s The Signal (2007) Review - Fantasy FilmFest Mobil
Menü

Reviews The Signal

Finden

Reviewer

TomDaMaista * 7.0

super-super-schade

Da der Film in 3 Teile unterteilt wurde und jeder Teil von einem anderen Regiseur gemacht, muss man den Film auch entsprechend beurteilen. Auch wenn alle 3 Teile direkt zusammenhängen, merkt man zwischen den einzelnen Teilen deutliche Unterschiede.
Der erste Teil ist noch voll auf Spannung gemacht. Und das richtig gut, da wird die richtige Stimmung für den Film aufgebaut.
Im zweiten Teil stehen dann die Effekte/Gewaltszenen mehr im Vordergrund und der Humor bekommt auch ein bisschen Platz eingeräumt. Hat mir am besten gefallen.
Im dritten Teil versumpft der Film zum Schluss zu immer mehr in pseudo-intellektuellem Geschwafel und der Regiseur versucht, den Film noch mysteriöser zu machen.
Das hätte er mal lieber bleiben lassen, so wird einem der Film am Schluss noch fast versaut.
Für die Gesamtwertung komme ich dann auf ((8+9+4,5)/3) ca. 7 Sterne.

war im Cinema, München

Philmtank * 7.5

Do YOU have the Crazies?

Signal ist definitiv Top-Anwärter auf den "Fresh-Blood-Award" geworden und hat Momente von Dawn of the Dead Qualität zu Beginn, die beinahe nach "Instant Classic" schreien, gefolgt von ebenso genialen Szenen im Mittelteil, die "Shaun of the dead" in Erinnerung rufen. Abgerundet wird das Ganze mit weniger gelungenem Psychodrama im Finale. Trotz DV Bildqualität und der Brüche in den einzelnen Abschnitten ist das für ein Erstlingswerk ganz großes Kino und das spürt man auch. Bleibt noch die durchweg gelungene Leistung der Darsteller zu erwähnen. Ach ja, und dass wir laut "Rainer" Glück hatten, da der Film beinahe aus dem Programm gefallen wäre. Man möchte dem Film einen neuen Soundtrack verpassen und rundumerneuern bevor man ihn dank des Hypes dann groß rausbringt. Der deutsche Verleih "Ascot" hat sich glücklicherweise durchgesetzt, dass "The Signal" letztmalig auf dem FF in dieser Form gezeigt werden darf. Also Raritätenbonus obendrauf....

war im Cinema, München

zombee * 9.0

Ein durch und durch böses Signal

Dieser Film kann einen nicht kalt lassen. Er geht irgendwie unter die Haut und lässt einen leicht verstört zurück. Man kann sicher geteilter Meinung sein. Aber irgendwie ist der Film etwas Besonderes und muss so auch gewürdigt werden.
Er ist experimentell, hart, kompromisslos, tabulos, vielleicht ein bisschen krank...
Experimentell, weil ein Film mit 3 Regisseuren schon etwas außergewöhnlich ist. Jeder Regisseur hat einen Teil abgeliefert, alle Teile bauen aufeinander auf, aber jeder Regisseur hat seinem Teil eine ganz persönliche Note verliehen, und erzählt manchmal nicht gesehene Szenen der vorangegangenen Ereignisse.
Die Teile sind
I: verstörend - brutal - apokalyptisch gruslig (erinnert ein bisschen an "28 Days later" oder "Dawn of the dead 2004", aber noch intensiver und puristischer)
II: verstörend - brutal - witzig, selbstironisch (erinnert etwas an "Shaun of the dead", aber etwas mehr Wahnsinn bitte)
III: verstörend - brutal - melancholisch, verträumt (hier fehlt mir ein Vergleich)
Irgendwie ein Film über die Liebe und Eifersucht, aber auf eine Art, die ihresgleichen sucht. Splatterfans werden hier zum Nachdenken angeregt!
Da der Film in dieser Version, bezogen auf den Soundtrack, außerhalb des FFF wohl nie wieder gezeigt werden wird, möchte ich kurz etwas dazu sagen: die Musik war teilweise höchst unkonventionell, hat aber vielleicht gerade deshalb zum Film gut gepasst. Ich hoffe, dass der Film seinen eigenwilligen Charakter und etwas durchgedrehten Stil nicht durch die neue Filmmusik, die er erhalten soll, verliert.
Ein Festival-Highlight, das gleichzeitig faszinierend, kontrovers und innovativ ist.

saß im Cinema, München

DaiGoro * 9.5

Geiles Konzept, geiler Film!

