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Review Turbo Kid

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Blutige Retro-Komödie
von MarxBrother81

1997. Die Apokalypse ist durch. Alles wurde vernichtet. Bis auf ein paar Figuren, die sich noch in Skurrilitäten steigern könnten, ist niemand mehr da der Liebe und Leben auf der Erde zum Besten geben könnte. Zum Einen ist da der herrenlose Kid, der alleine in einem Bunker lebt, tagsüber die Gegend unsicher macht um Essen und sonstdergleichen zu klauen und neuerdings von einem jungen, leicht irre wirkenden Manga-Mädchen verfolgt wird. Dabei trifft er auf gute, aber mehr auch auf schlechte Gestalten, die ihm ans Leder wollen. In seiner ruhigen Minute liest Kid gerne Comics und er wird nicht lange brauchen um sich in einen Superhelden zu verwandeln, um den einäugigen Zeus und seiner maskierten Crew Einhalt zu gebieten. Dabei geht es um Gore und ansonsten nichts.

Fazit: Hier haben wir ihn also den neuen Splatterfilm mit einer unglaublich niedrigen FSK (wir erinnern uns bitte an "Hobo with a Shotgun"), der sich als Trash alter Tage verstehen will und ihn auch ansatzweise bedient. Mit Michael Ironside hat man schon mal einen Fachmann der viele Genrefilme mit seiner Anwesenheit veredeln durfte. Auch hier darf er als Zeus sein widerliches Ich zeigen und den Bösewicht alter Schule spielen. Neben Splish Splash, BMX-Wohlfühlmomenten, Synthieorgasmen, einer SciFi-geschwängerten Handlung, parodiert man zudem italienische Endzeitfilme der 1980er und japanische Schundfilme. Nachdem man 2007 mit dem Grindhouse-Double-Feature neue, filmische Maßstäbe gesetzt hat, sieht man hier nun eine weitere Fortführung und Weiterentwicklung in diesem Genre. Sprünge in der Filmrolle gibt es diesmal zwar nicht, dafür den Humor, die Action und die Retro-Gedächtnis-Szenerie. Der begrenzte Schauplatz ist das einzige Manko dieser fröhlichen Orgie, denn er zeigt nur wie man einen höher budgetierten Amateurfilm der Garagen- und Wiesensplatter-Ära produziert hat. Der macht aber durchweg Spaß, hätte zwar abgefahrener sein können, aber der Blutanteil ist ziemlich hoch und das sollte der Party nun wahrlich keinen Abbruch tun. Treibende Beats aus der alten Keyboardkiste sind wahr und doch so fern. Sowas wünschte man sich endlich mal wieder von Peter Jackson! 4 von 5 runtergerissenen Kinnladen!

72 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Turbo Kid
  • Score [BETA]: 80
  • f3a.net: 7.6/10 72
  • IMDb: 7.5/10
  • Rotten Tomatoes: 90%
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-01-18 18:13

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