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Review Turbo Kid

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BMX Trash
von Frank

Wir schreiben das Jahr 1997. Die Welt ist im Arsch und es mangelt an Wasser. Die wenigen Vorräte werden von Michael Ironside kontrolliert, der hier mit Augenklappe und bösen Leibwächtern in Erscheinung tritt. Ein Junge namens Kid kurvt mit seinem BMX Rad auf der Suche nach Brauchbarem durch die vom Menschen hinterlassene Einöde. Er wäre am liebsten ein Superheld um die Welt zu retten, so wie in den Comics, die er in den Resten der Zivilisation findet. Eines Tages trifft er auf Apple, mit der er sich plötzlich gemeinsam auf der Flucht vor dem selbst ernannten Herrscher befindet...

TURBO KID ist eine gelungene Hommage an die Zeit und die (Genre) Filme der 80er. Mit einem Synthie und E-Gitarren Soundtrack, der mich zum Teil an Vangelis erinnert und in einem Stück sogar leichtes Blade Runner Feeling erzeugt hat, erweckt er die Emotionen dieser Jahre wieder zum Leben; Bei TURBO KID darf man sich (wieder) jung fühlen. Er hat Charme und Esprit. Die Beziehung zwischen Apple und Kid ist süß und liebevoll inszeniert.
Selbst die Splatter Effekte sind zum Großteil humorvoll und reich an noch nicht gesehenen Ideen.

Autos fehlen in TURBO KID. Mit dem Kult um die BMX Räder konnte ich mich persönlich nie identifizieren. Sie sind eigentlich nur durch E.T. zum Kult geworden. Und die Tatsache, das unsere Helden nur mit BMX Rädern flüchten und fahren macht den Film leider auch ein wenig träge und zäh im Tempo. Andererseits: So war halt die Zeit und so spiegelt sie sich in vielen Genre Filmen der Dekade. Ein paar größere Stunt BMX Szenen mehr hätte ich dennoch begrüßt, ebenso wie den Ausbau einiger Handlungsstränge seitens des Drehbuchs; z.B. mehr Hintergrund in Bezug auf die Katastrophe.
Davon abgesehen ist dies definitiv der diesjährige Crowd Pleaser. Dafür ein großes Dankeschön an Rosebud für diese Auswahl.

Michael Ironside hatte übrigens im letzten Jahr einen Kurzauftritt bei Extraterrestrial.

Von den von mir gesehenen Fresh Blood Kandidaten mag er nicht der qualitativ hochwertigste oder der, mit der ausgefallensten Story sein, aber definitiv ist er der sympathischste, weshalb ich ihm den Fresh Blood Award gewünscht hätte. Nun ja, ein zweiter Platz ist auch toll.

Süß, rührend, witzig und blutig. "Nur" 7,5 Pkt., weil mir das Tempo etwas zu zäh war. Dafür hat er andererseits den Nocheinmalsehenwollen Bonus.

verweste im Savoy, Hamburg

72 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Turbo Kid
  • Score [BETA]: 80
  • f3a.net: 7.6/10 72
  • IMDb: 7.5/10
  • Rotten Tomatoes: 90%
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-01-22 01:28

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