Das Thema hatte mich schon vorher absolut gepackt, also war die Vorfreude und die Erwartungen riesig.

Und der Film hielt, was er versprach.

Meine Vorgänger erwähnen bereits, wie die einzelnen Teile zu deuten sind.
Die Optik, die Erzählweise, Regie, Schauspieler, der SCHNITT!!!!!!!, alles sehr schön durchdacht und gemacht.

Der Schwachpunkt liegt in dem ENDE, das viele nicht verstanden und akzeptiert haben. Ich hätte den Film genauso enden lassen, nur nicht so psycho-dramatisch, also mehr über Bilder erzählt anstatt Dialog. Denn in der Bildererzählung kriegt der dritte Part von mir wieder volle Punktzahl, der Dialog lenkt zu sehr ab. Nach den ersten beiden Parts hat der Zuschauer bereits alles akzeptiert, warum also nochmal aufdrehen???

Ich hoffe der Soundtrack bleibt, finde ihn genial so. Und hoffentlich wird die Endfassung nicht zu krass verändert.


FAZIT: unbedingt anschauen.

verweste im Cinema, München

Papa_Schlumpf * 2.0

Wäre er doch aus dem Programm genommen worden!

Drittklassige Regisseure, drittklassige Schauspieler und eine drittklassige Handlung können halt nicht mehr als einen drittklassigen Film ergeben.

Drei Regisseure drehen unabhängig voneinander jeweils ein Drittel dieses Filmes. Sie nehmen ein Bisschen "28 Days Later", ein Schnittchen "Dawn of The Dead" und ein Häppchen "The Ring", dazu noch ein paar Schenkelklopfer und raus kommt eine Mischung, die weder richtig Spannung aufbauen kann noch eine wirkliche schwarze Komödie ergibt.

Der Streifen fängt noch ganz gut an. Es kommt sogar so etwas wie Gänsehautfeeling auf, obwohl von Beginn an keiner der Schauspieler wirklich überzeugen kann. Im zweiten Teil versucht der Film dann so etwas wie Witz ins Spiel zu bringen, aber mehr als ein paar müde Grinser werden es nicht und der Schluss des Films, tja, der hat mich dann eigentlich nicht mehr wirklich interessiert.

Selbst eine starke Korrektur des Films, was Schnitt und Soundtrack angeht, werden "The Signal" nicht mehr retten. Bisher mein Flop des Festivals!

staunte im Cinema, München

misspider S * 7.5

Dieser Review enthält SPOILER!
The Signal wird in drei Episoden erzählt, die durch das Thema einer Liebesgeschichte verbunden sind. Wie bereits gesagt, baut die Einleitung von Teil 1 erst einmal ordentlich Spannung auf. Ein plötzlich auftauchendes, über die Medien gesendetes Signal verändert die Psyche der Menschen und verwandelt sie in paranoide Mörder. Der zweite Teil feiert eine Party aus Gewalt und Humor - im wahrsten Sinne des Wortes. Der dritte Teil holt einen dann wieder etwas runter und liefert ein verstörtes, nachdenklich stimmendes (Happy) End. Ein äußerst gelungenes, erfrischend anderes filmisches Experiment.

saß im Metropol 1, Stuttgart

Herr_Kees * 8.5

Don’t answer the Phone

Roh, ungeschliffen und doch erstaunlich professionell gemacht, bewegt sich THE SIGNAL zwischen Endzeitszenario, tiefschwarzer Komödie und Paranoia-Drama (so sieht Paranoia aus, Mr. Friedkin!). Durch die handgeführte DV-Kamera entsteht ein Tempo und eine Intensität, die den Zuschauer mitreißen und erst im dritten Teil des Films zum Verschnaufen kommen lassen. Hier lässt der Film leider auch ein klein wenig nach, was dem Gesamteindruck jedoch keinen Abbruch tut: THE SIGNAL ist (in seiner Rohschnitt-Fassung) eins der Festivalhighlights.

