s Sushi Girl (2012) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Sushi Girl

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Reviewer

Lovecraft * 3.5

Überfischt

Chuzpe haben sie ja, die Macher von "Sushi Girl": Da präsentieren sie im flott geschnittenen Vorspann die elegant gefilmten Vorbereitungen der Titelfigur auf den Abend, die Titel werden im fetzigen 70er-Jahre-Look präsentiert und dazu erklingt Shirley Basseys legendäres "Diamonds are forerver". Das weckt natürlich Erwartungen auf einen hochklassigen, zumindest aber flotten und unterhaltsamen Streifen.

Was dann aber folgt, ist ein ganz bitterer Absturz und das Gefühl, daß alles nach den Credits nicht nur um Klassen schlechter ist, sondern auch schlichtweg zu den Eingangsminuten nicht paßt.

Hohle, prätentiöse Dialoge, ein nur freundlich als "simpel" zu bezeichnendes Drehbuch und vor allem die Abwesenheit jeglichen Tempos zehren bitter an den Nerven der Zuschauer. Bedeutungsschwer werden da pseudocoole Phrasen gedroschen, ein wenig gefoltert (Marathon Man, anyone?), und das war es letztlich auch schon. Die Minuten vergehen quälend wie klebriger Reis, auch aufgrund fehlender Identifikationsmöglichkeiten. Mögliche Nebenplots werden nur kurz angerissen, verschwinden dann aber unvermittelt wieder im Nirvana. Nicht einmal die Rückblenden mit dem dröge gefilmten Diamantenraub überzeugen.

Viele der zahlreichen bekannten Darsteller halten lediglich kurz ihre Gesichter in die Kamera, und Danny Trejo ist mit einer Machete bewaffnet, haha! Immerhin ist ein erheblich in die Breite gegangener Mark Hamill mit sichtlichem Spaß bei der Sache und chargiert munter vor sich hin, als hoffe er auf einen Heath-Ledger-Gedächtnisoscar. Der permanente, völlig unpassende und enervierende Streicher-Soundtrack gibt dem Film dann den Rest.

Auf der Habenseite bleibt die zumindest vom Einsatz zu würdigende Leistung Mark Hamills sowie, man möge mir verzeihen, die ansprechende Optik des Sushi Girls. Wem das allein ausreicht, mag glücklich werden...

war im Cinemaxx 7, Berlin

Francis S * 8.0

Dieser Review enthält SPOILER!

Revenge is a dish best served cold

Erstveröffentlichung

glotzte im Cinemaxx 7, Berlin

Herr_Kees * 4.5

"Stop wasting my time!"

Den Vorspann mit Shirley Basseys "Diamonds are forever" zu unterlegen ist mutig. In diesem Fall ist es jedoch einfach nur überheblich: Inhaltlich eine dreiste Kopie von RESERVOIR DOGS (und der war ja schon geklaut), bringen die Figuren von SUSHI GIRL nur die Tarantino-Attitüde mit, nicht die Dialoge und schon gar nicht die Klasse. So langweilt der Film mit den immer gleichen Folterszenen und Rückblenden, in denen dann auch die "Stars" ihre Sekundenauftritte haben, nur die Auflösung ist dann noch wenigstens halbwegs einfallsreich.

glotzte im Metropol 1, Stuttgart

Michaela S

Dieser Review enthält SPOILER!

Diamonds are forever - Sushi nicht

Sushi Girl war anders als erwartet - ich hatte action erwartet, bekannte Namen kamen auch vor, z. B. Danny Trejo, Michael Biehn, Jeff Fahey. Dann jedoch ein Krimi der etwas anderen Art, kammerspielmäßig, dialoglastig, aufgelockert durch Flashback-Szenen. 6 Männer haben vor 6 Jahren einen Diamantraub durchgeführt. Leider ging etwas schief und die Diamanten waren verschwunden. Eigentlich kann nur derjenige wissen, der als letzter die Tasche in der Hand hatte, wo diese Diamanten abgeblieben sind. 6 Jahre später treffen sich 5 dieser Männer wieder, um genau diese Frage zu lösen und an ihren jeweiligen Anteil zu kommen. Ein ziemlich grausames Katz-und-Maus Spiel beginnt. Im Gegensatz zu einigen anderen hier, fand ich die Dialoge gut. Ein richtiges zickiges Hick-Hack zwischen den einzelnen Gangstern, das die bereits blank liegenden Nerven einiger noch mehr anspannt. Die einzelnen Charaktere werden kurz beleuchtet und man erfährt ein wenig etwas über sie, nicht zu viel aber ausreichend, um die Geschichte spannend zu halten. Das setting mit dem japanischen Hintergrund (bzw. mangels gutem Innenarchitekten eher Ming-Dynastie) und dem Yakuza-Sushi ist ein nettes, aber tödliches Beiwerk. Tony Todd wirkt in seiner Ruhe einfach furchteinflößend genauso wie sein gesteltztes Gehabe. Mark Hamill - es muss schwer für ihn sein, aus dem Schatten Luke Skywalkers zu treten. Allerdings kann er in diesem Film seine fiese Ader ganz gut ausspielen (hätte mir auch Vincent D’Onofrio in der Rolle vorstellen können - aber vielleicht ist es ja auch gerade die Tatsache, dass Mark Hamill diesen verrückten Crow spielt, die diesem Film ein gewisses Etwas verleiht).

Auch die musikalische Untermalung fand ich gut - Diamonds are forever zu nehmen ist ja nur logisch - schließlich geht’s ja um Diamanten. Vielleicht hätte auch "Diamonds are a girl’s best friend" gepasst.

Alles in allem ein eher langsamer, dialoglastiger Film mit Flashback-Szenen und ziemlich harten Folterszenen.

29 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Sushi Girl
  • Score [BETA]: 59
  • f3a.net: 4.8/10 29
  • IMDb: 6.9/10
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-10-28 17:47

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