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Review Transsiberian

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solide aber für Genrekenner durchschaubar
von Frank

Transsiberian ist ein Mainstreamthriller mit guter Besetzung, in dem Emily Mortimer die beste Performance abliefert. Auch Ben Kingsley spielt seit langem mal wieder eine passable Rolle. Die schauspielerische Leistung ist auch bei allen anderen in Ordnung, wobei man sagen muss, das die Charaktere niemandem große Kunststücke abverlangen.

Ich wusste vor Beginn des Films nicht, das dies ein Brad Anderson Film ist ( The Machinist ). Wer aus diesem Grund in den Film geht und ähnliches erwartet, kann nur enttäuscht werden. Dieser Film trägt eine andere Handschrift.

Unauffällig aber stilsicher begleitet der Soundtrack Zug und Zuschauer durch die russisch-sibirische Landschaft. Wir erleben ein amerikanisches Paar auf Urlaubsreise und erhalten ausreichend Zeit die Stimmung zwischen Ihnen kennen zu lernen. Gleiches gilt für das gänzlich unterschiedliche Paar, mit welchem sich die beiden ein Abteil teilen werden. Wirkliche Tiefe erhält aber keiner der Charaktere.

Der Film besticht vor allem durch die Wahl der einzelnen Szenenbilder. Überzeugend wird jede Urlaubshandlung und Landschaftsaufnahme festgehalten, was dem Film gerade in den ersten zwei Dritteln etwas sehr authentisches verleiht.

Ein neues Kapitel beginnt mit der fatalen Handlung eines der Protagonisten. Im Folgenden wird dem Zuschauer ein Weg aufgezeigt, damit umzugehen. An subtilen Dingen wird uns vor Augen geführt, wie Kleinigkeiten plötzlich Bedeutung erfahren und subjektiv schönes völlig unwichtig wird. Das ist nicht wirklich neu und manch einem Zuschauer wird die Reaktion nerven. So schauen wir gespannt aber nicht betroffen genug den Versuchen unseres Protagonisten zu, die bestmögliche Entscheidung zu treffen (oder überhaupt eine).

Zu diesem Zeitpunkt haben unsere Hauptfiguren bereits Bekanntschaft mit einem Detective (Ben Kingsley) gemacht, welcher Drogenschmuggler quer durch Russland jagt.
Dem Drehbuch des Films verdanken wir die effektvolle Einleitung des letzten Kapitels...

Fazit:

Wer damit leben kann, das Darsteller nach und nach zu Nebendarstellern schrumpfen, sich an dem "hab ich mir schon gedacht" Effekt nicht stört, die Schauspieler sowie ungezwungene Bild- und Landschaftsaufnahmen mag, keinen zweiten Maschinisten erwartet, und darüber hinwegsehen kann, das der Hauptplot auf den Folgen dämlichem Verhaltens aufbaut, kann sich auf zwei Stunden Mainstreamkino mit ein paar spannenden Szenen freuen.

staunte im Cinemaxx 3, Hamburg

45 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Transsiberian
  • Score [BETA]: 73
  • f3a.net: 6.5/10 45
  • IMDb: 8.0/10
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-02-28 10:02

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