Fazit: Intelligent verschachtelte, packende Endzeitvision mit psychologischem Tiefgang, schockierenden Gewaltausbrüchen und absurdem Humor.

saß im Metropol 1, Stuttgart

T-Killa * 8.0

Turn off the TV

Was für ein verstörender Film!
Er ist sehr intensiv, fesselnd, direkt, schonungslos und nicht gerade feinfühlig.
Die Story an sich ist nichts Besonderes - umso mehr ist man davon beeindruckt, wie exzellent die Umsetzung ist!
Der Soundtrack war stellenweise sehr laut und extrem basslastig. Dennoch hat er sehr gut zur Atmosphäre beigetragen.
Es wirkt geradezu zynisch, wenn im Film "Perfect Day" von Lou Reed zu hören ist!
Die Optik hat mich an COLLATERAL erinnert. Sehr düster und beklemmend.
Die Schauspieler liefern eine phantastische Leistung ab!
Auch wenn der Film von drei Regisseuren gemacht wurde, so entsteht kein merklicher Bruch zwischen den Stücken.

Ein echtes Highlight, auch wenn es einen verdammt runterzieht und man mit einem extrem mulmigen Gefühl aus dem Kino kommt.

verweste im Metropol 1, Stuttgart

lexx * 4.0

Such a bad day

Also ich frage mich derzeit eigentlich nur, ob wirklich schon so wenig ausreicht, um die Meute zufrieden zu stellen? Das einzig Positive, was ich diesem Film entnehme, ist die Umsetzung, in tollen Bildern und mit überzeugenden, wenn auch nicht erstklassigen Schauspielern. Der Rest aber, es mag vielleicht sein, daß es daran lag, daß ich es einfach nicht verstanden habe, aber der Großteil ergab für mich irgendwie keinen Sinn, war absurd und unlogisch. Hätte man vorher nicht die Geschichte über die drei Regisseure zum Besten gegeben, mir wäre es gar nicht aufgefallen. Sicher, alle drei Teile haben ihren eigenen Touch, aber jeder für sich hat auch eine ganz eigene Storyline, na klar unterscheiden die sich da!!
Für einen Fresh Blood-Kandidaten nicht schlecht, aber im Vergleich zu professionelleren Filmen eher ein Rohrkrepierer mit zum Teil sehr guten Ansätzen, aber abgrundtief dämlichen Nebensträngen in der Storyline, denen nur schwer zu folgen ist.

guckte im Metropolis 6, Frankfurt

Tomalak * 8.0

The Signal

Gleich vorab: Ein Highlight des Festivals.
Auch wenn die Story nicht unbedingt neu ist, ein bisschen "Videdrome", ein wenig "Sie Leben", eine Prise "Dawn of the Dead", wartet The Signal mit guten Darstellern auf, billigem DV-Look, einer durchaus soliden Regie, bzw. gleich drei Regisseuren, da mag man Fehler in der Continuity auch gerne verzeihen.

Auch wenn alle drei Regisseure für ihren Teil stehen, reihen sich alle nahtlos und logisch aneinander. Dient der erst Teil noch als klassische Exposition, dient der zweite am ehesten noch zur Vertiefung der Charaktere, ist aber auch eher als lustiges Zwischenstück zum dritten und gleichzeitg zum Finale zu sehen. Und das hat es auch in sich. Gerade das Ende verstört und sollte auch genauso in der endgültigen Fassung erhalten bleiben. Angesichts des sehr begrenzten Budgets kann das Lob kaum hoch genug ausfallen.
Um mal ein paar Adjektive in den Raum zu werfen: hart, kompromisslos, spannend, lustig, irre, glaubwürdig, brutal, schnell, konsequent. Bleibt zu hoffen, dass die drei Jungs noch mehr solche Filme machen.

war im Metropolis 8, Frankfurt

Eraserhead * 7.5

Ganz okay, aber...

