s Transsiberian (2008) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Transsiberian

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Reviewer

FFFler * 5.5

Kein zweiter Maschinist

War eigentlich sehr positiv auf den Film eingestellt, doch leider kann Brad Anderson hier nie die Qualität seines vorherigen Filmes The Machinist erreichen. Zwar stimmt die Atmosphäre und die Darbietungen der gut aufspielenden Ben Kingsley und Woody Harrelson, dennoch hätte es gut getan, dem Zuschauer etwas mehr Hintergründe über die Charaktere zu liefern. Dazu gibts im Mittelteil die ein oder andere Länge zuviel, so dass ich mich nicht zu mehr als einer mittelmäßigen Bewertung durchringen kann.

tatabanya S * 6.0

Dieser Review enthält SPOILER!

50/50

Habe den Film im Februar in der Berlinale gesehen - daher vielleicht ein wenig verblasste Erinnerung - ich fand die erste Stunde ganz ok, auch die Einführung der Charaktere halbwegs gelungen. Doch dann kippt es und wird zu sehr "lieber dummer Ami gegen bösen Russen". Das passt meines Erachtens vorne und hinten nicht. Und am Ende noch mal spannungsreichen (?) Actionshowdown, der nur funktioniert, weil Eisenbahn-hobbianer schafft, einen echten Zug zu stoppen. Also funktioniert er gar nicht. Wie konstruiert ist das denn? Also im Endeffekt dann eher ärgerlich. Allerdings ist Noriega nett anzusehen. Der macht aber das Debakel nicht wett. Trotzdem: 5+1 Noriega Punkt = 6

TylerDurden * 5.0

leicht verfahren

Ich muss mich den ersten 2 Reviews leider anschließen - irgendwie hat der Film mich nicht gepackt.

Ich bin sonst nicht der "Hellseher" aber die Story war zu dünn und auch durchsichtig. Minus.

Auch die Langatmigkeit (für mich im ganzen Film vorhanden) - da die Spannung nicht so richtig kam. Minus.

Dann bleiben Ben Kingsley, Emily Mortimer und ein recht banaler Film.

Auch von mir nur ein Achselzucken.

war im Cinemaxx 3, Hamburg

Bobshock * 9.0

Besser nicht mit Fremden sprechen

Transsiberian ist ein atmosphärischer Mainstreamthriller mit toller Musik und fantastischen Landschaftsaufnahmen. Die sehr realistische Ausgangssituation: ein etwas naives US-Touri-Pärchen begibt sich auf die abenteuerliche Zugfahrt von Peking nach Moskau und macht dabei die fatale Bekanntschaft mit einem anderen Pärchen. Sorgte bei mir und meiner Begleitung für Hochspannung. So etwas kann wirklich jedem passieren, man erinnert sich an den letzten eigenen Urlaub. Der Albtraum beginnt... und die Wendungen der Geschichte sind zwar nicht immer 100% glaubwürdig, aber filmisch hervorragend eingesetzt. Achterbahnkino auf hohem Niveau mit großartigen Darstellern und leisen gefühlvollen Untertönen.

reese * 7.5

Da hatte ich mir im Vorfeld nicht so viel erwartet, wurde aber doch angenehm überrascht. Da kann man schon in eine ungute Situation kommen, wenn man in einem fremden Land als naiver Amerikaner an die falschen Leute gerät. Besonders, wenn Dummheit, Ignoranz und Fehlverhalten ein übriges dazu tun. Gute Geschichte, sehr gute Darsteller (bis auf W. Harrelson), schöne Bilder und glaubhafte Charaktere. Hat mir gefallen.

goutierte im Cinemaxx 7, Berlin

daemonicus * 4.0

Lang, länger, langweilig. Böse Russen, Amerikaner als Gutmenschen und einer blöder als der andere. Schauspielerisch erträglich und ein paar nette Aufnahmen, mehr gibt’s leider nicht zu sehen.

glotzte im Cinemaxx 7, Berlin

The_Coma-man S * 10.0

Dieser Review enthält SPOILER!

"Not his one, THIS one."

Brad Anderson wird mir langsam unheimlich: Nachdem er mit THE MACHINIST einen individuellen und verstörenden Horrorfilm geschaffen hat, in dem er uns in den Körper von Christian Bale zwängte, gibt er nun Nachhilfe im Fach Thriller, mit leichtem Hang zu Hitchcock.

Seine Formel geht dabei restlos auf: als ein amerikanische Ehepaar (Emily Mortimer und Woody Harrelson) im Transsiberian Express auf ein Pärchen stoßen und sich mit ihnen anfreunden, scheint schon ziemlich klar, wie sich der Rest des Plottes entwickelt, und man lehnt sich zurück, um die wunderbaren Bilder und guten Dialoge zu genießen. Als dann nach einer (gefühlten) halben Stunde plötzlich doch genau DER Twist kommt, mit dem wohl keiner gerechnet hätte, und Anderson die Karten neu mischt.

Sein Trick dabei ist, die Zuschauer genau dann zu erwischen, wenn sie bereits mit etwas abgerechnet haben, die Schraube auch dann noch anzuziehen, wenn wir uns grade im Sessel zurücklehnen, und meinen, das Schlimmste hätten die Protagonisten hinter sich. Doch weit gefehlt...

