s The Substitute (2007) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews The Substitute

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Reviewer

Bobshock * 7.0

Ulla Harms im Blutrausch

Vikaren - The Substitute, der hierzulande auch unter dem Namen "Alien Teacher" anlaufen wird, ist ein großartiger Kinder-/Jugendfilm, der so gut wie nichts mit peinlichen deutschen Produktionen wie "Die wilden Kerle" gemeinsam hat. Woran liegt es, dass so viele gute Kinderfilme aus Skandinavien kommen? Vielleicht, weil der Humor hier nicht nur auf Schadenfreude und Clownerie beruht, sondern rabenschwarz und abgrundtief daherkommt (Psycho-Claus).
Die Thrillererfahrung von OLE BORNEDAL ist auf jeden Fall von Vorteil, wenn Spannung aufgebaut wird. Ok, Erwachsene werden sich hier nicht in die Hose machen, aber dank pfiffiger Regie freut man sich aufgrund einschlägiger Vorerfahrung (Mars Attacks, Faculty, Men In Black) über Genre-Zitate und brillante neue Ideen.
Also liebe Eltern, wenn der Sohnemann nächstes Mal von der Schule nach Hause kommt und behauptet, dass die neue Lehrerin kein Mensch sei, sollte man diese Möglichkeit wenigstens in Erwägung ziehen. Sicherheitshalber.

TylerDurden

endlich herzhaft gelacht

jawoll, so mag ich meine Kinderfilme.

Lustig und schwarz (im Humor).

Gott was hab ich gelacht - die Alien Lehrerin ist der Knaller.
Erst werden die Kinder verbal fertig gemacht - dann die Eltern
an der Nase herum geführt - und danach alle ab zum Ausflug.

Die Pointen sitzen und es bleibt kein Auge trocken - sehr guter
Mix aus Kinderfilm mit Witz und Verstand auch oder für Erwachsene.

Meine Empfehlung: wenn gelacht werden soll dieses Jahr - dann bitte unbedingt hier!

war im Cinemaxx 2, Hamburg

Christian * 4.5

Keine Liebe in der Legebatterie

Nicht mehr ganz so frisch, aber Ole Bornedals preisgekrönter Kinderfilm Vikaren darf auf dem FFF nicht fehlen.

Die Handlung, Außerirdische suchen nach Gefühlen und nehmen dabei auch gerne mal eine Pädagogin als Wirt ist nicht gerade neu, aber who cares. Wir wollen Spass und den liefern uns die teils saukomischen Dialoge und Mimiken der Erwachsenen, egal ob Lehrer, Schulpsychologen oder Elternteile. Der Film spielt nebenbei gekonnt mit den Beziehungsmustern Lehrer/Schüler, Schüler/Eltern, Lehrer/Eltern oder Schüler/Schulpsychologe. Die aberwitzige Abschiedsszene zwischen Eltern und Schülern gehört zu den lustigsten Verabschiedungen der letzten Zeit. Dänemarks Topschauspieler müssen sichtlich Spass an der Produktion gehabt haben.

Dennoch darf nicht verschwiegen werden, dass der erwachsene Zuschauer ein paar Längen ertragen muß. In der Rubrik "Kinderfilm" ist Bornedal ein besonders origineller Streifen gelungen. Kinder verzeihen sicherlich auch eher den Ideenklau der Rahmenhandlung.

Schicker Kinderfilm, insgesamt Durchschnitt.

war im Cinemaxx 3, Hamburg

sirolaf * 8.5

Schön schräg

Herrlich. Wenn es einen Preis für die beste Schauspielerin auf dem FFF geben würde, dann müsste ihn Paprika Steen bekommen, für ihre grandiose Leistung als durchgeknallte Alienlehrerin.

Was hier an Wortwitz auf die geneigten Untertitelleser losgelassen wurde, war wirklich von Feinsten. Der Saal hat es mit mehrfachem Szenenapplaus gedankt.

Es ist auch ein Kinderfilm, aber einer, den sich problemlos auch alle Eltern oder Nichteltern ansehen können, ohne sich zu langweilen. Hoffentlich kommt der Film bald bei uns raus ...

war im Cinemaxx 6, Berlin

D.S. * 6.5

Frauen kommen von der Venus. Oder so.