Ich hatte ehrlich gesagt mehr erwartet, dass da drei Regisseure am Werk waren hab ich nicht unbedingt gemerkt. Hätte auch alles von dem Blair Witch-Team stammen können. Wahrlich nicht schlecht und gute Momente, aber dann halt doch zu deutlich Parallelen zu 28 days. Werd mir den Streifen noch mal anschauen, da ich ihn wohl auch nicht ganz gerafft habe.

Noch ne kleine Anmerkung: Wenn ein Film im offiziellen Wettbewerb läuft, sollten die Verantwortlichen sich mal mit den Lobeshymnen vor Filmanfang zurückhalten, oder besser es ganz lassen. Das ist immerhin ein Wettbewerb, sonst können die gleich ihre Karten selber einreíßen. Unlauterer Wettbewerb, sozusagen.

staunte im Metropolis 8, Frankfurt

D.S. * 7.5

Unklares Signal

Auf "The Signal" war ich ganz besonders gespannt - nicht nur wegen der vielen euphorischen Stimmen, sondern auch aus einem persönlichen Grund: eine der vielen Ideen, die meine Co-Autorin und ich für unseren nächsten Film entwickelt haben, ist der hier verwendeten sehr sehr ähnlich. Nach Sehen des Films weiß ich nun nicht so ganz, was ich sagen soll. Denn der Aufbau der Story und die anfängliche Inszenierung dieser Idee ist "The Signal" grandios gelungen. Habe in einem im weitesten Sinne einer Zombie-Thematik verwandten Film selten mehr Intensität in der Atmosphäre verspürt als hier; meiner Meinung nach können da zum Beispiel "28 Days later" oder gar das "Dawn of the Dead"-Remake mal ganz gepflegt einpacken. Andererseits finde ich, daß die Story nicht wirklich konsequent oder phantasievoll genug weitergeführt wird. Irgendwo hatte ich das Gefühl, daß die Autoren mit ihrer Idee nicht mehr weiterkamen und dann beschlossen, statt das Ganze einem wie auch immer Sinn stiftenden Ende zuzuführen, die Situation einfach noch ein wenig auszuwalzen und den Film dann halt einfach aufhören zu lassen - etwas unbefriedigend. Und ich denke, daraus hätte man wesentlich mehr machen können.

Aber der Reihe nach: an die Einleitung schließt sich der erste Teil des Films an, "Crazy in Love", der die Ausbreitung der Seuche darstellt, um es mal so zu nennen. Hier ist "The Signal" vielleicht am beeindruckendsten, denn wir erleben mehr als nur den x-ten Aufguß eines typischen Zombiefilms: die Infizierten sind nicht einfach nur eine hirntote, langsam näher rückende, eklige Masse. Das Signal ist viel heimtückischer und verwandelt sie in etwas viel Schlimmeres; etwas weniger Übersinnliches, aber dafür auch viel schwerer Berechenbares... Hier kann man sich als Zuschauer unglaublich gut in die Situation hineinversetzen, in der sich die noch nicht Infizierten befinden. Alle Menschen um einen herum beginnen auf einmal, unglaublich aggressiv zu werden. Aber was ist mit jemandem, der sich gegen diese Aggression körperlich zur Wehr setzt? Will er sich nur verteidigen... oder ist er selbst schon befallen? Wem kann man trauen? Worauf kann man sich noch verlassen? Das Ganze ist noch viel heimtückischer, als ich hier verraten möchte, und die Atmosphäre entwickelt sich langsam zu einem einzigen Kessel Bedrohlichkeit.

