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Review Shrew’s Nest

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Grandiose Hauptdarstellerin
von ArthurA

Im Kern ist Shrew’s Nest eine sehr tragische, düstere Geschichte und Macarena Gómez’ Montse eine komplexe, traurige Figur, die Annie Wilkes aus Misery in nichts nachsteht. Ihre Visionen von ihrem brutalen Vater (grandios: Luis Tosar, der nach Sleep Tight auf Creep-Rollen abonniert zu sein scheint) und gelegentlich eingeworfene Flashbacks offenbaren nach und nach die schockierende Vorgeschichte, die Montse zu dem gemacht hat, was sie nun ist. Gómez liefert mit der Rolle eine absolute Meisterleistung ab und schwankt zwischen Verletzlichkeit und Verzweiflung in einer Szene und blutrünstigem Wahn und Aggression in der nächsten. Neben einer solchen Naturgewalt geraten Nadia de Santiago und Hugo Silva in den Hintergrund und die langsam aufkeimende Romanze zwischen den beiden fühlt sich arg aufgezwungen an. Außerdem ist das Voiceover von de Santiago, in dem die Parallelen der älteren Schwester zur (titelgebenden) Spitzmaus erklärt werden, eigentlich überflüssig und trägt wenig zu dem Film bei, das die gezeigten Bilder nicht so schon gut rüberbringen.

Doch diese Probleme sind eigentlich nebensächlich, denn im Großen und Ganzen funktioniert Shrew’s Nest von Anfang bis zum Ende sehr gut. Das Setup ist Misery sehr ähnlich, doch es werden gänzlich andere Schwerpunkte gesetzt. Die schockierenden finalen Momente des Films lassen das Gesamtwerk in einem neuen Licht erstrahlen und offenbaren eine weitere tragische Dimension des Films und seiner Charaktere.

Erstveröffentlichung

saß im Residenz, Köln

69 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Shrew’s Nest
  • Score [BETA]: 82
  • f3a.net: 7.7/10 69
  • IMDb: 6.8/10
  • Rotten Tomatoes: 100%
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-07-02 21:47

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