein bißchen blöd!

Nun. Ich hatte einen kostengünstigen Film zwischen Kunst und Trash erwartet. Und was kam? Ein Film der sich nicht zwischen diese Stühle setzt - er demontiert sie und haut sich und dem Zuschauer ein starkes Wort entgegen: Wurscht!
Dieser Film ist absurdes Kino und das mit vollem Bewusstsein. Keine Längen, kein Leerlauf. Alles - und das erstaunt mich und sicher auch die Macher - alles ergibt Sinn in diesem wilden Unsinn. Und wenn uns Quentin Dupieux auch weismachen will, dass dem nicht so ist, dann sicher mit einem schalkhaften Grinsen auf den Lippen, denn er weiß: nur in der Sinnlosigkeit und der inhaltlichen Leere von RUBBER konnte er seine Visionen verwirklichen. Seine Visionen eines mordenden Reifens und seiner Tour durch die weiten Steppen der USA. Und das ohne sich in den Untiefen des sich selbst überhöhenden Kunstkinos zu verlieren.

Vollkommener Blödsinn, aber mit Verstand.

staunte im Cinecitta' 3, Nürnberg

Alan Smithee S * 7.0

Dieser Review enthält SPOILER!
"Rubber" war er dann, der schräge (aber natürlich auch etwas traurige) Abschluss der Frankfurter Filmfestwoche über einen Killerreifen mit telekinetischen Kräften, der sich in eine französische Touristin verliebt und auf seiner abenteuerlichen Reise durch die Wüste unter anderem einen Hasen und die Köpfe vieler argloser Passanten explodieren lässt...

Zu Beginn erklärt ein Sheriff, der wohl das Alter Ego des Regisseurs ist, dass es in jedem großartigen Film ein "element of no reason" gäbe, weil dies auch auf unser tägliches Leben zutreffe. In "Rubber" ist Robert, so der Name unseres sympathischen Killerreifens, dieses Element, was aber nicht bedeutet, dass der ganze Film, wie manche behaupten, nur eine Ansammlung absurder Szenen "with no reason" ist.
Als Film im Film, in dem eine Gruppe Zuschauer mit Ferngläsern der Handlung folgt und diese kommentiert, liefert "Rubber" nämlich eine recht amüsante Reflexion über das Verhältnis von Zuschauern und Filmemachern.

In einer Szene glaubt der Sheriff, der Robert auf den Fersen ist, fälschlicherweise, dass alle Zuschauer im Film an vergiftetem Essen gestorben seien. Die Art, wie er mit seinen Kollegen umgeht, illustriert dabei, dass ein Film erst in den Köpfen der Zuschauer "real" wird und ohne sie nur ein künstliches Gebilde bleibt.
Gleichzeitig stellen Zuschauer während eines Filmes stetig in Frage, wie realistisch das Gezeigte ist (u.a. im physikalischen Sinne). Die Szene, in der Robert in den Swimmingpool rollt, zeigt sehr schön, dass Filme umgekehrt aber auch das Weltbild der Zuschauer und ihre Vorstellung darüber, was eigentlich realistisch ist, beeinflussen: Auf die Frage einer Zuschauerin, ob ein Reifen im Wasser überhaupt untergehen könne, erwidert ein Mann neben ihr lediglich, dass er das natürlich tue, denn sie hätten es ja gerade (im Film) gesehen.
Später versucht der Sheriff, Robert mit einer Frauenpuppe und Dynamit in sein Verderben zu locken, wird dabei aber vom letzten überlebenden Zuschauer unterbrochen, der sich über die "Sinnlosigkeit" der Szene beklagt und mehr Action fordert. Er macht Vorgaben für die Handlung, ohne dabei selbst ein Risiko eingehen zu wollen, und wird dafür witzigerweise auch umgehend bestraft.
Die Message an dieser Stelle ist offensichtlich: So wichtig Zuschauer für Filme auch sind, ist Filmemachen vor allem eine Kunstform und damit mehr als nur die Befriedigung von Unterhaltungsbedürfnissen des Publikums. Das Ende des Films ist in diesem Zusammenhang wohl als Seitenhieb auf die großen Hollywood-Blockbuster zu verstehen, die in den Augen vieler für kommerzielles Massenentertainment ohne künstlerische Relevanz stehen.

Unterm Strich fand ich "Rubber" sehr unterhaltsam, die Grundidee des Films aber nicht ausreichend, um einen ganzen abendfüllenden Film zu tragen. Vermutlich wäre Robert in einem Kurzfilm tatsächlich besser aufgehoben gewesen, wie eine Kollegin meinte. Ein ungewöhnlicher und über weite Strecken sehr schöner Abschluss des Filmfests war der Film für mich aber dennoch.

goutierte im Metropolis 8, Frankfurt

Leimbacher-Mario * 4.5

Nicht auf meiner Reifenlänge

Ein Autoreifen, der ein Bewusstsein entwickelt hat & nun durch die amerikanische Wüste zieht & Menschen tötet? Wie kann so ein Film nicht Hammer werden? Wie kommt man auf solche Ideen? Und wohin rollt er?

Ich muss ganz ehrlich sagen, auch, wenn ich es bei dieser extrem abgefahrenen Schnapsidee niemals gedacht hätte: Rubber ist teilweise extrem zäh & langweilig. Ähnlich wie bei Tusk würde ich fast sagen: eine coole Stammtisch-Idee macht noch keinen guten Film. Und das bei dieser kurzen Laufzeit... :(

Aber vielleicht liegt mir auch einfach Quentin Dupieuxs abgedrehter Style (noch) nicht so, denn auch der Nachfolger Wrong konnte mir viel weniger Lacher entlocken, als ich es mir erhofft hatte. Vor Ideen strotzen die Filme nur so, sie sind mutig, teilweise lustig & auch auf ihre Art strange, postiv & cool - aber wenn es nicht passt, dann ist das eben so.

Rubber bietet wenig Tempo, wird gestreckt von sinnfreien Monologen, Beobachtern innerhalb des Filmes, die kommentieren & Teil des Geschehens werden (um dem Ganzen unnötigerweise noch eine weitere Metaebene unterzuschieben), bietet wenig Kills, wenig Gore, zu wenig Spaß, absolut keine Spannung - aber immerhin eine Grundidee, die mich weiterhin fasziniert & einen tollen Schlussgag. Wer hier aber 80s-Trash erwartet, ist ziemlich fehl am Platz. Da ist, ehrlich gesagt, selbst die Attacke der Killertomaten unterhaltsamer, oder Sharknado, um ein neueres Beispiel zu nennen. Die können immerhin gut damit leben, was sie sind, tun nicht intellektueller als nötig!

Der Film ist sehr zynisch, verkopft, zwanghaft cool & viel zu sehr auf Technik, Style & Metaebene konzentriert für meinen Geschmack. Potential zum Kultfilm sehe ich aber immer noch, da sich wunderbar über dessen Qualität, Aussagen & Unterhaltungsgrad gestritten werden kann.

Fazit: ein Arthouse-Film im Kult-Trash-Gewand - ging bei mir nicht wirklich auf!

69 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Rubber
  • Score [BETA]: 67
  • f3a.net: 6.4/10 69
  • IMDb: 7.0/10
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-09-21 08:36

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