Darauf folgt "The Jealousy Monster", und die Story des ersten Teils wird direkt fortgesetzt - und zum Teil aus einem anderen Blickwinkel wiederholt. Was eins der charakteristischen Merkmale von "The Signal" ist: wir haben mehrere Hauptfiguren mit jeweils unterschiedlichen Zielen, die das Geschehen auch aus unterschiedlicher Sicht erleben. Komplett zusammengefügt wird das Puzzle erst am Ende des Films, aber bis dahin erleben wir nun erstmal den Versuch unserer Figuren, zueinander zu finden. Dabei verschiebt sich die Gewichtung des Films vorübergehend in Richtung Slapstick; es gibt immer wieder viel Derbes zu lachen, aber die Grundstimmung und Bedrohlichkeit der Situation bleibt im Hintergrund stets erhalten. Ohnehin sollte der Fakt, daß die drei Teile von "The Signal" auch von drei verschiedenen Regisseuren realisiert wurden, nicht überbewertet werden. Hier paßt schon alles sehr gut zusammen und bewegt sich kohärent auf sein - unbefriedigendes - Ende zu, und so ist eben auch der zweite Teil nicht etwa eine permanente Lachbombe, sondern wird recht bald auch wieder recht ernst. Die Lacher vorher sitzen übrigens fast allesamt und fügen sich in das Filmkonzept ein; zwar ist die Veränderung deutlich zu bemerken, aber sie zerreißt nicht etwa den kompletten Ansatz.

Im Abschlußdrittel, "Escape from Terminus", gibt es dann keine Witze mehr - von der Stimmung her sind wir wieder fast beim ersten Teil angelangt. Allerdings fokussiert der Film hier dann oft auf Erklärungsversuche und ganz anders gelagerte Perspektivverschiebungen, wobei vor allem letztere auch diesen Teil sehr interessant gestalten. Aber es stimmt schon, hier ist das Tempo ein wenig raus und hier wird nun am deutlichsten, daß die Macher nicht so recht wußten, wo sie mit ihrer Idee eigentlich hin sollten. Das macht weder dieses finale Drittel noch den gesamten Film zu einem vernachlässigbaren Erlebnis, im Gegenteil, ich bin der Meinung, man darf ihn sich nicht entgehen lassen. Denn er bringt einmal wirklich frischen Wind in das Genre, sowohl - in einem gewissen Rahmen - von der Story her als auch was die unterschiedlichsten Inszenierungsoptionen angeht.

Dennoch trägt er dazu bei, "The Signal" statt zu einem Pflichtfilm nur zu einem sehr interessanten werden zu lassen. Woran übrigens auch die Bild- und Tonqualität ihren Anteil haben: die auf dem FFF gezeigte, vorläufige Fassung des Films ist ein DV-Beam minderer Qualität, leider ist das Bild an vielen Stellen viel zu dunkel, außerdem ist ein permanentes Brummen zu hören (das nicht vom Signal im Film stammt). Man sollte sich hier übrigens wirklich nicht zu nahe an die Leinwand setzen - dank häufigem Handkamera-Einsatz wird es sonst erst recht extrem unübersichtlich.

Ich schwanke zwischen 7 und 7,5 Punkten, aber allein schon aufgrund des innovativen Ansatzes vergebe ich mal 7,5. Kein Überknaller, aber definitiv besser, weil interessanter als zwei Drittel der Konkurrenz. Obwohl Filme wie "End of the Line" vielleicht kurzweiliger sind - "The Signal" ist nachhaltiger.

guckte im Metropolis 8, Frankfurt

Timo S * 8.0

Dieser Review enthält SPOILER!

Just a perfect Day...

Viel zu selten bringt das Horrorgenre tolle Einfälle, wie dies bei THE SIGNAL der Fall ist. Ein Film, drei Regisseure, drei verschiedene Teile. Gemeinsam haben alle Segmente nur, dass die gleichen Darsteller mitspielen und über jeden Bildschirm weit und breit ein mysteriöses Signal gesendet wird, welches den Zuschauer (im Film) zunehmend aggressiver macht, bis er schließlich ausflippt und jemanden umbringt.

