s Sunshine (2006) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Sunshine

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Reviewer

tobee_de * 8.0

Schon sehr gut, aber ...

Vorweg sei gesagt, dass es an Danny Boyles (28 Days Later) neuem Werk eigentlich nichts auszusetzen gibt. Die Schauspieler sind allesamt klasse, die Effekte erste Sahne, die Bebilderung im positiven Sinne ungewöhnlich und der Sound dick und fett. Einziger Wermutstropfen ist die Tatsache, dass man den Film storyseitig als Event Horizon meets The Core meets Armageddon meets Alien meets 2001 bezeichnen kann und wenn man objektiv ist auch muss. Sonderlich originell oder einzigartig ist das nicht, was uns das Drehbuch da bietet. Das war bei 28 Days Later aber schon genauso. Was Boyle aber immer wieder schafft, ist es auch "ausgelutschten" Stoffen einen so prägenden Stempel aufzudrücken, dass seine Filme trotzdem Spaß machen. So macht das Tarantino auch - also ist er da in bester Gesellschaft.

Mein Fazit: Auf jeden Fall anschauen - vor allem bitte im Kino. Der Film braucht die große Leinwand.

glotzte im Metropolis 6, Frankfurt

Deviant

Nicht der, bereits aus zahlreichen Genrefilmen wie "The Core" bekannte, Plot, viel mehr die unglaublichen visuellen Effekte und die nervenaufreibende Soundkulisse sind der Grund, warum "Sunshine" bereits jetzt zu den Science-Fiction Klassikern gehört. Was Danny Boyle (Trainspotting, 28 Days Later) hier auf Zelluloid gebannt hat, würde selbst Stanley Kubrick ins Staunen versetzen. Dieser Film ist für alle empfehlenswert, die zur Abwechslung auch mal auf eine anspruchsvolle Handlung und vielschichtige Charaktere verzichten können und lieber Augen, Ohren und Nerven auf ihre Belastbarkeit prüfen wollen.

war im Cinedom 4, Köln

Roughale * 10.0

Dany Boyle goes Science Fiction, aber nicht die Ecke mit Raumschlachten, sondern die mit den Endzeitszenarios und den Versuchen die Welt zu retten. Das gelingt ihm sehr gut, er schafft mit Hilfe vieler Zitate aus dem Genre (2001, Alien, Dark Star, Silent Running, etc) einen vielleicht weniger originellen, aber dafür umso effektiven Film abzuliefern, der es auch weiss, wie man den Zuschauer in Spannung hält. Die Spannungslinie in der zweiten Hälfte geht stetig und steil nach oben. Dazu kommt noch eine sehr gelungene Optik und reihweg gutes Schauspiel und ein packender Soundtrack - so will ich Filme haben!

war im Cinemaxx 1, Hamburg

MiniMe69 S * 7.0

Dieser Review enthält SPOILER!

Gemischte Gefühle

Wie die Überschrift zu meinem Review schon sagt, hat der neue Danny Boyle bei mir am Ende dann doch eher gemischte Gefühle ausgelöst. Zum Einen kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen und sagen, dass der Film auf die große Leinwand gehört und auch nur dort zum ersten Mal gesehen werden sollte. Es ist schon atemberaubend, was einem hier für sein Eintrittsgeld geboten wird. Eine Fülle an Effekten und Bildern geht auf den Zuschauer nieder und fesselt (trotz der am Anfang durchaus langsameren Erzählweise) von der ersten Minute an. Die sehr realistische Darstellung und das großartige Set-Design lassen den Film durchaus mit Filmen wie 2001/ 2010 vergleichbar werden. Auch das Schauspielerensemble ist durchweg exzellent am Werke.
Was den Film aber von den genannten Klassikern des Genres am Ende doch mit recht deutlichem Abstand zurückbleiben lässt, ist weniger die aus anderen Sci-Fi Filmen schon (alt-)bekannte Story, sondern vor allem das aus meiner Sicht ziemlich missglückte Ende des Films. Ohne hier etwas Näheres verraten zu wollen, haben die Filmemacher sich für den Schluss einen nicht nur vollkommen unlogischen sondern auch zum Rest des Films stark unpassenden Plot-Twist aufgehoben, der die Einheit des Films beeinträchtigt, ja am Ende sogar fast zerstört. Schade drum...

