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Review Vampyros Lesbos

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Psychedelic Chilling Vampires on Acid
von GeorgeKaplan

"Vampyros Lesbos" ist einer der Filme, die man unmöglich beschreiben kann. Bei denen Einzelheiten unwichtig sind, bei denen man die unbestreitbaren groben Fehler, Durchhänger oder die miesen Schauspieler zugunsten einer Gesamtwürdigung einfach unter den Tisch fallen lässt. "Vampyros Lesbos" ist eher ein Wachtraum als ein Film.

Erzählt wird in groben Zügen und eher angedeutet die bekannte Geschichte von "Dracula", wobei alleine dieser Teilsatz schon eine mutige Behauptung ist, denn ob der Film überhaupt eine Geschichte erzählt, sei mal dahingestellt. Das einzige, dass man mit Sicherheit festhalten kann ist, dass "Vampyros Lesbos" die mit Abstand ungewöhnlichste Vampirverfilmung ist.

Knallige Dekors statt düstere Schlösser, entspannende Sitar-Klänge statt gruseliger Score, ultrariesige Sonnenbrillen statt schwarze Umhänge, Istanbul in der Mittagsgluthitze statt Karpaten um Mitternacht. Und eine absolut umwerfende Soledad Miranda statt Christopher Lee.

Vergesst die üblichen Vampirfilme. Macht eine Flasche Rotwein auf, entspannt euch und lasst euch auf den Film ein. Zeit und Raum lösen sich auf, Einstellungen reihen sich eher assoziativ als einem narrativen Pfad folgend aneinander. Jess Franco schert sich wie immer wenig um dramaturgische Konventionen, und mit Logik kommt man allerhöchstens bis zur nächsten Szene.

"Vampyros Lesbos" ist ein komplett durchrelaxter, suggestiver Trip im totalen 70iger Chic und einer unglaublich sleazigen Atmosphäre, dem man entweder hoffnungslos verfällt oder sich völlig gelangweilt abwendet. Übliche Bewertungskriterien versagen, der Zufall feiert Triumphe über Sinn und Verstand.
Sensationell.

5 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Vampyros Lesbos
  • f3a.net: 6.4/10 5
© Fantasy FilmFest Archiv 2019-12-08 06:04

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