David Bruckner, Dan Bush und Jacob Gentry kreieren mit THE SIGNAL zwar kein Neuland, dafür aber äußerst unterhaltsamen All-in-One Horror. Das erste Drittel ist der straighte Einstieg in die Geschichte. Am ehesten könnte man das Ganze natürlich mit 28 DAYS LATER vergleichen: wackelige DV-Aufnahmen, die Menschen mutieren zu kaltblütigen Killermaschinen... Aber es gibt einen kleinen Unterschied zum restlichen Zombiegedöns. Wer hier stirbt, ist tot, steht nicht mehr auf und kommt auch nie wieder zurück. Das gibt dem Ganzen doch gleich eine etwas andere Note, schließlich bedeutet dies in naher Zukunft einen ausgestorbenen Planeten und nicht, dass eine andere Spezies / Randgruppe unseren Platz einnimmt. Mit verschiedenen Schreckensszenarien baut dieses Segment deshalb eine krude Stimmung auf, beängstigend und hektisch. Endzeit also.

Das zweite Segment bremst den Film dann sofort wieder aus. Wir rennen nicht mehr mit den Protagonisten durch die Stadt, sondern verweilen nun in einem netten, idyllischen Reihenhaus und lernen dessen Bewohner kennen. Dieser Teil setzt überdeutlich auf schwarzen Humor und auf Slapstick: Simon Pegg und Edgar Wright hätten ihre wahre Freude an diesem bitterbösen, zynischen Feuerwerk. Die Gagdichte ist unwahrscheinlich hoch, der Film aber kein Stück weniger hart und unberechenbarer. Lediglich gegen Ende des zweiten Abschnitts halten ein paar Längen inne, bevor THE SIGNAL dann zum dritten und letzten Segment übergeht.

Auch hier wird die Tafel wieder sauber gewischt und neu beschrieben. Nun wird die vorher aufgebaute Liebesgeschichte weiter ausgebaut und am stärksten thematisiert. Findet er sie oder findet er sie nicht? Das ist das primäre Anliegen dieses Segments. Genau hier besitzt THE SIGNAL meiner Meinung nach die größte Schwäche. Bis er vorangegangene Fäden wieder aufgenommen hat und weiterspinnt, vergeht etwas Zeit. Und nicht jeder wird am Ende von dieser "New Wave"-Liebelei angetan sein. Aber mein Gott, alleine für die letzte Szene hat sich dieses Drittel doch schon gelohnt, oder?

THE SIGNAL ist das, was der Zuschauer braucht, wenn er sich nicht zwischen SHAUN und DAWN OF THE DEAD entscheiden kann. Hier hat er drei Genres, die alle wunderbar funktionieren, in einem Film, ohne dass man Abstriche machen muss. THE SIGNAL erfindet das Horrorgenre zwar nicht neu, ist aber immer noch um Längen innovativer und einfallsreicher als 90% der Filme, welche den Markt überschwemmen. Und nebenbei macht THE SIGNAL auch noch verdammt viel Spaß.

war im Metropolis 8, Frankfurt

FFFler S * 6.5

Dieser Review enthält SPOILER!

Teil 1 -> 9 Punkte; Teil 2 -> 8 Punkte; Teil 3 -> 3 Punkte

Der Teaser war klasse, dazu noch als der Oberknaller des diesjährigen Fantasy Filmfests angekündigt ... da waren die Erwartungen natürlich groß, alleine auch schon weil die Idee dahinter interessant ist. So ist der Film von drei Freunden inszeniert, jedoch nicht zusammen, denn jeder bekam ein Drittel des Filmes zugesprochen, das er nach eigenem Ermessen umsetzen konnte. Zu Beginn war ich auch noch sehr begeistert von den Geschehnissen, so erinnert das erste Drittel sehr an das Dawn of the Dead-Remake, ist sehr beklemmend inszeniert und zudem noch hochspannend. Der zweite Teil ist da schon ein wenig schwächer, aber immer noch sehr gelungen, denn nun artet das Ganze in eine Horrorkomödie aus, der zwar jede Spannung fehlt, aber durchweg unterhält. Mit dem letzten Drittel jedoch hat sich der Film bei mir unbeliebt gemacht, denn das Ganze gipfelt in einem pseudoverkitschten Schluss, das am ehesten mit den unzähligen 08/15-Geisterfilmchen zu vergleichen ist, die momentan die Runde machen. Schade eigentlich, denn mit Ausnahme des Schlusspunktes war ich richtig begeistert von diesem Werk ... so ist er halt doch nur gut.