So sieht das also aus, wenn ein Spezialist für Erwachsenen-Thrill einen Kinderfilm inszeniert: phantasievoll, tempogeladen, stets auf der Seite seiner Protagonisten stehend - ohne sich anzubiedern oder Realitäten zu verleugnen, was etwa kindliche "Nettigkeiten" untereinander angeht.

Als eine neue Vertretungslehrerin eine dänische sechste Klasse heimsucht, ist Carl endlich nicht mehr der einzige Loser, das einzige Opfer: sie macht sie alle auf eiskalte, rücksichtslose Weise fertig, gibt jeden einzelnen Schüler vor allen anderen der Lächerlichkeit preis. Es scheint fast folgerichtig, dass ausgerechnet Carl damit die geringsten Probleme offenbart: er schluckt es nur stoisch, offenbar gleichgültig, wehrt sich nicht. Schließlich ist er es gewöhnt, dass man auf ihm herumhackt. Und schließlich zählt für ihn ohnehin nur die Erinnerung an seine Mutter. Die nicht tot, sondern nur "irgendwo anders" ist. Als Carl dann jedoch zufällig entdeckt, welches Geheimnis hinter der bösartigen Hexe steckt, ändert sich das: er muss dringend auch seine Klassenkameraden von seinen Erkenntnissen überzeugen. Nur - wie tut man das, wenn man von allen grundsätzlich für einen Spinner gehalten wird? Und wenn der Gegner mit allen Wassern gewaschen ist?

Und das ist er bzw. sie: die neue Lehrerin kennt alle Tricks, um insbesondere der Elternschaft gegenüber nicht nur unschuldig zu erscheinen, sondern sogar liebevoll, pädagogisch versiert, nur aufs Aller-, Allerbeste der Kinder bedacht. Hier beweist Regisseur Bornedal sowohl Menschenkenntnis als auch Lust an Perfidie: wie sich das Alienwesen in Gestalt von Ulla Harms ein ums andere Mal aus der Affäre zieht, ist schlichtweg genial geschrieben. Und man fühlt sich fast automatisch in die hilflose Haut der Kinder versetzt, wenn die Dame aber auch jeden Ansatz von Zweifel an ihr und ihren Methoden mit genau den richtigen Worten und Handlungen im Nu zerstreut.

"The Substitute" macht über weite Strecken enorm viel Spaß und ist ideal geeignet, um in einen schönen FFF-Nachmittag einzusteigen. Eine zwar absolut nicht neue, aber in ihrem Rahmen spannend gestaltete Story, fast nie nervende Kinderfiguren, glaubwürdige Dialoge, lustige Situationen - ein Kinderfilm in diesem Genre kann kaum besser funktionieren.

Ok, aber da der durchschnittliche FFF-Besucher die sechste Klasse schon ein wenig länger hinter sich gelassen hat, ist "The Substitute" nun wiederum auch kein Film, von dem man vollends begeistert sein kann. Wäre ja vielleicht auch ETWAS bedenklich, wenn unsere Erwartungshaltung der von 11-Jährigen entsprechen würde. So konnte ich manchmal eben doch nicht anders, als mir noch etwas mehr Bösartigkeit, Konsequenz oder auch einfach nur Tempo zu wünschen. Gerade im letzten Drittel verbleibt mir das Geschehen dann doch deutlich zu lieb, die Auflösung ist klamaukig und billig umgesetzt und es gibt eine ganze Reihe von Szenen, die man halt schon reichlich peinlich finden kann.

Insofern: hey, es ist ein Kinderfilm, und als Kind wäre ich verdammt froh gewesen, so was Smartes vorgesetzt zu bekommen. Im fortgeschrittenen Alter reicht es aber doch nicht zu mehr als 6,5 Punkten. Unter anderem auch, weil Madame Lehrerin zwar grandios fies, aber für mich schon ZU klebrig-abstoßend und damit schwer erträglich gezeichnet war.

glotzte im Metropolis 6, Frankfurt

The_Coma-man * 9.5

"Daddy, do you fuck?"

THE SUBSTITUTE war mein Abschlussfilm. Danach ging es in die Dark Knight Vor-Premiere. Und das war auch eine ganz ordentliche Entscheidung. THE SUBSTITUTE unterstreicht nämlich ein weiteres Mal, wie stark dieses Jahr die skandinavischen (ja, überhaupt europäischen) Beiträge des Festivals ausfielen.