Fazit: Ein über weite Phasen fesselnder, visuell durchweg atemberaubender Film, der trotz seiner deutlichen Schwächen (s.o.) den Kinobesuch ohne weiteres lohnt! Hätte Danny Boyle den Mut zu mehr Konsequenz in der Erzählung gehabt, wäre das schon jetzt ein moderner Klassiker, so bleibt ein durchwachsener Gesamteindruck.

war im Cinemaxx 6, Berlin

Alexander * 8.5

ein strahlender Filmabend

Sunshine ist für mich das gelungene logische Produkt eines jungen Regisseurs, der in der gleichen Zeit wie ich auch aufgewachsen ist, und dessen Vorbilder (es gibt ja nur sehr wenige in dem Genre) "2001" "2010" "Alien" "Event Horizon" und last not least "Dark Star" waren. Klar erkennt man GANZ deutlich den Einfluss dieser Werke, auch wenn ich glaube, daß das fast schon ungewollt passiert ist, denn die Story IST neu und hat mal überhaupt nix mit Hollywood-Kommerzproduktionen wie z.B. "Armageddon" usw. zu tun, trotzdem dieser Vergleich im Vorfeld permanent gefallen ist, weil man auf den ersten Blick eben diesen Eindruck gewinnen könnte, zu dem auch der extrem unpassende Untertitel auf dem Filmplakat beiträgt. Aber glücklicherweise ist es ja ein Danny Boyle und kein Steven Sommers (würg) - Film und somit war der Abend der pure Genuss. Im Schnitt gibts alle 10 Jahre mal nen guten Science Fiction Film. Dieses Jahr war es endlich mal wieder soweit.

FFFler * 8.5

Wäre nur das Ende nicht

Oh, wie ich das hasse! Da ist endlich mal wieder ein Film der auf 10 Punkte war und dann kommen die letzten 20 Minuten und reißen das Ganze nochmal ein wenig in den Keller. Zuvor macht Danny Boyle jedoch alles richtig und schuf einen megaspannenden Sci-Fi-Film, dessen Spannung hauptsächlich aus der Situation selbst entsteht ohne das groß etwas passieren muss. Das erinnert teilweise sehr an Ridley Scotts Alien und braucht sich in der Hinsicht auch nicht vor ihm zu verstecken. Aber auch sonst alles optimal: Die Darsteller spielen gut, der Sound bombastisch, der Score könnte nicht besser gewählt sein und auch die Story, sowie viele moralische Ansätze sind perfekt gewählt ... bis zu dem Zeitpunkt wirklich auf 10 Punkte Kurs, doch gegen Ende scheint ihnen wohl ein wenig der Mut auszugehen und der Film schlägt einen anderen Ton ein, der mir überhaupt nicht gefiel und leider viel zu mainstreamig und actionlastig wurde. Sicher in Sachen Inszenierung ist das Ganze teilweise immer noch perfekt, aber es ist derart enttäuschend, dass der Stilbruch dem Film am Ende doch noch 2 Punkte gekostet hat. Endlich mal wieder ein toller Sci-Fi-Film, jedoch wäre noch viel mehr drin gewesen.

lexx * 7.5

Viel Licht mit etwas Schatten

Den meisten Reviews hier kann ich uneingeschränkt zustimmen. Ein wirklich sehr schöner, poetischer und spannender Film und trotzdem ist man nach dem Abspann etwas enttäuscht, denn das was Danny Boyle gegen Ende des Filmes abzieht, ist unverzeihlich und so strunz dämlich und Hollywood typisch, daß man unaufhaltsam nach Entschuldigungen dafür sucht, aber keine findet. Der Film bietet noch wesentlich mehr Potential, als er abruft. Ein zweiter Blade Runner hätte er evtl. werden können, zumindest mal daran Kratzen hätte er können, aber leider fehlt dem Regisseur die Perfektion, den anspruchsvollen Stoff auch wirklich bis zum Ende durch zuziehen und damit einen Klassiker auf Zelluloid zu bannen.

So ist Sunshine zumindest endlich mal wieder ein guter Sci-Fi Film geworden, dessen Bild- und Klanguniversum umwerfend ist, das epische Schauspiel der Sonne gut einzufangen weiß und aufgrund einiger magischer Momente auch das Herz bewegt.

kinokoller * 6.0

"You are my sunshine, my boring sunshine…"

Die Ausgangssituation ist interessant, das Resultat allerdings nur mäßig spannend. Denn Danny Boyle tischt dem Zuschauer nur eine lauwarme Brühe auf, deren sterile Inszenierung kaum eine Minute emotional zu fesseln weiss. Handwerklich kann man "Sunshine" nichts vorwerfen, spektakuläre Bilder der Sonne lassen das Sci-Fi-Herz höher schlagen - das war’s dann aber auch schon. Leider.

war im Cinedom 4, Köln

48 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Sunshine
  • Score [BETA]: 71
  • f3a.net: 7.1/10 48
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-09-22 23:12

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