war im Metropolis 8, Frankfurt

miakoo S * 10.0

Dieser Review enthält SPOILER!

beste Unterhaltung

Der Anspruch an einen Film ist klar: Er muss unterhalten!
Dies hat mich The Signal perfekt.
Seit langer Zeit der beste Film, den ich gesehen habe.
Nat?rlich haben die drei Teile des Films unterschiedliche Charaktere. Aber genau dies erwarte ich ja geradezu von einem guten Film! 90 Minuten lang den gleichen Rhythmus? Da muss es aber schon ein ganz au?ergew?hnlicher Rhythmus sein. Hier wird von Anfang an au?ergew?hnliche Kinounterhaltung geboten. Von der Einarbeitung des Signals in den Film ?ber die humorvollen Einlagen bis zum Finale (ich versuche Spoiler zu vermeiden) originell.
Der Film hat ein hohes Tempo, sympathische und gute Darsteller, einen ebenfalls ungew?hnlichen wie guten Sound, Helden und gerade der Schluss entl?sst in perfekter Weise.
Hier komme ich doch nicht um einen Spoiler herum:
Was kann es f?r ein sch?neres Ende geben als dieses? Hollywoodm??ig bekommen sich am Schluss die beiden Liebenden. Auf perfekte Weise haben sich beide Helden auf das Signal eingelassen und am Schluss den B?sen durch Ausnutzung (der psychischen Wirkung) des Signals besiegt. Simpel, aber dennoch ein beeindruckender Show-Down. Quasi der Neo in der Welt des Signals.

war im Cinedom 9, Köln

funky_mariechen * 6.5

anfang hui, ende pfui

also die ersten beiden teile fand ich sehr unterhaltsam und gut gemacht. darsteller waren alle ok, einige gute gags, soundtrack passte auch.
beim ende hab ich glaub nicht ganz verstanden wer nun wer und was real und was nicht wahr, was an sich nicht schlimm wäre. nur passt das ende meiner meinung nach absolut null zum rest des films. da krampfhaft sone psycho-schiene zu fahren fand ich eher störend.

war im Cinemaxx 3, Hamburg

QuintenQuist * 7.0

The Signal

3 Theaterregisseure drehen jeweils einen Teil eines Films.

Die Geschichte: Ein Signal, welches von Fernsehern und wohl auch Radios ausgesendet wird, macht aus jedem Menschen einen Killer.

Das hat was von alten Cronenberg Werken, "Rabid" oder "Shivers", auch unterstützt durch die qualitativ natürlich nicht übermäßig gute DVD Präsentation, aber hier finden sich Form und Inhalt mal wieder, dreckig und blutig und hysterisch.

Wenns denn so weiterginge.

Würde der Film im Ton des ersten Parts weitergehen wäre es ein schriller harter Horrorfilm, aber das tut er eben nicht und ich fände es spannend, würde es auch einfach eine Variation des Films geben, die diesen ersten Part weiterführt.

Part 2 und 3 fügen sich nahtlos an, sind aber mehr im Stile eines Kammerspiels gehalten, auf engem Raum, mit denselben Darstellern.

"The Signal" ist durch die verschiedenen Stile ein abwechslungsreicher Film, aber eben ein Experiment und so schwer zu bewerten.

Will man einen konsequenten Film, der eine Geschichte durcharbeitet und wirklich etwas zurücklässt, ist man hier falsch, denn das ist "The Signal" nicht und will er wohl auch nicht sein.

Sieht man die Transmissions, wie sich die Parts nennen, als einzelne Filmchen, ist das was ganz anders, Nr. 1 ist Horror, Nr. 2 Comedy und Nr. 3 mehr Drama.

Alle Teile sind gut, die Schauspieler sind klasse, es ist düster und nochmal, Form und Inhalt finden sich hier, was viel zu selten geschieht.