Ohne lange zu fackeln: der Film ist mein liebster - nein; der BESTE - Kinderfilm seit Jahren!!

Großartige Darsteller (vor allem die Kids), tolle Charakterzeichnungen (endlich Kinder in einem Kinderfilm, die NICHT nerven, NICHT klugscheißen und KEINE Stereotypen sind), tolle Regie, eine GROßARTIGE Antagonistin ("Can you see your dead mummy in heaven yet?"), eine großartig hanebüchene Story, schillernder Humor und die nötige Portion Ekelhaftigkeiten!! Ein absolutes Muss - man stelle sich MAN IN BLACK in RICHTIG RICHTIG gut vor. Ohne Peinlichkeiten. Ohne Fäkalhumor. Nicht Kindergerecht!! (überhaupt - der Kinderungerechteste Kinderfilm aller Zeiten ;) )

Ein weiteres Highlight dieses sehr starken FFF Jahres!!

goutierte im Cinemaxx 6, Berlin

Frank * 6.5

Erwachsener Film für Kinder oder Kinderfilm für Erwachsene?

So oder so, Vikkaren macht Spaß. In diesem feinfühligem Film darf gelacht werden.
Die Szenen in der Schulklasse, wenn sich die neue Lehrerin vorstellt, sind der absolute Knaller.
Gekonnt werden hier Kinder- und Erwachsenenwelten einander gegenübergestellt und bilden die Grundlage für die meisten humorvollen Szenen.

"Unser Einfühlungsvermögen verbindet uns". Diese Aussage werden wir noch häufiger hören, denn es geht um Liebe und Verständnis, aber auch um die Frage, wie fest denn die Konstante der Wirklichkeit ist. Und nicht zuletzt erinnert uns Vikkaren auch daran, unsere wunderschöne Erde und ihre Einzigartigkeit zu würdigen.

Die Grundstimmung von "The Substitute" ist spooky - humorvoll, es gibt eine richtig schöne Schocksequenz und einige spannende Szenen. Erwachsene müssen aber keine Herzattacke befürchten, dazu ist der Film dann doch zu soft.

Die Qualität wie zu Beginn kann dieser Film meiner Meinung nach nicht ganz halten. Storybedingt lässt der Humor im letzten Drittel nach und das Drehbuch hält nicht gerade die größte Überraschung parat.

Dennoch: eine sehr gute schauspielerische Leistung von Paprika Stern und aller jungen Schüler, sowie eine gute Kamera mit interessanten Perspektiven, die vor allem zu Beginn und im Mittelteil auffällt, machen den Film zu einem lohnenden Kino- oder DVD-Erlebnis. Kann man gut zu Hause schauen, so viel Bombast und Effekte gibt’s hier nicht.

FFFler * 6.5

FFF goes Family Entertainment

Faculty für die ganze Familie trifft es hier ganz gut, denn in dieser Variante von Ole Bornedal geht es harmloser zur Sache als noch in Rodriguez’ Werk, zumal die Schüler auch um einiges jünger in dieser Geschichte sind. Ansonsten nehmen sich beide Filme recht wenig, vor allem der erste Auftritt der spielfreudigen Paprika Steen ist derart witzig geraten, dass ich teilweise aus dem Grinsen gar nicht mehr herausgekommen bin. Leider hält der Film dieses Niveau trotz kurzer Laufzeit nicht bis zur Ziellinie durch und hätte somit fast noch ein Pünktchen verloren, aber Freunden einer abgedrehten Geschichte für die ganze Familie ist Alien Teacher durchaus zu empfehlen.

kinokoller * 6.5

Faculty .. light

Ein sehr lustiger, wenn auch düsterer Kinderfilm aus Dänemark - für Erwachsene ebenso geeignet.

Schön, daß man in nordischeren Gefilden den Jüngsten nicht bloß wilde Kerle, sondern auch mal bedrohliche Außerirdische zumutet. Das Ganze natürlich aufgelockert mit viel Humor und der Botschaft, daß es sich in der Gemeinschft gegen einen starken Widersacher leichter zur Wehr setzen lässt.

Für etwas Verwirrung hat an manchen Stellen allerdings die seltsam springende Form der Montage gesorgt. Trotzdem ist der Film eine willkommene Abwechslung.

44 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

The Substitute
  • Score [BETA]: 66
  • f3a.net: 6.9/10 44
  • IMDb: 6.2/10
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-10-21 03:49

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