Wunderbare Bilder, die tollen Schauspielerleistungen (Eduardo Noriega und Ben Kingsley sind ein weiteres Mal Weltklasse), ein guter Soundtrack und eine wirklich fesselnde, twistreiche Geschichte - der beste Thriller, den ich dieses Jahr zu Gesicht bekommen habe, und Brad Andersons Untermauerung seines Status’ als einer der besten und spannendsten Genreregisseure, die es momentan gibt.

Muss man gesehen haben!!

war im Cinemaxx 7, Berlin

Frank * 6.0

solide aber für Genrekenner durchschaubar

Transsiberian ist ein Mainstreamthriller mit guter Besetzung, in dem Emily Mortimer die beste Performance abliefert. Auch Ben Kingsley spielt seit langem mal wieder eine passable Rolle. Die schauspielerische Leistung ist auch bei allen anderen in Ordnung, wobei man sagen muss, das die Charaktere niemandem große Kunststücke abverlangen.

Ich wusste vor Beginn des Films nicht, das dies ein Brad Anderson Film ist ( The Machinist ). Wer aus diesem Grund in den Film geht und ähnliches erwartet, kann nur enttäuscht werden. Dieser Film trägt eine andere Handschrift.

Unauffällig aber stilsicher begleitet der Soundtrack Zug und Zuschauer durch die russisch-sibirische Landschaft. Wir erleben ein amerikanisches Paar auf Urlaubsreise und erhalten ausreichend Zeit die Stimmung zwischen Ihnen kennen zu lernen. Gleiches gilt für das gänzlich unterschiedliche Paar, mit welchem sich die beiden ein Abteil teilen werden. Wirkliche Tiefe erhält aber keiner der Charaktere.

Der Film besticht vor allem durch die Wahl der einzelnen Szenenbilder. Überzeugend wird jede Urlaubshandlung und Landschaftsaufnahme festgehalten, was dem Film gerade in den ersten zwei Dritteln etwas sehr authentisches verleiht.

Ein neues Kapitel beginnt mit der fatalen Handlung eines der Protagonisten. Im Folgenden wird dem Zuschauer ein Weg aufgezeigt, damit umzugehen. An subtilen Dingen wird uns vor Augen geführt, wie Kleinigkeiten plötzlich Bedeutung erfahren und subjektiv schönes völlig unwichtig wird. Das ist nicht wirklich neu und manch einem Zuschauer wird die Reaktion nerven. So schauen wir gespannt aber nicht betroffen genug den Versuchen unseres Protagonisten zu, die bestmögliche Entscheidung zu treffen (oder überhaupt eine).

Zu diesem Zeitpunkt haben unsere Hauptfiguren bereits Bekanntschaft mit einem Detective (Ben Kingsley) gemacht, welcher Drogenschmuggler quer durch Russland jagt.
Dem Drehbuch des Films verdanken wir die effektvolle Einleitung des letzten Kapitels...

Fazit:

Wer damit leben kann, das Darsteller nach und nach zu Nebendarstellern schrumpfen, sich an dem "hab ich mir schon gedacht" Effekt nicht stört, die Schauspieler sowie ungezwungene Bild- und Landschaftsaufnahmen mag, keinen zweiten Maschinisten erwartet, und darüber hinwegsehen kann, das der Hauptplot auf den Folgen dämlichem Verhaltens aufbaut, kann sich auf zwei Stunden Mainstreamkino mit ein paar spannenden Szenen freuen.

war im Cinemaxx 3, Hamburg

nightwatcher * 5.0

dröges Thriller-Epos

Ein blutiger Zug-Thriller vor Schneelandschaft ist eine schöne Voraussetzung und der Film hält dies Versprechen zu Beginn mit großartigen Aufnahmen - aber die ganze "Multikulti"-Story ist doch arg platt und konstruiert, die Darsteller sind ok, aber meist hat man sie einfach schon besser gesehen - Kingsley ist ja mittlerweile eh ein Kasper und hier nervt er mit einer weiteren "ach so"-subtilen Performance, der sich Kretschmann als grunzender Jogging-Hosen-Russe anschließt. Langweilig war’s nie, aber von schönen Bildern wird man dann auch nicht satt und von Brad Anderson hätte man sich doch was düsteres erwartet.

war im Cinemaxx 7, Berlin

kinokoller * 7.0

Zugluft

Vom Regisseur von THE MACHINIST hat man sicher etwas anderes erwartet, dennoch beweist Brad Anderson erneut sein inszenatorischs Geschick, indem er bravourös die Erwartungshaltung des Zuschaueres mehrfach ad absurdum führt. Die Enge der Transsib und die karge Wildnis vermitteln dabei stets ein mulmiges Gefühl der Isolation.

Ganz ohne Klischees geht’s jedoch nicht. Die Amis sind gut, die Russen unheimlich böse und gegen Ende manövriert sich der Film für meinen Geschmack dann doch etwas zu sehr in konventionellere Gewässer. Trotzdem angenehm zu sehen, daß sich Anderson nicht auf einen bestimmten Stil festlegen lässt.

staunte im Cinedom 9, Köln

45 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Transsiberian
  • Score [BETA]: 73
  • f3a.net: 6.5/10 45
  • IMDb: 8.0/10
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-10-21 03:56

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