Deshalb die gute Wertung.
Aber trotzdem kein ganzer Film.

verweste im Cinemaxx 3, Hamburg

kinokoller * 7.5

mad world

Irgendwie wähnte ich mich in einem britischen Film: der elektronische Score sowie der schwarze Humor der mittleren Episode ließen eigentlich keinen anderen Schluß zu. Doch wer hätte es gedacht, diese kleine Genre-Perle kommt aus den USA.

Den Rohschnitt (vom letztjährigen FFF) kenne ich zwar nicht, die DVD Veröffentlichung (welche lt. Cover angeblich 'uncut' sein soll) hat mir aber, für einen B-Movie, recht gut gefallen.

Wer auf dystopische Szenarien steht und mal einen Zombie-Film der etwas anderen Sorte sehen möchte, der ist bei THE SIGNAL bestens aufgehoben.

Leimbacher-Mario * 7.5

Kein durchgängiges Lebenssignal

Ein Signal kommt aus unseren elektrischen Geräten - am Radio & Telefon kann man es hören, im TV sogar sehen. Dieses verändert (gar nicht mal so) langsam unser Verhalten, lässt die Menschen verrückt & zu Mördern werden. Beginnt so das Ende der Menschheit? Gibt es ein Entkommen aus dem futuristischen Stadtteil? Kann man dem Effekt entgehen, ihn umkehren? Was ist echt, was Wahnvorstellung? Woher kommt das Signal?

Durch den Ruf & mittelgroßen Hype, den The Signal seit Jahren genießt, waren meine Hoffnungen an ihn recht hoch. Enttäuscht wurden diese zum Glück nur teilweise. Vor allem aber überraschten mich der rohe Low-Budget-Stil, die vielfältigen Betrachtungsweisen (Gesellschaftskritik) & die gar nicht so explizite Härte - was alles ja erstmal nicht unbedingt Schlechtes heißen muss, ganz im Gegenteil. Der Film hinterließ also bei mir einen zwiespältigen Eindruck - manches war schlechter, manches besser als erwartet -, und er wäre es definitiv wert, noch mal geschaut zu werden. Denn sowohl stilistisch als auch storytechnisch wird mehr geboten als beim üblichen Endzeit-Szenario. Mitdenken & Meinung bilden ist empfohlen, erwünscht.

Ich hatte zwar einen viel hochwertigeren, glatteren Film erwartet, aber auch der unscharfe, teilweise fast Grindhouse-Look hat etwas Cooles & ist auf seine Art künstlerisch wertvoll. Zur depressiven Untergangsstimmung passt das erst recht, Kultfilme entstehen so natürlich noch schneller. Der Film hat ein paar härtere Stellen & wirkt durch seine realistische Massenmörder-Art schon roh - aber er gehört definitiv nicht zu den härtesten Filmen seiner Art. Da bleiben die ausweglose Atmosphäre, der schwarze Humor & der dreckige, britische Look schon eher im Gedächtniss des Genre-Fans. Erwähnenswert & erstaunlich abwechslungsreich & funktionierend ist der Wechsel der Regisseure während der drei ineinandergreifenden Episoden. Auch, wenn mir die ernsten Seiten des Filmes am besten gefallen, hat auch das lustige Segment in der Mitte seinen Reiz. Das Ende bleibt offen & viele Fragen ungeklärt - auch nie fehlerhaft um sich eine mutmaßende Fangemeinde aufzubauen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Film wächst, je öfter man ihn sich anschaut - vielleicht ist der exzellente Ruf ja doch nicht so übertrieben, & aus der finanziellen Not entstand hier ein wahres, blutiges Kreativ-Kleinod voller Insel-Coolness & Paranoia der Technik-Gesellschaft.

Fazit: muss man drauf anspringen & sich in seinen Low-Budget-Charme verknallen. Noch dazu muss man die verschiedenen Stile verdauen & verbinden, nicht zu viel Gore erwarten & allgemein keine riesigen Erwartungen... Ich springe erst etwas langsamer auf das Signal an ;)

76 Bewertungen auf f3a.net

Zurück

Bewertungen

The Signal
  • Score [BETA]: 69
  • f3a.net: 6.9/10 76
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-09-18 21:07

Archiv Suche


oder ?
crazy